Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

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Jana66
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von Jana66 » 13.09.2017 20:58:29

maroc hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 20:12:32
Daher wähle ich jetzt mal couragiert den Buchstaben "x". Lämmern, auch wenn sie bei Dir inzwischen zu Fröschen mutiert sind, habe ich mich immer seltsam verbunden gefühlt ...
Beispielhaft für die Nachteile von Einschaltquoten und "demokratischen" Wahlen. Und eine Bestätigung für "Onkel Mausfeld". Oder man ist Teil einer gesicherten Elite, Beamtenschaft, der ausufernden Sozialindustrie, die gut verdienend und wohl wissend nur an Symptomen doktert ... ja keine Veränderung.
Neben dem Geschlechtstrieb bestimmt kein Bedürfnis das Handeln des Menschen so sehr wie die Sehnsucht nach moralischer Überlegenheit. Dieser Satz stammt von Franz Werfel. Gutmenschentum ist gefährlich, es macht die Leute gemein, hochmütig und rücksichtslos. Wir alle sollten uns stattdessen lieber ein wenig mehr dem Geschlechtstrieb widmen.
http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/12 ... -gutmensch
Gutmenschen bewachen die Grenzen des Meinungskorridors wie Linienrichter das Fußballfeld. Wer aus ihrer eigenmächtig definierten Wohlfühlzone ausbricht, wird mit Diffamierung bestraft.
http://www.zeit.de/2017/21/moral-gutmen ... demokratie

Moralisierende Gutmenschen mit absolutistischer Deutungshoheit schränken neuerdings sogar den Wortschatz ein. Irgendwann mal "negativ besetzt". Neuer oder völlig anderer Kontext wird ignoriert. Vokabelverbot, Maulkorb.

Nun ist die Frage, was dein "Sumpf" ist ...
Zuletzt geändert von Jana66 am 13.09.2017 21:04:48, insgesamt 2-mal geändert.
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TomL
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von TomL » 13.09.2017 21:03:17

maroc hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 20:12:32
Klar ist es bequem, rund 89 Prozent der Menschheit (d bis z) kurzerhand in die Dummkopfschublade zu stecken.
Das ist genau die Art und Weise, weswegen solche Diskussionen regelmäßig kaputt gehen: Bewusste, vorsätzliche Falschinterpretation von Aussagen anderer, mit der Absicht, sich von der eigentlichen 'Sache' zu entfernen oder der Sachlichkeit den Hals umzudrehen.

Aus meiner Aussage ist klar erkennbar, dass auf meinen Dummkopfschubladen a und b steht. Auf das riesengrosse lämmerfeld von d bis z, auf welches sich die unterschiedlichste Motivationen und Interessen verteilt, bin ich gar nicht eingegangen. Der Hinweis, dass bei den 3 gegebenen Optionen a, b und c alle Antworten von d-z falsch sind, hatte einen anderen Beweggrund, den man jetzt erahnen kann....

Danke für das Gespräch... ich habe das Interesse daran verloren.
vg, Thomas

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Yadgar
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von Yadgar » 13.09.2017 21:26:28

Jana66 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 20:58:29
Gutmenschen
Also, wer rechtsradikales Arrrrrrschloch-Doitsch nötig hat, kann gleich wieder unter seinen Stein zurückkriechen!

*PLONK*
Zuletzt geändert von Yadgar am 13.09.2017 22:18:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von Jana66 » 13.09.2017 21:38:05

Yadgar hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 21:26:28
Also, wer rechtsradikales Arrrrrrschloch-Doitsch verwendet, kann gleich wieder unter seinen Stein zurückkriechen!
Lies doch mal besser die Links, genau um so etwas geht es da. Es soll auch linke A. geben. Viele nennen sich "links" oder "ANTIFA" und haben von linken Philosophien und Theorien offensichtlich keine Ahnung - umso mehr Imponiergehabe, Randale als Ziel und diktatorisch wie die rechten A*.

Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine und Gregor Gysi sind da eine andere Liga. Und Gysi war oft schlagfertig, hat wohl Humor.

