Linux für Netbook?

Smalltalk
dirk11
Beiträge: 2198
Registriert: 02.07.2013 11:47:01

Linux für Netbook?

Beitrag von dirk11 » 20.01.2018 12:35:49

Ein Freund hat sein altes Samsung N150 Netbook aufgerüstet, auf eine SSD und 2GB RAM. Jetzt will er es noch im Ferienhaus nutzen. Das Teilchen muß "nur" die üblichen Standard-Anforderungen erfüllen:
- Internet
- "leichte" Büroarbeiten
- Drucken auf vorhandenen Drucker (Modell derzeit unbekannt)
- Filme schauen

Er nutzt normalerweise nur Windows, ist aber von selbst auf die Idee gekommen, auf dem Teilchen mal ein Linux ausprobieren zu wollen.

Habt ihr eine Empfehlung, was ich ihm da installieren bzw. empfehlen könnte?

Deutschsprachige Unterstützung (z.B. durch Foren oder Wiki) ist sicherlich eine der wichtigsten Voraussetzungen, außerdem ein eher "klassischer" Desktop. Ein "moderner" Desktop wie KDE hätte definitiv viel zu viel Schnickschnack, der nicht benötigt wird und mehr verwirrt.

Ich selbst hatte erst direkt an Xubuntu gedacht (weil ich Debian mit Xfce nutze), allerdings habe ich schon gelesen, daß Xubuntu gar nicht so "sparsam" bei den Ressourcen-Anforderungen ist, wie ich gedacht habe. Und jetzt steh' ich da...

Wäre für Vorschläge dankbar!

Mounty
Beiträge: 178
Registriert: 05.01.2007 21:02:03
Lizenz eigener Beiträge: MIT Lizenz
Wohnort: Hamburg

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von Mounty » 20.01.2018 13:28:27

>> potato - woody - sarge - etch - lenny - squeeze - wheezy - jessie --> [stretch]

syscrh
Beiträge: 58
Registriert: 29.05.2017 21:44:15

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von syscrh » 20.01.2018 13:49:24

Ich würde Debian/Ubuntu mit GNOME empfehlen (solltest Du ein 32-Bit Ubuntu 17.10 installieren wollen: Ich hab die letzte ISO bei mir abgespeichert). GNOME Shell, sofern die Shell auf der Hardware startet, ansonsten GNOME Flashback.

Ich nutze die GNOME Shell unter anderem auf einem Asus Netbook aus 2009 (1 GB RAM, 64-Bit Debian), sowie GNOME Flashback auf einem Acer-Notebook von 2005. Läuft auf beiden Geräten wunderbar und ich denke nicht, dass es unbedingt einen besonders leichtgewichtigen Desktop braucht. Ich kann mit beiden Geräten im Internet surfen (mit Firefox + uMatrix), sowie Office-Arbeiten erledigen. Sogar Multi-Tasking ist in Maßen machbar.

GNOME selbst bietet keine verwirrenden Einstellungen und ist mit Extensions (Shell)/über die Panel (Flashback) trotzdem relativ gut an spezielle Wünsche anpassbar. Zudem hat GNOME (und KDE) die beste Multi-Monitor-Unterstützung und hat mir bisher immer am wenigsten Kopfschmerzen bereitet.

Benutzeravatar
Datenteiler
Beiträge: 84
Registriert: 12.10.2008 21:01:46
Lizenz eigener Beiträge: GNU Free Documentation License
Wohnort: Hannover
Kontaktdaten:

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von Datenteiler » 20.01.2018 14:04:53

Hi,

ich habe das N145 Plus mit einer SSD und 2GB RAM aufgerüstet. Darauf läuft Debian 9.3 in 64bit mit XFCE als Desktop super flüssig. Als Browser benutze ich Chromium.

