Vorstellung einer Bastelei?!

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smutbert
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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von smutbert » 30.05.2019 17:58:15

Danke dir, Trex, TuxPeter, Lord Carlos, Troedeldi und allen anderen für die Aufmerksamkeit.
Wenn keine Fragen kommen (momentan freue ich mich so sehr über meinen Musikspieler, dass ich seitenweise Beiträge darüber verfassen könnte...), warte ich in diesem Thread bis auf weiteres nur gespannt darauf was andere Mitglieder (Lord Carlos? – ich meine mich da bereits an ein NAS/Mediacenter zu erinnern) in petto haben könnten:

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Lord_Carlos
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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von Lord_Carlos » 30.05.2019 20:56:53

Aus gesundheitlichen Gruenden kann eine Bekannte nicht so gut ihre Kuehlschranktuer offnen. Deswegen war die Idee etwas zu basteln um mit dem Fuss + hebenkraft dem nachzuhelfen.

Fix was mit dem 3D drucker rausgehauen, aber beim anschauen ist das schon fast zerbrochen.
Ich habe mich jetzt dazu entschlossen ein Metalwinkel als Grundlage zu verwenden und den mit 3D druck zu erweitern.
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Heute ein paar Prototypen erstellt. Dazu benutzte ich das Online CAD program Onshape.
Erstmal den Winkel nachbauen, das sind die gestrichelten Linien:
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Danach dann etwas drumherum was spaeter 3D gedruckt werden soll. Blaue und schwarze Linien.
Bin selber noch anfaenger in sachen CAD, sieht also etwas Wild aus.

Diese flache 2d Zeichnung "Extruded" man. Dann noch ein paar Loecher fuer Schrauben rein.
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Diese Schruabenloecher sind fuer den 3D druck optimiert. Die Spitzen sich oben zu, da man versucht winkel die kleiner als 45 Grad sind zu vermeiden.
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Meine erste version war nur dazu da um zu sehen ob ich so ca. mit den groben Abmessungen richtig lag. Mit Absicht nur einen kleinen Streifen gedruckt, damit es schneller geht und mehr war dafuer auch nicht notwendig.
In der Mitte ist version 2. Ich glaube die ist aber zu hoch um hinter die Tuer zu passen.
Dritte version hat keine schrauben mehr Richtung Wand. Aber ich glaube das passt schon.
2152

Die Idee ist das mit dem mit Fuss das Gelbe teil wie eine Pedale tritt, zeitgleich wie normal versucht die Tuer zu oeffnen.
Fehlt noch was um die Stange zu halten. Aber da kann ich das jetzige Design einfach leicht anpassen.
Dazu noch etwas das die Pedale nicht ganz umkippt wenn die Tuer offen steht. Damit es sich wieder zwischen klemmt wenn man die Tuer zu macht.

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smutbert
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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von smutbert » 30.05.2019 22:18:04

tolle Idee und Ausführung.
Lord_Carlos hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.05.2019 20:56:53
[...] Damit es sich wieder zwischen klemmt wenn man die Tuer zu macht.
Einfach eine Feder, mit der das Pedal wieder zurückfedert?

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von Troedeldi » 01.06.2019 08:06:00

@smutbert

Hi.
Das ist wirklich toll geworden.
Sieht richtig edel aus :)
Das einzige was mir etwas Sorgen bereiten würde, ist die Wärmeableitung in diesem nach oben geschlossenen Holzgehäuse.
Natürlich entwickeln die eingebauten Komponenten keine echte Hitze, aber mein Raspberry Pi 3 wird auch durchaus warm ... :wink:

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von TuxPeter » 01.06.2019 09:59:56

Troedeldi hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.06.2019 08:06:00
Sieht richtig edel aus :)
Da kann ich mich nur anschließen. Aber um die Wärmentwicklung würde ich mir höchstens Sorgen machen, wenn das Gehäuse ganz geschlossen wäre. Immerhin kann der Wind von Westen oder Osten voll hindurchpfeifen ... Na im Ernst: Smubert kann ja mal die Fingerprobe machen und berichten, ob er sich dieselben verbrannt hat. Oder ganz HighTech-mäßig ein Digitalthermometer reinhalten. (falls er dazu Lust hat).

