Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Schreibt hier die Kategorien und Themen rein, die euch momentan hier noch fehlen.
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thoerb
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von thoerb » 08.01.2021 10:24:45

ralli hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 09:58:17
Deine technische Kompetenz ist hervorragend und ich habe sie niemals angezweifelt. Es ist wohl manchmal Dein Ton, wo ich mich angegriffen fühle.
Genau dazu kenne ich ein gutes Video: Rationalität und Psychologie: Die zwei Spielbretter der Spieltheorie
"Dein Argument ist richtig, aber ich mag nicht, wie du sprichst." Wie entkommt man dieser Kommunikationsfalle? In diesem Video gibt es eine Analyse aus Sicht der Spieltheorie.

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feltel
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von feltel » 08.01.2021 10:27:56

irgendwas hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 09:25:46
Schönes Beispiel wie ein Thema eskalieren kann :wink:
Ja, und aber in den nachfolgenden Beiträgen auch eines, wie man da wieder etwas von herunterkommen kann. So sollte es laufen. Es soll ja nicht so sein, das hier nicht auch mal zugespitzt werden soll und kann. Wichtig ist mir, das dabei keine normativen Grenzen überschritten werden, und das man irgendwann auch wieder gemeinsam, und ohne das Verletzungen zurückbleiben, zu einer sachlich(er)en Diskussion zurückfindet. Danke @ralli dafür.

eggy
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von eggy » 08.01.2021 13:07:38

ralli hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 10:01:04
auf keinen Fall wollte ich Dich angreifen, sondern lediglich nachdenklich machen. Vieles habe ich ja auch mit einem Fragezeichen versehen. Sollte das anders rübergekommen sein, so bitte ich auch das zu entschuldigen.
Ich kann mit "sowas" umgehen, egal ob gewollt oder absichtlich. Du auch?
ralli hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 07:25:12
Du meinst wirklich, das Respekt und Wertschätzung eine Frage der Interpretation ist?
Ja, genau das meine ich.
Ich habe (vermutlich, maße ich mir an) recht hohe Ansprüche an den Umgang der Menschen miteinander. Auf der anderen Seite ist es mir völlig schnuppe, ob mich jemand auf der Straße grüßt, mir Weihnachtskarten schickt, mir beim Niesen Gesundheit wünscht, mich mit "Du" oder "Sie" beredet. Füße auf dem Wohnzimmertisch? Mach ich selber gern. Und nun, frag ich Dich, was glaubst Du, was davon würden unsere Großeltern als respektlos empfinden?
Für mich ist Respekt, dass ich annehme, dass Du und ich unterschiedlicher Auffassung sein können und dass wir beide das Recht haben, diese zu äußern. Gehört das auch zu Deiner Respektsdefinition? Genau so? Vermutlich nicht.
ralli hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 07:25:12
Manchmal frage ich mich, wie spätere Generationen sozialisiert wurden, ob keine oder nur noch wenig Erziehung statt gefunden hat.
Meinst Du mich damit? Dann wäre das etwas, dass ich für respektlos halten würde. Meine Rollenmodelle haben immerhin viel Zeit in meine Erziehung investiert. Ihnen gegenüber wäre so eine Behauptung, von meinem Standpunkt aus gesehen, äußerst respektlos, und denen selbst? Vermutlich völlig egal.
ralli hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 07:25:12
Ohne eine humanistische Grundhaltung und Toleranz brauchen wir nicht wirklich weiter über Respekt und Wertschätzung zu diskutieren.
Scharfe Worte, überlege mal, was Du da postulierst. Siehst Du das wirklich so? Jemand, der nicht nach (Deinem) Toleranz Begriff lebt, mit dem redest Du nicht? Wo bleibt denn da Deine Toleranz? Wo sind da Respekt und Wertschätzung für den Anderen?
ralli hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 07:25:12
Und denkst Du wirklich, das Kinder bereits durch ein Ellenbogenverhalten fit gemacht werden müßten für die spätere freie Wildbahn in einer zugegebener Maßen verwahrlosten und aggressiven Gesellschaft?
Nicht indem ich Ihnen "Ellenbogen" als wünschenswertes Verhalten beibringe. Aber ein Aufwachsen in Reinräumen schadet mehr als es hilft. Und ja, ich denke, wer als Kind nicht mal spielerisch auf die Fresse bekommen hat, der wird es als Erwachsener schwer haben, einordnen zu können, wo wirkliche Gewalt anfängt. Letztendlich kann man lernen mit "bösen Worten" (und auch Taten) umzugehen. Aber jemand, der das (noch) nicht gelernt hat, der braucht vielleicht auch mal jemand anderen der für ihn einschreitet. Aber wie kannst Du einschreiten, wenn Du selbst nicht gelernt hast anderen angemessen Paroli zu bieten? Gewaltanwendung, verbal und physisch, muss man lernen, man muss dabei aber auch lernen, wo deren Grenzen sind und in welchen Fällen man diese Grenzen überschreiten darf oder sogar muss.
ralli hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 07:25:12
...
Ich denke, den Rest brauch ich nicht weiter kommentieren.

