Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

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niemand
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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von niemand » 23.07.2019 20:15:32

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.07.2019 19:46:15
Als Desktopersatz für die von dir beschriebenen kleineren Sachen braucht man keine 4GB, da reichen auch 2GB, sogar ohne Swap.
… ich hab doch gar nicht geschrieben, welchen Editor ich zu benutzen gedenke? Natürlich bloaty Atom mit Platform.io – da braucht’s ziemlich schnell mal viel RAM, bei dem ganzen JS-Geraffel ;)

Jedenfalls ist „RAM haben“ bei solchen Brettchen erheblich besser, als „RAM brauchen“. Swappen zieht sie richtig runter, und mal eben mehr RAM drauftun ist bei den Boards ja auch nicht. Also lieber gleich Maximalausstattung holen ….

Dass die betreffenden Sachen HDMI 2.0 unterstützen, sagt auch nur aus, dass die Schnittstelle nicht der Flaschenhals sein wird – aber leider nichts darüber, was die Hardware tatsächlich kann.
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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von MSfree » 23.07.2019 21:42:25

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.07.2019 20:15:32
Jedenfalls ist „RAM haben“ bei solchen Brettchen erheblich besser, als „RAM brauchen“.
:THX:
Dass die betreffenden Sachen HDMI 2.0 unterstützen, sagt auch nur aus, dass die Schnittstelle nicht der Flaschenhals sein wird – aber leider nichts darüber, was die Hardware tatsächlich kann.
Bei meinem Zotac Nano (Celeron N3450) sagt zumindest Zotac selbst, daß sowohl über HDMI als auch über Display-Port 3840x2160@60Hz möglich sind, und das ist noch der ältere Atom mit Intel HD-500 GPU. Die neueren haben eine Intel HD-600 GPU.

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Lord_Carlos
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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von Lord_Carlos » 24.07.2019 08:06:54

Kostet denn aber auch 300 EUR, ohne Festplatte.
Garnicht mal schlecht, deutlich mehr Leistung und ram, aber finde ich ist ein anderes Preissegment und Anwendungsfeld. Wo ich ein Pi benutzten wuerde, wuerde ich nicht unbedingt ein Zotac mini hinhauen, und vice versa.

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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von MSfree » 24.07.2019 08:51:01

Lord_Carlos hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
24.07.2019 08:06:54
Kostet denn aber auch 300 EUR, ohne Festplatte.
Ich habe 137 Euro bezahlt ohne RAM und SSD. Eine 128GB SSD kostet 20 Euro und 4GB RAM gibt es für 15 Euro. Zusammen also 172 Euro, inklusive Netzteil und Gehäuse.

Ein µATX-Mainboard mit Celeron N4xxx beginnt bei 65 Euro, plus RAM, plus SSD plus Gehäuse und Netzteil endet man bei 130 Euro aufwärts. Dabei hat man dann im Gehäuse noch SATA-Anschlüsse und Platz für Festplatten.

Wenn ich den 4GB Pi4 (80 Euro), eine 128GB MicroSD (ab 17 Euro), Gehäuse (10-50 Euro) und Netzteil (ca. 15 Euro) rechne, ist man bei mindestens 122 Euro. Das ganze ist dann nicht erweiterbar, Stromverbrauch nicht wesentlich besser, langsamer, und mit externen USB-Platten ein furchtbarer Kabelverhau.
aber finde ich ist ein anderes Preissegment und Anwendungsfeld.
Das ist teilweise richtig. Das andere Preissegment sehe ich zumindest bei Celeron-N vs. 4GB-Raspi 4+ eher nicht, da herrscht ziemlicher Gleichstand. Den µATX-Boards mit Celeron-N fehlen allerdings WLAN und Bluetooth (mein Zotac kam allerdings inklusive WLAN und BT).
Wo ich ein Pi benutzten wuerde, wuerde ich nicht unbedingt ein Zotac mini hinhauen, und vice versa.
Ich würde den Pi nicht als Desktopersatz, Fileserver oder Router verwenden. Das geht mit den atombasierten Celerons und Pentiums schneller und preislich nicht (deutlich) teurer.

