Tablet: Win10 sicherer als Android?

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owl102
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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von owl102 » 05.01.2017 21:17:58

Ein iPhone verbietet sich doch für jeden, der die Idee der freien Software unterstützt, denn das iPhone ist ein Gefängnis, wo der Diktator nach Willkür entscheidet, welche Apps gut und welche böse sind, und ebenso, welcher Entwickler gut und welcher böse ist. (Und wenn man als Entwickler die Ablehnung seiner App öffentlicht macht, verliert man seine Entwicklerlizenz, denn dies ist nicht erlaubt.) Und die Entscheidung, daß man nicht wie bei jedem anderen Smartphone Dateien geradeaus via USB aufspielen kann, ist doch auch eine rein politische und keine technische Entscheidung seitens Apple.

Und das soll das Modell der Zukunft sein? Ich zumindest wünsche mir eine andere Zukunft für Smartphones und PCs. Aber hier muß jeder für sich selber "Bequemlichkeit" mit "Freiheit" abwiegen.

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von niemand » 06.01.2017 03:11:35

MSfree hat geschrieben: Wie gesagt, nach meiner Rechnung ist es eben nicht zu teuer.
Deine Rechnung geht davon aus, dass der iGeräteakku um ein Vielfaches länger lebt, als der eines Androidgerätes. Mir ist nicht so ganz klar, wie sich die Wahl der restlichen Hardware und des OS auf die Lebensdauer eines Akkus auswirkt, könntest du das etwas näher ausführen? Ich für meinen Teil führe einen fünf Jahre alten Defy-Akku an, der noch lange nicht am Ende ist (drei Tage bei moderater Benutzung sind realistisch) – und der, wenn er das mal sein sollte, ohne Werkzeug innerhalb von Sekunden durch einen neuen Akku ausgetauscht werden könnte. Ein weiterer wesentlicher Punkt deiner Rechnung ist, dass die iHardware besonders robust, und die eines Androiden es per se nicht ist. Dieses Defy ist ichweißnichtwieoft in allen möglichen Winkeln auf Fliesen, Asphalt, Metall, … gefallen, teils während des Radfahrens bei nicht zu geringer Geschwindigkeit, teils bei der Arbeit aus nicht zu geringer Höhe und lag mal stundenlang angeschaltet in einer Pfütze, während ich es gesucht habe. Es verbindet sich auch unter schlechten Bedingungen mit dem WLAN, es hat sich bislang mit jeder BT-Freisprecheinrichtung und jedem BT-Audiodevice problemlos nutzen lassen. Es hat 150€ gekostet. Es ist deutlich weniger leistungsfähig als ein iPhone 5, das System ist aufgrund einer beknackten Designentscheidung des damaligen Herstellers nicht mehr aktuell (wenngleich erheblich aktueller, als die letzte vom Hersteller angebotene Version), es hat kein 5GHz-WLAN – aber es sollte zumindest die impliziten Aussagen, Androiden hätten stets minderwertige Akkus, ihr WLAN würde nix taugen, mit BT-Freisprecheinrichtungen gäbe es generell Probleme und würden so gar keinen Stoß vertragen, relativieren.

Und ja, was Werthaltigkeit angeht, sind Apfelgeräte deutlich besser, als Androidgeräte. Wenn das also als wesentliches Kriterium angenommen wird, fährt man mit einem Apfelgerät in der Tat besser. Ob das nun der Marke zuzusprechen ist, oder den tatsächlichen Eigenschaften, soll jemand berichten, der sowohl ein altes iPhone, als auch ein gleichaltes Androidgerät der damals gleichen Preisklasse und mit einem vergleichbaren Nutzungsprofil zur Hand hat und mal vergleichen möchte.

