ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

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BeWo
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ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von BeWo » 05.05.2011 20:36:37

Hallo, miteinander.

Auf prolinux.de habe ich gerade einen Artikel über Rolling-Releases von Debian gelesen:
http://www.pro-linux.de/news/1/17013/de ... zweig.html

Habe ich das richtig verstanden:
Es soll zusätzlich zu den bisherigen Zweigen stable, testing und unstable einen zusätzlichen Zweig für die Rolling-Releases geben?

Persönlich benutze ich nur stable und bin sehr zufrieden damit.
Ich hoffe, dass sich dabei nichts verändert und ca. alle zwei Jahre eine neue stabile Version veröffentlicht wird.

Was haltet ihr von den Rolling-Releases?

DerMaex
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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von DerMaex » 05.05.2011 21:15:47

BeWo hat geschrieben:
Was haltet ihr von den Rolling-Releases?
Hört sich interessant an, vor allem weil man laut Artikel vorhätte die Freezes zu umgehen. - Da Sid von den Freezes auch betroffen ist kommt dann wohl experimental zum Einsatz, oder?

Im Prinzip ein Testing ohne Freeze, wenn ich das richtig verstanden habe. Sehr fein, klar.

(Fehler im Artikel, Aptosid basiert nicht auf Testing)

yeti

Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von yeti » 05.05.2011 21:54:20

Die Diskussion um eine Rolling Release ist nix Neues... mal seh'n wie lang sie diesmal hält...

--> http://kitenet.net/~joey/code/debian/cut/

Henrikx

Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Henrikx » 05.05.2011 21:54:31

Finde ich gut, finde ich sehr gut sogar..

Code: Alles auswählen

(Fehler im Artikel, Aptosid basiert nicht auf Testing)
Hatte ich auch schon im ersten Kommentar bei Pro-Linux geschrieben...interessiert anscheinend niemanden bei PL.

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bmario
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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von bmario » 05.05.2011 22:12:17

Auf der einen Seite wird gejammert, dass die Manpower fehlt, aber auf der anderen Seite noch mehr Arbeit aufhalsen?

Also im Prinzip ist es sicher nett, aber ich fürchte darunter wird Stable und das bisherige Releaseverfahren leiden. Im Ganzen also keine gute Idee.
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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von TRex » 05.05.2011 22:15:07

testing rollt doch genug....im Freeze wirds etwas langweilig, aber da kann man ja dann aus sid installiern ;)
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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von trompetenkaefer » 06.05.2011 07:45:23

TRex2003 hat geschrieben:testing rollt doch genug....im Freeze wirds etwas langweilig, aber da kann man ja dann aus sid installiern ;)
Sehe ich ähnlich, mir genügt testing ebenfalls.
Und wenn mir langweilig ist, geh ich auf sid + experimental. Da ist dann was geboten :wink:
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uname
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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von uname » 06.05.2011 08:13:38

Mal eine ganz dumme Frage. Es gibt ja schon Vorschläge wie:

http://article.gmane.org/gmane.linux.de ... ral/161727

Statt den dort beschriebenen Vorschlag könnte man vielleicht Apt-Pinning nutzen. Leider kenn ich mich Apt-Pinning nicht wirklich aus. Aber kann man denn nicht einfach Testing und Sid während der Release-Entwicklung als Rolling-Release nutzen und dann einfach während des Freezes eine vielleicht mehr oder weniger automatisiert erstellte APT-Pinning-Liste mit Tausenden von Einträgen nutzen, die dann gewisse Pakete aus Testing bzw. Sid durch Experimental ersetzt? Vielleicht würde es dann reichen statt einen neuen Releasezweig zu bauen einfach APT-Pinning etwas aufzubohren. Viel mehr würde bei einem echten Rolling-Release doch auch nicht rüberkommen, oder? Zudem müssten nur die Apt-Pinning-Listen entsprechend automatisiert oder halbautomatisiert erstellt werden.

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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von TRex » 06.05.2011 08:30:50

Richtig, das würde auch gehen. Während des Freeze hat man dann ein testing/sid Mischsystem, wie es sowieso schon beim Login dasteht ;D
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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von bmario » 06.05.2011 09:17:11

Aber euch ist schon bewusst, das der Freeze auch für SID gilt? ;)
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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von frindly » 06.05.2011 09:19:36

alles quak,
wer rolling releases will soll arch nehmen.
arch diskutiert ja auch nicht über feste releaseszyklen.
dafür gibt es ja verschiedene distributionen...