Viele Grüße
Christian

dirk11
Beiträge: 2198
Registriert: 02.07.2013 11:47:01

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von dirk11 » 20.01.2018 20:27:20

Ok, auf die Idee, Debian zu installieren bzw. Debian installieren zu lassen bin ich zugegebenermaßen nicht gekommen.

Ich war bisher immer der Meinung, daß Debian absolut nicht newbee-tauglich ist, schon gar nicht für Leute, die mit Computern nur als Nutzer zu tun haben, nicht aus Interesse. So war es zu Debian 2.2-Zeiten, als ich angefangen habe. Damals mußte extrem viel (eigentlich alles, was Debian auf dem Desktop überhaupt nutzbar machte) nachinstalliert werden, es mußten andere Quellen hinzugefügt werden uswusf.. Eigentlich funktionierte nahezu nichts, was moderne Multimedia ausmachte.

Ist das heutzutage besser/anfängertauglicher?

Debian zu installieren hätte den smarten Vorteil, daß ich ihm per Fernwartung helfen könnte. Will ich zwar nicht (nicht, weil ich nicht will, sondern weil ich eher Starthilfe zur Selbsthilfe präferiere), kann man aber als As aus dem Ärmel ziehen, wenn wirklich gar nichts mehr geht.


Gnome wird es aber definitiv auf gar keinen Fall, daß wurde irgendwann vor ein paar Jahren einfach nur gruselig und hat mich in die Arme von Xfce getrieben. Da ist meiner Meinung nach eine klare Linie zu erkennen: irgendwann werden die "großen" Desktops größenwahnsinnig, spätestens dann ist ein Wechsel angesagt. KDE war sehr geil als 3er-Version. Dann mußte man ganz schnell zu Gnome wechseln, weil die so komische "Widgets" oder sowas auf den Desktop gebracht haben, was alles mögliche gemacht hat, nur nicht rational und logisch funktioniert hat. Bei Gnome war's vor einigen Jahren (mit anderen Dingen) ganz ähnlich, darauf wurde es dann Xfce. Mal sehen, wie lange die halten... Aber das soll nicht Inhalt dieses thread sein bitte!

Radfahrer
Beiträge: 3437
Registriert: 15.12.2012 20:48:16
Lizenz eigener Beiträge: MIT Lizenz
Wohnort: Zu Hause

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von Radfahrer » 20.01.2018 20:44:47

Auch, wenn du es nicht hören willst:
Auf einem kleinen Netbook mit kleinem Bildschirm ist Gnome 3 vom Feinsten! Man muss sich nur auf das Bedienkonzept einlassen.
Ich hatte mal ein Netbook, einen EeePC 900. Dieses alte Ding mit dem Single-Core-Prozessor und der schnarchlangsamen SSD und 1 GB RAM. Da lief mit Debian und Gnome 3 absolut flüssig und rund.

Ansonsten verstehe ich deine Fragen bezüglich der Nutzertauglichkeit von Debian nicht. Da du hier im Debianforum aktiv bist, gehe ich doch mal davon aus, dass du es auch benutzt, oder?
Dann kennst du es doch. Wie kommst du dann auf den Dreh, dass es absolut nicht einsteigerfreundlich ist?
"Glauben bedeutet, Behauptungen sogar gegen besseres (Nicht-)Wissen für wahr zu halten, ohne einen seriösen Beweis dafür zu verlangen. Und ohne zu hinterfragen, wie plausibel die Glaubensinhalte eigentlich wirklich sind."
https://wenigerglauben.de/

fireburner
Beiträge: 100
Registriert: 01.12.2017 20:51:31
Lizenz eigener Beiträge: neue BSD Lizenz
Wohnort: der wilde Süden

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von fireburner » 20.01.2018 20:52:49

Ich habe selbst ein altes langsames Netbook. (Asus EEE 1005HA)
Darauf läuft Debian Stretch mit LxQt (nicht über den Installer installierbar).
Läuft gut damit.
Ansosnten würde ich XFCE, LXDE oder Mate empfehlen.
Gnome braucht imho zuviel Ressourcen. (KDE sowieso)

Multimediaplayer kann man einen Player der Wahl nehmen.
720p könnte gerade noch ruckelfrei laufen.

