Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fällt

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mindX
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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von mindX » 20.02.2012 08:41:30

gnude hat geschrieben:Eine eigene IT Abteilung bedeutet, das es fachliche Kollegen gibt.
Den Luxus hat nicht jeder :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Genau da scheint mir der Hase im Pfeffer zu liegen: Du scheinst "Mädchen für alles" spielen zu müssen und das Tagesgeschäft hält dich von der Erfüllung deiner Kernaufgaben ab =>

1. http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenhower-Prinzip
2. Gespräch mit dem Chef... selbst wenn nur ein zusätzlicher Praktikant für Papierstau oder 'Strg+Alt+Entf' rausspringt ;)

uname
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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von uname » 20.02.2012 09:08:16

Du scheinst "Mädchen für alles" spielen zu müssen und das Tagesgeschäft hält dich von der Erfüllung deiner Kernaufgaben ab
Sehe ich genauso. Ich hoffe du hast die Windows-Administration aufgegeben, da du zu höherem berufen bist. Wenn nicht ist nur Linux extra dazugekommen und du kannst nur scheitern. Die Fortbildung musst du zuhause erledigen. Machen deine Kollegen mit ihrem Windows-Wissen ja auch. Im übrigen ist das der Grund warum Linux keinen Erfolg hat, die Windows-Fortbildung ist für das Unternehmen gratis. ;-)

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gnude
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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von gnude » 20.02.2012 09:43:21

Ich hab alle Server in Debian verwandelt.
Nur die Clients fehlen noch, sind aber nicht sonderlich Wartungsintensiv.

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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von owl102 » 20.02.2012 09:58:57

thoys hat geschrieben:Dann kann ich auchnoch gleich bestätigen, dass die Forenkultur schrecklich geworden ist.
Das mag ich so nicht bestätigen. Ich habe mich immer bemüht, erkennbare Eigeninitiative zu zeigen (dort-und-dort habe ich schon geschaut, das-und-das schon probiert, aber...etc.), und wurde eigentlich (fast) immer mit Hilfe belohnt, selbst bei DAU-Fragen.

Die Forenkultur hat sich aber verändert, es gibt IMHO immer mehr Leute, die zu faul sind, mal ins Handbuch zu schauen oder die Suche anzuwerfen. Und mittlerweile hat sich der Satz "Ich habe schon gegoogelt, aber nix gefunden" bei Leuten eingebürgert, die nach 10 Sekunden Suche im Internet bereits aufgegeben haben. Daher kann es schon sein, daß man selber auch mal fälschlicherweise in diese Schublade gesteckt wird und passende Antworten bekommt. Dem kann man aber entgegenwirken, indem man erkennbare Eigeninitiative an den Tag legt und diese auch in der Anfrage niederspiegeln läßt (siehe oben). Selbst wenn man den ganzen Tag nur verzweifelten Mist probiert hat, erhöht die detailierte Darlegung dessen die Chancen auf Antworten.

Und was die "patzigen" Antworten angeht, stellt sich mir immer wieder die Frage, was besser für den Fragestellenden ist, keine Antwort oder eine patzige Antwort. Bei letzterem bekommt er wenigstens zu wissen, warum keiner antwortet, und hat die Chance, diesbezüglich dazuzulernen.

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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von shakky4711 » 20.02.2012 10:15:06

