Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Schreibt hier die Kategorien und Themen rein, die euch momentan hier noch fehlen.
Antworten
irgendwas
Beiträge: 183
Registriert: 04.04.2016 18:53:19
Lizenz eigener Beiträge: MIT Lizenz

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von irgendwas » 30.12.2020 08:31:51

Ich halte es für schwierig/unmöglich, dass Regeln möglichst kurz aber dennoch präzise sind. Wie hikaru hier bereits schrieb, sind Gesetze gerade deswegen lang und komplex.

Mich stört es wenig, dass aktuell bestimmte Themengebiete nicht erwünscht sind. Ich finde es sogar ganz gut, wenn das dauerhaft so bleibt und sich das debianforum "wieder" auf das eigentliche Thema fokussiert: Debian & Co. Für alles andere gibt es schließlich andere Plattformen, die besser geeignet sind.

Transparenz in der Moderation finde ich gut, allerdings würde mir ein kurzer Hinweis zu einem geschlossenen Thema genügen. Eine PN, falls das mein Thema gewesen sein sollte, halte ich aber für unnötig - ausser es gibt einen Moderator, der hier hauptberuflich unterwegs ist :wink: Sollte ich mit einer Moderation nicht einverstanden sein oder dazu fragen haben, bleibt mir immer noch die Möglichkeit, den Moderator (oder einen anderen) direkt per PN kontaktieren.

Benutzeravatar
niemand
Beiträge: 14357
Registriert: 18.07.2004 16:43:29

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von niemand » 30.12.2020 09:13:04

Meillo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
29.12.2020 22:58:26
Du implizierst, dass detailliert ausformulierte Regeln den Weggang von Usern verhindern wuerden. Das bezweifle ich. User gehen, wenn sie sich ungerecht behandelt fuehlen oder sich in den (impliziten oder expliziten) Regeln der Umgebung nicht mehr passend fuehlen.
Ich kann da nur von mir ausgehen: Wenn mich jemand sperrt, und mir zur Begründung schreibt, dass ihm mein Beitrag nicht gefallen hätte, oder ich für seinen Geschmack nicht nett genug gewesen wäre, dann macht mich das sauer, und entsprechend werde ich reagieren – denn das wäre Willkür, und dagegen bin ich allergisch. Wenn er mich aber auf eine vorher vorhandene Regel verweisen kann, dann bin ich durchaus auch in der Lage, meinen Fehler zu erkennen und mich anzupassen.

Auf der anderen Seite hat die Erfahrung gezeigt, dass man in diesem Forum auch durchaus ernstgenommen wird, wenn man der Meinung ist, dass es da Missverständnisse gegeben hat, oder man sonstige Probleme mit Moderationsentscheidungen hat. Das ist dem Team hier sehr hoch anzurechnen (meinen aufrichtigen Dank an dieser Stelle), und würde wahrscheinlich auch weiterhin einen Betrieb mit den absolut unscharf umrissenen Regeln ermöglichen. Das habe ich in ’nem anderen Forum auch schon anders erlebt, und da entsprechend meine Konsequenzen gezogen. Allerdings geht das eben mit einem teils hohen Aufwand für die Moderation einher, so dass ich die höheren Kosten für euch gerade bei den kurzen, unpräzisen Regeln sehe.
non serviam.

fischic
Beiträge: 857
Registriert: 24.12.2019 12:25:08
Lizenz eigener Beiträge: MIT Lizenz

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von fischic » 30.12.2020 17:56:36

