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Debian im Vergleich

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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

Debian im Vergleich

Beitragvon Capri am 13.11.2005 19:21:31

Hallo Leute,

Bin Neu in den deutschen Debian Forum, weshalb ich mich Kurz vorstellen will.

Gebohren 1962, bin gelernter Metzger (Fleischer) und Ledig, etwa seit 1980 hobbymässig mit Computern beschäftigt, 1993 habe ich dann mein Hobby zum Beruf gemacht.

Da meine Intensions immer die Anwendung war und nicht die Grundlage, bin ich erst vor gut einem Jahr ganz von MS Betriebsystemen zu Linux gewechselt, da vorher für meinen Bedarf Linux einfach zu aufwendig fand und Linux zu wenig innovative Möglichkeiten bot die auch ein Semiprofessioneller wie mich, der bestimmte Anfoderungen stellt, mit vertretbaren Zeitaufwand und Lernen lösen konnte.

Doch nun meine ich das auch Linux im SOHO Einsatz eine reale Alternative zu z.B. MS SBS oder W2K3 Server plus Drittherlsteller Produkten sein kann und ist.

Nur die Suche nach dem richtigen Linux für den Bedarf war nicht einfach, zuviele ideologisch geprägte Aussagen förderte die Suche hervor und zu wenig 'Handfestes', so habe ich einige Distributionen ausprobiert und möchte dazu meine Erfahrung mit Linux Distributionen für den SOHO Einsatz kurz schildern (ich hoffe ich Langweile damit nicht).

SuSE/Novell 9.x/10.x
Sehr einfach zu handhaben, aber dafür sehr schwierig im Spezielle zu erweitern, wirkt stark 'Statisch' und installiert meißt mehr als gebraucht wird, jedoch in den sicherheitsrelevant Aspekten recht einfach einzustellen, führt leider etwas weg vom Wessentlichen, so das es imho mit SuSE schwierig ist das Grundprinzip von UNIX Derifaten zu verinnerlichen.

Gentoo 2004.x/2005.x
Sehr flexibel, aber schwierig die Sicherheit zu gewärleisten, imho mehr was für Leute denen viel Zeit zur Verfügung steht und denen die Grundlagen zu Perfektionieren am Wichtigstens sind, für den SOHO Einsatz zu aufwendig. Gefahr von inkonsistenten Verhalten beim Update. Bestes in Bezug auf Hilfe im Online Forum und durch Online Dokumentationen.

SME Server 7.x (Beta, vormals e-smith)
Für SOHO Aufgaben verzüglich geeignet, jedoch für spezielle Erfodernisse sind weitreichendere Linux Kentnisse erforderlich als es das Web Interface vermuten lassen würde.
Damit ist am Schnellsten ein realtiv sicherer SOHO Server aufzuziehen 2 - 4 Stunden und ein Online Betriebe ist möglich.

BenHur2 Server
Etwas Frech das eine Firma aus der Arbeit vieler GPL Entwickler ein kommezielles Produkt mit wenig Eigenleistung realisiert, darüber täuscht imho auch nicht die eingeschränkte freie 5 User Version hinweg, weshalb ich dazu auch nicht mehr sagen möchte.

Fedora Core 4, RHEL 4.x,Lineos, CentOS, W. Linux
Sehr durchdacht und aktuell, sicherheitsrelevante Einstellungen werden schon bei der Installation gesetzt, etwas unflexibel was aber mit den Dag Wieers Repository's ausgeglichen werden kann, jedoch nicht Ganz, manchmal muß halt dann doch der Compiler zum Einsatz kommen.

Ubuntu/Kubuntu und die neue Server Version von Ubuntu 5.10
Für den Einsteiger oder den Desktop User gut geeignet, aktuell und mit Unterstützung für viele Hardware, die neue Serverversion ist aber selbst für den SOHO Bereich imho nur sehr eingeschränkt zu empfehlen.