Aber ich brauche eure Hilfe ! Ich kann nicht alles können. Ich brauche für die Problemfälle Scripte und Lösungen.
Wo ich versage, muss Linux dem Windows Server weichen !!!
Das kann ich absolut nachvollziehen, gerade im Jahr 2012 wo man als Beführworter unixartiger Betriebssysteme gegen die bunten Flyer des immer präsenten "Microsoft Gold Partners" ankämpfen muss der der Geschäftsleitung immer wieder das Goldene vom Pferd erzählt und nach dem tausendsten Male "MS steigert Ihre Produktivität.... blablabla" hat sich das so in den Köpfen manifestiert dass man überall nur noch gegen Windmühlen kämpft...
Und wer schreibt dir für Windows die maßgeschneiderten Lösungen für lau?
Arbeitswelt 2012, wenn der eigene Admin 25,- Euro für ein Fachbuch möchte oder im Schlimmsten Fall mal auf eine 1 Tage Schulung wird das zu Tode diskutiert oder gleich abgelehnt, das Unterzeichnen der 2000,- Euro Rechnung des externen Dienstleisters wird vom Chef zwischen E-Mail lesen und Kaffee trinken in 3 Sekunden erledigt....
Könnte es sein, dass dein Chef mal über eine zusätzliche Planstelle nachdenken sollte?
Sollten Chefs in nahezu 90% aller deutschen Unternehmen, aber ehe da jemand eingestellt wird schmeisst man lieber denjenigen raus der sich mal wegen der Überarbeitung beim Chef zu einem Termin durchgerungen hat und ersetzt ihn durch einen noch billigeren, was der nicht hinbekommt machen dann externe Dienstleister...

Vielleicht ändern sich die Zeiten wieder, ich befürchte aber eher nicht, siehe IBM mit ihrem Vorhaben die Stammbelegschaft rauszuschmeissen und durch Hilfskräfte auf Tagelöhnerbasis wieder zu beschäftigen :-(

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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von gnude » 20.02.2012 10:23:13

Mein Problem ist nicht, das mir die 25Euro für ein Buch fehlen.
Die Probleme sind nur so unterschiedlich.
Heute brauch ich ein Perl Script, Morgen ist es PHP.
Wenn ich mir jetzt ein Buch für 30 Euro kaufe und mich einlese, was ja gehen würde...
Steh ich Morgen vor nächsten geschlossenen Tür. Nur ist es dann PHP.
Und in allen einarbeiten klappt leider nicht...
Viele Lösungswege laufen deshalb über :google: oder durch das Forum.

Mir geht es auch nicht darum das ich erwarte alle müssten für mich Code schreiben. (Hey,
währe gar nicht sooo übel :mrgreen: )
Aber wenn die Leute Zeit haben um mir zu Antworten, dann währe eine Hilfe besser wie nur "lern selbst Perl, hilfe findest du
bei diesen links".
Was ich Stunden oder Tagelang beschäftigt ist für jemand anders ne 5 Minuten Sache, weil dem vieleicht der SQL String so aus
der Hand fliesst.
Und hier behindert sich die Community selbst, das die Hife dann nur in Aufforderung zur Selbsthilfe besteht.
Sicher ist das in einigen Fällen sicher Sinnvoll.
Aber halt nicht immer.
shakky4711 hat geschrieben:
Aber ich brauche eure Hilfe ! Ich kann nicht alles können. Ich brauche für die Problemfälle Scripte und Lösungen.
Wo ich versage, muss Linux dem Windows Server weichen !!!
Das kann ich absolut nachvollziehen, gerade im Jahr 2012 wo man als Beführworter unixartiger Betriebssysteme gegen die bunten Flyer des immer präsenten "Microsoft Gold Partners" ankämpfen muss der der Geschäftsleitung immer wieder das Goldene vom Pferd erzählt und nach dem tausendsten Male "MS steigert Ihre Produktivität.... blablabla" hat sich das so in den Köpfen manifestiert dass man überall nur noch gegen Windmühlen kämpft...
Und wer schreibt dir für Windows die maßgeschneiderten Lösungen für lau?
Arbeitswelt 2012, wenn der eigene Admin 25,- Euro für ein Fachbuch möchte oder im Schlimmsten Fall mal auf eine 1 Tage Schulung wird das zu Tode diskutiert oder gleich abgelehnt, das Unterzeichnen der 2000,- Euro Rechnung des externen Dienstleisters wird vom Chef zwischen E-Mail lesen und Kaffee trinken in 3 Sekunden erledigt....
Könnte es sein, dass dein Chef mal über eine zusätzliche Planstelle nachdenken sollte?
Sollten Chefs in nahezu 90% aller deutschen Unternehmen, aber ehe da jemand eingestellt wird schmeisst man lieber denjenigen raus der sich mal wegen der Überarbeitung beim Chef zu einem Termin durchgerungen hat und ersetzt ihn durch einen noch billigeren, was der nicht hinbekommt machen dann externe Dienstleister...