TRex hat geschrieben:Müssen wir nämlich damit rechnen, dass jeder geschlossene Thread gleich einen weiteren bedeutet, wo gegen die da oben gewettert, mit Löschung des Accounts gedroht und nochmal Stimmung gemacht wird, ist das kein funktionierender Modus
Nüchtern nachgerechnet passierte das nach meiner Wahrnehmung nicht bei jedem geschlossenen Thread. Im Gegenteil, diese Eskalationen waren eher seltene Ausnahmen. Ich finde die Forenleitung hat bereits einen ziemlich gut „funktionierenden Modus“. Für die Forenleitung mag sich das anders darstellen, dass kann ich als in der Regel hilfebedürftiger und nicht helfender User (noch so'n kaum diskutierter Gedanke) nicht beurteilen. Ich wiederhole mich: Perfekte Verfassungen gibt es nicht (ich denke hikarus und niemands Überlegungen gehen in diese Richtung). Ich fänd's gut, wenn man hier auch und selbstredend nur am Rande wieder gesittet über allgemeinere Themen diskutieren könnte. Es gibt nun mal Zeitgenossen, die sich für den omnipotenten Nabel der Welt halten, damit muss man leben, so lange die Grenzen gewahrt bleiben, und wenn nicht, muss man sie halt stoppen. Der Verweis auf andere Foren, bei denen Allgemeineres stärker im Fokus liegt, ist nichts für mich. Stammtische sind meistens schlimm genug, für anoyme globale habe ich persönlich keinen Bedarf. Nehmt ihn doch auf, den einzigen offenbar unwidersprochenen Vorschlag von Heisenberg: (zeitweise Sperrung). Praktikabel sinnvoll bessereVorschläge habe ich bislang nicht gelesen.

Benutzeravatar
ralli
Beiträge: 2847
Registriert: 02.03.2008 08:03:02

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von ralli » 01.01.2021 10:58:31

Wem die goldene Regel zu einfach erscheint, es gibt sie in allen Philosophien und Weltreligionen in etwas unterschiedlicher Ausprägung.

Und was ist daran nicht zu verstehen?

Solange wir noch ermüdende Diskussionen darüber führen, was eine humanistische Haltung und was echte gelebte Toleranz bedeutet, kann es keinen echten Respekt, geschweige denn Wertschätzung geben.

Toleranz bedeutet für mich, grundsätzlich den Anderen in seinem Sosein zu bejahen und Ihn als Bereicherung zu empfinden.

Aber wenn der Dämon des Narzissmus seine unheilvolle Wirkung in den Köpfen entfaltet, wird es verdammt schwierig.

Wenn sich jeder als Nabel der Welt empfindet, ist kein mitmenschliches Miteinander möglich.

Es gibt Deeskalationsstrategien, die zur Entspannung und Unaufgeregtheit beitragen können.

- könnte der Andere nicht auch mal Recht haben?

Wer im Denkschemata Entweder/Oder verfangen ist der wird sich nicht davon befreien können und kultiviert seinen Absolutheitsanspruch (Wer nicht für mich ist, ist gegen mich). Hier sollte ein Paradigmenwechsel statt finden der eine Sowie/Als auch Sichtweise beinhaltet. Absolutismus beinhaltet Allmachtsphantasien, die Gedankenfreiheit und Meinungsfreiheit knebeln und vergewaltigen. Keine gute Grundlagen für eine mitmenschliche von humanistische Werten getragene Forenkultur.

Alles Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Auch dann, wenn es keine Umgangsregeln gäbe.

Meine Toleranz hält sich allerdings dort in Grenzen, wo willkürlich eine rote Grenze überschritten wird, weil destruktives Denken in Form von persönlichen Beleidigungen, Herabsetzungen und Diskriminierungen zerstörerisch wirken. Wer Wahrheit oder andere Meinungen als die eigene als Provokation empfindet, solle seine Haltung überdenken und angemessen korrigieren. Bei solchen Zeitgenossen würde ich mir eher eine kompromisslose und härtere Gangart seitens der Moderatoren wünschen. Eine andere Sprache verstehen die nicht. Sie würden alles andere als Schwäche auslegen und empfinden.

Ich denke, das es keiner neuen Regeln bedarf, um die wenigen im Zaun zu halten, für die Toleranz, Wertschätzung und Respekt Fremdwörter sind, sondern ein konsequenteres Verhalten seitens der Moderatoren. Threads einfach zu sperren, sind keine Lösung. Smalltalk würde ich nicht entfernen, weil es auch andere Faccetten als wie technische Kompetenz beinhaltet.

Lassen wir es einfach, das Leben ist schon kompliziert genug!