Für die üblichen Bastelprojekte (Kodi, MPD, IoT-Zentrale) ist der Pi wirklich brauchbar, da tut es aber auch der Pi 3+ für 30 Euro oder ein Zero-W für 17 Euro.

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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von niemand » 24.07.2019 09:26:46

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
24.07.2019 08:51:01
Wenn ich den 4GB Pi4 (80 Euro), eine 128GB MicroSD (ab 17 Euro), Gehäuse (10-50 Euro) und Netzteil (ca. 15 Euro) rechne, ist man bei mindestens 122 Euro.
Die Rechnung würde z.B. bei mir anders aussehen: Pi für 80€, μSD-Karten habe ich genug, Gehäuse baue ich mir selbst, wenn ich der Meinung bin, eines zu brauchen, Netzteile habe ich genug, ein USB-C-Kabel für die Versorgung für 5€ – sind dann 85€; für das andere Teil müsste ich alles kaufen. Stromverbrauch idle wäre dann vielleicht ½ deines Celerons.
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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von Lord_Carlos » 24.07.2019 09:44:36

Ah, ich war auf der /at/ Seite von zotac, wo nur zwei Haendler verlinkt waren. Deutsche hat mehr Angebote:
Zotac barebone heist das Zauberwort.
https://www.amazon.de/dp/B06Y2H6G9R/
https://www.amazon.de/dp/B075P1MY6L/
~115 EUR, dazu ram und SSD ~150 - 160 EUR. Nicht schlecht. (Ist beim Barebone keine Netzteil mit bei?)

Beim PI wuerde ich die 1GB version nehmen. Leider brauche ich dann auch das bloede HDMI Adapter Kabel fuer 6 EUR. Mit Netzteil und mSD ist man dann bei ~60 EUR.

Muss ich mir mal ueberlegen. Mir wurde schon oefters gesagt das es ~150 EUR 4k Computer gibt, aber dann nie details genannt.

Bei beiden wuerde ich eh nur LibreELEC installieren und Daten via Netzwerk fuettern. Muss ich mal in ein paar Monaten gucken ob die beide out of the box 4k HDR wiedergeben koennen, ohne das ich mit Treibern selber frikkeln muss.

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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von MSfree » 24.07.2019 10:16:29

Lord_Carlos hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
24.07.2019 09:44:36
Ist beim Barebone keine Netzteil mit bei?
Die Zotacs werden mit einem externen Netzteil, wie bei Notebooks, über einen Hohlstecker gespeist. Das Netzteil ist dabei gewesen.

Bei den Celerons sollte man aber immer ganz genau hinsehen. Intels Modelbezeichnungen sind hier ziemlich verwirrend. Zum Celeron N3160:
https://en.wikichip.org/wiki/intel/cele ... 0#Graphics

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Max HDMI Res 	3840x2160 @30 Hz, 2560x1600 @60 Hz
Max DVI Res 	3840x2160 @30 Hz, 2560x1600 @60 Hz
Max DP Res 	3840x2160 @30 Hz, 2560x1600 @60 Hz 
4K also nur mit 30Hz. :cry:

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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von wanne » 25.07.2019 00:32:20

Dafür:
Video decode hardware acceleration including support for H.263, MPEG4, H.264, H.265 (HEVC), VP8, VP9, MVC, MPEG2, VC1, JPEG.
Ich weiß nicht so recht. Aber ich würde wetten legales 4k Material bekommt der PI4 nicht abgespielt, weil ihm die Hardwareunterstützung fürs decoden fehlt.
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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von MSfree » 25.07.2019 08:18:42

wanne hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
25.07.2019 00:32:20
Aber ich würde wetten legales 4k Material bekommt der PI4 nicht abgespielt, weil ihm die Hardwareunterstützung fürs decoden fehlt.
Die Hardwareunterstützung ist vorhanden. Das Problem bei "legalem" Material ist das Digital Restrictions Management, für das Software benötigt wird, die man nicht für den Pi bekommt.

