Vorstellung einer Bastelei?!

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BenutzerGa4gooPh

Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von BenutzerGa4gooPh » 21.04.2016 10:33:29

Wenn ich nicht komplett danebenliege muss man doch „nur“ Amplituden- und Phasenfrequenzgang messen und daraus die Impulsantwort berechnen. Messen tut man das wohl tatsächlich oft anhand von Rauschen oder einem gleitenden Ton (Sweep).
Selbst machen kann man das zB mit REW [1]. Im REW-Wiki [2] findet man ein bisschen was darüber.
Ich habe weder einen Raum, dessen Impulsantwort es sich zu messen lohnen würde, noch ein dafür brauchbares Mikrofon, daher beschränke ich mich auf das was ich im Netz so gefunden habe und das meiste davon steht noch dazu freundlicherweise unter irgendeiner CC-Lizenz.
Ganz so kompliziert ist es mit dem Rauschen nicht, im Gegenteil:
Rauschen -> System -> Rauschantwort (Zeitfunktion) - Kreuzkorrelation Empfangssigmal und Sendesignal ergibt Impulsantwort.
Die Impulsantwort kann auch mithilfe eines breitbandigen Rauschsignals, wie weißen Rauschens, bestimmt werden. Dafür sendet man das Rauschsignal in das System hinein (z. B. über einen Lautsprecher in einen Raum) und misst gleichzeitig die Antwort des Systems für eine Weile (zeichnet bspw. mit einem Mikrofon eine Zeitlang auf). Anschließend berechnet man die Kreuzkorrelation des gesendeten und des empfangenen Signals, sie ist in diesem Fall direkt die Impulsantwort des Systems.[1]
Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass neben dem Testsignal noch weitere Signale am System anliegen dürfen. Bspw. muss es in einem Raum zur Messung nicht ruhig sein, solange die Störgeräusche (z. B. Gespräche) unkorreliert zum Testsignal sind, denn sie fallen durch die Kreuzkorrelation im Anschluss heraus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Impulsantwort
Gibt bestimmt auch dafür Sende-, Mess- und Rechenprogramme für die Kreuzkorrelation.
Vielleicht finde ich ja sogar ein brauchbares 19"-Gehäuse?
Hast du Schaltschränke in der Wohnung? Lassen sich auch gut anreihen - zu einer Schrankwand. Rittal hat da was Feines für 19-Zoll-Einbaugeräte. Falls Frau Bedenken wegen exklusivem Design hat, nimm einfach die Outdoor-Serie. https://www.rittal.com/de-de/product/li ... 26SCHRANK1
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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smutbert
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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von smutbert » 21.04.2016 12:31:24

keine Schaltschränke :wink:

Aber ohne "Rack-Ohren" und mit schöner Frontplatte könnte so ein 19"-Gehäuse doch trotzdem eine ansehnliche Behausung abgeben - ist immerhin ungefähr gleich breit wie übliche HIFI-Komponenten. Nur seh ich bei den vielen 19"-Gehäusen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von MSfree » 21.04.2016 13:25:23

Jana66 hat geschrieben:Hast du Schaltschränke in der Wohnung? Lassen sich auch gut anreihen - zu einer Schrankwand. Rittal hat da was Feines für 19-Zoll-Einbaugeräte. Falls Frau Bedenken wegen exklusivem Design hat, nimm einfach die Outdoor-Serie. https://www.rittal.com/de-de/product/li ... 26SCHRANK1
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Es muß gar nicht von Rittal sein, Ikea bietet den sogenannten "Lack" Beistelltisch für 7.99 Euro, der ist 100% 19"-kompatibel, in verschiedenen Farben erhätlich und hat einen erheblich höheren WAF. :mrgreen:

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von smutbert » 21.04.2016 13:31:38

in dem Zusammenhang habe ich gelesen, dass einigen ihre "Racks" von Ikea zusammengebrochen sind, nachdem Ikea von Holz auf hohlen Kunststoff oder Karton umgestiegen ist (zumindest bei den Beinen von diesem Tischchen)

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von BenutzerGa4gooPh » 21.04.2016 21:09:53

Der Zusammenhang zwischen Faltung und Korrelation ist interessant: Die Korrelation ist eng mit der Faltung verwandt. Sie
unterscheiden sich nur durch Integrationsvariable und Vorzeichen. Gut an Beispielen und Grafiken erklärt, sogar mit Nachtigall und Taube:
https://www.uni-koblenz.de/~physik/info ... altung.pdf
(Man muss nicht die Mathematik verstehen, die Grafiken und Texte sagen viel.)
Ich finde faszinierend, auf wieviel Wegen man zur gleichen Lösung kommt.

