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Torvalds: Open Source so lange es Spaß macht

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40 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3

Torvalds: Open Source so lange es Spaß macht

Beitragvon Hackmeck am 15.04.2005 14:52:03

[...] In der Kritik an Tridgell zeigt sich jedoch, dass Torvalds das nicht so eng sieht: Open Source werde technisch mit der Zeit immer besser -- aber dies brauche eben Zeit, meinte er. Open Source sei aber kein Gebot der Moral. Er entwickle Open Source, weil es Spaß macht -- und weil er denke, Open Source ergebe langfristig einfach Sinn.[...]


Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/58621

Und wenn es Torvalds Morgen Spaß macht für Apple oder Microsoft proprietäre Programme zu schreiben, dann macht er das eben. Alles halt "Just for fun". Mit Torvalds haben wir jedenfalls keinen großen Streiter für "die Sache" ;) ...
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Beitragvon se8i am 15.04.2005 14:56:52

wäre doch blöd, wenn er was machen würde, was ihm keinen spaß macht...
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Beitragvon Incom am 15.04.2005 16:43:54

Habe mich beim lesen von Just for Fun auch ganz schön gewundert. Irgendwie habe ich immer gedacht dass Linus ein wenig radikaler in Sachen "Freie Software" sei.

MfG
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Beitragvon tegula am 15.04.2005 17:21:11

Naja Torvalds ist ja bekannt dafür, das ihm nur die Technik wichtig ist und er andere Aspekte total außen vor lässt. Und da passt ja dieser Begriff "Opensource" auch gut dazu.
Also ich finde das ehrlich gesagt einfach dumm, schließlich sind ja die freiheiten das schöne an Freier Software und nicht ob es technisch besser ist nach dem Motto "Sonst nehme ich eben unfreie Software..."
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Re: Torvalds: Open Source so lange es Spaß macht

Beitragvon Joghurt am 15.04.2005 17:30:39

Hackmeck hat geschrieben:Mit Torvalds haben wir jedenfalls keinen großen Streiter für "die Sache" ;) ...
Ist ja was ganz neues! :twisted:
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Beitragvon emge am 15.04.2005 18:04:04

tegula hat geschrieben:Also ich finde das ehrlich gesagt einfach dumm, schließlich sind ja die freiheiten das schöne an Freier Software und nicht ob es technisch besser ist nach dem Motto "Sonst nehme ich eben unfreie Software..."

Au Weia. Sind wir jetzt schon so weit, dass nur noch die mitmachen dürfen, die mit der Freiheitsfahne winkend die Weltherrschaft freier Software voranbringen wollen? Das fände ich einfach dumm.

tegula, du siehst hier etwas falsch. Es passiert nicht, dass er dann unfreie Software "nimmt", sondern höchstens welche programmiert. Und das wäre dann wirklich schade.

Grüße, Marco
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Beitragvon BeS am 15.04.2005 18:52:15

emge hat geschrieben:tegula, du siehst hier etwas falsch. Es passiert nicht, dass er dann unfreie Software "nimmt", sondern höchstens welche programmiert. Und das wäre dann wirklich schade.


Es passiert auch, dass er proprietäre Software "nimmt", Stichwort Bitkeeper.
Die ganze Meldung ist ja nun wirklich nichts neues. Mir ist prinzpiell auch egal was Linus macht. Schade finde ich nur, dass er für viele eine so großen Stellenwert hat, da viele nur OpenSource kennen lernen und das Betriebssystem "Linux", dass angeblich der Finne seit 1991 entwickelt hat. Dadurch lernen viele die Werte nicht kennen und schätzen durch die es dieses System überhaupt gibt und da sehe ich langfristig ein Problem für die Community.
Ich wage zu behaupten, dass es genug GNU/Linux Benutzer gibt, aber zu wenige davon ihre Freiheit durch GNU/Linux noch wirklich kennen und schätzen.
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Beitragvon Six am 15.04.2005 19:32:55

emge hat geschrieben:
tegula hat geschrieben:Also ich finde das ehrlich gesagt einfach dumm, schließlich sind ja die freiheiten das schöne an Freier Software und nicht ob es technisch besser ist nach dem Motto "Sonst nehme ich eben unfreie Software..."

