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Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

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25 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2

Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon Ibex am 26.08.2011 14:40:01

clue hat geschrieben: Hurd hat das Potential die gesamte Softwarewelt für immer zu revolutionieren. Schaut Euch an, was Linux mit der IT-Welt gemacht hat. Und Linux war erst der Anfang: Hurd könnte DAS System der Zukunft werden. Es fehlen nur noch Leute, die Programmieren können. Dann reden die Leute nicht mehr über Linux, sondern über den Hurd.


Gibt es ihrgendwelche Gründe für diese Aussage? Ich finde es ja schön, das das GNU Projekt jetzt nach 20 Jahren auche einen eigene Kernel hat (auch wenn es noch kaum Treibersupport dafür gibt), und es ist beruigend zu wissen, das Debian nicht am ende wäre wenn es den Linux Kernel aus ihrgendwelchen Gründen nicht mehr gibt.

Aber was ist an Hurd besser als an Linux oder freeBSD? Warum sollte der HURD Kernel jemals von mehr als ein paar 100 Enthusiasten genutzt werden?

Das ist eine ernstgemeinte Frage, kein Trollversuch. Ich bin sehr glücklich darüber das inzwischen immer mehr Hardwarhersteller mit den Linux Kernelentwicklern direkt zusammenarbeiten, warum sollte man sich Hurd wünschen, und was kann man sich da revolutionäres von erhoffen?
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Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon Milbret am 26.08.2011 15:05:06

Ibex hat geschrieben:
clue hat geschrieben: Hurd hat das Potential die gesamte Softwarewelt für immer zu revolutionieren. Schaut Euch an, was Linux mit der IT-Welt gemacht hat. Und Linux war erst der Anfang: Hurd könnte DAS System der Zukunft werden. Es fehlen nur noch Leute, die Programmieren können. Dann reden die Leute nicht mehr über Linux, sondern über den Hurd.


Gibt es ihrgendwelche Gründe für diese Aussage? Ich finde es ja schön, das das GNU Projekt jetzt nach 20 Jahren auche einen eigene Kernel hat (auch wenn es noch kaum Treibersupport dafür gibt), und es ist beruigend zu wissen, das Debian nicht am ende wäre wenn es den Linux Kernel aus ihrgendwelchen Gründen nicht mehr gibt.

Aber was ist an Hurd besser als an Linux oder freeBSD? Warum sollte der HURD Kernel jemals von mehr als ein paar 100 Enthusiasten genutzt werden?

Das ist eine ernstgemeinte Frage, kein Trollversuch. Ich bin sehr glücklich darüber das inzwischen immer mehr Hardwarhersteller mit den Linux Kernelentwicklern direkt zusammenarbeiten, warum sollte man sich Hurd wünschen, und was kann man sich da revolutionäres von erhoffen?


Ich würde sogar mal die Behauptung in den Raum werfen, dass Hurd nie so erfolgreich sein wird wie Linux.
Meiner Meinung nach wird Hurd sich durch seine eigenen Ideologie der freien Software ausbremsen.
Den dort wird man konsequenter sein müssen und keine Treiber aufnehmen die Blobs enthalten.
Und deshalb wird Hurd auch nie Linux und auch nicht andere Systeme überholen.

Hurd ist sogar viel zu spät um noch größere Änderungen zu bringen.
Den die Industrie um Linux, *BSD und andere Systeme ist einfach zu groß als das ein System wie Hurd wirklich eine Änderung bringen könnte.
Den die Hersteller haben kaum Gründe Treiber für Hurd anzubieten.

Auch wenn ich mich freuen würde wenn Hurd auf die Höhe von Linux kommen würde, muss man trotzdem realistisch bleiben und einsehen das es dafür eigentlich zu spät ist.

Martin
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Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon clue am 26.08.2011 16:15:33

Sofern ich das richtig verstanden habe, sind Treiber für Hurd eigentlich kein Problem, weil es ohnehin einfach die Linuxtreiber verwenden kann und wohl ne ganze Weile auch wird.
Was die - theoretischen - Vorteile von Hurd gegenüber monolithischen Kerneln betrifft: Sofern die Leistungsfähigkeit tatsächlich überzeugend ist, könnte sich sehr wohl die Industrie für das Projekt interessieren. Ich persönlich interessiere mich für Hurd, weil mein Linux immer wieder komplett einfriert wegen eines Bugs im Zusammenhang mit KMS. Unter Hurd dürfte so was wohl nicht passieren.
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Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon Saxman am 26.08.2011 17:14:59