In diesem Sinne ein frohes neues Jahr und gutes Gelingen bei der Umsetzung von Vorsätzen. Ich habe mir vorgenommen, der Corona Berichterstattung keinen Raum mehr zu geben. Den Lauf der Dinge kann ich eh nicht beeinflussen, es kommt wie es kommt. Und alles wird gut!

Liebe Grüße ralli
System: Debian Buster - KDE - CPU: Intel Core i7-870 - RAM: 16 GB - GPU: Nvidia Geforce GT 730 (2 GB) - SSD 128 GB - HD: 1 TB

Benutzeravatar
ralli
Beiträge: 2847
Registriert: 02.03.2008 08:03:02

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von ralli » 01.01.2021 20:07:10

Die Quelle des Konfliktpotenzials sind meineserachtens hauptsächlich im überbordenden Narzissmus zu suchen. Dazu zählen für mich einerseits die andauernden Vergleiche z. Bsp. (Windows versus Linux) und die fast pathologische Rechthaberei.

Richtig, alle haben "gute Gründe" für Ihren individuellen Standpunkt. Ich denke nicht, dass das mit "Schwarmintelligenz" zu tun hat, sondern ich beobachte seit 10-15 Jahren stark zunehmend eine Haltung, die man sehr verkürzt als "Rechthaberei" bezeichnen könnte: man betrachtet andere Meinungen meist als eine Art "Angriff", den es zu bekämpfen gilt; man scheint nicht mehr in der Lage zu sein, verschiedenartige Betrachtungsweisen einer Sache als eine Erweiterung der eigenen Wahrnehmung und damit als Erkenntnisgewinn anzunehmen; und man hat Schwierigkeiten damit, zueinander widersprüchliche Sichtweisen (und das damit einhergehende Spannungsverhältnis) zu integrieren und konstruktiv zu verarbeiten. Stattdessen sucht man absolute Wahrheiten, auf denen man dann nachdrücklich beharrt und die man gegen Andersdenkende hartnäckig und mit allen Mitteln verbal zu verteidigen sucht.

Kurzum, es gibt permanenten Krieg um die Deutungshoheit und der duldet keine friedliche Koexistenz der divergierenden Meinungen. Und der vergiftet naturgemäß jedes Forenklima.

Ich vermute, die Ursache dafür liegt in der starken Zunahme elektronischer Kommunikation und dem damit einhergehenden Verlust von realem zwischenmenschlichem Austausch - denn bei einer realen Begegnung von zwei Menschen gibt es naturgemäß Spannungssituationen und latente Konflikte, und da würde man automatisch lernen, damit angemessen umzugehen.

Schreibe gerade an einem Essay "Aufklärung im Wandel der Zeit", denn mein Eindruck ist, das die Ideale der Kantschen Aufklärung an den allermeisten heutzutage vorübergegangen sind, sonst hätten wir ein anderes Gesellschafts- oder Forenklima.

Vielleicht lohnt es sich, mal inne zu halten und darüber nachzudenken.

Grüße ralli
System: Debian Buster - KDE - CPU: Intel Core i7-870 - RAM: 16 GB - GPU: Nvidia Geforce GT 730 (2 GB) - SSD 128 GB - HD: 1 TB

Benutzeravatar
heisenberg
Beiträge: 1826
Registriert: 04.06.2015 01:17:27

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von heisenberg » 02.01.2021 13:44:15

Danke für Deine Beiträge Ralli. Ich möchte mal auf das eingehen, wie ich den ersten Beitrag verstanden habe:

Der Beitrag spricht mir inhaltlich sehr aus der Seele. Damit Dein Beitrag extra mal eine Weile neuester Beitrag stehen bleibt und entsprechend stärker wahrgenommen wird, habe ich mit meiner Antwort nochmal eine Weile gewartet.

Die folgenden Ansprachen finde ich allerdings leicht respektlos gegenüber denjenigen, die sich vielleicht nicht in erwünschter Weise verhalten, die ich als Mitmenschen aber grundsätzlich mit dem gleichen Respekt behandelt sehen würde, wie diejenigen, die sich korrekt verhalten.