Vielleicht ändern sich die Zeiten wieder, ich befürchte aber eher nicht, siehe IBM mit ihrem Vorhaben die Stammbelegschaft rauszuschmeissen und durch Hilfskräfte auf Tagelöhnerbasis wieder zu beschäftigen :-(

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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von Colttt » 20.02.2012 10:32:30

@shakky4711: /sign ;)

aber gnude hat recht.. geht mal in den postgresql channel (IRC) frag dort was total einfaches.. du bekommst ne antwort oder ein link wo es sehr einfach erklärt ist.
so selbiges beispielsweise im debian.de channel..frag dort was einfaches.. du wirst erstmal gefragt warum so und nicht anders? dann wird auf die manpage verwiesen die man schon durchgelesen hat und nichts passendes drin ist, da bekommt man als antwort lies nochmal.. dann artet es irgendwie in eine Diskussion aus warum man das denn so machen sollte (beispielsweise per telnet auf den server raufgehen der im LAN steht) und dann nach 2-3h hat man wenn man glück hat eine antwort.. das ist wahrscheinlich das was gnude meint..

und ich versteh ihn man kann nicht komplett php lernen wenn man mal nur kurz was wissen will und genau das versteht man meistens nicht.. und wenn man in kleinen/mittelständischen Unternehmen ist (<100MA) dann ist die IT immer eine Kostenstelle die nur ausgaben hat und da sieht der chef das nur selten warum er denn nun noch einen IT`ler (oder Azubi) einstellen sollte..
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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von uname » 20.02.2012 11:22:46

Kannst du ein Beispiel nennen bzw. den Link zu einer Anfrage? Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man sich selbst erst mal bemüht hat das Problem selbst zu lösen. So sollte man z.B. selbst ohne PHP-Kenntnisse ein PHP-Programm kopieren und laufen lassen können und z.B. mit der Suchfunktion grundlegende Funktionen ermitteln können. Dann liest sich eine Frage in einem Forum auch gleich besser. Wobei PHP doch fast so aussieht wie HTML bzw. Perl. Programmiersprachen werden überbewertet.

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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von sys_op » 20.02.2012 11:52:33

Aber was der Chef selber zu verrechnen hat, das weiss er genau...
EDV kostet Geld, so ist das. Unter Windows kommen neben den Kosten für professionelle Hilfe noch die Lizenzkosten, die oftmals den Löwenanteil ausmachen. Speziallösungen, ob für PHP, Perl oder Shell kosten zusätzlich.
Das angesprochene Problem löst sich ja nicht mit dem Wechsel des Betriebssystems, das konkret genannte PHP-Problem ist auch unter Windows immer noch aktuell.

Soll heissen, (ich nehme dezitiert Bezug auf deinen gewählten Titel) dein PHP-Beispiel ist für mich vollkommen aus der Luft gegriffen um auf ein OS und seinen Erfolg zu schliessen und ist auf deinen Frust zurück zu führen.
Umgekehrt müsste man glauben, dass du mehr Erfolg bei der Lösung deiner Probleme hättest, wenn du auf Windows umsteigst. Allein dein PHP-Problem bleibt das selbe. Versuch es und stelle deine Script-Frage an Microsoft oder ein Windows-Forum.
Richtig wäre demnach der Titel, ob Foren überhaupt ein taugliches Mittel sind, Probleme am Arbeitsplatz zu lösen. Da wird nach meiner Meinung der eigentliche Fehler gemacht. Die Mitgliedschaft in einem Forum begründen keinen Anspruch auf Hilfe und/oder Lösung eines Problems.

Interessant ist zu beobachten, dass immer mehr Leute glauben, mit dem Internetzugang auch Wartungsansprüche für die eigene Webseite erworben zu haben. Man nimmt einen Nulltarif beim Webserver und regt sich über Werbung auf und die Lösung des CMS-Script-Problems ist auch gleich mit dabei.
Kostet der Elektriker 130€ und mehr die Stunde ist das kein Problem, verlangt man 50€ für eine Stunde Anpassung eines Scripts ist das Wucher.