owl102 hat geschrieben:Ein iPhone verbietet sich doch für jeden, der die Idee der freien Software unterstützt, denn das iPhone ist ein Gefängnis, wo der Diktator nach Willkür entscheidet, welche Apps gut und welche böse sind, und ebenso, welcher Entwickler gut und welcher böse ist. (Und wenn man als Entwickler die Ablehnung seiner App öffentlicht macht, verliert man seine Entwicklerlizenz, denn dies ist nicht erlaubt.) Und die Entscheidung, daß man nicht wie bei jedem anderen Smartphone Dateien geradeaus via USB aufspielen kann, ist doch auch eine rein politische und keine technische Entscheidung seitens Apple.
Ziemlich dogmatisch und auch etwas pathetisch, wie ich finde. Ich kann durchaus freie Software gut finden und sogar unterstützen, und trotzdem ein geschlossenes System nutzen. Und was ist denn mit dem User eines Android-Telephons, der nicht in der Lage oder gewillt ist, sich das Dings aufzumachen und diverse Änderungen vorzunehmen? Dann ist’s ein Gefängnis, wo der Diktierer … Kassierer im Spielzeugladen … Play(store)-Betreiber, jetzt habe ich’s, nach Willkür entscheidet, welche App gut und welche böse ist, und welcher Entwickler […], und die Entscheidung, dass man nicht wie bei jedem anderen Rechner Systemdateien geradeaus via USB aufspielen/ändern kann, oder dass man via USB auf MTP festgenagelt ist und damit nur ganz bestimmte Dateitypen in ganz bestimmte Verzeichnisse schieben kann, ist sicher auch ’ne politische und keine technische Entscheidung seitens $Hersteller.
Jana66 hat geschrieben:Voriges Jahr Fliesenleger. Der hatte ein allseits gummibepacktes Smartphone - von einer bekannten Baggerfirma (Hitachi?) gelabelt. Mit Wasserdichtigkeit geprahlt - daraufhin angeforderten Test hat der Feigling - aeh Fliesenleger abgelehnt.
War’s möglicherweise mit „CAT“ beschriftet? Vor einigen Jahren hatten die mal durchaus robust verpackte, aber ansonsten mit minderwertiger Hardware (640x480-Display und solche Scherze) bestückte Geräte lizensiert. Mittlerweile scheint sich da was getan zu haben, das letzte Mal, als ich von denen gelesen habe, waren es zwar auch keine Top-Geräte, aber hatten nahezu zeitgemäße Mittelklasse-Hardware und dabei ihre Robustheit beibehalten. Ein solches Gerät würde ich ohne große Bedenken ins Wasser legen (nachdem ich mich nochmal vergewissert habe, dass es IPx8 oder besser zertifiziert ist) und den 1m-Falltest, den es bestehen soll, würde ich ihm auch zumuten.

OT: was ist eigentlich nun mit der Frage, ob ein Win10-Tablet grundsätzlich sicherer wäre, als ein Androidtablet? Gab’s da noch Klärungsbedarf?
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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von whisper » 06.01.2017 06:34:43

Jana66 hat geschrieben: Das angesprochene Magnet-Ladekabel gibt es für USB und Mikro-USB (Androiden): https://www.amazon.de/Magnetische-ELEGI ... magnet+usb
:
Ohh!
Danke!

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von owl102 » 06.01.2017 11:17:17

niemand hat geschrieben:Ich kann durchaus freie Software gut finden und sogar unterstützen, und trotzdem ein geschlossenes System nutzen.
Natürlich kann man das. Mein Auto, meine Waschmaschine, ... sind auch geschlossene Systeme.
Und was ist denn mit dem User eines Android-Telephons, der nicht in der Lage oder gewillt ist, sich das Dings aufzumachen und diverse Änderungen vorzunehmen?
Wenn er nicht will, dann will er nicht. Wo ist das Problem? Wenn sich zum Beispiel ein Anwender keinen Firefox (oder einen alternativen Browser) installieren möchte, ist dann Windows böse? Diese Logik erschließt sich mir nicht...