* ...Zeitgenossen...
* ...Eine andere Sprache verstehen die nicht...

Desweiteren:
... eine härtere Gangart seitens der Moderatoren wünschen. Eine andere Sprache verstehen die nicht. Sie würden alles andere als Schwäche auslegen und empfinden
Für impliziert diese Aussage eher Bestrafung, als Wahrung der Forenatmosphäre. Auch hier: Inhaltlich bin ich da sehr dafür(habe ich oben bereits geschrieben). Die Formulierungsweise taugt für mich aber eher dazu, Feindbilder zu erzeugen, statt die erforderlichen Maßnahmen unter Wahrung des Respektes durchzuführen.

Wenn man sich von anderen wünscht, dass die Selbstverständlichkeiten, also die Anstandsregeln der Höflichkeit und des Respektes, eingehalten werden, dann wäre es auch gut, selbst achtsam und gewissenhaft (z. B. Kontrolllesung) mit den eigenen Worten umzugehen und zu prüfen, ob die eigenen Inhalte sie erfüllen. Ich finde, dass ist bei Deinem Beitrag fast, aber nicht ganz gelungen.

---

Bitte um Fokussierung

Ich schlage ansonsten außerdem vor, sich hier auf das Thema "absoluten Mindestregelungen" zu beschränken und verwandte Themen in extra Threads auszulagern. Sonst geht es bei dem eigentlichen Thema nicht voran.

Neue Erkenntnisse?

Im Übrigen frage ich mich, ob jemand der bereits einen Beitrag geschrieben hat, vielleicht seine Meinung geändert hat, oder seine Meinung um neue Einsichten erweitert hat. Aktuell sehe ich da nichts, was in Richtung Konsens geht.

Benutzeravatar
feltel
Webmaster
Beiträge: 9883
Registriert: 20.12.2001 13:08:23
Lizenz eigener Beiträge: MIT Lizenz
Wohnort: Leipzig, Germany
Kontaktdaten:

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von feltel » 02.01.2021 14:50:49

heisenberg hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.01.2021 13:44:15
Im Übrigen frage ich mich, ob jemand der bereits einen Beitrag geschrieben hat, vielleicht seine Meinung geändert hat, oder seine Meinung um neue Einsichten erweitert hat. Aktuell sehe ich da nichts, was in Richtung Konsens geht.
Ich bin zwar nicht direkt adressiert, aber für mich haben sich durch eure Beiträge schon neue Erkenntnisse ergeben und ich habe einen denke weiteren Einblick in eure Sichtweisen erhalten. Es freut mich, das eigentlich allen daran gelegen ist, sich positiv hier einzubringen. Wollte ich nur mal loswerden. :P

Benutzeravatar
hikaru
Beiträge: 11315
Registriert: 09.04.2008 12:48:59

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von hikaru » 04.01.2021 11:40:21

Meillo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
29.12.2020 22:58:26
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
29.12.2020 22:28:50
Meillo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
29.12.2020 22:16:14
Aber ist es nicht, egal wie detailliert man versucht es auszudefinieren, am Ende immer eine Ermessens- und Abwaegungsfrage?
Ja, aber der Spielraum wird kleiner.
Der Missbrauchsspielraum von Mods, zum Schutz der User?
Auch. Aber ich hatte dabei nicht gleich Missbrauch im Sinn, sondern einfach nur verschiedene Regelauslegungen von Mod und moderiertem User.
Meillo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
29.12.2020 22:58:26
(Eine schriftliche Selbstverpflichtung von Moderationsseite waere fuer mich persoenlich eher mein Ding, also mehr eine Absichtserklaerung einer Zielvorstellung, aber sei's drum.)
Als du dich hier registriert hast, hast du damit bestätigt, dich an die geltenden Forenregeln zu halten. Das hast du offenbar gut genug hinbekommen, dass man dir das Amt eines Mods anvertraut hat. Welcher weiteren Absichtserklärung deinerseits sollte es da bedürfen?
Meillo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
29.12.2020 22:58:26
Ich weiss, dass du auch Mod-Erfahrung hast. Kannst/konntest du da mit Paragraphennummern moderieren? Fuer mich jedenfalls ist jede zwischenmenschliche Konfliktsituation immer wieder neu. Alleine die Frage, welcher Paragraph passen wuerde und ob er in dem Stadium schon gerechtfertig ist oder ob ich es auch sachlich und neutral genug interpraetiere, macht es zu gleichermassen schwierigen Abwaegungsfragen, egal ob es viele detaillierte Paragraphen gibt oder nicht.
Für mich war es immer eine Mischung aus beidem. Wenn es eine persönlich gefärbte Situation war (also kein reines Spam löschen oder Beiträge verschieben), dann habe ich das natürlich versucht individuell zu behandeln. Aber wenn ich Knöpfe gedrückt habe oder das auch nur angedroht habe, dann habe ich dabei gern auf "Punkt X der Forenregeln" verwiesen.