@ Lord Carlos: Wozu doch ein 3D-Drucker doch gut sein kann! Den Trittfuß-Mechanismus finde ich Klasse. Ich hätte solches allerdings, vermutlich deutlich schneller, aus einem Stück Buchenleiste gemacht. (Selbst wenn ich einen 3D-Drucker hätte)

Obwohl, das wäre, im Gegenteil zu Deiner Lösung, kein besonders amtlich aussehendes Teil geworden.

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von TomL » 01.06.2019 11:00:58

Moin smutbert
smutbert hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.05.2019 17:58:15
Wenn keine Fragen kommen (momentan freue ich mich so sehr über meinen Musikspieler, dass ich seitenweise Beiträge darüber verfassen könnte..
Ich habe das ja hier nur als stiller Beobachter eher nebenbei mitgelesen... aber ich muss sagen "Respekt"... toll gemacht und optisch ein Hingucker, dieses Aussehen spricht mich sofort an. Aber ich habe ne Frage, so zum Verständnis.... ich glaube verstanden zu haben, es geht wohl um Musik abspielen, und dann als Nebenziel um lüfterlosen Betrieb und deswegen ohne Nebengeräusche. Aber ich habe irgendwie die "Integration" nicht verstanden.

Wo kommt die Musik her? NAS? Web? Wie wählt man Quellen aus? Angenommen, ich habe jetzt Bock auf "Ma Kelly's Greasy Spoon" (die liegt auf meinem NAS (und natürlich auch im CD-Schrank, neben Piledriver und Dog of Two Head)), wie würde ich das auswählen? Was für ein Player spielt die Musik? Wie bedient man den, mit Skip < oder > oder >> oder << oder Stop oder Start oder Lauter usw. usw..
vg, Thomas

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von smutbert » 01.06.2019 14:22:23

Ja, das Gehäuse ist an beiden Seiten ziemlich offen - die „Seitenwände“ bestehen ja nur aus ~45mm breiten Säulen, die mit ~20mm Abstand zueinander auf den Deckel geleimt sind.
Eine Fingerprobe ist gar nicht notwendig. Der Cubietruck bzw. armbian zeigt mir bei jeder Anmeldung (über ssh) die Temperatur des SoC an und färbt sie sogar entsprechend dem Wert grün oder rot ein. Die Werte bleiben selbst unter längerer Volllast so gut wie immer grün und sind nicht höher als die, die man im mitgelieferten „Gehäuse“ (simple Acrylglasplatten mit passenden Bohrungen zwischen denen der Cubietruck montiert wird) erhält.

Auf die Netzteilschaltung in dem eigenen Gehäuse trifft die Kritik eher zu, aber auch dort ist es kein Problem, weil es dort nur sehr wenig Verlustleistung gibt - immerhin kommt das ganze Gerät selbst unter Vollast mit weniger als 15 Watt aus und nur ein Bruchteil davon wird im Netzteil in Wärme umgewandelt.
TomL hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.06.2019 11:00:58
[…]es geht wohl um Musik abspielen, und dann als Nebenziel um lüfterlosen Betrieb und deswegen ohne Nebengeräusche.
Das ist fast schon mehr als ein Nebenziel. Immerhin genieße ich die Ruhe meines lüfterlosen PCs immer wieder aufs neue.

TomL hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.06.2019 11:00:58
Wo kommt die Musik her? NAS? Web? Wie wählt man Quellen aus? Angenommen, ich habe jetzt Bock auf "Ma Kelly's Greasy Spoon" (die liegt auf meinem NAS (und natürlich auch im CD-Schrank, neben Piledriver und Dog of Two Head)), wie würde ich das auswählen? Was für ein Player spielt die Musik? Wie bedient man den, mit Skip < oder > oder >> oder << oder Stop oder Start oder Lauter usw. usw..
Vorsicht darüber könnte ich stundenlang in allen Details erzählen :mrgreen:

Unter dem Cubietruck ist eine SATA-SSD mit 512 GB Kapazität montiert, die nur für Daten, also in dem Fall in erster Linie für Musik da ist. (Das Betriebssystem ist komplett auf der MikroSD-Karte.)
Meine Musiksammlung ist lediglich 127 GB groß und davon befinden sich erst 98 GB auf der SSD.

