Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

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schwedenmann
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Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von schwedenmann » 13.02.2018 16:53:26

Hallo

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 67944.html

Ich finde solche Diskussionen immer wieder sehr erheiternd.
Da maßen sich Nichtjuristen , Urteile von Volljuristen zu kommentieren, ohne irgendwelchen juristischen Sachverstand, oder gar nur 1Semester Jura studiert zu haben.
Aber das ist halt modern, keine Ahnung haben , aber Fresse aufreißen, bis die Schwarte kracht, auch wenn es noch solch ein Unsinn ist.

mfg
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Zuletzt geändert von schwedenmann am 13.02.2018 18:22:10, insgesamt 2-mal geändert.

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Meillo
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Re: iimmer wieder lustig: juristsiche laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von Meillo » 13.02.2018 18:13:49

Bitte korrigiere die Schreibfehler im Titel. Soviel Zeit und Sorgfalt muss sein.
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geier22
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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von geier22 » 13.02.2018 19:14:03

schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.02.2018 16:53:26
Da maßen sich Nichtjuristen , Urteile von Volljuristen zu kommentieren, ohne irgendwelchen juristischen Sachverstand, oder gar nur 1Semester Jura studiert zu haben.
Aber das ist halt modern, keine Ahnung haben , aber Fresse aufreißen, bis die Schwarte kracht, auch wenn es noch solch ein Unsinn ist.
Wenn man über fehlenden juristischen Sachverstand anderer so wie du urteilt, gehe ich mal davon aus, dass du Volljurist bist :?: :wink:
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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von Radfahrer » 13.02.2018 19:42:15

Das ist doch allgemein üblich.
Jeder hat mehr Ahnung als die Leute, die das beruflich machen. Egal, ob Handwerker, Juristen, Polizisten, Straßenplaner, Logistiker, Politiker, usw..
Der, der zu Hause auf dem Sofa sitzt, glaubt immer, alles viel besser zu wissen.

Die Fußballfans mit der Bierflasche in der Hand können ja auch schneller laufen und besser spielen als die Typen aus der Nationalmannschaft.
Die würden ja auch trotz Bierbauch und Speckringe einen Henry Maske locker aus den Puschen hauen. Und zwar in der ersten Runde. :mrgreen:
"Glauben bedeutet, Behauptungen sogar gegen besseres (Nicht-)Wissen für wahr zu halten, ohne einen seriösen Beweis dafür zu verlangen. Und ohne zu hinterfragen, wie plausibel die Glaubensinhalte eigentlich wirklich sind."
https://wenigerglauben.de/

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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von schwedenmann » 13.02.2018 20:15:04

Hallo

@geier22
Wenn man über fehlenden juristischen Sachverstand anderer so wie du urteilt, gehe ich mal davon aus, dass du Volljurist bist :?: :wink:
nein, auf den Einwurf hab eich nat. gewartet.

Aber wenn hier nur per google dieses Bankengesetz zitiert wird, wir es hier aber
a. mit öffentlichem Recht
b. wohl auch mit dem Telemediengesetz und dem Medienstaatsvertrag zu tun haben,

dann ist doch wohl klar, das diese Kommentatoren Null Ahnung von der Materie haben, erst Recht, wenn kein Einziger, eine Kommentar aus der Beckschen Reihe zum Bankengesetz oder zum Telemediengesetz postet, was ein Jurist wohl tun würde, denn blos Gesetze posten, ohne die zugehörigen wiss. Kommentare ist dumm.

Ähnlich würde ich empfinden, wenn user über eine Stelle im Gallischen Krieg palawern, aber keine relevante althistorische bzw. altphilologische Meinungen posten, da sie den usern nicht bekannt sind.

mfg
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P.S.
Ähnliches war auch beim Gesetz zum Einsatz von Kracksoftware zu persönlichen, wiss. Zwecken zu bemerken. Da haben jede Menge IT-Kracks aufgeschriehen und eine Anzeige bei Nutzung dieser tools erwartet, was absoluter Schwachsinn war, weil diese fuzzys eben keine Ahnung von den juristischen Ausdrücken und deren juristischer Bewertung hatten.

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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von Nice » 13.02.2018 20:16:11

Da maßen sich Nichtjuristen , Urteile von Volljuristen zu kommentieren...
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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von geier22 » 13.02.2018 20:56:31

Ich will jetzt auf die rechtliche Seite nicht näher eingehen, möchte aber nur zu Bedenken geben, das gerade mit der Rundfunkgebühr unsere mehr als gut bezahlten Volljuristen, sich zum Büttel der Politik gemacht haben, und letztendlich die Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Rundfunkgebühren nach meinem Wissen beim
EuGH landet. Soviel zu der Unabhängigkeit unseres Rechtssystems.