Editiert.
Zuletzt geändert von Jana66 am 13.09.2017 22:28:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von maroc » 13.09.2017 22:15:39

Die Gutmenschen-Keule wurde ursprünglich gerade im Dunstfeld des Neoliberalismus freudig geschwungen. Der Begriff sollte diejenigen diskreditieren, die sich nicht dem stromlinienförmigen Glauben an Effizienz und Wirtschaftswachstum fügten, sondern auf altmodischen moralischen Werten und sozialem Gewissen beharrten. So verstanden, wäre mir ein Mehr an Gutmenschentum durchaus willkommen.
Jana66 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 21:38:05
[...] Randale als Ziel und diktatorisch wie die rechten A. Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine und Gregor Gysi [...]
Wagenknecht & Lafontaine geben sich im Überschwang zwar schon mal gerne irritierend populistisch, aber als "rechts" würde ich sie trotzdem nicht einordnen. Oder hast Du nur einen Punkt vergessen? :roll:
Zuletzt geändert von maroc am 13.09.2017 22:23:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von Yadgar » 13.09.2017 22:22:35

Hi(gh)!
maroc hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 22:15:39
Die Gutmenschen-Keule wurde ursprünglich gerade im Dunstfeld des Neoliberalismus freudig geschwungen. Der Begriff sollte diejenigen diskreditieren, die sich nicht dem stromlinienförmigen Glauben an Effizienz und Wirtschaftswachstum fügten, sondern auf altmodischen moralischen Werten und sozialem Gewissen beharrten. So verstanden, wäre mir ein Mehr an Gutmenschentum durchaus willkommen.
Focus in den 1990er Jahren, ich erinnere mich! Dieses neoliberal-neurechte Sudelblatt machte damals ja auch den nicht weniger widerlichen Ausdruck "schwächeln" modern...
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von Jana66 » 13.09.2017 22:26:30

maroc hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 22:15:39
Die Gutmenschen-Keule wurde ursprünglich gerade im Dunstfeld des Neoliberalismus freudig geschwungen. Der Begriff sollte diejenigen diskreditieren, die sich nicht dem stromlinienförmigen Glauben an Effizienz und Wirtschaftswachstum fügten, sondern auf altmodischen moralischen Werten und sozialem Gewissen beharrten.
Wer soll "diejenigen" sein?
Wagenknecht & Lafontaine geben sich im Überschwang zwar schon mal gerne irritierend populistisch, aber als "rechts" würde ich sie trotzdem nicht einordnen. Oder hast Du nur einen Punkt vergessen? :roll:
Uppss. Editiert.
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von maroc » 13.09.2017 22:41:44

Jana66 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 22:26:30
Wer soll "diejenigen" sein?
Na, die Gutmenschen bilden ja, glücklicherweise, keinen strammen ideologischen Block. So manche Menschenrechtler, Umweltschützer oder überhaupt empathiefähige Persönlichkeiten waren aber den neoliberalen Pragmatikern ein Dorn im Auge.
Zuletzt geändert von maroc am 13.09.2017 22:44:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von niemand » 13.09.2017 22:43:51

Also, wer rechtsradikales Arrrrrrschloch-Doitsch nötig hat, kann gleich wieder unter seinen Stein zurückkriechen!
… ich kann Intoleranz ja so gar nicht ab. Interessanterweise erfahre ich die in der letzten Zeit zu 95% von der linken Seite: hat man eine in Details abweichende Ansicht, benutzt ein nicht genehmes Wort oder hinterfragt gar Sachen, wird sofort die Nazikeule rausgeholt und verbal drauflosgeprügelt. Und dann wundern sie sich, wenn die Leute in offenere, weniger diktatorische, tolerantere Gefilde abwandern. Was so Gruppenzwang und Gleichschaltung angeht, könnte man fast schon annehmen, die Linken wären die neuen Rechten …

@Yadgar: was willst du eigentlich zum Ausdruck bringen? Dass es sachlich teils ziemlicher Stuss ist, den du da von dir gibst, ist dir ja hoffentlich bewusst – was möchtest du also erreichen?
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von ChronoBoost » 13.09.2017 23:24:28

Hebt die Arme, ballt die Fäuste, holt tief Luft und singt alle mit: https://www.youtube.com/watch?v=DDPpYWjRP5E ;)

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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von niemand » 14.09.2017 06:22:51

Das ist ein gutes Lied. Die Kernaussage schon in der ersten Zeile :)

[scnr]
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von Jana66 » 14.09.2017 07:58:07

maroc hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 22:41:44
Na, die Gutmenschen bilden ja, glücklicherweise, keinen strammen ideologischen Block. So manche Menschenrechtler, Umweltschützer oder überhaupt empathiefähige Persönlichkeiten waren aber den neoliberalen Pragmatikern ein Dorn im Auge.
Die von dir genannten Gruppen würde ich nie abwertend als Gutmenschen betiteln. Meinen Kontext habe ich oben dargestellt.