Liffi
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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Liffi » 06.05.2011 09:21:46

bmario hat geschrieben:Aber euch ist schon bewusst, das der Freeze auch für SID gilt? ;)
Experimental ist eh das einzig wahre rolling-release.
Vermutlich lernt man da auch mehr als bei LFS ;-).

Fjunchclick

Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Fjunchclick » 06.05.2011 09:32:34

Da stimme ich friendly absolut zu.
Es gibt Distris, die als Rolling-Release konzipiert sind und es gibt welche, die sind es eben nicht. Da kann jeder das auswählen, was ihm am besten gefällt. Immer alles bieten zu wollen, um möglichst alle User zufriedenzustellen ist einfach schwachsinnig. Würden das alle Distributoren machen, könnte man auch gleich alle Distris bis auf eine abschaffen (Magic Mark wäre das unter gewissen Umständen bestimmt auch recht so :wink: ).

Und am schlimmsten wird das Ganze in dem Moment, wo es anfängt, die Distri schlechter zu machen. Ich war eigentlich immer der Meinung, dass Debian ist wie es ist, weil eben Stabilität und Sicherheit höher bewertet werden als Aktualität und Versionsnummern. Eine Rolling-Release-Version würde dem doch diametral entgegenstehen. Vertretbar wäre es nur dann, wenn genügend Manpower zur Verfügung stehen würde, um sicherzustellen, dass die normalen Releases davon in keinster Weise beeinträchtigt werden würden. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass dies so sein würde.

Also Debian: Bitte, bitte bleib' deinen Prinzipien treu und überlasse die versionsgeilen Nutzer anderen.

Henrikx

Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Henrikx » 06.05.2011 10:21:21

Was heißt Versionsgeil ?
Die andere Seite der Argumentation wäre, warum sollte Debian/Linux eine Verzichtserklärung sein.
Wenn zum Beispiel FF, oder LibreOffice raus kommen, wollen eben viele nicht mehr warten.
Und nicht nur Nutzer sprechen sich dafür aus, bzw diskutieren über die Machbarkeit, im Gegenteil auch Debian-Entwickler, z.B Raphael Hertzog spricht sich offen in seinen Postings/Blog dafür aus.

Wer Stable haben will, dem wird ja nichts weg genommen.

Zur Argumentation RR in Form von Arch gibt es ja schon.
Es gibt auch Opel und trotzdem bauen alle anderen auch Autos..

Wenn Debian was für jeden Geschmack anbieten kann, ist doch nur gut für alle.

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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von trompetenkaefer » 06.05.2011 10:30:42

Henrikx hat geschrieben:Wenn Debian was für jeden Geschmack anbieten kann, ist doch nur gut für alle.
Ich seh das ganze leidenschaftslos, solange die Qualität nicht darunter leidet.
Grüße
trompetenkaefer - Mein Blog http://trompetenkaefer.wordpress.com/

Fjunchclick

Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Fjunchclick » 06.05.2011 10:42:11

Henrikx hat geschrieben: Es gibt auch Opel und trotzdem bauen alle anderen auch Autos..
Wenn Debian was für jeden Geschmack anbieten kann, ist doch nur gut für alle.
Richtig, nur glaube ich nicht, dass z.B. Ferrari auf die Idee kommen würde, Kombis mit Anhängerkupplung zu bauen. Genau so, wie MAN wohl keine Sportwagen bauen wird, nur um für jeden Geschmack etwas zu bieten. :wink:

Jemand, er eine Rolling-Release-Distri haben möchte, kann doch einfach eine installieren. Wo ist denn das Problem?

Das Problem besteht doch darin, dass jede Distri zwangsläufig schlechter werden muss, wenn versucht wird, es allen recht zu machen und so die Arbeitszeit der Entwickler auf immer mehr verschiedene Dinge verteilt werden muss, anstatt sie dort einzusetzen, wo die eigentlichen Ziele einer Distri sind. Und die sind bei Debian eben Stabilität und Sicherheit, nicht Aktualität und "immer die neuste Software". Größtmögliche Stabilität und topp aktuelle Software schließen sich nun mal aus, daran kann man nichts ändern. Wer das erwartet, macht sich etwas vor.