Das Urteil des hessischen Verwaltungsgerichtshof zur Barzahlung ist ja wahrscheinlich auch noch nicht das Ende der Fahnenstange.
Mal sehen, was da andere Volljuristen dazu sagen.
Wer mit seiner Klage beim Verwaltungsgerichtshof zugelassen wird, muss doch zumindest einen fundierte Klageschrift einreichen ?
schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.02.2018 20:15:04
b. wohl auch mit dem Telemediengesetz und dem Medienstaatsvertrag zu tun haben,
dann ist doch wohl klar, das diese Kommentatoren Null Ahnung von der Materie haben, erst Recht, wenn kein Einziger, eine Kommentar aus der Beckschen Reihe zum Bankengesetz oder zum Telemediengesetz postet, was ein Jurist wohl tun würde, denn blos Gesetze posten, ohne die zugehörigen wiss. Kommentare ist dumm.
Dann bist du ja offensichtlich juristischer als die Verwaltungsrichter und Klagevertreter selber:
Die Vertreter des Hessischen Rundfunks betonten vor Gericht, dass es bundesweit bereits zehn Urteile in ähnlichen Fällen gebe. Alle seien zugunsten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgefallen. Es sei zweifelhaft, ob das Bundesbankgesetz wirklich einen Verbindung zu diesem Fall habe.
und
Der VGH ließ aber ausdrücklich den Gang zum Bundesverwaltungsgericht zu.
warum wohl?
Ich finde es zumindest richtig, dass man sich dagegen wehrt, dass auf allen Ebenen der Bargeldverkehr von staatlicher Seite eingeschränkt und kontrolliert werden soll.
Und die Krimi und und Verdummungen produzierenden Fernsehanstalten sind ein Teil des Staates. Würde es nur die 3. Programme geben sowie Phönix und Arte geben, würde der Beitrag wahrscheinlich nur ein Drittel betragen.


schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.02.2018 20:15:04
Ähnlich würde ich empfinden, wenn user über eine Stelle im Gallischen Krieg palawern, aber keine relevante althistorische bzw. altphilologische Meinungen posten, da sie den usern nicht bekannt sind.
Ich musste die ersten 2 Seiten des bellum gallicum (De bello Gallico) sogar wegen ungebührlichen Benehmens auswendig lernen. Darf ich nichts dazu sagen?
Altgriechisch hatte ich auch -----> meine altphilologische Meinung ----> war Mist. :x Englisch und Französisch wären hilfreicher gewesen. :facepalm: :mrgreen:
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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von schwedenmann » 13.02.2018 21:02:52

Hallo


@geier22
Ich musste die ersten 2 Seiten des bellum gallicum (De bello Gallico) sogar wegen ungebührlichen Benehmens auswendig lernen. Darf ich nichts dazu sagen?
Altgriechisch hatte ich auch -----> meine altphilologische Meinung ----> war Mist. :x Englisch und Französisch wären hilfreicher gewesen. :facepalm: :mrgreen:
Sagen ja, nur ob deine aussage fundierter als ein Altphilologe wäre, wage ich dann doch zu bezweifeln.
Ob Englisch oder Französsich hilfreicher gewesen wären, ist auch so eine Sache, wen du Lehramt studieren willst, ist Latein besser als Französisch, da es quasi Vorraussetung ist, bei anderen Fächern ebenso.

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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von fireburner » 13.02.2018 21:08:11

schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.02.2018 21:02:52
... Ob Englisch oder Französsich hilfreicher gewesen wären, ist auch so eine Sache, wen du Lehramt studieren willst, ist Latein besser als Französisch, da es quasi Vorraussetung ist, bei anderen Fächern ebenso.

mfg
schwedenmann
Wuz? In welchem Jahrhundert lebst du denn? Lehrer müssen noch Latein lernen/können? Als Lateinlehrer sicherlich. Sonst würde mir da nichts einfallen wo Latein zwingend Voraussetzung wäre. Am ehesten wenn dann noch für Geschichte.