Für das Spielen der Musik ist Debianmpd zuständig und natürlich gibt es auch eine Playlist mit meinen Lieblings(internet)radiosendern.
Bedient wird das ganze mit mpd-Clients (was sonst :wink:), davon laufen auf dem Gerät selbst bereits zwei.

Der erst ist mpdlcd und zeigt mittels Debianlcdproc/LCDd auf dem Display Informationen über das aktuell gespielte Stück an (das Display ist leider ein Mist, da baue ich vielleicht noch ein anderes ein).

2156

Den zweiten mpd-Client habe ich mit viel Hilfe zum Großteil selbst geschrieben. Der sorgt dafür, dass sich mpd auch über die Taster und Drehimpulsgeber bedienen lässt und liefert über die LEDs und das Display auch Rückmeldungen. Die Funktionen der LEDs und Taster ist bis jetzt noch sehr übersichtlich, von links nach rechts:
  1. der große beleuchtete Taster links dient naheliegenderweise zum Einschalten¹ und auch zum Herunterfahren. Der leuchtende Ring leuchtet sobald die 5V vom Netzteil zur Verfügung stehen, lässt sich aber sobald das System läuft per Software über ein Relais wieder abschalten. Momentan nutze ich das um anzuzeigen ob der selbst geschriebene mpd-Client abgestürzt ist (wenn er abstürzt geht der Ring aus, wenn er danach von systemd wieder gestartet wird, geht das Licht wieder an :wink:)
  2. Der zweite Taster von rechts ist der play/pause-Taster und die LED darüber zeigt an ob der mpd gerade spielt oder nicht. Ist die Wiedergabelist gerade leer wählt ein Play zufällig ein Album aus der Musikdatenbank aus und startet die Wiedergabe.
  3. Dann der Taster für die Zufallswiedergabe, wieder mit einer LED darüber, die anzeigt ob die Zufallswiedergabe aktiv ist.
  4. Es folgt ein Taster für das Starten der Internetradioplaylist. Die LED über diesem Taster ist (noch) ohne Funktion.
  5. Der letzte normale Taster ohne LED darüber löscht die aktuelle Wiedergabeliste und stoppt die Wiedergabe.
  6. Rechts vom Display dient der erste Drehimpulsgeber zum Springen zum vorigen bzw. nächsten Stück. Die Drehimpulsgeber haben gleichzeitig einen Taster eingebaut und ein Druck auf diesen Drehimpulsgeber startet die Wiedergabe des aktuellen Stücks von vorne, wobei diese Funktion aber noch einen Fehler hat: Sie funktioniert nicht richtig, wenn man noch das erste Stück der aktuellen Wiedergabeliste abspielt.
  7. Der zweite Drehimpulsgeber ganz rechts dient der Lautstärkeregelung und ein Druck darauf schaltet den Ausgang stumm bzw. „laut“.
In den letzten Tagen habe ich versucht die Rückmeldungen auf dem Display etwas sinnvoller zu gestalten. Ein Dreh auf dem linken Drehimpulsgeber zeigt nun nicht mehr nur den Sprung („previous“ oder „next“) sondern auch die Position in der aktuellen Wiedergabeliste an (zum Beispiel „7/10“).
Wechselt man dagegen zu einen Internetradiosender, wird stattdessen die Position in der Wiedergabeliste und der in der Playlist eingetragene Name für den Sender angezeigt, weil die Metadaten vom Sender selbst zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zur Verfügung stehen und eine möglichst rasche Rückmeldung bei der Bedienung sehr angenehm ist, also zum Beispiel „14: Irish Pub Radio“.