Benutzeravatar
heisenberg
Beiträge: 1826
Registriert: 04.06.2015 01:17:27

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von heisenberg » 04.01.2021 13:01:02

Mir fällt gerade noch eine Idee ein:

Alternative zu einer temporären Benutzersperre könnte auch sein, den Benutzer auf temporär auf "moderiert" zu setzen, bzw. Ihn in eine Gruppe zu verschieben, die moderiert wird. D. h. Beiträge dieses Benutzers müssen vor Veröffentlichung erst durch einen Moderator freigegeben werden.

Das ist auch unangenehm, schafft Arbeit für die Mods, ist aber weniger unangenehm für den Benutzer als die Sperre.

Benutzeravatar
Meillo
Moderator
Beiträge: 6279
Registriert: 21.06.2005 14:55:06
Wohnort: Balmora
Kontaktdaten:

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von Meillo » 04.01.2021 13:30:50

Der Begriff Sperre gefaellt mir nicht so gut, weil er etwas anderes versinnbildlicht als die temporaeren, kurzzeitigen Pausen, die ich im Sinn habe. Mir geht es mehr um eine Zwangsausbremsung von heissgelaufenen Usern. Ich will sie weniger ihrer Stimme berauben, als sie aus der Emotionswelle holen, damit ihr Verstand wieder die Moeglichkeit bekommt, zu arbeiten.

Das passt natuerlich nicht fuer alle Faelle, aber fuer einen Teil.

Unter Sperren verstehe ich eher etwas mit Wochen- oder Monatsdauer, fuer User, die nicht nur in etwas reingerutscht sind, sich emotional verfangen haben, einen schlechten Tag hatten, oder so, sondern welche, die auch auf Verstandsebene mit dem zwischenmenschlichen Umgang im Forum kollidieren. Um denen ein deutliches Zeichen zu schicken und ihnen nochmal eine Chance zu geben, werden die eine Zeitlang gesperrt.
Use ed(1) once in a while!

Benutzeravatar
heisenberg
Beiträge: 1826
Registriert: 04.06.2015 01:17:27

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von heisenberg » 04.01.2021 13:46:11

...die auch auf Verstandsebene mit dem zwischenmenschlichen Umgang im Forum kollidieren.
Sehr wichtiger Punkt. Emotionen flauen ab. Wenn aber die zugrunde liegende Denkweise noch da ist, ist das Problem noch da. Da braucht es vielleicht noch etwas mehr um die eigenen Denkweisen vielleicht mal selbst kritisch zu betrachten. (Ich habe vor kurzem gehört, dass ein sehr guter Weg ist, Ungereimtheiten in der eigenen Denkwelt aufzudecken ist, diese Denkwelt anderen zu erklären. Dabei merkt man dann schon, wenn man ins Schwimmen kommt.).

