Raspberry mit Microsoft

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schwedenmann
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Re: Raspberry mit Microsoft

Beitrag von schwedenmann » 07.03.2021 19:32:59

Hallo

Das ist doch ganz offensichtlich der zweite Versuch von diesen "Geschäftsleuten" aus Redmond, gegen Opensource vorzugehen.
Der Erste mit UEFI hat nicht ganz so funktioniert, aber auch da wurde von "Sicherheit" schwadroniert, die man angeblich implementiert hätte. Letztlich ging es aber darum,
lästige Konkurrenz von freien OS auszuschalten.
Und daß MS die Openesource Gemeinde so selbstlos unterstützt...selten so gelacht.
Hier geht es schlicht um Einflußnahme und um nichts Anderes, das sollte doch eigentlich jedem klar sein.
Offensichtlich sollten gewisse Leute die Aluhüte in der Mottenkiste lassen.

Beide Argumente (UEFI, und jetzt der neue TRM-Chip) als Angriff gegen open-source zu werten, ist schon abenteurlich.

mfg
schwedenmann

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Re: Raspberry mit Microsoft

Beitrag von niemand » 07.03.2021 19:40:27

schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
07.03.2021 19:32:59
Beide Argumente (UEFI, und jetzt der neue TRM-Chip) als Angriff gegen open-source zu werten, ist schon abenteurlich.
Möchtest du in Abrede stellen, dass sie geeignet sind, einem offenen System den Zugang zur Hardware zu verwehren, beziehungsweise unbemerkt Daten auszuleiten und Dritten ebenso unbemerkt Zugriff zu ermöglichen? Bei UEFI braucht’s nur ein entsprechendes Firmwareupdate (bei vielen Intel-Systemen nicht einmal das), und was „TRM“ hier bedeuten soll, hab ich auf die Schnelle nicht rausfinden können – aber wenn es was in der Art von TPM ist, dann ist’s genauso problematisch.

Unter diesen Gesichtspunkten finde ich es einigermaßen interessant, dass die „du bist ja psychisch krank“-Keule (aka Aluhut) jetzt schon hervorgeholt wird. Eigentlich ist das immer das letzte, verzweifelte Mittel. Hat sie so präzise den Punkt getroffen?
non serviam.

schwedenmann
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Re: Raspberry mit Microsoft

Beitrag von schwedenmann » 07.03.2021 19:50:51

hallo

@niemand
Möchtest du in Abrede stellen, dass sie geeignet sind, einem offenen System den Zugang zu verwehren?
Du unterstellst diese Absicht,hast aber keinerlei Belege dafür,ist also quasi Wunschdenken.


Ich sehe dafür keinerlei Belege das dies beabsichtigt ist,oder war (im falle von UEFI). Dieselbe Sau wurde auch bei UEFI von den open-Source-Neerds durch Dorf getrieben,ohne Belege. ich nenne das auch Hysterie oder Aluhut,ist halt austauschbar.

mfg
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Re: Raspberry mit Microsoft

Beitrag von niemand » 07.03.2021 20:04:07

schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
07.03.2021 19:50:51
Du unterstellst diese Absicht,hast aber keinerlei Belege dafür,ist also quasi Wunschdenken.
a) ich wünsche keinesfalls, von meiner Hardware ausgesperrt, oder zu einem anderen System genötigt zu werden – von „Wunschdenken“ kann also keine Rede sein.

b) willst du also wirklich die technischen Möglichkeiten dieser Systeme in Abrede stellen? Weil: dann erübrigt sich eh jede weitere Diskussion. Wer die Augen vor dieser Offensichtlichkeit verschließt, die in den Specs und auf jeder besseren Erklärseite (WP *hust*) nachzulesen ist, bei dem sehe ich keinerlei Grundlage, darüber überhaupt zu diskutieren. Ich meine, es ist doch ihr ausdrücklicher und ursprünglichster Zweck, das Booten unkontrollierter Systeme zu unterbinden – genau dafür wurde der Kram doch überhaupt erst gemacht!

Kurzes Beispiel, wie das zusammenhängt (falls es dir tatsächlich nicht bewusst sein sollte, und du nicht nur trollst):
Der Heisemann hat geschrieben:Der Hauptschlüssel zum Signieren von Bootloadern liegt seit jeher bei Microsoft. Wer als Entwickler ein Betriebssystem unter Secure Boot bootfähig haben möchte, muss Microsofts Zertifizierungsprozess durchlaufen, der unter anderem eine Prüfung durch das so genannte Shim Review Board umfasst.
Und noch ’n Nachtrag zu dem, das zwischenzeitlich auch im Raum stand:
Der Heisemann hat geschrieben:Denn Secure Boot beruht letztlich auf digitalen Signaturen, die Microsoft ausstellt. Speziell für Linux- und andere Open-Source-Systeme hat Microsoft einen kleinen Boot-Shim von Grub2 signiert. Doch diese Unterschrift könnte Microsoft jetzt für die fehlerhaften Grub2-Versionen widerrufen. Dann würden unter Umständen Systeme mit diesen verwundbaren Grub2-Versionen und Secure Boot den Start verweigern.
… willst du nun tatsächlich noch behaupten, das ginge nicht? Wer sowas behauptet, solle den Aluhut wieder weglegen? Ach, komm …
non serviam.

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Re: Raspberry mit Microsoft

Beitrag von TRex » 07.03.2021 20:37:41

Ihr beide habt doch https://ad.hominem.info/de/rhetorik/hauptseite mit dem Löffel gefressen... falls ihr die technischen Details in separate Beiträge schreibt, kann ich daraus zwei Threads machen.
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Windows ist doof, Linux funktioniert nichtDon't break debian!

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Re: Raspberry mit Microsoft

Beitrag von slu » 10.03.2021 17:32:13

Heute beim updaten gesehen:

Code: Alles auswählen

raspberrypi-sys-mods (20210310) wird eingerichtet ...
Blocking vscode repo...
Tatsächlich:

Code: Alles auswählen

cat /etc/apt/sources.list.d/vscode.list 
### Disabled by raspberrypi-sys-mods ###
Gruß
slu

Das Server Reinheitsgebot:
Debian Buster, sonst nichts.

Stolzer Gewinner der Jessie Release Wette:
https://wiki.debianforum.de/Jessie_Release_Wette#SIEGER

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