Petition gegen Debian Release

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eulenreich
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Petition gegen Debian Release

Beitrag von eulenreich » 12.10.2010 17:18:14

Geht's euch auch wie den meisten aptosid oder pure Debian sid Benutzern:

Ein bevorstehendes Debian Release ist aufgrund des Freezes unerträglich. Wir sollten eine Petition gegen jeglichen Versuch eines neuen Debian Releases machen! Und wer sich nicht dran hält wird erschossen. Gibt es drastischere Sanktionsmöglichkeiten?

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frox
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von frox » 12.10.2010 17:35:15

Release ist fertig, wenn fertig...
Punkt, Komma, Aus!
Alles andere ist fabulieren...
Der Freeze erhöht nur die Vorfeude, und stabilisiert sich dann selbst...

Wer damit Probleme hat, hat Probleme mit sich selbst.... :P
Gruß, Fred

Die Zeit salzt alle Wunden

eulenreich
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von eulenreich » 12.10.2010 17:38:37

das ist ja mein Vorschlag: Fertig! Weg mit!

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KBDCALLS
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von KBDCALLS » 12.10.2010 18:24:49

eulenreich hat geschrieben:Geht's euch auch wie den meisten aptosid oder pure Debian sid Benutzern:

Ein bevorstehendes Debian Release ist aufgrund des Freezes unerträglich. Wir sollten eine Petition gegen jeglichen Versuch eines neuen Debian Releases machen! Und wer sich nicht dran hält wird erschossen. Gibt es drastischere Sanktionsmöglichkeiten?
Was willst du uns damit sagen ? Aber wenn dir das Freeze nicht behagt, dann hindert dich keiner Sid zu verwenden. Aber bitte nicht heulen wenns irgendwo klemmt.
Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
Kaum macht man ein Fenster auf, gehen die Probleme los.

EDV ist die Abkürzung für: Ende der Vernunft

Bevor du einen Beitrag postest:
  • Kennst du unsere Verhaltensregeln
  • Lange Codezeilen/Logs gehören nach NoPaste, in Deinen Beitrag dann der passende Link dazu.

Fjunchclick

Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von Fjunchclick » 12.10.2010 18:31:35

KBDCALLS hat geschrieben: Was willst du uns damit sagen ?


Ich muss auch zugeben, ich habe keine Ahnung, was eulenreich überhaupt meint.

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bmario
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von bmario » 12.10.2010 18:39:43

Er ist nur bleeding edge Fan. Und beim Freeze scheint halt keine Sonne für die versionsgeilen Alphajunkies ;)
Nichts zu tun ist viel besser,
als mit viel Mühe nichts zu schaffen. - Laotse

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von eulenreich » 12.10.2010 18:48:46

@bmario, yes :) Auch Debian sid ist gerade ziemlich eingefroren...
Weiß jemand, wie es mit CUT weitergeht, wird das jetzt ein floatender Roller, oder auch nur testing?

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von holgerw » 12.10.2010 19:07:47

Hallo,

ich vermute, dass Eulenreich stört, dass bei Sid nicht viel los ist, wenn das zukünftige stabile Release eingefroren ist und nur noch Fehler beseitigt werden. Und das kann durchaus ein wenig dauern, bis dann das neue Release veröffentlicht wird.

Wen das stört, für den ist Debian definitiv keine gute Wahl, und ich würde dann zu PCLOS raten, in dem übrigens KDE4.5.2 und digikam 1.5 schon vorliegen.