LSF (Linux from the Scratch)
Damit kann man Alles machen außer schnell ein bedarfsgerechtes System aufzubauen, ideal für Linux Entwickler oder zum Lernen der Grundlagen, nicht geeignet für den schnellen Einsatz.
Imho sozusagen die 'Uni' für das Linux Selbstdudium :)

Debian 3.x
Damit geht fast Alles und das sehr schnell, man erkennt am Konzept das sich das Debian Team nicht nur auf einen schmalen Bereich der Anwendungsmöglichkeiten festlegte, sondern die Erfahrung hat mit ihrer Distribution viele Bereiche abdecken zu können, nicht immer sehr aktuell in den Paketen, dafür sehr durchdacht und konsistent, da kann auch beim Experimentieren nicht oft was 'kaputt' gehen.

Meine bevorzugte Distribution, da sie einen Spagat zwischen Möglichkeiten und Stabiliität/Sicherheit schaft.

Debian merkt man einfach an das es nicht mit der 'heißen Nadel' gestrickt wurde, sondern eher konservativ auf Stabilität den auf neue Features setzt.


Andere Distributionen
Habe ich nicht für meine SOHO Bedürfnisse getestet, oder sie sind zu speziell um für den SOHO Bereich Erwähung zu finden, aber Gut Irgeneine Wichtige habe ich gewiss vergessen, Mea Culpa :)

Ist halt nur meine erfahrung, also bitte nicht gleich Steinigen a la "Er hat Jehova gesagt" ;)

Servus,
Capri
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Beitragvon Six am 13.11.2005 19:32:59

Hi und willkommen im Forum und als erste Amtshandlung darfst du hier eine Verschiebung beobachten, nämlich nach Smalltalk.

Lob und Kritik ist als Subforum für Lob und Kritik gedacht, die sich an das DF.de richtet, wer hätte das gedacht ;-)

Außerdem dürfte der Thread hier für dich interessant sein:
http://www.debianforum.de/forum/viewtopic.php?t=1608
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Leonidas am 13.11.2005 21:46:46

Capri hat geschrieben:[...Gentoo...] Bestes in Bezug auf Hilfe im Online Forum und durch Online Dokumentationen.

Ich fand die Online Dokumentation von Debian ähnlich gut wie die von Gentoo. Das Gentoo-Forum kenne ich nicht (nur vom hören, aber es soll gut sein, das Ubuntuforum übrigens auch), aber ich kann dir sagen, dass das Forum hier auch sehr gut ist.
Wir wollten einen Marsch spielen, aber wir hatten nur Xylophone.
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Capri am 25.11.2005 02:28:35

Leonidas hat geschrieben:Ich fand die Online Dokumentation von Debian ähnlich gut wie die von Gentoo.


Die Online Dokumentation bei Gentoo ist imho Besser, da aktueller und weitreichender, was mich bei der Debian Wiki stört ist, das sie zum Teil noch stark auf Woody eingeht und Sarge etwas vernachläßigt, und gerade in Bezug auf das Einrichten des Routings ist da fast nichts Aktuelles/Relevantes zu finden.

Ubuntu ist für das Thema denke ich nicht sehr relevant, weil es sich dabei um eine reine Desktop Distribution handelt, da täuscht imho auch nicht die neue Ubuntu Server Version hinweg (Spielzeug).

Es felht imho Debian sehr stark an einer aktuellen Dokumentation, das ist besonders Schade weil Debiam wirklich einiges vorzuweisen hat was anderen Distributionen fehlt.

Wer einen SOHO Server unter Linux zu administrieren oder/und zu warten hat, der wird schnell merken, was Debian an Stabilität auf Dauer mitbringt :)
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon blackm am 25.11.2005 09:51:07

Leonidas hat geschrieben:aber ich kann dir sagen, dass das Forum hier auch sehr gut ist.
Es ist DAS Beste! 8)

bye, Martin
Schöne Grüße

Martin

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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Dragorf am 25.11.2005 15:28:08

Leonidas hat geschrieben:Ubuntu ist für das Thema denke ich nicht sehr relevant, weil es sich dabei um eine reine Desktop Distribution handelt, da täuscht imho auch nicht die neue Ubuntu Server Version hinweg (Spielzeug).

ich denke mal die ubuntu server version ist für leute, die sich zu hause mal eben einen server hinstellen wollen und denen es eher an aktualität als an stabilität liegt
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Tunix am 25.11.2005 23:42:49

Capri hat geschrieben:Ubuntu ist für das Thema denke ich nicht sehr relevant, weil es sich dabei um eine reine Desktop Distribution handelt, da täuscht imho auch nicht die neue Ubuntu Server Version hinweg (Spielzeug).