Beim Thema Browsing, ist die CPU schnell ausgelastet.
Daher ist ein abgespeckterer Browser vielleicht einen Versuch wert.
Ich nutze am Netbook den Qupzilla.

Aber man merkt einfach, dass ein Atom Prozessor (der damals vor 10 Jahren schon nicht das schnellste war) für modernes Browsing zu wenig Ressourcen hat.

syscrh
Beiträge: 58
Registriert: 29.05.2017 21:44:15

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von syscrh » 20.01.2018 21:27:52

dirk11 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.01.2018 20:27:20
Ok, auf die Idee, Debian zu installieren bzw. Debian installieren zu lassen bin ich zugegebenermaßen nicht gekommen.
Naja, im Debianforum wird man Dir eher zu Debian als zu was anderem raten ... ;)
Ist das heutzutage besser/anfängertauglicher?
Debian ist, sofern von der non-free ISO installiert, ähnlich anfängertauglich wie Ubuntu.
Im Gegensatz zu Ubuntu bringt es aber z. B. keine grafischen Helferlein für die Paketlisten, Treiber, Upgrades und andere Paketmanagement-Angelegenheiten von Haus aus mit. Spätestens bei einem Upgrade von oldstable zu stable muss man im Terminal Hand anlegen. Bei Ubuntu bekommt man hingegen eine Benachrichtung am Desktop und klickt "Upgrade". Ebenso bringt Ubuntu mehr grafisches "Bling Bling" mit (Bootanimation, anderes Theme, Wallpaper, etc.).
Zudem sind bei Debian viele auswählbare Desktops im Installer nach der Installation sehr minimalistisch eingerichtet und andere wiederum kläglich überladen. Häufig ist nicht einmal der network-manager dabei und bei GNOME kommt dafür gleich eine ganze Spielesammlung mit ... Das könnte für den Anfänger überfordernd sein (v. a. wenn man keinen network-manager mitgeliefert bekommt und dann ohne WLAN dasteht) und bei Ubuntu sind die Vorinstallationen der Desktops deutlich einheitlicher und m. M. n. gepflegter und aufgeräumter.

Einen Nutzer mit etwas mehr Erfahrung stört so etwas nicht, denn der kann sich nach einer Minimalinstallation dann auch genau das installieren, was er haben möchte (Network Manager, Bootanimation, Wallpaper, etc.).
Dafür braucht man aber eben etwas Wissen und Zeit und daher halte ich Ubuntu für die bessere Wahl, wenn der Nutzer das System selbst installieren möchte und es danach sofort benutzen möchte ohne groß Rumfrickeln zu müssen. Debian kann genauso "ready-to-run" eingerichtet werden wie ein Ubuntu, aber dazu muss man nach der Installation manuell eingreifen.

Privat nutze ich Debian, bei anderen installiere ich lieber Ubuntu, da man dort Treiber und Upgrades komplett grafisch installieren kann und ich dann nicht auch noch diese Rechner administrieren muss.
Debian zu installieren hätte den smarten Vorteil, daß ich ihm per Fernwartung helfen könnte. Will ich zwar nicht (nicht, weil ich nicht will, sondern weil ich eher Starthilfe zur Selbsthilfe präferiere), kann man aber als As aus dem Ärmel ziehen, wenn wirklich gar nichts mehr geht.
Das kannst Du doch mit Ubuntu genauso? Ubuntu basiert schließlich immer noch auf Debian Unstable und hat dementsprechend bis heute viele Parallelen.
Gnome wird es aber definitiv auf gar keinen Fall, daß wurde irgendwann vor ein paar Jahren einfach nur gruselig und hat mich in die Arme von Xfce getrieben.
Ich würde da nicht so voreingenommen an die Sache herangehen und am besten den Freund selbst auswählen lassen. Gerade mit Dash to Panel kann man der GNOME Shell mit wenigen Klicks ein klein wenig modernes Windows/Chrome OS flair einhauchen, was dem ein oder anderen Windows-Nutzer durchaus gefällt.
Nur weil Du mit einem Desktop nicht arbeiten kannst/willst/etc., heißt das ja nicht, dass er auch nichts für alle anderen Leute ist ... Da tickt jeder immer bisschen anders.