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ralli
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von ralli » 08.01.2021 16:35:16

Hallo @eggy,

danke für Dein Feedback. Und nein, ich hatte nicht explizit Dich gemeint. Ich habe Erfahrungen mitgeteilt, die ich in unserer Gesellschaft schon länger beobachte. Möglicherweise ist Respekt tatsächlich auch kulturabhängig. Mein Credo in diesem Thread war mehr als eindeutig. Ich kann nicht nur blumig sondern auch kurz und kompakt:

Toleranz ist die Basis für Respekt und Wertschätzung. Was ich unter Toleranz verstehe, habe ich in diesem Forum schon mehrmals gepostet. Den jeweils Anderen in seinem Sosein zu bejahen und Ihn als Bereicherung anzusehen. Wer das als Respektlosigkeit einordnet, dem ist nicht mehr zu helfen.

Für mich gilt der kategorische Imperativ, im Volksmund auch "goldene Regel" genannt. Und damit ist alles gesagt. Jeder darf nach seiner Fasson selig werden, nein genau das ist damit nicht gemeint. Denn Toleranz hat auch ihre Grenzen.

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si tacuisses
Wen hast Du damit gemeint? Ich fühlte mich angesprochen und habe es als Provokation empfunden. Ich habe sehr viele philosophische Essays verfaßt und habe die namhaften Philosophen von der Antike bis in der Neuzeit studiert in den letzten 20 Jahren.

Aber egal, mir wird immer mehr bewußt, das verbale Kommunikation in einem Forum immer konfliktträchtig sein wird. Im richtigen Leben in meinem sozialen Umfeld, haben Intoleranz, Respektlosigkeit und fehlende Wertschätzung keinen Platz. Wir pflegen deshalb eine Streitkultur, die von Toleranz, Respekt und Wertschätzung geprägt ist.

Ich habe 4 Freunde, mit einem bin ich dieses Jahr 50 Jahre befreundet, mit den anderen dreien weit über 40 Jahre. Also hat es funktioniert im richtigen analogen Leben.

Wie sollen wir zu einer besseren Wahrheit gelangen, wenn wir uns scheuen, die Gegenwärtige anzunehmen und um die Neue Wahrheit zu ringen ? Ist das nicht die vornehmliche Aufgabe der nachwachsenden Generation ?

Wie sollen wir wieder zur kosmischen Harmonie finden, wenn wir das eigene Chaos nicht zur Kenntnis nehmen wollen oder können oder von anderen nicht zur Kenntnis nehmen lassen, weil wir es verdrängen und verleugnen.

Da schließe ich mich nicht aus.

Gruß ralli
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Meillo
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von Meillo » 08.01.2021 16:53:10

si tacuisses
Ich faend's schoen, wenn das jemand uebersetzen und falls noetig erlaeutern koennte. Als Nicht-Lateiner fuehle ich mich hier unnoetigerweise ausgeschlossen. :-/ (Ich werd' da sicher nicht der einzige sein.)
Use ed(1) once in a while!

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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von fischic » 08.01.2021 17:14:48

Guckst du hier: https://www.wortbedeutung.info/Si_tacui ... mansisses/

Im Übrigen fänd' ich's schön, wenn die hiesigen Gelehrten Meillos Wunsch öfter bei IT-Abkürzungen und -Chinesisch berücksichtigten. :wink:

Und wenn wir schon mal beim Philosphieren sind:
Für mich gilt der kategorische Imperativ, im Volksmund auch "goldene Regel" genannt.
Du weißt aber schon, dass der Meister den Kategorischen Imperativ genau so nicht verstanden wissen wollte?
Natürlich gibt es keine absolute Wahrheit. Das bedeutet aber auch, das alles subjektiv ist, eingefärbt duch Sozialisierung und eigene persönliche Erfahrungen.
Ich finde, damit wird letztlich jede Diskussion sinnlos.