Darf ich fragen, woran du das fest machst? Oder anders gefragt: Welche Ansprüche hast Du an ein SoHo-Server-System, das Du Ubuntu als "Spielzeug" betrachtest? Sachliche Antworten erwünscht.

Mal abgesehen davon, dass sich die Administration von Ubuntu nur in Details von der von Debian unterscheidet, sollte man sich bewusst machen, das viele Ubuntu-Maintainer aus der Debian-Ecke stammen und die Qualität der Pakete nicht die allerschlechteste ist. Auch in Sachen Sicherheitsupdates kann ich mich nicht beklagen, stehen sie doch mindestens genauso flott zur Verfügung wie in Debian, nicht selten sogar flotter.

Ich habe mich jetzt 4 Jahre am Stück mit Debian und dessen Tool Chain auseinander gesetzt (sowohl auf dem Desktop, als auch im "Server"-Betrieb) und ich behaupte einfach mal, dass ich ungefähr weiß, wovon ich rede. Mit Ubuntu befasse ich mich ungefähr seit Mai (zunächst nur innerhalb von VMware, seit kurzem "richtig" im Einsatz). Ich habe zwar schon einige Glitches in Ubuntu gefunden, kann aber nicht behaupten, dass das bei Sarge großartig anders gewesen wäre (Kleinigkeiten halt).

Nebenbei würde ich Debian eher im Enterprise- als im SoHo-Bereich ansiedeln. Im SoHo-Bereich legt man mehr Wert auf Bedienkomfort und Aktualität als auf extrem umfangreichen Funktionsumfang und Stablität, wobei sich Ubuntu IMHO auch dort nicht wirklich verstecken muss. Das man bei Debian stable mehr Sorgfalt walten lässt, will ich gar nicht in Abrede stellen, das ist definitiv der Fall. Dennoch denke ich, dass das gerade im SoHo-Bereich etwas überbewertet wird, zumal man dort, wie eben angesprochen, andere Schwerpunkte setzt.

Ich würde sogar behaupten, dass Ubuntu einen sehr guten Mittelweg zwischen einem Debian stable und einem Debian testing darstellt. Man hat einerseits eine recht hohe Altualtiät, anderseits aber auch zügige Sicherheitsupdates, mit denen man 18 Monate lang versorgt wird. Gekoppelt mit der Debian Tool Chain und beinahe identischen Paketen würde ich einfach mal behaupten, dass das nicht gerade die schlechtesten Vorraussetzungen für einen SoHo-Server sind.
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Capri am 28.11.2005 01:20:20

Tunix hat geschrieben:Darf ich fragen, woran du das fest machst? Oder anders gefragt: Welche Ansprüche hast Du an ein SoHo-Server-System, das Du Ubuntu als "Spielzeug" betrachtest? Sachliche Antworten erwünscht.

Ubuntu setzt imho stark auf die Aktualität der multimedialen Komponenten und vernachläßigt dabei etwas die Serverdienste, bei Debian ist aber vor Allem die Pflege der Serverdienste angesagt, was sich auch durch 'saubere' Updates zeigt, habe eine Etch System im produktiven Einsatz am laufen und bisher noch kein einziges Problem durch die häufigen Udaptes bekommen, bei anderen Linux Distributionen kam das, je nach Distribution, regelmäßig bis Ab-und-Zu vor.

Bei Ubuntu sogar schon Probleme gehabt mit der Auflösung von Abhängigkeiten.