Wer aber damit leben kann, dass "seine" Distri eben nicht so stabil läuft und es nicht so sehr auf Sicherheit ankommt, dafür aber immer aktuelle Software möchte, der muss sich eben eine entsprechende Distri suchen. Debian ist dann definitiv nicht die richtige, so einfach ist das. Aber LMDE soll doch genau das sein, warum also nicht einfach das nehmen? Verstehe ich nicht.

Zum Glück gibt es doch in der Linux-Welt für jeden etwas. Warum sollte also eine Distri versuchen, zur eierlegenden Wollmilchsau zu werden, die von allem ein bisschen bietet, aber nichts richtig?


@trompetenkäfer
Genau das würde aber zwangsläufig passieren. Es sei denn, es gelingt, für das neue RR genügend neue Entwickler zu finden, so dass die alten sich nicht darum kümmern müssen. Die haben nämlich jetzt schon genug zu tun.

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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von trompetenkaefer » 06.05.2011 10:50:46

Theoretisch könnten man wenn die Qualität leiden würde entweder wie z. B. von uname vorgeschlagen auf einen recht ressourcenschonenden Weg umsatteln um dass RR zu realisieren. Oder man könnte auch mal bei den Mintis anfragen... Die haben doch LMDE als RR konzipiert evtl. könnte man hier Synergien nutzen.

Edit: Fällt mir gerade ein bzw. auf, da ich im Gnome3-Thread einen Link von nem Debian-Packager gepostet hab.
Dort wurde auch angemerkt, warum die von Ubuntu ein PPA für Gnome3 aufmachen anstatt die Sachen gleich in Unstable/Experimental zu pflegen. Sie bedienen sich schließlich aus dem Pool.

Das ist leider das Problem bei Debian, es setzen viele Projekte drauf auf, aber zurückgeben tun diese wenig bis gar nichts... :evil:
Dann wäre es wohl kein Problem ein RR zu supporten wenn diese Änderungen und Neuerungen an Debian zurückfließen ließen :!:
Zuletzt geändert von trompetenkaefer am 06.05.2011 10:56:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße
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yeti

Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von yeti » 06.05.2011 10:54:47

Henrikx hat geschrieben:Wer Stable haben will, dem wird ja nichts weg genommen.
Doch!
Die Manpower, die dann durch die Rolling-Release gebunden ist steht weder dem werdenden, noch dem seienden Stable zur Verfügung.
Stable ist mehr als ein Schnappschuß der Rolling-Release!

Und wer ernsthaft entwickelt kann keine Rolling-Release brauchen.
Entwickeln auf einem sich nahezu täglich ändernden System ist ein absolutes NoGo!

Wer also außer Versionsnummernfetischisten hat was von einer Rolling-Release?
Doch wohl nur die, die eh nix Sinnvolles mit ihren Kisten machen!

/me stellt ein Umleitungsschild von Rolling-Release zu Gentoo auf.

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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Saxman » 06.05.2011 11:00:28

Fjunchclick hat geschrieben: Das Problem besteht doch darin, dass jede Distri zwangsläufig schlechter werden muss, wenn versucht wird, es allen recht zu machen und so die Arbeitszeit der Entwickler auf immer mehr verschiedene Dinge verteilt werden muss, anstatt sie dort einzusetzen, wo die eigentlichen Ziele einer Distri sind.
Das erklärte Ziel von Debian ist es ein universelles Betriebssystem zu sein. D.h eines für alle seine Benutzer.

Aus dem Debian Gesellschaftsvertrag
Unsere Prioritäten sind unsere Anwender und Freie Software

Wir orientieren uns an den Bedürfnissen unserer Anwender und der Gemeinschaft für Freie Software. Deren Interessen stehen an erster Stelle. Wir werden unsere Nutzer bei ihrer Arbeit mit den verschiedensten Rechnerumgebungen unterstützen.[...]
Fjunchclick hat geschrieben:Wer aber damit leben kann, dass "seine" Distri eben nicht so stabil läuft und es nicht so sehr auf Sicherheit ankommt, dafür aber immer aktuelle Software möchte, der muss sich eben eine entsprechende Distri suchen. Debian ist dann definitiv nicht die richtige, so einfach ist das.
Ein großer Teil der Nutzer hier nutzt Testing und Sid

Noch Fragen? :wink:
"Unix is simple. It just takes a genius to understand its simplicity." - Dennis Ritchie