Gibt es nicht ein freies Programm analog Matlab? Joo. GNU-Alternativen gleich bei Wikipedia:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Matlab
Die ganzen Formeln würde in Praxis nur ein Programmierer benötigen, rechnen damit kann man zwar, aber nur für ganz einfache Funktionen (Impuls, Sprung, Rechteck etc). Aber um die Programme richtig anzuwenden und Versuche zu planen, braucht man etwas Theorie.

Nun haltet ihr meine Texte vielleicht für Schlaumeierei, Regelungstechnik und Systemtheorie war mal so Hobby von mir, also einfach nur auf dem richtigen Fuß erwischt. Jedenfalls habe ich Schriften ausgesucht, wo die Leser anhand der Grafiken den groben Zusammenhang verstehen können.

:mrgreen: Rittal ist wohl nun doch besser als Ikea? Mann muß nur Frau vom Design überzeugen .... :mrgreen:

Einen schönen Abend euch allen!

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von smutbert » 21.04.2016 21:56:39


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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von ralli » 06.05.2016 08:42:13

Ich habe hier ein altes Nordmende Fidelio Stereo Röhrenradio von 1961. Der Zustand ist ziemlich gut und es funktioniert noch einwandfrei. Und weil es 4 Lautsprechr hat und einen wirklich guten warmen Klang, möchte ich meinen PC soundmäßig daran anschließen. EIne TA Taste ist vorhanden und an der Hinterseite ein abgebildetes Tonbandsymbol, wohl um eine exteren Klangquelle anzuschließen. Da werde ich mit wohl einen Adapter besorgen müssen und hoffe, das es die noch gibt. Irgendwo habe ich mal gelesen, das das auch gefährlich werden kann, wenn das Gerät ein Allstromgerät wäre. Damit kenne ich mich natürlich nicht aus, wie finde ich das heraus? Begebe ich mit in Gefahr und muß damit rechnen, mal einen Stromschlag zu bekommen? Kennt sich hier jemand damit aus und kann mir Tipps gebe, auf was ich achten muß? Die Endstufe dürfte wohl 2x3 Watt und für die Beschallung in meinem Arbeitszimmer völlig ausreichend sein. Oder ist generell davon abzuraten? Denn ich bin nicht der geborene Tüftler und Bastler. :wink:
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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von MSfree » 06.05.2016 09:53:47

ralli hat geschrieben:Ich habe hier ein altes Nordmende Fidelio Stereo Röhrenradio von 1961.
Ich habe zuhause eine alte Musiktruhe von Nordmende ähnlichen Datums.
EIne TA Taste ist vorhanden und an der Hinterseite ein abgebildetes Tonbandsymbol, wohl um eine exteren Klangquelle anzuschließen. Da werde ich mit wohl einen Adapter besorgen müssen und hoffe, das es die noch gibt.
Ich habe bei mir einen Diskman dort angeschlossen mit einem Kabel, das an einem Enden einen 3.5mm-Klinkensteker für den Kopfhörerausgang des Diskmans hat und am anderen Ende einen normalen 5-Pol-DIN-Stecker.(https://de.wikipedia.org/wiki/DIN-Stecker). Solche Kabel kann man in der Regel im Radiofachhandel kaufen oder auch einfach selbst löten.
Irgendwo habe ich mal gelesen, das das auch gefährlich werden kann,
Tatsache ist, daß die Röhrenrtechnik innen teilweise mit über 100V arbeitet, das ist also nicht ganz ungefährlich, bezieht sich aber auf die Heizstromkreise. Die Eingänge für Audiosignale, zumindest an der DIN-Buchse, sind ungefährlich, sonst hätte es meinen Diskman schon längst gegrillt.

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von smutbert » 06.05.2016 10:11:50

Ein Allstromgerät wäre ohne Trenntransformator generell mit Vorsicht zu genießen. Ich habe und kenne selbst keine Allstromgeräte, aber soweit ich weiß liegt hier die Masse und damit vermutlich zB der äußere Metallring der DIN-Buchsen oder andere Metallteile, an die man mit den Fingern kommen könnte, auf einem der beiden Pole der Stromversorgung. Beim Nullleiter wäre das nur unelegant, wenn allerdings der Stecker so in Steckdose sitzt dass es die Phase ist, ist es natürlich gefährlich.