Mal abgesehen davon, dass sich die Administration von Ubuntu nur in Details von der von Debian unterscheidet, sollte man sich bewusst machen, das viele Ubuntu-Maintainer aus der Debian-Ecke stammen und die Qualität der Pakete nicht die allerschlechteste ist. Auch in Sachen Sicherheitsupdates kann ich mich nicht beklagen, stehen sie doch mindestens genauso flott zur Verfügung wie in Debian, nicht selten sogar flotter.

Mir geht es in erster Linie um die Stabilität des Systemes, und da habe ich halt, ohne viel Aufwand zu treiben, noch keine vergleichbare Linux Distribution gefunden.
Nicht umsonst setzten wohl viele Provider Debian Woody oder sogar Sarge ein, die stabile Flexibilität kann imho Ubuntu noch nicht bieten.

Für einen reinen Server spielen halt Dinge wie grafische Belange eine extrem untergeordnete Rolle, eine stabile Basis ist mehr von Relevanz, aber zu meiner Schande muß ich gestehen auf meinen Server läuft (noch) Gnome :( Der ehemalige Windows Server Benutzer läßt sich nicht so leicht auf vi Umschulen :(


Nebenbei würde ich Debian eher im Enterprise- als im SoHo-Bereich ansiedeln. Im SoHo-Bereich legt man mehr Wert auf Bedienkomfort und Aktualität als auf extrem umfangreichen Funktionsumfang und Stablität, wobei sich Ubuntu IMHO auch dort nicht wirklich verstecken muss. Das man bei Debian stable mehr Sorgfalt walten lässt, will ich gar nicht in Abrede stellen, das ist definitiv der Fall. Dennoch denke ich, dass das gerade im SoHo-Bereich etwas überbewertet wird, zumal man dort, wie eben angesprochen, andere Schwerpunkte setzt.

Ein Problem, der SOHO Bereich ist recht weit gesteckt, für meine Belange ist es ein Server eines Ein-Mann-Betriebes, der aber manigfaltige Dienste (und das möglichst sicher) zur Verfügung stellen soll, gewiss ein Scenario vor dem jeder prof. Admin nur den Kopf schütteln würde, aber auch da hilft Debian, respektive die Leute dahinter sowas zu ermöglichen und dabei noch immer ein gewisses Maß an Stabilität und Sicherheit ermöglichen zu können.

Mit SUSE und UBUNTU geht das imho Derzeit nicht, genauso wenig mit Gentoo (aus anderen Gründen), einzig Red Hat kann da eine Alternative sein, wobei man dann aber relativ eingeschränkt ist und viel öfter den Kompiler bemühen muß.

Alleine das Dateisystem, ich stehe halt auf XFS und teilweise Reiser4, was bei vielen anderen Dustris schon enormen Aufwand bei der Installation erfordert, nicht so bei Debian :)
Bei passiven AVM Karten (Stichwort: FAX und Hylafax) komm ich aber mit Gentoo besser zurecht als mit Debian, aber es ist kein Problem das sich nicht auch unter Debian lösen läßt :) Muß man halt dann doch mal an's Kernelkompilieren gehen.

Ich würde sogar behaupten, dass Ubuntu einen sehr guten Mittelweg zwischen einem Debian stable und einem Debian testing darstellt. Man hat einerseits eine recht hohe Altualtiät, anderseits aber auch zügige Sicherheitsupdates, mit denen man 18 Monate lang versorgt wird. Gekoppelt mit der Debian Tool Chain und beinahe identischen Paketen würde ich einfach mal behaupten, dass das nicht gerade die schlechtesten Vorraussetzungen für einen SoHo-Server sind.


Wie gesagt, ich würde nicht tauschen wollen, habe zwar kaum Erfahrung mit Ubuntu, aber was ich bisher damit erlebt habe, ne da lobe ich doch mein Etch :)
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon atomical am 28.11.2005 01:37:58

Schöner Text :)
Capri hat geschrieben:SuSE/Novell 9.x/10.x
Sehr einfach zu handhaben, aber dafür sehr schwierig im Spezielle zu erweitern, wirkt stark 'Statisch' und installiert meißt mehr als gebraucht wird, jedoch in den sicherheitsrelevant Aspekten recht einfach einzustellen, führt leider etwas weg vom Wessentlichen, so das es imho mit SuSE schwierig ist das Grundprinzip von UNIX Derifaten zu verinnerlichen.