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Henrikx

Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Henrikx » 06.05.2011 11:03:47

yeti hat geschrieben:Wer also außer Versionsnummernfetischisten hat was von einer Rolling-Release?
Doch wohl nur die, die eh nix Sinnvolles mit ihren Kisten machen!
Frag mal z.B bei Arch nach, ob die alle nix sinnvolles machen...

yeti

Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von yeti » 06.05.2011 11:22:26

Saxman hat geschrieben:Ein großer Teil der Nutzer hier nutzt Testing und Sid
...doch hoffentlich nur zum Spielen!
Weder Entwicklung noch ausgiebieges Texten (Dipl.Arbeit o.ä.) ist auf einem sich ständig ändernden System angesagt.
Wer's doch tut ist zumindest als extrem unproffessionell handelnd einzustufen.

Auf Kisten auf die ich mich nicht 100% verlassen können muß darf auch gern Testing und Schlimmeres...

Henrikx

Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Henrikx » 06.05.2011 11:30:22

Ich fahre seit Jahren testing. Ist noch nie was passiert. Arbeite auch beruflich damit.
Extrem unprofessionell ? Woher nimmst du die Behauptung. Was für dich gilt, ist doch nicht allgemein gültig und auf alle übertragbar.

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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Saxman » 06.05.2011 11:36:15

yeti hat geschrieben:[...]
Weder Entwicklung noch ausgiebieges Texten (Dipl.Arbeit o.ä.) ist auf einen sich ständig ändernden System angesagt.
[...]
Das sehe ich ganz ähnlich, auf meiner Arbeitskiste habe ich aktuell stable. Da kommt mir nicht mal Flash drauf. ;)

Das bedeutet aber nicht, dass mir meine Kisten mit Sid weniger wichtig wären und in Zeiten in denen es bei mir ruhiger zuging habe ich das, bis auf dem server auch auf allen Kisten am laufen gehabt. Und wie ich weiß, handhaben das hier einige ganz ähnlich. Da gibt es in meinen Augen viele Gründe das auch ernst zu nehmen. Man muss kein Versionsjunkie sein um Sid zu lieben[1]. Sid ist sexy... :D


[1] Sid kann in diesem Zusammenhang als Beispiel für ein Rolling-Release gesehen werden.
"Unix is simple. It just takes a genius to understand its simplicity." - Dennis Ritchie

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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Fjunchclick » 06.05.2011 12:31:07

Saxman hat geschrieben: Das erklärte Ziel von Debian ist es ein universelles Betriebssystem zu sein. D.h eines für alle seine Benutzer.

Aus dem Debian Gesellschaftsvertrag
Unsere Prioritäten sind unsere Anwender und Freie Software
Hervorhebungen von mir.

Seine(!) Benutzer! Unsere(!) Anwender!
Da steht nichts davon, dass es für alle(!) Benutzer eines Computers sein soll. Wäre das so, frage ich mich, warum immer noch keine Windows-Software nativ unter Debian läuft! Natürlich versucht jeder, seine Kunden zufriedenzustellen. Aber eben seine(!) Kunden, nicht alle!

Noch Fragen? :wink:
Saxman hat geschrieben: Ein großer Teil der Nutzer hier nutzt Testing und Sid
Eben! Wozu also noch ein RR?


Übrigens nutze ich auch Testing. Ist aber ein privater Rechner und ich habe immer ein aktuelles Backup parat.
Müsste ich mich beruflich auf diesen Rechner verlassen, oder wäre er in anderer Beziehung wirklich von existenzieller Bedeutung, wäre da selbstverständlich Stable drauf, das ist klar.

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Re: ProLinux.de: Debian diskutiert Rolling-Release

Beitrag von Saxman » 06.05.2011 12:48:16

Weil, wie du sehen kannst ein großer Teil der Debian Anwender, Debian als Rolling Release Distribution einsetzen. Offensichtlich ist also unter den Debian Anwendern Bedarf da, Debian als Rolling-Release einzusetzen. Darauf einzugehen ist wie du im Gesellschaftsvertrag lesen konntest, eines der Ziele von Debian.

Die Frage stellt sich für mich umgekehrt. Warum sollte vorhandenes Potenzial nicht genutzt werden? Aus Sid/Testing ein Rolling Release zu formen, erfordert in meinen Augen weit weniger Aufwand als an manchen Stellen befürchtet wird. Im Grunde ist diese Diskussion ja nichts weiter als die Fortsetzung der Diskussion die mit CUT zuletzt geführt wurde.
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