Alles was darüber hinaus geht muss man momentan noch mit einem leistungsfähigeren mpd-Client von PC, Smartphone oder Tablet aus machen.
Für Funktionen, die ein üblicher mpd-Client nicht bietet, wie zum Beispiel das Herunterfahren des Musikspielers habe ich ein spezielles Album vorgesehen, das Titel wie „shutdown“, „reboot“, „sleep 30m“ und ähnliches enthält. Wird eines dieser Lieder abgespielt kann der mpd-Client am Musikspieler darauf reagieren und die entsprechenden Funktion ausführen. Grundsätzlich funktioniert das bereits zuverlässig, aber es ist sehr unelegant in den mpd-Client eingebaut. Um so etwas besser lösen zu können, habe ich diesen Thread hier gestartet: viewtopic.php?f=34&t=173434
(ich hatte zwar schon einige Aha-Erlebnisse, aber trotzdem von Programmierung im Grunde keine Ahnung)

Natürlich würde ich gerne noch mehr direkt am Gerät bedienen können, zum Beispiel einen Interpreten, Komponisten, Dirigenten oder ein Album direkt am Gerät auswählen können, aber zuerst möchte ich einerseits noch ein paar Bugs im jetztigen Stand des Programms beseitigen und andererseits weiß ich noch nicht so recht wie ich das angehen soll...


¹ ich habe das bei dem Vorgängermodell schon geschrieben, will es aber hier noch einmal festhalten:
Ein Halbleiterrelais trennt das Netzteil im ausgeschalteten Zustand komplett vom Stromnetz. Damit man das Ding mit einem normalen Taster einschalten kann ohne, dass ein lediglich im Holzgehäuse verpacktes Bauteil mit der Netzspannung in Berührung kommt ist im Netzteilgehäuse ein 9 Volt Block verbaut, der die Spannung zum Schalten des Halbleiterrelais liefert. Sobald das Netzteil dann die 5 V liefert, wird das Halbleiterrelais mit den 5 V aus dem Netzteil versorgt.
Erst nach dem Herunterfahren wird das wieder mit einem weiteren Relais unterbrochen und das Gerät komplett vom Netz getrennt. Dass ich ein (normales) Relais einer Relaiskarte verwende um ein Halbleiterrelais zu schalten hatte ursrpünglich nur den Grund, dass die GPIOs eine zu niedrige Spannung und auch eine zu niedrige Belastbarkeit haben um das Halbleiterrelais verlässlich zu schalten. Es hat aber zusätzlich den Vorteil, dass man mit dem klacken des normalen Relais eine verlässliche Rückmeldung hat, dass das Gerät jetzt ein- bzw. ausgeschaltet ist.

Den Schaltplan und eine Beschreibung habe ich in dem Thread übrigens sogar schon einmal gespostet.
Ähnliche Lösungen findet man in Howtos für den Raspberry Pi zu Hauf, aber meine Lösung ist bis jetzt die einzige, die ich gefunden habe, bei der das Netzteil komplett vom Strom getrennt wird und sich das System trotzdem mit einem Taster Ein- und Ausschalten lässt, der nur ungefährliche Spannungen schaltet.

TomL
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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von TomL » 02.06.2019 11:50:31

@smutbert, danke für die Erläuterungen.... jetzt versteh ich's besser ... :THX:
vg, Thomas

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Re: Vorstellung einer Bastelei?!

Beitrag von Lord_Carlos » 05.06.2019 11:45:52

Ich habe bei meiner Kuehlschrankpedale noch ein paar Kleinichkeiten gemacht.
Unten sind jetzt Versetzungen fuer Muttern
2159

Und oben sind die Schrauben auch leicht versetzt. Wenn man die Pedale mit Socken oeffnet will man ja nicht das sich da Stoff zwischenklempt.
2158
Dazu ein paar Katen abgerundet.

Was das ganze Projekt etwas schwierig macht, ist das ich das bei mir nicht so gut testen kann.

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