Gentoo 2004.x/2005.x
Sehr flexibel, aber schwierig die Sicherheit zu gewärleisten, imho mehr was für Leute denen viel Zeit zur Verfügung steht und denen die Grundlagen zu Perfektionieren am Wichtigstens sind, für den SOHO Einsatz zu aufwendig. Gefahr von inkonsistenten Verhalten beim Update. Bestes in Bezug auf Hilfe im Online Forum und durch Online Dokumentationen.
Fedora Core 4, RHEL 4.x,Lineos, CentOS, W. Linux
Sehr durchdacht und aktuell, sicherheitsrelevante Einstellungen werden schon bei der Installation gesetzt, etwas unflexibel was aber mit den Dag Wieers Repository's ausgeglichen werden kann, jedoch nicht Ganz, manchmal muß halt dann doch der Compiler zum Einsatz kommen.

Ubuntu/Kubuntu und die neue Server Version von Ubuntu 5.10
Für den Einsteiger oder den Desktop User gut geeignet, aktuell und mit Unterstützung für viele Hardware, die neue Serverversion ist aber selbst für den SOHO Bereich imho nur sehr eingeschränkt zu empfehlen.

LSF (Linux from the Scratch)
Damit kann man Alles machen außer schnell ein bedarfsgerechtes System aufzubauen, ideal für Linux Entwickler oder zum Lernen der Grundlagen, nicht geeignet für den schnellen Einsatz.
Imho sozusagen die 'Uni' für das Linux Selbstdudium :)

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Damit geht fast Alles und das sehr schnell, man erkennt am Konzept das sich das Debian Team nicht nur auf einen schmalen Bereich der Anwendungsmöglichkeiten festlegte, sondern die Erfahrung hat mit ihrer Distribution viele Bereiche abdecken zu können, nicht immer sehr aktuell in den Paketen, dafür sehr durchdacht und konsistent, da kann auch beim Experimentieren nicht oft was 'kaputt' gehen.

Ich hab Suse übersprungen - der, der mich "bekehrt" hat, war Suse nicht so zugetan - ergo hab ich es gelassen.
Zuerst hatte ich RedHat 8.0 ... dann die 9.0 und dann Gentoo - für einen Einzelplatz (!) sehr schön - sobald es mehrere Rechner werden und auch ältere darunter sind, nicht mehr erklärbar.
Bei Debian bin ich momentan - und wechseln werd ich wohl so schnell auch nicht mehr :)
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Leonidas am 28.11.2005 01:38:30

Capri hat geschrieben:Mit SUSE und UBUNTU geht das imho Derzeit nicht, genauso wenig mit Gentoo (aus anderen Gründen), einzig Red Hat kann da eine Alternative sein, wobei man dann aber relativ eingeschränkt ist und viel öfter den Kompiler bemühen muß.

Aus welchen Gründen soll das mit Gentoo nicht gehen? Ich gebe zu, dass ich mir Gentoo nur kurz angesehen habe, ohne großes kompilieren, Stage3 von fertigen CDs.
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Capri am 28.11.2005 03:06:14

Leonidas hat geschrieben:Aus welchen Gründen soll das mit Gentoo nicht gehen? Ich gebe zu, dass ich mir Gentoo nur kurz angesehen habe, ohne großes kompilieren, Stage3 von fertigen CDs.


"Wanderer wenn du nach Sparta kommst..." ne, nur ein kleiner Scherz zu deinem Pseudonym, kenne und schätze natürlich die ganze Geschichte um Leonidas und der 300, ist sowas wie mein unerreichtes Ideal von der Haltung im Leben, oder wie es Herbert Grönemeyer etwas egoistischer singt in 'Der Weg', "Das Leben ist oft nicht Fair".