Jeder kann sich doch unter Android einen alternativen Store installieren oder Pakete manuell installieren, er muß nur wollen. Und wenn ein Hersteller dies bewußt unterbindet, ja, dann finde ich das genauso schlecht. Und wenn ein Android-Store-Betreiber einem Entwickler untersagt, App-Ablehnungen öffentlich zu machen, ja, dann finde ich das genauso schlecht. (Aber im Gegensatz zu Apple kann dieser ihm nicht gleich die Entwicklerlizenz entziehen.)
und die Entscheidung, dass man nicht wie bei jedem anderen Rechner Systemdateien geradeaus via USB aufspielen/ändern kann, oder dass man via USB auf MTP festgenagelt ist und damit nur ganz bestimmte Dateitypen in ganz bestimmte Verzeichnisse schieben kann, ist sicher auch ’ne politische und keine technische Entscheidung seitens $Hersteller.
Hier ist die MTP-Spezifikation: https://msdn.microsoft.com/de-de/library/ms867188.aspx
Und wo ist die Protokoll-Spezifikation von Apple? (Antwort: Die gibt es nicht, Betriebsgeheimnis.)

Ich sehe da also durchaus einen Unterschied - du nicht?

(Was die Limitierung der Verzeichnisse angeht, die habe ich unter Linux auch, und die ist ja auch sinnvoll. Schade finde ich aber, daß "rooten" unter Android nicht vom Hersteller unterstützt wird, ja sogar teilweise bestraft wird. Wenn er z.B. bei gerooteten Geräten die Systemupdates einstellt, dann haben wir sie wieder, die politische Entscheidung.)
Zuletzt geändert von owl102 am 06.01.2017 11:32:53, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von sbruder » 06.01.2017 11:23:45

owl102 hat geschrieben: Hier ist die MTP-Spezifikation: https://msdn.microsoft.com/de-de/library/ms867188.aspx
Und wo ist die Spezifikation von Apple?
https://de.wikipedia.org/wiki/Media_Transfer_Protocol hat geschrieben: Vorgestellt wurde MTP im Herbst 2004 von den Unternehmen Microsoft und Canon.
Wenn ich mich nicht irre, ist es sogar kontraproduktiv, wenn es mehrere Spezifikationen gibt. Der Sinn eines Standards ist ja Einheit zu schaffen und nicht mehrere konkurrierende Standards. Es brauchen also nur Microsoft und/oder Canon eine Spezifikation herauszugeben. z. B. Apple kann diese Spezifikation dann benutzen um eine MTP-Bibliothek zu entwickeln.

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von owl102 » 06.01.2017 11:31:41

sbruder hat geschrieben:Wenn ich mich nicht irre, ist es sogar kontraproduktiv, wenn es mehrere Spezifikationen gibt.
Natürlich.
z. B. Apple kann diese Spezifikation dann benutzen um eine MTP-Bibliothek zu entwickeln.
iPhones können aber kein MTP, sondern nur ein proprietäres Protokoll. Genau das ist doch der Punkt.

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von niemand » 06.01.2017 11:55:52

… was ich nur immer nicht verstehe: Leute sprechen von Freiheit und so und wollen im gleichen Zuge anderen Leuten erzählen, was sich verbietet, was man nicht machen darf. Du musst das Konzept, das Apfel verfolgt, ja nicht gut finden. Andere finden’s aber gut. Die nutzen dann das Telephon, wie du vielleicht deine Waschmaschine: als geschlossenes und gegebenes Gerät, vielleicht sogar mehrere Geräte von denen als geschlossenes, einfach funktionierendes System – und stecken die so freigewordenen Ressourcen vielleicht in die Unterstützung eines OSS-Projektes …

Ich mag Apple nicht, ich find’s überteuert, manipulativ, einschränkend und trauen tu’ ich denen schon gar nicht, wie weiter oben angemerkt. Aber ich werd’ ‘nen Teufel tun, anderen erzählen zu wollen, dass sie’s genauso zu sehen haben.
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Jana66
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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von Jana66 » 06.01.2017 12:30:13

niemand hat geschrieben: Jana66 hat geschrieben:
Voriges Jahr Fliesenleger. Der hatte ein allseits gummibepacktes Smartphone - von einer bekannten Baggerfirma (Hitachi?) gelabelt. Mit Wasserdichtigkeit geprahlt - daraufhin angeforderten Test hat der Feigling - aeh Fliesenleger abgelehnt.