Ich würde gerne mal ein Paar Erfahrungsberichte lesen, wenn sich jemand hier vielleicht schon die Mühe gemacht hat Hurd etwas genauer zu testen.
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Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon Six am 27.08.2011 18:05:57

Mikrokernel sind nicht revolutionär und ultra-modern, eigentlich sind das ganz schön olle Kamellen. Neben den kommerziell erfolgreichen Mikrokerneln (QNX, Darwin* und NT*) gibt es eine ganze Reihe von freien Mikrokerneln, die eigentlich alle weiter fortgeschritten sind als HURD, z. B. die FIASCO-Familie oder die L4-Familie. Das kein echter Bedarf an HURD besteht, zeigt auch, dass das seit 2010 existierende ArchHURDzwar große Fortschritte macht, aber kaum Benutzer findet.

* genau betrachtet sind sowohl der NT-Kernel als auch der Darwin-Kernel "Hybride", d. h. sie vereinen Designkonzepte von mikro- und monolithic Kerneln. Darwins Kernel ist übrigens ebenso wie HURD ein Mach-Ableger.
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Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon clue am 30.08.2011 18:18:37

Saxman hat geschrieben:Ich würde gerne mal ein Paar Erfahrungsberichte lesen, wenn sich jemand hier vielleicht schon die Mühe gemacht hat Hurd etwas genauer zu testen.

Für Interessierte gibt es fertige quemu images auf der homepage. Die kann man verwenden, um gefahr- und mühelos auch unter aktueller Hardware das System auszuprobieren.
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Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon Saxman am 30.08.2011 19:18:57

clue hat geschrieben:Für Interessierte gibt es fertige quemu images auf der homepage. Die kann man verwenden, um gefahr- und mühelos auch unter aktueller Hardware das System auszuprobieren.

Ja, das habe ich schon gesehen, bei mir ist das allerdings eher eine Zeitfrage. Lesen geht schneller. :D
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Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon startx am 30.08.2011 20:28:12

Ibex hat geschrieben:Ich finde es ja schön, das das GNU Projekt jetzt nach 20 Jahren auche einen eigene Kernel hat (auch wenn es noch kaum Treibersupport dafür gibt), und es ist beruigend zu wissen, das Debian nicht am ende wäre wenn es den Linux Kernel aus ihrgendwelchen Gründen nicht mehr gibt.

Aber was ist an Hurd besser als an Linux oder freeBSD?


GNU/Hurd hat schon lange einen Kernel (mach) , daran ist nichts neu. besser als bei linux ist in der theorie die losloesung der treiber aus dem ring 0, das problem dabei ist die latenzzeit der contextswitches ( d.h. bei hurd genau genommen die kommunikation zwischen kernel und translator aka server ).

da der mach kernel selbst ein sehr simples ding ist und ueber ein uebersichtliches API verfuegt is (wieder in der therrie ) die entwicklung von treibern sogar auch einfacher, da sie nicht staendig mit der kernelentwicklung schritthalten muessen ( stichwort stabiles kernel API)

Mikrokernel sind nicht revolutionär und ultra-modern, eigentlich sind das ganz schön olle Kamellen.


yo. das problem war immer die kommunikation zwischen kernel und treibern, die technisch bedingt langsamer ist als bei monolithischen kernel. wie genau der XNU kernel ( von darwin ) ausschaut weiss ich allerdings nicht.

PS: abgesehen davon laeuft debian GNU/hurd bei mir schon ewig recht stabil.
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Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon Saxman am 02.09.2011 22:20:22

startx hat geschrieben:PS: abgesehen davon laeuft debian GNU/hurd bei mir schon ewig recht stabil.

Da bin ich mal neugierig, machst du auch was produktives auf so einer Kiste?
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Re: Debian GNU/Hurd evtl. in Wheezy

Beitragvon startx am 02.09.2011 23:04:00

Saxman hat geschrieben:
startx hat geschrieben:PS: abgesehen davon laeuft debian GNU/hurd bei mir schon ewig recht stabil.

Da bin ich mal neugierig, machst du auch was produktives auf so einer Kiste?


nur sachen durchtesten und ne zeitlang laufen lassen:

server sachen wie apache, icecast , und ab und zu mal den einen oder anderen bug reporten.

zur zeit nur virtualisiert, da mir grad die zeit fehlr mir passende hardware zusammenzunbauen, hatte ich vor ein paar jahren mal.
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