Aber zum Thema, Gentoo ist schon geil, aber das Problem ist der praktische Einsatz, für ein Desktop System mag das noch gerechtfertigt sein, aber schon da stellt sich die Frage "Zu was der Aufwand, wenn es auch einfacher geht?", für den Serverbetrieb wäre vom Konzept her Gentoo eigentlich das Ideal, aber das Problem das nichtmal eine extrem durchdachte Organisation "Welches USE Flag setzte ich?" Probleme beim Update verhindern kann und die Server relevanten Pakete bei Gentoo meißt denen der anderen Distributionen um Versionen hinterherhinken macht es in meinen Augen halt weniger sinnvoll für den Serverbetrieb.

Man möge mich dafür steinigen, aber nach etwa 40 Installationen auf Intel Plattformen ist mir irgendwie der Glaube an die Genialität von Gentoo abhanden gekommen :(
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon herrchen am 28.11.2005 03:38:20

Capri hat geschrieben:die Server relevanten Pakete bei Gentoo meißt denen der anderen Distributionen um Versionen hinterherhinken

hast du dafür mal ein paar beispiele?

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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Tunix am 28.11.2005 18:13:09

Capri hat geschrieben:Ubuntu setzt imho stark auf die Aktualität der multimedialen Komponenten und vernachläßigt dabei etwas die Serverdienste, bei Debian ist aber vor Allem die Pflege der Serverdienste angesagt, was sich auch durch 'saubere' Updates zeigt, habe eine Etch System im produktiven Einsatz am laufen und bisher noch kein einziges Problem durch die häufigen Udaptes bekommen, bei anderen Linux Distributionen kam das, je nach Distribution, regelmäßig bis Ab-und-Zu vor.


Hast Du konkrete Beispiele? Momentan klingt das ein bisschen nach Beweis durch Behauptung. Die Serverdienste, die ich auf meinem Desktop-Ubuntu einsetze (SSH, Samba, NFS), verhalten sich bei mir nicht viel anders als auf meinem Debian-Sarge. Das Ubuntu seinen Schwerpunkt auf den Desktop legt ist mir schon klar, aber dass die Serverdienste deswegen stiefmütterlicher behandelt werden, ist mir bisher nicht aufgefallen. In diesem Bereich gibt es auch zwangsweise sehr viele Überschneidungen mit Debian. Auf das Thema Etch bzw. Testing komme ich gleich zurück.

Capri hat geschrieben:Mir geht es in erster Linie um die Stabilität des Systemes, und da habe ich halt, ohne viel Aufwand zu treiben, noch keine vergleichbare Linux Distribution gefunden.
Nicht umsonst setzten wohl viele Provider Debian Woody oder sogar Sarge ein, die stabile Flexibilität kann imho Ubuntu noch nicht bieten.


Was verstehtst Du unter Stabilität? Was ist "stabile Flexbilität"? Stabilität der Anwendungen? Spielt bei Debian eine eher untergeordnete Rolle. Stabilität ist bei "Debian Stable" Kontinuität, sprich, dass sich das Verhalten der Distribution nicht ändert, auch wenn das bedeutet, Bugs erhalten zu müssen. Bei Testing hast Du nicht mal Kontinuität. Wenn ein neues Paket von unstable nach Testing wandert, heißt das nur, dass zehn Tage am Stück niemand Probleme bei unstable gemeldet hat.
Das Debian "stable" aufgrund der sorgfältigen, recht konservativen Zusammenstellung und langer Testphase bei Webhostern mehr Vertrauen geniest ist schon klar und auch gerechtfertigt, aber dort spielt man auch in einer anderen Liga als im SOHO-Bereich. Die Server müssen remote funktionierten, da kann nicht eben mal vorbeifahren und nachschauen. Da ist es wichtig, dass man das System (inkl. seiner Macken!) gut kennt und eine lange Unterstützung ist dort ebenso wichtig.
Was den Aufwand betrifft: Wo sind zwischen Ubuntu und Debian großartig die Unterschiede? Beide setzen auf die gleiche Toolchain und die Paket-Repositories nehmen sich nichts.

Capri hat geschrieben:...aber auch da hilft Debian, respektive die Leute dahinter sowas zu ermöglichen und dabei noch immer ein gewisses Maß an Stabilität und Sicherheit ermöglichen zu können.