Mit dem "glücklicherweise" bin ich nicht einverstanden. In organisierten, größeren Gruppen erreicht man mehr. Und es gibt einige: Amnesty International, Greepeace, über Anneta Kahanes Verein mit Nähe zum Verfassungsschutz ist man geteilter Meinung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Amadeu_Antonio_Stiftung

Leider doktern alle nur an neoliberalen/kapitalistischen Symptomen, Details. Irgendwann sollte man systematische Fehler bemerken, Ursachen und nicht Wirkungen bekämpfen. Aber das Doktern an Symptomen gibt vermutlich schon genug moralische Selbstbestätigung - wenn nicht gar Überlegenheit, zumindest Lohn und Brot und Spenden. :wink:

Jedenfalls sehe ich eine inflationär wachsende Sozialindustrie. Ursachen wie Arbeitslosigkeit, HartzIV, Verdichtung der Arbeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Zeitarbeit mit Folgen wie Burnout, Alkoholismus, seelische Probleme, Ausgrenzung ganzer Familien werden nicht bekämpft. Nächste Suppenküche, nächste Tafel, Psychotanten im Jobcenter, Arbeitsamt, Schulen, Streetworker etc.. Tja Ursache ist wohl Neoliberalismus anstelle Sozialer Marktwirtschaft. Die Sozialindustrie wächst offenbar mit und alle Beteiligten haben Lohn und Brot und moralische Befriedigung. Die Ehrenamtlichen bewundere ich dabei - als Einzige. Ein angestellter Sozialarbeiter ist nicht besser als ein normaler Arbeiter - der alle ernähren muss, einschließlich Opfer des Neoliberalismus und Sozialarbeiter. Der Arbeiter quatscht meist nur nicht so viel und so klug, leidet jedoch unter Zukunftsangst, Angst vor Arbeitslosigkeit und Altersarmut. Viele schaffen es kaum körperlich und geistig bis zum höheren Renteneintrittsalter. Kam kein Aufschrei aus der ach so schlauen Sozialindustrie. Aber wehe, wenn der Arbeiter AFD wählt - und wenn es nur zum (falschen) Protest ist ...
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von detix » 14.09.2017 16:25:33

Jana66 hat geschrieben: Jedenfalls sehe ich eine inflationär wachsende Sozialindustrie. Ursachen wie Arbeitslosigkeit, HartzIV, Verdichtung der Arbeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Zeitarbeit mit Folgen wie Burnout, Alkoholismus, seelische Probleme, Ausgrenzung ganzer Familien werden nicht bekämpft. ...
offensichtlich hast du gestern die absolut seriöse Sendung extra 3 [1] (ab 3:38) verpasst:
Deutschland geht es so gut wie nie lt Maischberger, wir alle leben in Saus und Braus!
Bitte um Korrektur deines Posts, denn wenn Maischberger das sagt dann muß das einfach stimmen, schließlich kommt so eine Aussage ja von der Elite der Journalisten, nur sowas wird bei der ARD als Leitung für Gesprächsrunden zugelassen!
[1] http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/e ... 82106.html
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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von Radfahrer » 14.09.2017 16:48:10

Tja, es kommt halt darauf an, wer damit gemeint ist.

Der Gesellschaft geht es super! Und zwar ganz einfach deswegen, weil 40% der Bevölkerung gar nicht mehr dazugezählt werden.
"Politik kann man in diesem Lande definieren als die Durchsetzung wirtschaftlicher Zwecke mit Hilfe der Gesetzgebung."
(Kurt Tucholsky)

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Re: Soziale Netzwerke und die die Wandlung zum totalitärem Staat

Beitrag von Lord_Carlos » 14.09.2017 17:51:33

Wer wird nicht dazugezählt?

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