Viele Grüße,
Holger

Fjunchclick

Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von Fjunchclick » 12.10.2010 19:12:04

@bmario
Achso, so einer, der über die uralten Softwareversionen schimpft, also die mit der Nummer x.xxx1, obwohl doch schon x.xxx1.001 draußen ist. :mrgreen:

Übrigens muss ich nächste Woche einen Brief schreiben. Hoffentlich schaffe ich das überhaupt. Weiß jemand zufällig, ob man mit der veralteten Version von Open Office unter squeeze schon Briefe schreiben kann? :wink:

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von Saxman » 12.10.2010 19:35:58

Nicht jammern sondern experimental in die sources.list aufnehmen.
Ein aptitude dist-upgrade, und dein Andrenalinspiegel kommt wieder auf Touren.
"Unix is simple. It just takes a genius to understand its simplicity." - Dennis Ritchie

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von hikaru » 12.10.2010 20:30:53

eulenreich hat geschrieben:Ein bevorstehendes Debian Release ist aufgrund des Freezes unerträglich. Wir sollten eine Petition gegen jeglichen Versuch eines neuen Debian Releases machen!
Dir ist schon klar was das für dich momentan bedeuten würde? ;-)

Ich freue mich aufs Squeeze-Release, dann bin ich endlich wieder bei Stable und das ganze Paketgezappel hat ein Ende.

nihilist
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von nihilist » 12.10.2010 20:59:20

Naja, bei der ganzen Diskussion über das CUT wurde ja auch über einen Rolling Teil für Debian gesprochen.(auch während eines freezes)
Fände ich ehrlich gesagt auch interessanter als CUT, da das meines Erachtens schon Testing + Manchmal Teile aus sid ist.

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von Teddybear » 12.10.2010 21:32:48

Genau Saxman...
Wer seine Tägliche Dosis Adrenalin brauch, muss halt experimentieren mit entsprechendem Repo. *g*
Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!
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tex
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von tex » 12.10.2010 21:53:40

eulenreich hat geschrieben:Ein bevorstehendes Debian Release ist aufgrund des Freezes unerträglich.
Das schöne am Freeze ist, dass die Maintainer die Zeit oft nutzen um einen Haufen neue Versionen zu paketieren die dann auf einen Schlag nach dem Release nach Sid kommen :)

eulenreich
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von eulenreich » 12.10.2010 23:57:09

Es wird durch Stau aber nicht besser...

Eine Distribution ist normalerweise dafür da, neue Software Releases einzubinden in eine Verteilung. Das schafft Debian auch sehr gut mit seinem Repository "Debian unstable/sid". Jetzt wird aber dieses unstable Repository als testing Repo für den Debian Release Kandidaten "Debian testing" misbraucht. Alles klar?

Man darf sich dann aber auch nicht wundern, wenn die Leute, die aktuelle Software bevorzugen, wechseln. Sei es PCLinuxOS oder Ubuntu. Es kann ja nicht jeder umgehen mit experimental, oder das extra Repo für Kde-4.5 kennen. Warum also nicht etwas zusätzliches anbieten, was es den Leuten leichter macht, das zu bekommen, was Debian sowieso schon hat und bieten kann?

dawg
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von dawg » 13.10.2010 01:28:18

Ich habe noch gar nicht so viel vom Freeze bemerkt.
Welche Pakte sind denn inzwischen in die Steinzeit abgerutscht?
Dass ich nichts bemerke, will nichts heissen. Ich sehe auch keinen grossen Unterschied zwischen Lenny und Sid.

Bist Du Dir sicher, dass die Ubuntu Pakete im Ganzen genommen "neuer" sind als die Debian-Sid Pakete?
Erstens habe ich da ganz was anderes gehört und zweitens kann ich mir das bei einer Distribution, die auf Testing oder Sid (wie immer das zur Zeit sein mag) "aufbaut", nur schwer vorstellen.

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von xdanx » 13.10.2010 03:00:30

eulenreich hat geschrieben: Es kann ja nicht jeder umgehen mit experimental, oder das extra Repo für Kde-4.5 kennen. Warum also nicht etwas zusätzliches anbieten, was es den Leuten leichter macht, das zu bekommen, was Debian sowieso schon hat und bieten kann?
wer unbedingt unstabile Software benutzen will, der kann auch das bisschen Fertigkeit für den Umgang mit experimental mitbringen. Ist wirklich kein Hexenwerk.