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ralli
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von ralli » 08.01.2021 18:02:11

fischic hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 17:14:48

Und wenn wir schon mal beim Philosphieren sind:
Für mich gilt der kategorische Imperativ, im Volksmund auch "goldene Regel" genannt.
Du weißt aber schon, dass der Meister den Kategorischen Imperativ genau so nicht verstanden wissen wollte?
Ja das weiß ich, streng genommen ist es nicht das gleiche. Danke für den Hinweis.
fischic hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 17:14:48

Natürlich gibt es keine absolute Wahrheit. Das bedeutet aber auch, das alles subjektiv ist, eingefärbt duch Sozialisierung und eigene persönliche Erfahrungen.
Ich finde, damit wird letztlich jede Diskussion sinnlos.
Findest Du? Sind absolute Wahrheiten nicht dogmatisch? Darüber ließe sich trefflich streiten. Vielleicht ein Anfang unter Smalltalk?

Aber heute nicht mehr, ich möchte mal darüber schlafen ...

Gruß ralli
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von fischic » 08.01.2021 18:48:44

Aber heute nicht mehr, ich möchte mal darüber schlafen ...
Finde ich gut. Und vielleicht hätte eine vorübergehende Schließung allen Kombattanten wohltuende Nachtruhe ermöglicht! :wink:

eggy
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von eggy » 08.01.2021 18:53:36

Meillo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 16:53:10
si tacuisses
Ich faend's schoen, wenn das jemand uebersetzen und falls noetig erlaeutern koennte. Als Nicht-Lateiner fuehle ich mich hier unnoetigerweise ausgeschlossen. :-/ (Ich werd' da sicher nicht der einzige sein.)
@Meillo: Die, vermutlich bekanntere, (jedoch kontextfrei und den Personalbezug nicht erhaltend) eingedeutschte Fassung ist "Hätt er (weiterhin) geschwiegen, wär' er Philosoph geblieben", das Original (https://de.wiktionary.org/wiki/si_tacui ... _mansisses ) geht einerseits zurück auf einen Boethius, dessen Werk bezeichnender Weise "(Über den) Trost der Philospohie" heißt, https://de.wikipedia.org/wiki/Trost_der_Philosophie , andere Stellen vermuten, dass es als Sprichwort jedoch älter ist, auch in älteren Fassungen der Bibel soll es sehr ähnliche Textstellen geben.

Schade, dass Ralli sich den Schuh angezogen hat. (@ralli: ich empfehle, den Text zumindest mal in Auszügen zu lesen, die vielzitierte Stelle ist weitaus tiefgründiger als der Volksmund glauben mag: beide Figuren des Diskurses geben da nämlich keine gute Figur ab (als Hofnarr steht mir das aber gut zu :mrgreen: ). Es war mit dem elypsoiden Zitat keiner der Vorposter gemeint. Ich wollte damit (und auch indem ich die unvollständige lateinische Form genutzt habe) lediglich zum Ausdruck bringen, dass man vieles auch massiv überwerten kann. Ich kann "philosophisches Gedankengut" in mein Postings einstreuen wann immer mir danach ist, völlig ernst gemeint oder, wie oben, als dummer Wortwitz. Dafür brauche ich keine eigene "Abteilung".
Und nicht nur ich, sondern auch jeder andere. Es muss ja auch niemand drauf einsteigen. Aber wenn sich ne interessante Diskussion daraus ergibt, und es zu weit abschweift, kann nen Mod jederzeit abtrennen. Ist bisher so gelaufen, hat bisher (wenn die Mods dranschreiben, wo es herkommt und wo es weitergeht) doch auch immer gut funktioniert. Auch kann ich/jemand anderes in solchen Fällen oder wenn ihm danach ist ja auch einfach selbst nen eigenes Thema in Smalltalk aufmachen. Wie bisher. Ich seh da keinen Bedarf für weitere Verfaselung.
Ich möchte hier auch insbesondere keine Kategorie, in der sich dann in Zukunft die besonders Gebildeten dann gegenseitig bebauchpinseln, wie unglaublich klug sie (im Gegensatz zum Rest des Forums) sind. Und eh es wieder nen neues Missverständnis gibt, das bezieht sich explizit nicht auf reale User, und insbesondere auch nicht auf die Vorposter, sondern auf eine dystopische Situation, vor der ich warnen möchte.
Unser Forum lebt von unterschiedlichen Erfahrungen, die wir gemeinsam in die Threads einbringen können - daher bitte bei uns im Forum keine unnötigen Separierungen aufbauen. Und sei diese Abspaltung auch nur die eigene Vorstellung von Unzulänglichkeit, die bei hochtrabenen Begriffen wie "Philosophie" zwangsweise in vielen Köpfen entsteht (ich nehm meinen da auch nicht aus).