War’s möglicherweise mit „CAT“ beschriftet? Vor einigen Jahren hatten die mal durchaus robust verpackte, aber ansonsten mit minderwertiger Hardware (640x480-Display und solche Scherze) bestückte Geräte lizensiert.
Jetzt wo du es sagst: Caterpillar war es wohl. Und mittelmäßige Hardware (Display) hat der Fliesenleger auch genannt. Dem war aber Baustellentauglichkeit wichtiger. :wink:

Ansonsten fallen wohl für viele die iPhones/iPads schon wegen hohem Preis oder die Verbindung dessen mit "Unfallwahrscheinlichkeit" (Unaufmerksamkeit, berufliche/sportliche Nutzung, Junge Wilde) aus. Mir ist bis dato die Idee mit "ausgesuchter Android-HW für Alternativen" sehr sympathisch. Muss man ja auch nicht auf Biegen-und-Brechen tun.

Wer viel Geld hat, hat wie immer mehr Wahl. Auf allen Gebieten. Bei Autos redet übrigens keiner über Closed Sources? :mrgreen:
Zuletzt geändert von Jana66 am 06.01.2017 12:56:14, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn keiner was sagt, wird sich nichts ändern. Wenn alle nur reden ebenfalls nicht.

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von owl102 » 06.01.2017 12:36:55

niemand hat geschrieben:… was ich nur immer nicht verstehe: Leute sprechen von Freiheit und so und wollen im gleichen Zuge anderen Leuten erzählen, was sich verbietet, was man nicht machen darf.
Da hast du mich mißverstanden, vielleicht habe ich es auch schlecht formuliert. Ich will keinem was verbieten (dies würde ich selber auch als anmaßend empfinden), ich verstehe nur nicht, wie sich das eine mit dem anderen verträgt, verstehe also nicht, wenn (und die Betonung liegt auf "wenn"!) man eine gewisse Haltung zu freier Software hat, ein iPhone propagieren kann.

Bin ich denn der einzige, der da einen Widerspruch sieht?
Die nutzen dann das Telephon, wie du vielleicht deine Waschmaschine: als geschlossenes und gegebenes Gerät, vielleicht sogar mehrere Geräte von denen als geschlossenes, einfach funktionierendes System – und stecken die so freigewordenen Ressourcen vielleicht in die Unterstützung eines OSS-Projektes …
Aber ich hatte doch geschrieben, daß es immer eine individuelle Abschätzung zwischen Bequemlichkeit und Freiheit ist...
Ich mag Apple nicht, ich find’s überteuert, manipulativ, einschränkend und trauen tu’ ich denen schon gar nicht, wie weiter oben angemerkt. Aber ich werd’ ‘nen Teufel tun, anderen erzählen zu wollen, dass sie’s genauso zu sehen haben.
Das verstehe ich wiederum nicht. Apple ist manipulativ und einschränkend, das ist doch eine Tatsache und keine Sichtweise. Und im Vergleich zu anderen Smartphone-OS sind die Einschränkungen sehr massiv, auch dies ist eine Tatsache. Und natürlich kann man sich doch trotzdem(!) ein solches Gerät kaufen, ich tippe dies ja auch auf einem ThinkPad mit HW-Whitelist, eine Einschränkung, die ich nicht gut finde, und trotzdem habe ich das Gerät gekauft, aus Gründen. (Dito bei der Waschmaschine. Natürlich würde ich auch bei Waschmaschinen OpenSource begrüßen.)