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frox
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von frox » 13.10.2010 05:52:33

eulenreich hat geschrieben:Es wird durch Stau aber nicht besser...

Eine Distribution ist normalerweise dafür da
... einem User eine Vorauswahl an benötigten oder auch vielleicht nicht benötigten Paketen anzubieten.
Grundsätzlich bleibt es jedem User selbst überlassen, welche Pakete er benötigt, oder wählt.
eulenreich hat geschrieben:Alles klar?
In meinem Fall halt Stable oder neuerdings Testing (frozen)...

In Deinem Fall vielleicht eher "Future+X"...

Ist und bleibt eine reine subjektive Entscheidung, aber keine Grundsatzfrage, die ein Distributer für den User selbst entscheiden kann...
Gruß, Fred

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von holgerw » 13.10.2010 05:56:11

Hallo,
wer unbedingt unstabile Software benutzen will, der kann auch das bisschen Fertigkeit für den Umgang mit experimental mitbringen. Ist wirklich kein Hexenwerk.
es mag vielleicht ein wenig provokativ klingen, aber meines Erachtens ist dieses "Software ist sehr neu und daher instabiler" ein Mythos. Es gibt einen Haufen älterer Software, die eindeutig fehlerhafter ist, als in aktuelleren Versionen. Für fehlerfreies Funktionieren ist doch wohl in erster Linie das Projekt der jeweiligen Software verantwortlich und nicht ein Distributor. Und wer sich etwa mit dem alten kprint 3.5 und seinen Macken beim Fotodruck noch herum schlagen möchte, dem sei Debian Lenny wärmstens ans Herz gelegt ;-)

Und wer etwa einen kaputten Weißabgleich bei digikam bewundern will, kann das gerne von Version 1.2 bis 1.4 tun, mit Version 1.5 ist das Geschichte.

Ähm, und davon abgesehen brauche ich auch keine Fähigkeiten im Umgang mit experimental, um in den Genuß von kde4.5.2 und digikam 1.5 zu kommen, es soll ja Distributionen geben, die das schon integriert haben. Und bei mir läuft ein schön stabiles kde 4.5.2, das einige Macken weniger hat.

Sorry, ich nutze aktuell auch Debian bzw. aptosid, aber ich finde dieses "nur Debian stable bringt stabile Software" doch ziemlich überheblich, auch anderen Distributoren gegenüber. Es mag in einigen Fällen stimmen, in anderen ist es falsch.

Viele Grüße,
Holger

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von Milbret » 13.10.2010 06:18:56

holgerw hat geschrieben:Hallo,
wer unbedingt unstabile Software benutzen will, der kann auch das bisschen Fertigkeit für den Umgang mit experimental mitbringen. Ist wirklich kein Hexenwerk.
es mag vielleicht ein wenig provokativ klingen, aber meines Erachtens ist dieses "Software ist sehr neu und daher instabiler" ein Mythos. Es gibt einen Haufen älterer Software, die eindeutig fehlerhafter ist, als in aktuelleren Versionen. Für fehlerfreies Funktionieren ist doch wohl in erster Linie das Projekt der jeweiligen Software verantwortlich und nicht ein Distributor. Und wer sich etwa mit dem alten kprint 3.5 und seinen Macken beim Fotodruck noch herum schlagen möchte, dem sei Debian Lenny wärmstens ans Herz gelegt ;-)

Und wer etwa einen kaputten Weißabgleich bei digikam bewundern will, kann das gerne von Version 1.2 bis 1.4 tun, mit Version 1.5 ist das Geschichte.

Ähm, und davon abgesehen brauche ich auch keine Fähigkeiten im Umgang mit experimental, um in den Genuß von kde4.5.2 und digikam 1.5 zu kommen, es soll ja Distributionen geben, die das schon integriert haben. Und bei mir läuft ein schön stabiles kde 4.5.2, das einige Macken weniger hat.