Mit SUSE und UBUNTU geht das imho Derzeit nicht, genauso wenig mit Gentoo (aus anderen Gründen), einzig Red Hat kann da eine Alternative sein, wobei man dann aber relativ eingeschränkt ist und viel öfter den Kompiler bemühen muß.


Könntest Du den Abschnitt mit dem "IMHO" präzisieren, warum das nicht gehen soll? Konkrete Beipiele erwünscht.

Capri hat geschrieben:Alleine das Dateisystem, ich stehe halt auf XFS und teilweise Reiser4, was bei vielen anderen Dustris schon enormen Aufwand bei der Installation erfordert, nicht so bei Debian :)

Bei Ubuntu auch nicht:
Bild

Capri hat geschrieben:Wie gesagt, ich würde nicht tauschen wollen, habe zwar kaum Erfahrung mit Ubuntu, aber was ich bisher damit erlebt habe, ne da lobe ich doch mein Etch :)


Ich halte Testing nicht wirklich für stabil, sowohl in Sachen Kontinuität (soll es auch nicht, weil sich in kurzer Zeit viel ändern muss) als auch bei den Abhängigkeiten. Man kann Testing lange Zeit einsetzen, ohne auf Probleme zu stoßen, aber ich habe sowohl bei Woody als auch bei Sarge (als sie noch Testing waren) gelegentlich böse Abhängigkeitsprobleme bei den Updates erlebt (ich sag nur Gnome). Auf dem Desktop ist mir das noch relativ egal, aber auf meinem Router würde ich es schon nicht mehr einsetzen. Für den Produktiveinsatz (als Server) ist es IMHO nur bedingt zu empfehlen. Gibt es mittlerweile eigentlich Sicherheitsupdates für Testing? Bei Sarge war es noch nicht der Fall, aber in dieser Richtung sollte sich ja was ändern.
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Leonidas am 28.11.2005 18:45:35

Tunix hat geschrieben: Gibt es mittlerweile eigentlich Sicherheitsupdates für Testing? Bei Sarge war es noch nicht der Fall, aber in dieser Richtung sollte sich ja was ändern.

Ja, sowohl Sarge als auch Etch haben nun Sicherheitsupdates.

Debian testing security team

Edit: Das Debianforum hat sogar einen Mirror davon.
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Re: Debian im Vergleich

Beitragvon Capri am 30.11.2005 22:26:18

Tunix hat geschrieben:Hast Du konkrete Beispiele?

Bei Ubuntu, nicht viel, da wenig Serverdienste getestet, mir ist nur aufgefallen das sie auf der gleichen Hardware etwas merklich 'träger' laufen, was aber eine rein subjektive Festellung meinerseits ist.
Bei Suse kann ich nur sagen, das Updaten der Swerverdienste wird oft zum reinen Glückspiel und man ist oft ans kompilieren gebunden will man die Möglichkeiten der Dienste etwas ausreizen.
Bei Gentoo ist das Problem das manche Pakete mit der 'heißen Nadel' gestrickt zu sein scheinen, da kam es schon vor das ein Update des MySQL Servers die Neukomplilierung des halben Systems bedingt, auch etc-update verführt leicht sich in vermeindlicher Sicherheit zu wiegen, spätestens bei Fehlern mit unerfüllten Abhängigkeiten zu neuren Libs oder broken Systemlinks, und wenn man dann so mal 'schnell' die glibc kompilieren muß, dann reicht die Zeit auch bei verteilten Kompilieren mit mehreren Rechnern immer noch für einen Kino Besuch :)

Weshalb der Spruch (als Bezug zu seti@home) "Gentoo@home" vielleicht garnicht so daneben ist, 100 Prozessorbelastung auf Dauer halt ;)

zu @herrchen
Erst war der GCC 4.0 bei Gentoo als 'hardmasked' drin, dann wurde er rausgenommen, weil es scheint es kaum Jemanden gelang funktionierende Kompilate damit zu erzeugen, dann flog er ganz aus dem Repository, dann war er wieder drin usw. , das alles zu einer Zeit als andere Distrutionen schon länger zum Großteil mit gcc 4.0 kompiliert waren, und der Kompilier ist für mich zumindest halt das 'Herzstück' einer Source Distribution.