uname
Beiträge: 9265
Registriert: 03.06.2008 09:33:02

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von uname » 20.01.2018 22:06:41

Ich installiere für Bekannte nur noch Debian. Meist mit Mate. Gab noch nie Probleme. Vor allen wenn Fragen aufkommen kannst du besser darauf reagieren bzw. ein nettes Forum empfehlen. Mit der non-free-netinst-CD/USB wird es wohl problemlos installierbar sein.

https://wiki.debian.org/InstallingDebia ... ung%20N150

Sagt nicht viel aus. Natürlich Strech verwenden.

dirk11
Beiträge: 2198
Registriert: 02.07.2013 11:47:01

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von dirk11 » 20.01.2018 22:37:10

syscrh hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.01.2018 21:27:52
Naja, im Debianforum wird man Dir eher zu Debian als zu was anderem raten ... ;)
Ich gehe im Unterforum "smalltalk" davon aus, daß hier weniger unvoreingenommen als bei anderen geurteilt wird und auch, daß Debian-Nutzer weitsichtiger sind als andere. ;)
Privat nutze ich Debian, bei anderen installiere ich lieber Ubuntu, da man dort Treiber und Upgrades komplett grafisch installieren kann und ich dann nicht auch noch diese Rechner administrieren muss.
Ok, aber in Hinblick auf das lahme Netbookmit "nur" 1024er-Display: welches Ubuntu?
Das kannst Du doch mit Ubuntu genauso? Ubuntu basiert schließlich immer noch auf Debian Unstable und hat dementsprechend bis heute viele Parallelen.
Ja, natürlich. Aber ich bin Konsolenmensch, und wenn er z.B. alles, auch Updates, mit einem grafischen Tool macht, konnte das zumindest früher zu Problemen führen. Oder nutzen die heutzutage alle dieselbe Datenbank?
Nur weil Du mit einem Desktop nicht arbeiten kannst/willst/etc., heißt das ja nicht, dass er auch nichts für alle anderen Leute ist ... Da tickt jeder immer bisschen anders.
Korrekt, aber ich kenne ihn recht gut, und somit auch den Grad seiner PC-Affinität. Das Ding ist Werkzeug für ihn, mehr nicht. Die Bereitschaft, sich schon wieder neuen Desktop-Gepflogenheiten anzupassen, ist nicht sonderlich hoch. Und ich kann das durchaus verstehen. In den letzten Jahren war es immer so, daß sich gefälligst der User an die Desktop-Neuheiten anzupassen hatte, ob er wollte oder nicht (siehe diverse Windows-Desaster, angefangen mit "Karl Klammer" bin hin zu Win 8 oder 10, welches sich die meisten Nutzer, die ich kenne, auf den klassischen Desktop umändern, weil sie das mit den Kacheln schlichtweg unübersichtlich und kacke finden - mit Recht).

Benutzeravatar
Datenteiler
Beiträge: 84
Registriert: 12.10.2008 21:01:46
Lizenz eigener Beiträge: GNU Free Documentation License
Wohnort: Hannover
Kontaktdaten:

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von Datenteiler » 20.01.2018 22:53:50

dirk11 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.01.2018 22:37:10
Ok, aber in Hinblick auf das lahme Netbookmit "nur" 1024er-Display: welches Ubuntu?
Wenn Ubuntu, dann würde ich Lubuntu nehmen, weil es am schlanksten ist. Aber ein von dir eingerichtetes Debian mit XFCE sollte genauso funktionieren.