Da ich unter Anderem von der Entwicklung von PHP-Anwendungen lebe, stelle ich mir immer öfter die Frage, ob das nicht abwertend zu verstehen ist, wenn man mir meinen "Stundenlohn" vorwirft und gleichzeitig die eigenen 10 Minuten in Rechnung stellt.
Auch mit PHP ist die Entwicklung von Scripten nicht mal eben so zwischen Tür und Angel getan. Auch da steckt einiges an Arbeit und KnowHow drinnen.
Wie jemand, der selber keine Script-Lösung findet, beurteilen will, ob das nun viel oder wenig Aufwand ist, erschlisst sich mir nicht. Vielleicht ist dein Script ein 10.000 Zeilen Code, keine Ahnung.

Entschuldige, aber für mich ist das ganze Thema als Frustabladen und Dampf Ventil zu verstehen. Frag deinen Chef nach einer Arbeitsplatz Beschreibung und deinen Pflichten und Rechten sowie nach Schulungen, die dir die Erfüllung der Pflichten ermöglichen.
Sollte das Erlernen von PHP zu den Pflichten gehören, dann stell dich auf einige Zeit des Lernens ein.

Solltest du immernoch ein PHP-Problem haben, dann fass es in Worte und stelle eine ordentliche Frage, aus der man dein Problem auch erkennen kann. Meistens wird dann recht schnell eine Lösung gefunden.
Ist der Aufwand hoch oder mit richtiger Arbeit verbunden, hol dir ein Angebot ein und leg das vor.
gruss sys;-)

Clio

Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von Clio » 20.02.2012 14:52:17

@sys_op, @ralli und @owl102 haben es eigentlich schon auf den Punkt gebracht.
Um eine produktive Arbeitsumgebung zu betreiben, ist es schon ziemlich naiv zu glauben, daß

a) ein Betriebssystem, welches ausschließlich von einer Community entwickelt wird, die richtige Wahl ist.
Nicht umsonst bieten Suse, RedHat und auch Ubuntu die Firmenversionen an, die zwar Geld kosten, dafür aber auch Support beinhalten.

b) bei Problemen ein oder mehrere Foren einspringen könnten.
Jeder weiß, daß hier Hilfe ausschließlich auf freiwilliger Basis beruht und schon gar nicht mit professioneller Hilfe verglichen werden kann.
Dafür sind viel zu viele Leute mit höchstens Viertel- oder Halbwissen unterwegs, die es zwar gut meinen, aber teilweise mit ihren "Ratschlägen" mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
Da auf einen richtigen Tipp zu hoffen, ist eher wie Lottospielen, und hat in einem produktiven Umfeld nichts zu suchen.

Daß Du nicht alles wissen kannst, leuchtet jedem ein. Dafür ist der Bereich viel zu groß und umfassend.
Und auch Du kannst nicht gleichzeitig zu jeder Zeit an jedem Ort sein, auch wenn Du die Weiterbildung schon in Deine Freizeit legst.

Dies ist mal wieder ein ganz typisches Beispiel dafür, wie Leute in einem kleinen Betrieb ausgebeutet werden, indem man sie bei ihrer Ehre packt. Vordergründig sieht es so aus, als hätte man freie Hand und Unterstützung. Man "durfte" ja schließlich sein bevorzugtes OS zum Einsatz bringen. Dann soll man sich anschließend auch nicht über irgendwas beklagen, hätte man sich ja vorher überlegen können...
So ist der Chef fein raus, der Mitarbeiter arbeitet wie wild und es kostet fast nichts....na prima.
Solche Vorgesetzte gehören fristlos entlassen, oder wenns auch noch der Eigentümer ist, sollten sich die Leute pö a pö nach was besserem umsehen. Denn ändern wird sich daran so schnell nichts.

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Revod
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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von Revod » 20.02.2012 16:40:51

Habe das ganze gelesen...

Manchmal muss man die richtigen Wörter finden und sich sachlich-spezifisch halten um echte Hilfe erhalten zu können.