Benutzeravatar
ralli
Beiträge: 2847
Registriert: 02.03.2008 08:03:02

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von ralli » 04.01.2021 16:32:03

heisenberg hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
04.01.2021 13:46:11
...die auch auf Verstandsebene mit dem zwischenmenschlichen Umgang im Forum kollidieren.
Sehr wichtiger Punkt. Emotionen flauen ab. Wenn aber die zugrunde liegende Denkweise noch da ist, ist das Problem noch da. Da braucht es vielleicht noch etwas mehr um die eigenen Denkweisen vielleicht mal selbst kritisch zu betrachten. (Ich habe vor kurzem gehört, dass ein sehr guter Weg ist, Ungereimtheiten in der eigenen Denkwelt aufzudecken ist, diese Denkwelt anderen zu erklären. Dabei merkt man dann schon, wenn man ins Schwimmen kommt.).
Hallo,

alles sehr richtig, aber ein Idealzustand, der niemals eintreten wird, da Menschen schon immer zu unterschiedlich sind, unterschiedlich denken und unterschiedlich handeln.

Einsicht wäre die höchste Stufe der Erkenntnis, aber genau daran mangelt es bei manchen. An die Vernunft zu appelieren, halte ich zwar für richtig, wird aber ebenso ins Leere laufen. Selbstreflexion wäre auch begrüßenswert, setzt aber einen gewissen sozialen Reifegrad vorraus, den ich leider oft vermisse.

Im Straßenverkehr wird mir bei extremen Fehlverhalten auch der Führerschein entzogen, um mich zukünftig zu einem regelkonformen Verhalten zu bewegen. Ohne sanktioniertes Fehlverhalten sind alle Regeln sinnlos. Grenzen müssen gesetzt werden und auch auf EInhaltung geachtet werden, sonst werden sie unglaubwürdig und fordern sozial unverträgliche User zu noch größeren Störungen heraus.

Würde mir auch wünschen, das es anders wäre, aber das wäre naiv und unrealistisch.

Gruß ralli

PS: @heisenberg, danke für Deine Bemühungen, allesamt überdenkenswert und Schritte in die richtige Richtung. Aber es bleibt dann ein Experiment mit unbestimmten Ausgang!!!
System: Debian Buster - KDE - CPU: Intel Core i7-870 - RAM: 16 GB - GPU: Nvidia Geforce GT 730 (2 GB) - SSD 128 GB - HD: 1 TB

Benutzeravatar
heisenberg
Beiträge: 1826
Registriert: 04.06.2015 01:17:27

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von heisenberg » 07.01.2021 14:52:55

Ich habe da noch einen netten Spruch gehört von Tassilo Peters. Das ist irgend so'n Kindergartengruppenleiter der GfK mit Kindern macht und bei Youtube seine Videos verbreitet.
Tassilo Peters hat geschrieben:Jede Respektlosigkeit eines einzelnen, bei dem ein(e) BetreuerIn anwesend ist und nichts tut, verunsichert den Raum für alle.
Das als Kommentar zum Nicht-Eingreifen hier im DF. Wahrscheinlich kommt der Spruch auch nicht ursprünglich von Ihm.

Benutzeravatar
heisenberg
Beiträge: 1826
Registriert: 04.06.2015 01:17:27

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von heisenberg » 07.01.2021 21:18:52

Der von Meillo erwähnte Beitrag zum Thema Bewertungsplugin für phpBB illustriert sehr schön, wie eine konstruktive Diskussion durch eine Person gestört wird und wie daraufhin mit dem Mittel der Threadschließung eine wertvolle und konstruktive Diskussion endgültig gestoppt wird.

viewtopic.php?f=14&t=177833

thoerb
Beiträge: 1217
Registriert: 01.08.2012 15:34:53
Lizenz eigener Beiträge: MIT Lizenz

Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von thoerb » 07.01.2021 21:33:50

heisenberg hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
07.01.2021 21:18:52
Der von Meillo erwähnte Beitrag zum Thema Bewertungsplugin für phpBB illustriert sehr schön, wie eine konstruktive Diskussion durch eine Person gestört wird und wie daraufhin mit dem Mittel der Threadschließung eine wertvolle und konstruktive Diskussion endgültig gestoppt wird.

viewtopic.php?f=14&t=177833
Warum kann man da eigentlich nicht die Person sperren, die stört, anstatt den ganzen Thread dicht zu machen? Ich dachte, das wäre hier so besprochen worden.

Antworten