Sorry, ich nutze aktuell auch Debian bzw. aptosid, aber ich finde dieses "nur Debian stable bringt stabile Software" doch ziemlich überheblich, auch anderen Distributoren gegenüber. Es mag in einigen Fällen stimmen, in anderen ist es falsch.

Viele Grüße,
Holger
Stimmt genau :)
Debian entfernt bei einem Release auch nicht alle Fehler in der Software.
Bis zu einem Release werden auch nur die als kritisch eingestufen Fehler behoben.
Kleinere Fehler oder Mängel werden selbst in der stabilen Distribution, aktuell eben Lenny, ausgeliefert und erst später ggf. sogar gar nicht behoben.

T-Virus
Es gibt keine if Schleife -> http://www.if-schleife.de/
Ansonsten GPL/GNU/Linux/Debian/Free Software 4 Ever :D

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hikaru
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von hikaru » 13.10.2010 09:05:32

eulenreich hat geschrieben:Eine Distribution ist normalerweise dafür da, neue Software Releases einzubinden in eine Verteilung. Das schafft Debian auch sehr gut mit seinem Repository "Debian unstable/sid". Jetzt wird aber dieses unstable Repository als testing Repo für den Debian Release Kandidaten "Debian testing" misbraucht. Alles klar?
http://debian.org/doc/FAQ/ch-ftparchives

Hier bitte mal die Punkte 6.3 bis 6.5 lesen! Daraus ergibt sich, dass Testing und Unstable in erster Linie der Vorbereitung des nächsten Releases dienen. Das kann man kritisieren. Was du hier verlangst ist aber das komplette Umstellen von Debian auf Rolling Release, denn genau das passiert wenn man Stable einstampft ohne CUT einzuführen. Vor dem Hintergrund der Geschichte von Debian finde ich das noch absurder als feste Release-Zyklen.
Dass Testing und Unstable überhaupt verfügbar sind (als Source Code) ergibt sich aus dem Social Contract. Dass es sie auch binär gibt ist aus Entwicklersicht logisch, aus Sicht eines reinen Users aber reine Kulanz.

Dass du als Sid-User ein Interesse an einem ständig rollenden Unstable hast kann ich nachvollziehen, dass du das über ein Einstampfen von Stable forderst grenzt für mich aber schon fast an Trollerei.
holgerw hat geschrieben:es mag vielleicht ein wenig provokativ klingen, aber meines Erachtens ist dieses "Software ist sehr neu und daher instabiler" ein Mythos.
Das Problem ist ja auch nicht die Software an sich, sondern das Große Ganze das sich daraus ergibt und irgendwann Distribution genannt wird. Ich benutze Sidux/Aptosid eigentlich nicht mehr, da inzwischen meine ganze Hardware von Stable/Testing unterstützt wird, aber wenn ich mal zurück denke hatte ich mit Sidux wenn dann nur Probleme mit Abhängigkeiten oder zerwürgten Konfigurationen, nie mit der Software an sich.

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holgerw
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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von holgerw » 13.10.2010 09:41:54

Hallo @Milbret, hallo @hikaru,

durch die Situation mit den Zweigen bei Debian und ihrer entsprechenden Aufgaben, ist Sid sicherlich eine andere Art von Rolling Release als PCLinuxPC, das ich übrigens neben Aptosid verwende.

@Eulenreich, wie schon im anderen Forum angedeutet, vermute ich, dass Du in Debian einen ähnlichen Status Quo haben möchtest wie bei PCLinuxOS. Warum nimmst Du dann nicht gleich PCLOS? Debian erfüllt andere EDV Bedürfnisse und auch wenn ich PCLOS mag, wäre es meines Erachtens nicht gut, wenn Debian Entwickler ähnlich verführen wie es dort geschieht. Die Situation mit den Zweigen und ihren Aufgaben ist gezielt gewollt von den Debian Leuten, ein Fallenlassen dieser Situation zugunsten eines Vorgehens wie bei @Texstar und seiner Entwicklergruppe rund um PCLOS sehe ich nicht als sinnvoll an, weil diverse Zielgruppen, deren Bedürfnisse Debian abdeckt, dann im Regen stünden.