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von whisper » 06.01.2017 12:44:25

niemand hat geschrieben: Ich mag Apple nicht, ich find’s überteuert, manipulativ, einschränkend und trauen tu’ ich denen schon gar nicht, wie weiter oben angemerkt. Aber ich werd’ ‘nen Teufel tun, anderen erzählen zu wollen, dass sie’s genauso zu sehen haben.
Kann ich so stehen lassen.
Aber weils gerade so schön zum Fliesenleger passt:
So ein Smartphone Klotz hat mein Kollege, das ist sehr robust.
http://www.runbo-phones.com/runbo-x6
https://www.outdoor-handys.com/produkt/runbo-x6

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von Jana66 » 06.01.2017 13:01:52

Hi hi, eure AWs kann man jetzt so sehen: "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral." Bertolt Brecht.
Also praktische Eigenschaften der Smartphones sind das "Fressen". :mrgreen:
Wenn keiner was sagt, wird sich nichts ändern. Wenn alle nur reden ebenfalls nicht.

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von rendegast » 06.01.2017 13:31:55

niemand hat geschrieben: Die nutzen dann das Telephon, wie du vielleicht deine Waschmaschine: als geschlossenes und gegebenes Gerät, vielleicht sogar mehrere Geräte von denen als geschlossenes, einfach funktionierendes System
Wer wichtige persönliche Dokumente wie Kaufverträge, Sparbuch usw. in der Waschmaschine lagert, wird sehen, was er (früher oder später) davon hat.
mfg rendegast
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Viel Eifer, viel Irrtum; weniger Eifer, weniger Irrtum; kein Eifer, kein Irrtum.
(Lin Yutang "Moment in Peking")

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von niemand » 06.01.2017 13:39:42

Das verstehe ich wiederum nicht. Apple ist manipulativ und einschränkend, das ist doch eine Tatsache und keine Sichtweise.
Für dich, für mich, aber für Lieschen Müller nicht. Also eine Sichtweise.
Da hast du mich mißverstanden
Das ist möglich und tut mir in dem Fall leid. Der Term „es verbietet sich“ ist nunmal ziemlich scharf, in meinen Augen.

Ich mag freie Software, wenn es sich einrichten lässt, ziehe ich sie geschlossener Software vor. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht trotzdem zu geschlossener Software greife, wenn es keine freie Alternative gibt, oder die freie Software für meine Zwecke unzureichend, zu umständlich, zu zeitaufwendig ist oder auf andere Art nicht in das jeweilige Konzept passt. Beim Telephon greife ich persönlich zu „so offen, wie möglich, solange die Zweckmäßigkeit nicht leidet” (weswegen ich bei Android, bzw. CM gelandet bin), und ich selbst habe auch kein Problem damit, die eine oder andere Stunde damit zu verbringen, um es mir so herzurichten, wie ich es haben möchte. Das ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass ich mich zeitweise ziemlich intensiv damit beschäftigt habe, so dass ich bereits grob weiß, was wie zusammenspielt.

Ich kann die Leute problemlos verstehen, die ein in sich geschlossenes Ökosystem wollen, die allenfalls noch anhand einer Kurzanleitung die wichtigsten Sachen einstellen, und sich dann nicht wieder darum kümmern möchten. Die das Telephon als Telephon mit erweiterter Ausstattung sehen, nicht, wie etwa ich, als Computer, mit dem man auch telephonieren kann. Die mit dem vorgegebenen Angebot an Apps zufrieden sind – in der Regel findet man für jeden Zweck eine App und relativ hochwertig sollen diese ja auch sein, wie man so hört – und die keinerlei Ambitionen haben, mal unter die Haube zu schauen und vielleicht sogar dort etwas zu ändern, zu fixen oder zu optimieren – man kann Apple schließlich viel vorwerfen, aber nicht, dass sie ihre Hard- und Software nicht aufeinander abstimmen würden (während es bei herstellerseitig installierten Androiden ja eher die Regel, als die Ausnahme ist, dass da sinnlos Ressourcen verbraten werden, so dass man sich besser selbst drum kümmert, das zu fixen und zu optimieren) . Und ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn diese Leute in anderen Bereichen trotzdem für offene Systeme eintreten.
Wer wichtige persönliche Dokumente wie Kaufverträge, Sparbuch usw. in der Waschmaschine lagert, wird sehen, was er (früher oder später) davon hat.
Wer macht denn sowas? Sind das die Leute, die dann ihren Sicherheitsschrank mit Wasser füllen, um ihre Klamotten darin zu waschen?
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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von owl102 » 06.01.2017 14:31:02

niemand hat geschrieben:
Das verstehe ich wiederum nicht. Apple ist manipulativ und einschränkend, das ist doch eine Tatsache und keine Sichtweise.
Für dich, für mich, aber für Lieschen Müller nicht. Also eine Sichtweise.
Es mag sein, daß die eine oder andere (oder alle?) Einschränkung für Lieschen Müller nicht relevant ist, aber dennoch ist eine Einschränkung eine Einschränkung und keine Sichtweise.