Für viele Modelle finden sich technische Daten, Schaltpläne und dergleichen im Netz. Wenn du also etwas genauer verrätst welchen Fidelio du da hast, ließe sich bestimmt herausfinden was drin steckt.
(Oder du montierst, nachdem du ihn abgesteckt und eine Zeit lang stehen lassen hast, die Rückplatte ab und suchst nach einem Netztransformator - Allstromgeräte haben keinen Transformator).
Mich würde es wundern, wenn es ein Allstromgerät wäre, aber es ist gut der Sache vorher nachzugehen

____


TA steht jedenfalls normalerweise für Tonabnehmer und damit sind die Tonabnehmer von Plattenspielern gemeint. Das Signal von Plattenspielern ist allerdings viel leiser und wird zusätzlich noch entzerrt (RIAA-Kurve). Das ist also nicht der geeignete Anschluss…

Der richtige Anschluss wäre TB wie Tonband und der notwendige Adapter sollte kein Problem sein. Ich habe zB für ein ähnlich altes Gerät selbst einen Adapter RCA (Cinch) → DIN gelötet, aber das ist gar nicht notwendig, weil es so etwas fertig zu kaufen gibt.
Richtig beschaltet muss der Adapter halt sein, weil der TB-Anschluss sowohl zur Aufnahme wie auch zur Wiedergabe gedient hat, also normalerweise Ein- und Ausgang bereit hält.

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von ralli » 06.05.2016 11:53:22

Danke Euch erst Mal. Es ist dieses Modell:

http://www.radiomuseum.org/r/nordmende_ ... guage_id=1

Nur meins ist noch viel besser erhalten wie das wie auf dem Bild. :mrgreen: Da gibt es ja auch Schaltpläne und rechts einen Blick in die Innereien. Nur ich verstehe davon nichts und deshalb bin ich auf Euch und euren Rat angewiesen.
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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von smutbert » 06.05.2016 13:14:15

Das Ding hat einen Netztrafo und ist wie erwartet nur für Wechselstrom [1], also kein Allstromgerät. Dazu passt auch die Angabe "Wechselstromspeisung" in deinem Link.

Du benötigst meiner Meinung nach also lediglich einen 5-poligen Adapter auf DIN, den man u.a. bei einem großen Versandhändler leicht findet.
Das mit der anderen Belegung für die Aufnahme scheint kein großes Problem zu sein, weil ich auf die Schnelle nur Adapter für die Wiedergabe und nicht für die Aufnahme gefunden habe. Und den Adapter würde ich wie gesagt mit TB verbinden, nur wenn das zu leise ist kannst du TA versuchen.


[1] http://www.repdata.de/wbb2/index.php?pa ... tID=517130

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von ralli » 06.05.2016 14:33:27

smutbert, es ist definitiv das Modell Z300. Denn hinten steht das auf einem Typenschild. Na ja, das ist doch eine gute Nachricht und ich kann das Kabel von meinem Sohn besorgen lassen. Ich habe nämlich kein Konto mehr bei diesem vermutlichen Anbieter. Hab es heute morgen laufen lassen, es hat wirklich einen guten Klang. Einzig braucht es ein paar Sekunden zum Aufwärmen der Röhren. Wie früher das Vorglühen beim Daimler Diesel. Ob es wohl auch noch Röhren gibt, falls mal eine hinüber ist?
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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von smutbert » 06.05.2016 14:44:03

Noch hat man soweit ich weiß keine Schwierigkeiten etwas zu finden, hier zB gleich die erste Röhre, die ich im Schaltplan gefunden habe (ECC85)
https://www.conrad.at/de/roehre-elektro ... 20898.html

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von ralli » 06.05.2016 14:51:57

Oh, das macht ja Mut. Ich finde, das solche Antiquitäten erhaltenswert sind.
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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von ralli » 06.05.2016 19:08:55

Ein kleiner Wermutstropfen ist dann doch noch in den Wein gefallen.... nach einer Stunde fängt das Radio dann doch unüberhörbar an zu brummen. Es ist aber noch erträglich. Wahrscheinlich wird ann irgendwas zu heiß. Ist aber nur eine Vermutung, denn ich habe keine Ahnung. Das dämpft die erste Euphorie dann etwas.
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