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Lord_Carlos
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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von Lord_Carlos » 29.10.2019 13:49:57

Wieder neue firmware die Stromverbrauch senkt, und dadurch auch Temperatueren: https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 71208.html
Danach sinkt die Leistungsaufnahme um rund 0,3 Watt, wenn der USB-3.0-Controller nicht gerade schwer beschäftigt ist. Je nach Belüftung sinkt die Temperatur des System-on-Chip (SoC) BCM2711 im Raspi 4 um mehrere Grad Celsius.
sudo apt update
sudo apt upgrade
sudo apt install rpi-eeprom


Mein Pi4 ist auch eingetruddelt, habe ihn aber noch nicht getesetet. Mein Videomaterial liegt liegt in h264 und ein wenig in HVEC vor.

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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von nudgegoonies » 30.10.2019 10:22:36

Ich liebäugle mit einem Pi 4, um damit meinen stromfressenden Lanner Miniserver (Atom rein 32 Bit 1 Core mit Hyperthreading und 2GB RAM ) zu ersetzen. So wie ich das Debian Wiki verstehe, kann man den den Pi 4 noch nicht mit plain Debian arm64 betreiben. Das wäre mir aber wichtig. Gibt es irgendeinen Workaround, Patches und/oder ein Repo für Kernel und Firmware für Buster? Mir würde ja ein Pi 2 oder Pi 3 reichen, wenn deren langsames Netzwerkinterface und das fehlende USB3 nicht wäre.
Soft: Buster AMD64, MATE Desktop. Repo's: Backports, kein Proposed, eigene Backports. Grafik: Radeon R7 360 MESA.
Hardware: Thinkstation S20, Intel X58, 8GB, Xeon W3530, BCM5755 NIC, EMU10K1 SND, SATA SSD+HD und DVD+RW.

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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von Lord_Carlos » 30.10.2019 10:31:27

nudgegoonies hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.10.2019 10:22:36
, kann man den den Pi 4 noch nicht mit plain Debian arm64 betreiben. Das wäre mir aber wichtig.
Ich nehme an du brauchst ein 64bit userland?
Sieht nicht so gut aus: https://raspberrypi.stackexchange.com/a/101802

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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von smutbert » 30.10.2019 11:18:10

Dann sollte man doch zumindest den 64 Bit Kernel von Raspbian in Verbindung mit Debian nutzen können, bis Debian so weit ist. (Nachdem was ich gelesen habe fehlt in Debian nur der passende devicetree.)

Lange kann es jedenfalls nicht mehr dauern - Ubuntu Images gibt es ja schon und hier gibt es zumindest ein Skript das vorgibt arm64-Debian-Images für den Pi 4 bauen zu können:
https://github.com/sanjayseshan/debian-rpi

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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von schorsch_76 » 30.10.2019 13:00:00

Ich hab genau das gemacht. Ich hab auf dem Pi4 den Raspian 64 Bit Kernel genommen und das 64 Bit Debian Userland.

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Re: Raspberry Pi 4: 4 GByte RAM, 4K, USB 3.0 und mehr Rechenpower

Beitrag von hikaru » 30.10.2019 14:14:12

schorsch_76 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.10.2019 13:00:00
Ich hab genau das gemacht. Ich hab auf dem Pi4 den Raspian 64 Bit Kernel genommen und das 64 Bit Debian Userland.
Wenn das gut funktioniert, dann sollte es doch ein Leichtes sein, die Unterschiede zwischen dem Raspbian- und dem Debian-Kernel zu ermitteln (diff der Configs?), und sofern die Änderungen am Raspbian-Kernel DFSG-konform sind, entsprechende Änderungen in Bugreports zu stecken.
Wenn alles glatt läuft tauchen diese Änderungen irgendwann im Sid-Kernel auf und landen über die Backports auch in Buster.

Wie ist momentan deine Update-Strategie auf dem RPi4? Fährst du eine Debian-sources.list mit Raspbian als Fremdrepo und pinnst daraus den Kernel?

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