Was verstehtst Du unter Stabilität? Was ist "stabile Flexbilität"? Stabilität der Anwendungen? Spielt bei Debian eine eher untergeordnete Rolle.

Stabilität ist wenn ich mich um meine eigentliche Arbeit am Rechner kümmern kann, ohne am System Änderungen vornehmen zu müßen und das System robust läuft, 'flexible Stabilität' ist für mich wenn ich neue Pakete einspielen kann ohne viel Änderungen an den bisherig installierten Paketen vornehmen zu müßen und die Stabilität des Gesamtsystems trotzden erhalten bleibt, Debian sagt mir halt das Libs die benötigt werden Konflikte mit anderen verursachen könnten, und das vor dem eigentlichen Einspielen :) so wird doch meißt die alte Warheit "Nachher ist man immer Schlauer" umgangen :)

Bei Ubuntu ließ sich totem-xine ohne jegliche Warnung zu totem installieren, was natürlich Folgen hatte.

Die Server müssen remote funktionierten, da kann nicht eben mal vorbeifahren und nachschauen. Da ist es wichtig, dass man das System (inkl. seiner Macken!) gut kennt und eine lange Unterstützung ist dort ebenso wichtig.

Momentan wird mein Etch zu etwa gut 60% Remote verwaltet, es wird noch mehr werden, aber da ich noch nicht so fit mit Debian bin habe ich noch die grafischen Popups beim Paketupdate einegschaltet, wenn das weg ist wird's wohl mehr werden.

Leider hindern noch Dinge wie der MySQL Administrator und MySQL Query Browser daran jetzt schon X und Gnome in 'Rente' zu schicken, denn einen Port für den Remote Zugriff auf den MySQL Server möchte ich nicht unbedingt freigeben, dazu fehlt mir das Wissen das richtig abzusichern und phpMyAdmin ist bei großen Datenbestände nicht wirklich eine Hilfe und >mysql >mysqladmin mir oft zu aufwändig um den ganzen Syntax in Kopf zu haben.

Was den Aufwand betrifft: Wo sind zwischen Ubuntu und Debian großartig die Unterschiede? Beide setzen auf die gleiche Toolchain und die Paket-Repositories nehmen sich nichts.

Die Feinheiten liegen wohl, wie Immer, im Detail und das kann schon mal ganz schön viel ausmachen, je nach Einsatzgebiet des Rechners.

Ich halte Testing nicht wirklich für stabil, sowohl in Sachen Kontinuität (soll es auch nicht, weil sich in kurzer Zeit viel ändern muss) als auch bei den Abhängigkeiten. Man kann Testing lange Zeit einsetzen, ohne auf Probleme zu stoßen, aber ich habe sowohl bei Woody als auch bei Sarge (als sie noch Testing waren) gelegentlich böse Abhängigkeitsprobleme bei den Updates erlebt (ich sag nur Gnome). Auf dem Desktop ist mir das noch relativ egal, aber auf meinem Router würde ich es schon nicht mehr einsetzen..[/quote]
Ich schon, also wessentlich stabiler als SuSE, das ich ein knappes Jahr mal im SOHO Einsatz hatte, habe immer einen Ersatz für NT4/W2K/W2K3 Server gesucht, mit den ich Nie technische Probleme hatte (Sicherheit ist dann halt ein anderes Thema), die Kisten liefen über Jahre zuverläßig und Bedarfsgerecht, aber man will sich ja weiterbilden und nach etwa 30 Linux Diributionen und Versionen davon war ich ziemlich geknickt und dachte "Mußte doch wieder MS, aber dann wagte ich mich nochmal an Debian, das kleine graue Männchen das nur eine bisschen Zuwendung braucht um zum Supermann zu werden :)

Klar ist die Aussage Subjektiv, aber wenn der Rechner stabil läuft und die geforderten Ansprüche erfüllt.
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