Au Weia. Sind wir jetzt schon so weit, dass nur noch die mitmachen dürfen, die mit der Freiheitsfahne winkend die Weltherrschaft freier Software voranbringen wollen? Das fände ich einfach dumm.


Wo wurde das gesagt? Das ist ja ein ganzer Sack voll unzulässiger Schlüsse... bitter.
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Beitragvon tegula am 15.04.2005 20:18:10

Hallo,
ich glaube da war ich in der Wortwahl etwas daneben. :oops:
"meiner Meinung nach nicht so gut" passt dann doch deutlich besser als "dumm".
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Beitragvon peschmae am 15.04.2005 20:35:48

Naja, die Aussage von Thorvalds - wo ist da das Problem? Er sagt ja sogar "Open Source ergebe langfristig Sinn" und "es mache im Spass"

Klar sollte er besser freie Software sagen - aber mal abgesehen davon ...

Der Threadtitel ist übrigens falsch.

MfG Peschmä

P.S. Open Source macht langfristig Sinn und macht mir Spass - hab ich jetzt auch einen eigenen Thread verdient? Mit Heise-Meldung und allem drum und dran?
"er hätte nicht in die usa ziehen dürfen - die versauen alles" -- Snoopy
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Beitragvon Hackmeck am 15.04.2005 20:47:12

peschmae hat geschrieben:P.S. Open Source macht langfristig Sinn und macht mir Spass - hab ich jetzt auch einen eigenen Thread verdient? Mit Heise-Meldung und allem drum und dran?


Nein. Wenn Du wenigstens "ergibt Sinn" schreiben würdest. Aber so ;) ...
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Beitragvon Tunix am 15.04.2005 22:32:01

Ich finde überhaupt nichts schlimmes an Linus Torvalds Einstellung. Ganz im Gegenteil, Leute mit seiner pragmatischen Einstellung haben freie Software überhaupt erst salonfähig gemacht. Seine liberale, pragmatische und eben nicht radikale Wesensart hat dem von ihm initiierten Linux-Projekt samt GNU zum Erfolg verholfen, und das stößt vielen Puristen unter den Verfechtern freier Sofware sauer auf. Wie kann jemand an der Spitze des erfolgreichtsten, freien Betriebssystemprojekts der Welt stehen, der es wagt, die dogmatischen Gebote freiheitlicher Software, einst vom Propheten Richard M. Stallman persönlich empfangen, zu verletzen (Transmeta, BitKeeper)...
Bevor wir uns falsch verstehen: Ich halte freie Software (im Sinne von Freiheit) für einen Meilenstein. Nicht nur im technischen, sondern auch und vor allem im sozialen Bereich. Aber was mich ankotzt ist diese verdammte Intoleranz mancher Puristen, die sie den pragmatisch orientierten Protagonisten der Open Source-Bewegung entgegenbringen. Es ist diese Intoleranz, die meiner Meinung nach die Ziele freier Software pervertiert. Nicht das Emporheben freiheitlicher Softwareentwicklung zur Religion mit Richard M. Stallman als ihrem Papst bringt die Leute zu freiheitlicher Software, sondern die Verfügbarkeit und Nutzbarkeit letzerer.
Freie Software soll eine Wahlmöglichkeit darstellen, sie soll sogar eine gute, wenn nicht gar die bessere Wahl sein, aber nach Möglichkeit bitte nicht die einzige. Jedem soll es freistehen, ohne sich vor anderen rechtfertigen zu müssen, seine Arbeit, sei es Software oder sonst etwas, unter der Lizenz zu verteilen, die ihm vorschwebt. Jedem soll die Entscheidung freistehen, ob er für eine Firma arbeitet, die Open oder Closed Source verwendet. Vor allem soll es es jedem freistehen, die Software einzusetzen, die ihm am besten gefällt, vollkommen egal ob sie frei im Sinne von Freiheit ist oder nicht, auch wenn dieser jemand Linus Torvalds ist.
Die Puristen hätten Bitkeeper als Anlass nehmen können, einen Fork vom Linux-Kernel zu machen, der nicht mehr unter der Leitung von Linus Torvalds gestanden hätte. Offenbar ist bisher nichts daraus geworden, weil die Mehrheit dem pragmatischen Führungsstil von Linus mehr Vertrauen entgegenbringt als den mahnenden Worten diverser Fanatiker. Aber auch Hurd kommt nicht in die Gänge, stattdessen fängt man dort wieder von vorne an. Auch hier punket Linux, was Linus Torvalds schon vor langer Zeit ausgearbeitet hat: Es ist verfügbar. Anstatt sich endlosen ideologischen oder technischen Debatten hinzugeben hat man bei Linux einfach Dinge geschafft. Dinge, von denen heute weit mehr Menschen profitieren als nur die Hardliner der Verfechter freiheitlicher Software. Ist letzeres nicht eigentlich das, worüber man sich als Mensch, der für freie Software eintritt, wirklich freuen sollte?
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Beitragvon Hackmeck am 15.04.2005 22:58:37