Raspbian X86 bringt übrigens auch sehr viele Tools und Treiber out of the box mit und ist auf schlappe Hardware hin optimiert und ganz frisch mit Stretch statt Jessie.

Vielleicht ist das ja was?

Viele Grüße
Christian

syscrh
Beiträge: 58
Registriert: 29.05.2017 21:44:15

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von syscrh » 21.01.2018 10:07:05

dirk11 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.01.2018 22:37:10
Ok, aber in Hinblick auf das lahme Netbookmit "nur" 1024er-Display: welches Ubuntu?
Angesichts der Tatsache, dass ich auf genau so einem Netbook von 2009 mit 1024*600 Pixeln Debian Stretch mit GNOME im Einsatz habe, würde ich Dir natürlich weiterhin zu Ubuntu mit GNOME raten.
GNOME ist momentan (neben KDE) der modernste Desktop, bietet kaum Einstellungen und funktioniert mit spezieller Hardware (Grafiktablets, Helligkeitssensoren, usw.) am besten. Mit Xfce hatte ich z. B. unter Debian Stretch das Problem, dass Multi-Monitor Einstellungen nicht gespeichert werden und man nach jedem Neustart sein Monitor-Layout neu konfigurieren hätte müssen. Zudem harmonieren m. M. n. Panel-basierte Desktops allgemein nicht gut mit mehreren Bildschirmen, da es durchaus vorkommen kann, dass die Panels am falschen Bildschirm landen. Bei einem Desktop-PC mag einen das nicht stören, denn dort kann man viel Zeit in die Persistierung des gewünschten Layouts stecken, aber bei einem Notebook/Netbook ändert sich die Monitorkonfiguration oftmals ständig und dort macht mir so ein Desktop mehr Arbeit als Freude.
Ja, natürlich. Aber ich bin Konsolenmensch, und wenn er z.B. alles, auch Updates, mit einem grafischen Tool macht, konnte das zumindest früher zu Problemen führen. Oder nutzen die heutzutage alle dieselbe Datenbank?
Die Tools nutzen letztendlich alle dpkg (mit Frontend apt) als Backend. Bei Ubuntu machst Du auf der Kommandozeile das Upgrade mit dem gleichen Tool wie auf der grafischen Oberfläche (do-release-upgrade), zumindest wenn man den Empfehlungen folgt. Alternativ kann man Ubuntu aber auch durch das Ändern der sources.list, also wie Debian, aktualisieren, was ich bevorzuge, da ich darüber (gefühlt) mehr Kontrolle habe.
Das Ding ist Werkzeug für ihn, mehr nicht. Die Bereitschaft, sich schon wieder neuen Desktop-Gepflogenheiten anzupassen, ist nicht sonderlich hoch.
Sollte er mit einem Linux anfangen wollen, dann wird er sich aber definitiv ganz gewaltig umstellen müssen ... Ansonsten wird er anfangen den Firefox über WINE mit der *.exe für Windows zu installieren ... Das habe ich nämlich bei Windows-Umsteigern bereits das ein oder andere Mal so gesehen und daher installiere ich auch Umsteigern kein WINE mehr und setze für Windows-Software lieber auf eine VM.
Und ob GNOME, KDE oder Xfce ist letztendlich wohl eher Nebensache, denn von der Bedienung sind sie sich alle ähnlich (GNOME natürlich erst, wenn man so etwas wie Dash to Panel installiert) und trotzdem etwas verschieden zu Windows.
Und ich kann das durchaus verstehen. In den letzten Jahren war es immer so, daß sich gefälligst der User an die Desktop-Neuheiten anzupassen hatte, ob er wollte oder nicht (siehe diverse Windows-Desaster, angefangen mit "Karl Klammer" bin hin zu Win 8 oder 10, welches sich die meisten Nutzer, die ich kenne, auf den klassischen Desktop umändern, weil sie das mit den Kacheln schlichtweg unübersichtlich und kacke finden - mit Recht).
Kann ich persönlich nicht nachvollziehen ... Ich hab mir direkt ab Tag 1 vergünstigte Windows 8 Pro Upgrade-Lizenzen gekauft gehabt, meine Windows-Rechner aktualisiert und ich wollte danach nicht mehr zu Windows 7 zurück, denn an die Kacheln kann man sich gewöhnen und die Verbesserungen unter der Haube waren spürbar (Bluetooth-Stack integriert, Bitlocker dabei, bessere Performance mit HDDs, usw.).