Ein ähnlicher Grund wie der, mit dem hier begründet wurde warum "wir hier" gegen einen "abgetrennten newbiecorner" sind.

Vielleicht sollten wir uns mal mehr Gedanken darüber machen, welche Aktionen mit Debianbezug dem Forum gut tun würden?
Wie wäre es denn mal mit ner Q&A/Workshopreihe zu Paketierung oder Bugreporting?

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ralli
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von ralli » 08.01.2021 19:47:48

eggy hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 18:53:36

Schade, dass Ralli sich den Schuh angezogen hat. (@ralli: ich empfehle, den Text zumindest mal in Auszügen zu lesen, die vielzitierte Stelle ist weitaus tiefgründiger als der Volksmund glauben mag: beide Figuren des Diskurses geben da nämlich keine gute Figur ab (als Hofnarr steht mir das aber gut zu :mrgreen: ). Es war mit dem elypsoiden Zitat keiner der Vorposter gemeint. Ich wollte damit (und auch indem ich die unvollständige lateinische Form genutzt habe) lediglich zum Ausdruck bringen, dass man vieles auch massiv überwerten kann. Ich kann "philosophisches Gedankengut" in mein Postings einstreuen wann immer mir danach ist, völlig ernst gemeint oder, wie oben, als dummer Wortwitz. Dafür brauche ich keine eigene "Abteilung".
Danke @eggy für die Aufklärung. Hmm ich gehe reumütig in mich .... dann war es doch ein Mißverständnis. Ich bitte deshalb nochmals um Entschuldigung.

Deiner Empfehlung, mich etwas intensiver mit diesem Text auseinander zu setzen, komme ich gerne nach. Auch weil ich es spannend und interessant finde.

Gruß ralli
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heisenberg
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von heisenberg » 08.01.2021 23:26:02

eggy hat geschrieben: Sorry, aber da gibts schon viel zu viel Interpretationsspielraum.
eggy hat geschrieben: will ich Mitglied einer Community sein, die statt gesunden Menschenverstand detaillierte Listen von Erlaubtem und Verbotenem braucht?
Hi eggy,

auf der einen Seite argumentierst Du dass es zu viel Interpretationsspielraum gäbe wenn es keine Regeln gibt und auf der anderen Seite mit gesundem Menschenverstand, dass Regeln ja das letzte sind, was Du willst? Das sind jetzt ja ziehmlich gegensätzliche Positionen. Magst Du da auf diesen Widerspruch vielleicht nochmal drauf eingehen?

@Ralli:

Ich hatte Niemand bis zum Jahreswechsel auf meiner Ignorierliste, weil ich seine Beiträge selten ertragen konnte und habe sie trotz Ignorier-Status eigentlich meistens gelesen. Ich muss dem was er sagt aber schon auch Recht geben: Das, was ich von Dir gelesen habe, war das eintreten für Toleranz und gleichzeitig ein Verhalten, was bei mir als intolerant und beleidigend ankam - und man kann alles kommentieren, muss es aber nicht - und wenn's weh tut, dann ist dass zwar schmerzhaft, aber nicht unbedingt immer schlecht.


Mal was wagen...

Ich finde es nach wie vor gut, sich da mal gemeinsam an solche Listen zu setzen. Am Ende muss da ja nicht eine Liste rauskommen, die tatsächlich angewendet wird - vielleicht aber doch. Und vielleicht gibt es einfach nur nützliche Erkenntnisse. Ich würde mich freuen, wenn sich mal ein paar Leute auf das Experiment einlassen. Ich habe so den Eindruck, das reden kann man manchmal bis in alle Ewigkeit fortsetzen(und gerade im DF habe ich das schon öfters mitbekommen und mich frustriert zurückgezogen) und es ist nur eine Vermeidungsstrategie, die solange fortgeführt wird bis wirklich jeder sich von einem Thema abgewendet hat, statt einfach mal bereit zu sein, etwas zu entscheiden, zu wagen und vielleicht auch mal riskieren, dass es falsch ist. Es ist also die Entscheidung für nichts - Die Entscheidung für Status Quo und Streit und eine unbefriedigende Situation die regelmässig eskaliert - die Entscheidung für Depression - das Verharren in der wohlbekannten Kloake und sich die auch noch schön reden - statt nur einmal die Unsicherheit ertragen zu müssen dabei, sich Neuem zuzuwenden. Und da wundert sich irgend jemand, wenn man Politiker bekommt, die genau so sind?
(Hatte gerade einen Moment der Frustration.)
Zuletzt geändert von heisenberg am 09.01.2021 18:50:27, insgesamt 2-mal geändert.
Ich biete keine Lösungen sondern gebe Hilfe zur Selbsthilfe.