Dazu kommt, dass PCLOS als Desktop Distribution konzipiert ist, Debian Stable zielt aber zusätzlich auf Server. Viele Debian Nutzer, die mit der Distribution einen Server betreiben, schätzen gerade das etwas abgehangene bei der Software. Warum deren Bedürfnisse ignoriert werden sollen zugunsten von Rolling Release, das es mit PCLOS und auch Aptosid, wenn auch auf unterschiedliche Weise umgesetzt, schon gibt, verstehe ich nicht. Oder meinst Du das anders und ich habe die Ironie nicht verstanden? :-)

Viele Grüße,
Holger

Fjunchclick

Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von Fjunchclick » 13.10.2010 10:58:15

eulenreich hat geschrieben: Eine Distribution ist normalerweise dafür da, neue Software Releases einzubinden in eine Verteilung
Eine Distribution ist in erster Linie dazu da, ein stabiles System für eine Produktivumgebung bereitzustellen, mit der gearbeitet werden kann. Dort ständig neue Software einbinden machen nur die wenigsten Distributoren. Wäre z.B. für ein Arbeitsystem in einem Büro oder so oder gar für einen Server auch ziemlich daneben.
Zuletzt geändert von Fjunchclick am 13.10.2010 11:02:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von bmario » 13.10.2010 11:00:29

hikaru hat geschrieben:
holgerw hat geschrieben:es mag vielleicht ein wenig provokativ klingen, aber meines Erachtens ist dieses "Software ist sehr neu und daher instabiler" ein Mythos.
Das Problem ist ja auch nicht die Software an sich, sondern das Große Ganze das sich daraus ergibt und irgendwann Distribution genannt wird. Ich benutze Sidux/Aptosid eigentlich nicht mehr, da inzwischen meine ganze Hardware von Stable/Testing unterstützt wird, aber wenn ich mal zurück denke hatte ich mit Sidux wenn dann nur Probleme mit Abhängigkeiten oder zerwürgten Konfigurationen, nie mit der Software an sich.
Zudem heißt Debian Stable nicht Stable, weil die Software fehlerfrei ist, sondern weil sich bis zum nächstens Release nichts an der Versionsnummer ändert. Somit kann sich jeder drauf einstellen, welche Bugs es gibt und wie man mit diesen umzugehen hat. Man muss aber nicht Angst haben das sich beim nächsten Update irgendetwas anders verhält als gewohnt. Das beinhaltet aber auch, das Bugs bleiben wie sie sind.

Das die "veraltetet" Software in Stable im Allgemeinen doch eher zuverlässiger ist als die neusten Versionen, liegt eher darin begründet, das versucht wird, eher Bugfixes einzuspielen, als weiter an der Versionsschraube zu drehen. Es würde etwa niemand bei Debian auf die Idee kommen Firefox 3.0 beta 3 in ein Release zu spielen (Hallo Ubuntu :THX: ) So ist auch die richtige Entscheidung getroffen worden, statt KDE 4.2 eben nochmals KDE 3.5 in Lenny auszuliefern. Und so wird es auch in Squeeze werden. Lieber KDE 4.4.5 mit weniger Kinderkrankheiten als weiter umgebaute KDE 4.5.0
Nichts zu tun ist viel besser,
als mit viel Mühe nichts zu schaffen. - Laotse

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Re: Petition gegen Debian Release

Beitrag von BeWo » 13.10.2010 13:02:25

Mal so eine kleine Frage bezüglich dem Freeze:

Während eines Freeze kann eine neue Version einer Software in sid/unstable hochgeladen werden.
Diese Version wird aber nicht automatisch in squeeze/testing übernommen.
Also kann aptosid durchaus neue Versionen einer Software während des Freeze bekommen.
Für Fehlerbereinigungen von squeeze/testing während des Freeze gibt es testing-proposed-updates.

Ist das so richtig, oder habe ich da etwas falsch verstanden?

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