Digitale Technik ist jung und daher nunmal ständig im Wandel und der Nutzer muss sich an neue Errungenschaften anpassen, denn Festhalten an alten Gewohnheiten ist, im Gegensatz zur Analogtechnik, nicht möglich.

Die Zeit, die andere mit dem Nörgeln an Windows 8 vergeudet haben, habe ich effektiv zur Eingewöhnung genutzt und ich konnte die Kritik an der Windows 8 Oberfläche daher auch nicht wirklich nachvollziehen (außer, dass die Kachel-Anwendungen schlecht integriert waren, was man mit Windows 10 ja gelöst hat).

Aber gut, das ist OT. :)

dirk11
Beiträge: 2198
Registriert: 02.07.2013 11:47:01

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von dirk11 » 21.01.2018 10:10:34

Datenteiler hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.01.2018 22:53:50
Wenn Ubuntu, dann würde ich Lubuntu nehmen, weil es am schlanksten ist.
Was nicht korrekt ist, wie ich ganz oben schon schrieb.

dirk11
Beiträge: 2198
Registriert: 02.07.2013 11:47:01

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von dirk11 » 21.01.2018 10:18:18

syscrh hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
21.01.2018 10:07:05
Mit Xfce hatte ich z. B. unter Debian Stretch das Problem, dass Multi-Monitor Einstellungen nicht gespeichert werden und man nach jedem Neustart sein Monitor-Layout neu konfigurieren hätte müssen.
Ich habe hier am Desktop zwei Bildschirme, und das ist nur teilweise korrekt. Einmal einrichten und es läuft.
Davon ab ist diese Thematik vollkommen irrelevant, weil sie niemals vorkommen wird.
Die Tools nutzen letztendlich alle dpkg (mit Frontend apt) als Backend.
Ok. Das war ziemlich sicher mal anders, da wurden je nach genutztem Tool auch mal unterschiedliche Datenbanken genutzt.
Sollte er mit einem Linux anfangen wollen, dann wird er sich aber definitiv ganz gewaltig umstellen müssen ... Ansonsten wird er anfangen den Firefox über WINE mit der *.exe für Windows zu installieren ... Das habe ich nämlich bei Windows-Umsteigern bereits das ein oder andere Mal so gesehen und daher installiere ich auch Umsteigern kein WINE mehr und setze für Windows-Software lieber auf eine VM.
Ehm, nochmal. Das Ding ist Werkzeug, mehr nicht. Ich habe mit Menschen mit dieser Art von Anspruch schon einige Erfahrung, die installieren sich exakt gar nichts, schon gar nicht mit WINE.
Digitale Technik ist jung
Du hast definitiv eine andere Definition für das Wort "jung" für Dich gefunden... :mrgreen:

MSfree
Beiträge: 3137
Registriert: 25.09.2007 19:59:30

Re: Linux für Netbook?

Beitrag von MSfree » 21.01.2018 15:20:42

dirk11 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
21.01.2018 10:18:18
Die Tools nutzen letztendlich alle dpkg (mit Frontend apt) als Backend.
Ok. Das war ziemlich sicher mal anders, da wurden je nach genutztem Tool auch mal unterschiedliche Datenbanken genutzt.
Wo hast du denn die Fehlinformation her? Alternative Fakten?

Antworten