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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von eggy » 08.01.2021 23:54:55

heisenberg hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 23:26:02
auf der einen Seite argumentierst Du dass es zu viel Interpretationsspielraum gäbe wenn es keine Regeln gibt und auf der anderen Seite mit gesundem Menschenverstand, dass Regeln ja das letzte sind, was Du willst? Das sind jetzt ja ziehmlich gegensätzliche Positionen. Magst Du da auf diesen Widerspruch vielleicht nochmal drauf eingehen?
Ich seh da keinen Widerspruch.

Nochmal zum langsam parsen:
Wenn bei $BEGRIFF... $BEISPIELLISTE .... ... aber da gibts BEREITS ZU VIEL Interpretationsspielraum.
Das "da" ist bezogen auf $BEGRIFF und auf die dazu aufgeführte $BEISPIELLISTE. Nochmal deutlicher formuliert:
Bereits diese SEHR KURZE Auflistung von nicht einmal einer handvoll Beispielen lässt sich NICHT klar beregeln.
Wie soll das dann mit einer unendlich großen Menge von potentiell einzeln aufzulistenden Beispielsituationen besser laufen?!
Folglich ein sinnloses Unterfangen.

Immer noch unklar?

irgendwas
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von irgendwas » 09.01.2021 19:20:44

eggy hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
08.01.2021 23:54:55
Nochmal zum langsam parsen
[...]
Nochmal deutlicher formuliert
[...]
Immer noch unklar?
Meinen persönlichen Mindeststandard hätte diese Formulierung nicht erfüllt :wink:

eggy
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von eggy » 09.01.2021 19:34:52

irgendwas hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
09.01.2021 19:20:44
Meinen persönlichen Mindeststandard hätte diese Formulierung nicht erfüllt :wink:
Und da haben wir ein weiteres tolles Beispiel dafür, wie man Leute (un-)absichtlich missverstehen kann:

"langsam": gemächlich, in Ruhe, mit Geduld
"parsen": Bezug zu dem anderen heisenberg Thread in dem es um Parser ging - ich ging davon aus, dass heisenberg das vielleicht sogar witzig finden könnte
"nochmal deutlicher": ich habe mir Mühe gegeben, die Textstellen, die offensichtlich Raum für Missinterpretation hatten, entsprechend deutlich zu kennzeichnen, damit die rhetorische Figur in dem ursprünglichen Text sichtbar wird
"immer noch unklar": Nachfrage, ob ich es ein weiteres Mal neu schreiben soll - weil mir daran gelegen ist, dass heisenberg nachvollziehen kann, was ich sagen wollte

Nichts in dem Posting war als Angriff gemeint.

irgendwas
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Re: Vorschlag: Umgang mit Störungen / Regelung von absoluten Mindeststandards

Beitrag von irgendwas » 09.01.2021 19:57:12

eggy hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
09.01.2021 19:34:52
Und da haben wir ein weiteres tolles Beispiel dafür, wie man Leute (un-)absichtlich missverstehen kann
Die Klammern kannst du weglassen ;)
eggy hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
09.01.2021 19:34:52
Nichts in dem Posting war als Angriff gemeint.
Das habe ich gehofft. Ich hätte das jedoch anders formuliert:
ich hab mir meine Beiträge nochmal durchlesen und erkenne da keinen Widerspruch. Welchen Teil meinst du genau? Falls es dieser ist: Wenn bei $BEGRIFF... $BEISPIELLISTE .... ... aber da gibts BEREITS ZU VIEL Interpretationsspielraum, dann bezog sich das "da" auf $BEGRIFF und auf die dazu aufgeführte $BEISPIELLISTE.

Oder anders formuliert:
Bereits diese sehr kurze Auflistung von nicht einmal einer handvoll Beispielen lässt sich nicht klar beregeln.

Ist das besser formuliert oder war das die falsche Stelle?

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