Das stimmt schon, man muss auch differenzieren, wenn ein (xy)-Forum antwortet wie, dies und jenes darfst Du nicht anwenden, weil dann Du Dein System zerschiessen könntest finde ich auch ziemlich neben den Schuhen. Wenn ich mein System zerschiessen will, egal ob fahrlässig od. Vorsätzlich, lasst das bitte es meine Sorge sein. Ich finde auch, nur so lernt man auch dazu, learnin by self doo-it. Doch ich finde nicht, dass dies als Hochnäsig abgetan werden kann, nur weil gewisse nicht antworten od. zur Fachbezogene Hilfe hinweisen.

Ob unter den Wins oder Linux, Spezielles erforfordert halt spezielles Wissen und wenn etwas gebrauch wird, dass bis dato noch niemals angewendet wurde gar neu entwickelt werden muss, dann ist es mit Linux eher einfacher als unter den Wins sich diese Scripte erstellen zu lassen.

Was das Gratis anbelangt sage ich immer zu den Leuten,

hey Leute es ist free = praktisch gratis, man muss nix bezahlen und es ist erst wirklich sehr gut, doch tut mir und den Entwickler bitte einen Gefallen, betrachtet es bitte - bitte nicht als eine Art Selbstbedienung-Gratisbier-Laden, ich selber spende ab und an und ich habe grosse Achtung vor diesen Entwickler, die mit sehr viel Herz für uns als Anwender wirklich gute Soft entwickelt haben und immer noch weiter und neues Entwickeln, es kommt uns Anwender zu Gute bedenkt bitte es immer.

So hoffe ich zumindest das Bewusstsein bei den Leuten es aus dem richtigen Blickwinkel zu vermitteln und diese vlt. eher Bereit sind tollerantz aufzubringen und einig in dem Punkt werden. :wink:

Stimmt, Dein Chef macht ein od. mehrere Denkfehler, es gibt sehr Gute Programmierer, die sind in Einrichtung und Adminfrage richtig aufgeschmissen und sehr gute Admins, die nur waage Programmierern können (Ausnahmekapazitäten gibts schon, die lassen sich aber meistens sehr teuer mieten). Warum das Beides nicht gut "mischbar" ist, Beides ist zu aufwendig und zu vielfältig. Du erwähnst es selber, man kann die Zeit im professionellen Sinn nicht für Beides aufbringen, schon gar nicht wenn man wirklich in Beides seriöse, optimale Ergebnisse erziehlen will (und wir alle haben Stärken und Schwächen). Mache ihn über das Bewusst, vlt. konnte er es nicht wissen, ein professionelles 2 Personenteam wäre bereits sehr wirksam (Server-Client-Admin und ein Programmierer). Hoster und Serversoftentwickler haben auch beide Profis, die HW ist auch ein Faktor.

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ralli
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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von ralli » 20.02.2012 16:59:00

Clio, Du sprichst mir mit Allem aus der Seele. Genauso läuft es in vielen Firmen ab. Und wenn Du dann noch das Helfersyndrom hast, harmoniesüchtig bist und Everybody's Darling sein möchtest, dann sitzt Du in der Falle... ich hoffe inbrünstig, das das bei Dir nicht der Fall ist. Damals habe ich auch Admin Tätigkeiten ausgeübt und wurde auch abteilungsübergreifend angefordert. Schnell merkten Kollegen, das es einfacher war, mich anzurufen, anstatt mal das Handbuch aufzuschlagen oder sich einzuarbeiten. Wenn Du dann keine Grenzen setzt, dann wirst Du schnell Everybody's Idiot, das sagt Dir keiner ins Gesicht, aber Du spürst es. Und dann gibt es noch die Sorte Chef's, die auf den Knopf drücken und Dich loben.... und schon marschierst Du wieder. Woher ich das weiss? Ich spreche aus Erfahrung, nur das es bei mir 25 Jahre her ist und sich mittlerweile die Arbeitsbedingungen noch weiter verschlechtert haben dürften. Wir wurden früher hingegen noch wirklich fürstlich entlohnt. Aber angesichts eines drohenden burn out's ist das auch eher nebensächlich, denn die Gesundheit (auch die Zufriedenheit) geht vor. Aber damals wußte ich es auch nicht besser und habe oft bis über 60 Stunden in der Woche gearbeitet. Da war nix mit Samstags gehört Papa mir, der damalige Slogan der Gewerkschaften.
Ich glaube, die Erkenntnis der Wahrheit ist nicht eine Sache der Intelligenz, sondern des Charakters.
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Clio

Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von Clio » 20.02.2012 21:31:08

ralli hat geschrieben:ich hoffe inbrünstig, das das bei Dir nicht der Fall ist.
Nein, ich bin mittlerweile in Rente.
Aber bei annähernd 35 Jahren in der IT lernt man alles mögliche kennen, zumal als Frau in einer reinen Männerdomäne.
Gottseidank waren es immer große Rechenzentren, aber viele Kollegen hatten auch Erfahrung in kleinen Betrieben, und haben
davon schaudernd erzählt.
Jemand hatte hier mal vor einiger Zeit gefragt, ob es besser ist, in einer kleinen oder in einer großen Firma zu arbeiten.
Ich hatte damals geantwortet: Selbstverständlich in einer großen Firma, mit allen Vor- und Nachteilen.
Denn solche Auswüchse, wie sie @gnude beschreibt, gibt es dort nicht.
Man bekommt zwar auch nichts geschenkt, aber zumindest sind Weiterbildungen kein Fremdwort und Bezahlung von Überstunden ebenfalls nicht.
Tja, in einer kleinen Klitsche wird man immer ausgenutzt, auch wenn manche das nicht gerne hören.

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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von Saxman » 21.02.2012 09:14:21

Clio hat geschrieben: a) ein Betriebssystem, welches ausschließlich von einer Community entwickelt wird, die richtige Wahl ist.
Nicht umsonst bieten Suse, RedHat und auch Ubuntu die Firmenversionen an, die zwar Geld kosten, dafür aber auch Support beinhalten.
.
Das würde ich so nicht pauschalisieren. Es gibt auch Firmen rund um Debian die den Support übernehmen können. Einige davon werden sogar von Debian Entwicklern betrieben oder haben Debian Entwickler als Mitarbeiter. Wenn man ein wenig sucht findet man die auch.

Dem Rest stimme ich soweit auch zu.
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Re: Warum der Erfolg von Linux und OpenSource so schwer fäll

Beitrag von Brancaleone » 21.02.2012 11:35:57

Wenn ich mir im Nachhinein den Titel noch mal so durchlese, hab ich irgendwie das Gefühl, dass der Erfolg von OpenSource vor allem Dir schwer fällt - sonst wär alles beim Klicken und Support-Holen geblieben.

Ich kann ja beide Seiten verstehen - klar es ist blöd wenn man sich für 10 Zeilen einen Tag lang einlesen muß, obwohl jemand anderes sich das aus dem Ärmel schüttelt. Aber solang du den anderen nicht bezahlst, kannst du wohl kaum verlangen, dass er dir hilft. Und Linux ist immer noch 1000mal besser dokumentiert als Microsoft. Inzwischen freu ich mich schon fast, wenn ich mal ein Problem habe, das offensichtlich noch nie jemand vor mir hatte - das sind seltene Momente.

Andererseits gibt es natürlich auch die, die immer aus allem gleich eine Grundsatzdiskussion machen müssen. Aber - hey - niemand sagt dir, dass du ihnen zuhören mußt. Anstatt deine Zeit damit zu verschwenden, versuche lieber das Problem zu lösen oder such dir halt jemand anderes, der dir vielleicht eher hilft.

Insgesamt hab ich auch den Eindruck, dass du deinem Chef mal klar machen solltest, dass du eben Admin bist und eben KEIN ausgebildeter PHP-Programmierer und es eben verdammt viele Programmiersprachen gibt und du die nicht alle beherrschen kannst, während du nebenbei noch Netzwerke absicherst, Backups erstellst und deinen Kollegen erklärst, wie sie sich mit dem Wlan verbinden ...

Vielleicht hilft dir ja die Liste dabei ... http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_ ... ersprachen
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