Der Threadtitel ist übrigens falsch.


Den habe ich absichtlich überspitzt formuliert und auch keine Anführungszeichen gesetzt.

Ich bin froh diese "Realo-Fundi-Diskussion" angestoßen zu haben, denn genau das war mein eigentliches Ziel mit dem ersten provokanten Posting. Ich selbst möchte mich eigentlich nicht eindeutig positionieren, da ich Argumente beider Seiten verstehen kann.
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Beitragvon AspeLin am 15.04.2005 23:39:43

Er heißt eben nicht Jesus, sondern Linus. Und seine laxe Einstellung hat ihn mir schon immer unsympathisch gemacht. Erinnert mich irgendwie an Wernher von Braun. Für wen ist egal, hauptsache die Technologie stimmt.
Wenn Hurd produktiv einsetzbar sein wird, werde ich Linux keine Träne nachweinen. Ich bin vom GNU-Projekt begeistert und muß jedes Mal, wenn ich von GNU/Linux zu Leuten spreche, die darüber noch nichts wissen, feststellen, daß GNU in erschreckender Weise unterschätzt wird bzw. gar nicht wahrgenommen wird.
Das finde ich sehr schade, und ich halte diesen Personenkult um Linus für absolut überzogen. Ich will das jetzt hier nicht weiter auswalzen, war nur gut, mir dazu mal Luft machen zu können :wink:.
Täuschung ist das Silikon der Postmoderne.
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Beitragvon Tunix am 16.04.2005 13:02:16

AspeLin hat geschrieben:Erinnert mich irgendwie an Wernher von Braun. Für wen ist egal, hauptsache die Technologie stimmt.


Diesen Vergleich finde ich absolut geschmacklos und unzutreffend.

AspeLin hat geschrieben:Das finde ich sehr schade, und ich halte diesen Personenkult um Linus für absolut überzogen. Ich will das jetzt hier nicht weiter auswalzen, war nur gut, mir dazu mal Luft machen zu können :wink:.


Ich finde den Wind, den die fanatische Fraktion innerhalb der GNU-Gemeinde um die Linux-Entwicklung macht, viel lächerlicher. Linux ist GPL und damit frei im Sinne von Freiheit, aber nein, dass reicht nicht, der Linux-Kernel muss ja ideologisch irgendwie kontaminiert sein, weil Leute dran mitarbeiten, die GNU nicht zur Religion erhoben haben :? Ohne Linux würde GNU immer noch ein Schattendasein fristen, aber das wollen sich die Hardliner der ansonsten recht respektablen GNU-Gemeinde nicht eingestehen.
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