Ansonsten stimme ich dem von dir darauf folgenden Abschnitt aber zu. Wie ich nun schon das 3te Mal schreibe, ist es immer eine individuelle Abwägung zwischen Bequemlichkeit und Freiheit.
Ich kann die Leute problemlos verstehen, die ein in sich geschlossenes Ökosystem wollen, die allenfalls noch anhand einer Kurzanleitung die wichtigsten Sachen einstellen, und sich dann nicht wieder darum kümmern möchten.
Das eine bedingt doch nicht automatisch das andere. Wenn Apple zum Beispiel die USB-Schnittstelle dokumentieren würde, wenn man auch manuell Apps installieren könnte, dann ist das doch kein Problem für diese Leute, denn sie können es doch immer noch als in sich geschlossenes Ökosystem verwenden. Die meisten Android-Anwender nutzen ja auch nur den Google Play Store. Und die meisten PC-Anwender das, was beim PC dabei war oder die Tochter bzw. der Sohn installiert hat.

Und: Apple verbietet ja auch Apps bzw. Funktionalität der Apps, die einige Leute als praktisch, sinnvoll, nützlich empfinden. Dann geht immer ein Aufschrei los, den ich auch nicht verstehe. Die Beschränkungen sind einem solange egal, bis sie einen selber treffen? Das wäre für mich noch nachvollziehbar, aber die Einschränkungen sind doch bekannt, wenn sie mich also plötzlich selber treffen, dann ärgere ich mich zwar, würde aber niemals öffentlich lospoltern. Auch hier muß wieder mein ThinkPad als Beispiel herhalten: Wenn mich die HW-Whitelist nicht nur theoretisch sondern auch wider Erwarten praktisch beschränkt, würde ich niemals lospoltern, denn die Einschränkung war bekannt und ich habe das Gerät trotzdem gekauft.
Und ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn diese Leute in anderen Bereichen trotzdem für offene Systeme eintreten.
Ja, aber für mich ist die andere Richtung interessant: Wenn ich für offene Systeme eintrete, ist es dann kein Problem, ein iPhone zu propagieren, also das unfreiste Smartphone auf dem Markt, und dann auch noch ohne jegliche Erwähnung der Einschränkungen bzw. der Unfreiheiten, so wie hier im Thread geschehen? Ich bleibe dabei: IMHO verbietet sich das, es schließt sich aus. (Ja, dies mag eine scharfe Formulierung sein. Aber wie bei allem, was ich so als Meinung kundtue: Es ist nur meine (aktuelle) Meinung, nicht mehr.)
Zuletzt geändert von owl102 am 06.01.2017 14:58:07, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Tablet: Win10 sicherer als Android?

Beitrag von sbruder » 06.01.2017 14:33:53

niemand hat geschrieben: Ich mag Apple nicht, ich find’s überteuert, manipulativ, einschränkend und trauen tu’ ich denen schon gar nicht, wie weiter oben angemerkt.
Bei dem, was der Benutzer auch als »Apple« kaufen würde (iPhone, Mac, Apple TV,…) stimme ich dir zu. Für manche Sachen muss man Apple aber auch dankbar sein (z. B. CUPS, mDNS ¹).
Aber das kann man bei fast allen Firmen so machen. Selbst Microsoft entwickelt an Docker mit.

¹ Wobei ein Apple-Ingeneur mal zugegeben hat, dass Avahi (die freie Implementation) irgendwie besser ist als die Referenz von Apple.

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