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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von schwedenmann » 13.02.2018 21:14:42

Hallo


@fireburner
Wuz? In welchem Jahrhundert lebst du denn? Lehrer müssen noch Latein lernen/können? Als Lateinlehrer sicherlich. Sonst würde mir da nichts einfallen wo Latein zwingend Voraussetzung wäre. Am ehesten wenn dann noch für Geschichte.
Lies dir einfach mal von verschiedenen Bundesländern die Verordnung fürs Lehramtsstudium durch. In NRW müssen die nämlich spätestens nach dem (afaik 2. kann auch 4.Sem) Lateinkenntnisse nachweisen, die einem Latinum entsprechen!
Und das gilt nicht nur für Geschichte!!

Wer also Latein hatte ist fein raus, der kann alles Studieren, selbst Informatik :mrgreen:
Ohne Latein, sieht es dann manchmal sehr blöd aus,bzw. die Wahl ist dann eingeschränkt

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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von Huo » 13.02.2018 21:20:03

Ungezählte Laien habe schon Großes und Erstaunliches geleistet in Wissenschaft und Kunst – da mag sich die akademische Welt mit Hilfe ihrer geschraubten Fachterminologie noch so sehr in ihrem Elfenbeinturm verbarrikadieren.

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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von geier22 » 13.02.2018 21:22:50

schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.02.2018 21:02:52
Ob Englisch oder Französsich hilfreicher gewesen wären, ist auch so eine Sache, wen du Lehramt studieren willst, ist Latein besser als Französisch, da es quasi Vorraussetung ist, bei anderen Fächern ebenso.
Bin aber in der Chemie gelandet (war schon immer mein Lieblingsfach) Englisch musste ich mir dann selber beibringen.
schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.02.2018 21:02:52
deine aussage fundierter als ein Altphilologe wäre, wage ich dann doch zu bezweifeln.
Was lernt denn der "Altphilologe"? Er hat garantiert mindestens 20 Texte mehr gelesen als ich, kann die Sprache sicherlich besser - Aber hat er irgend was kapiert?
Kann er z.B. die Grundzüge des Griechischen Demokratie Verständnisses auf die heutige Zeit übertragen? ----> Meist habe ich nur Mist aus den Mündern dieser Bildungsbürger quellen hören. :facepalm:
Und zum Rechtswissen:
Ich habe in meinem Leben dutzende von Prozessen führen müssen, bei denen es z.T. um sehr viel Geld ging. Meine Erfahrung:
Wenn du dem Anwalt nicht Anweisung gibst, in welche Richtung er argumentieren muss, verlierst du. Das bedingt, dass man sich selber mit den zu Grunde liegenden Rechten und Gesetzen auseinandersetzen muss. Es sind Raubritter, die unabhängig von ihrer Leistung meinen, Anrecht auf ihre Gebühren zu haben.
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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von geier22 » 13.02.2018 21:23:41

Huo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.02.2018 21:20:03
Ungezählte Laien habe schon Großes und Erstaunliches geleistet in Wissenschaft und Kunst – da mag sich die akademische Welt mit Hilfe ihrer geschraubten Fachterminologie noch so sehr in ihrem Elfenbeinturm verbarrikadieren.
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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von fireburner » 13.02.2018 23:35:41

schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.02.2018 21:14:42
Lies dir einfach mal von verschiedenen Bundesländern die Verordnung fürs Lehramtsstudium durch. In NRW müssen die nämlich spätestens nach dem (afaik 2. kann auch 4.Sem) Lateinkenntnisse nachweisen, die einem Latinum entsprechen!
Und das gilt nicht nur für Geschichte!!

Wer also Latein hatte ist fein raus, der kann alles Studieren, selbst Informatik :mrgreen:
Ohne Latein, sieht es dann manchmal sehr blöd aus,bzw. die Wahl ist dann eingeschränkt
Also auf die schnelle konnte ich aus NRW, das hier finden: https://www.ruhr-uni-bochum.de/zsb/lehr ... heiten.htm
Da ist nur von Lateinkentnissen für Theologie, Philosophie und Geschichte, die Rede. (abgesehen von Latein (eh klar) und Altgriechisch (noch viel sinnvoller als Latein))

Naja, egal. Ich glaube wir sind uns einig, dass so manche Anforderungen für den letztendlichen späteren Berufsweg völlig belanglos wären.

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Re: Immer wieder lustig: juristische Laien maßen sich Kompetenz an

Beitrag von frox » 14.02.2018 03:24:57

fireburner hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.02.2018 21:08:11
Sonst würde mir da nichts einfallen wo Latein zwingend Voraussetzung wäre.
Der halbe Deutschunterricht besteht doch aus lateinischem Fachchinesisch... :lol:
Gruß, Fred

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