Böses agressives Linux, gutes sanftmütiges Windows

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bierbo
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Beitrag von bierbo » 17.03.2006 07:38:49

ja, bitte einscannen....

flugblätter, kondome und pins. (kondome bitte nicht mit den pins ausliefern)

ja, hab auch schon ge-spreadet. und heute gehts munter weiter.

Necro666
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Beitrag von Necro666 » 17.03.2006 07:59:45

Ähm, Jungs auch wenn Ihr mich dafür nun schlagen wollt - Es ist tatsächlich wahr, dass Linux die Festplatten (auch die restliche Hardware) anders behandelt und anspricht! d.h. Es ist durchaus möglich das die Platte deswegen schneller kaputt gegangen ist, als hätte unser Poster Windoof benutzt!!! Ich habe früher bei einem Distri gearbeitet, und habe auch des öffteren Whitpapers von Herstellern bekommen, die einem nicht erlaubten, bestimmte Platten mit Linux zu verkaufen! Teilweise hört man das auch sofort, weil die Platten dann lauter werden und das "singen" anfangen! Win2000/98 drauf (XP gabs noch net) und schon war die Platte wieder leise!

Das hat natürlich überhaupt nichts, aber auch gar nichts mit der Garantie zu tun, denn er Hersteller muß dafür Sorge tragen, das die Platte mit jedem BS läuft!

Dies nur mal so am Rande...

yeti

Beitrag von yeti » 17.03.2006 08:07:05

Necro666 hat geschrieben:und habe auch des öffteren Whitpapers von Herstellern bekommen, die einem nicht erlaubten, bestimmte Platten mit Linux zu verkaufen!
Da lohnt sich ja glatt ein Archiv zu diesem Thema!
Find' ich gut!
Also wer sowas hat... bitte nicht voreilig entsorgen...

"Linux killt Hardware" muß dann wohl umgedeutet werden zu "Linux deckt Hardwareschwachstellen auf".

Ich hab übertaktete PCs im Bekanntenkreis erlebt, die unter Windows liefen, unter Linux aber nicht...

init 0
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Beitrag von init 0 » 17.03.2006 08:33:31

@Necro666
Ich habe früher bei einem Distri gearbeitet,
Schön dass du Abkürzungen verwendest. Meinst du eine Linux Distribution oder einen Hardware Distributor(Dealer).
Beim letzteren werden ja bereits (selbstzensur).
Wie auch immer, zeigmal sone Whitepaper. Von dem Thema höre ich das erste mal. Ich weiß du "hast" da gearbeitet. Vergangenheitsform ja habe ich gemerkt.
Du wirdst aber sicher in der Lage sein nochmals Unterlagen aufzutreiben.
Ich setze Linux nun schon seit 2.0.32 ein und hatte noch nie eine Platte die deswegen verreckt wäre. Gerade solche Geschichten sollten irgendwie zumindest ansatzweise belegt werden.
Ach ja, und nix schrotten.
Ich habe einen schlechten Stil, ich weiss, Danke, wurde mir bereits gesagt.

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Natas12
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Beitrag von Natas12 » 17.03.2006 08:47:52

Necro666 hat geschrieben:Ähm, Jungs auch wenn Ihr mich dafür nun schlagen wollt - Es ist tatsächlich wahr, dass Linux die Festplatten (auch die restliche Hardware) anders behandelt und anspricht!
wie sollte das gehen? ata-befehlssatz ist ata-befehlssatz, oder irre ich mich da? würde man den nicht einhalten, würde eine platte unter linux gar nicht funktionieren...
Zuletzt geändert von Natas12 am 17.03.2006 10:31:43, insgesamt 1-mal geändert.
"In den reichen Ländern hat die Freiheit gesiegt - mit all den schrecklichen Folgen, die das für die anderen mit sich bringt und noch bringen wird. Die Demokratie ist auf andere Epochen verschoben." (L. Canfora)

yeti

Beitrag von yeti » 17.03.2006 08:54:31

init 0 hat geschrieben:Ich setze Linux nun schon seit 2.0.32 ein und hatte noch nie eine Platte die deswegen verreckt wäre.
Ich setze Linux seit 0.11 ein und in den letzten 2 Jahren sind mir 3 von 4 maxtorschen 80G/5400UpM-Platten gestorben.
Die Platten hatten keine Berührung mit Windows.
Wie kann ich das "deswegen" bestätigen oder verwerfen?
Interessanterweise ist *mir* noch nie eine SCSI-HD verreckt... in meinem Bekanntenkreis gibt es allerdings auch sowas...

...aber Whitepapers, die explizit den Einsatz unter Linux verbieten, sähe ich auch gern mal!

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rodeoflip
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Beitrag von rodeoflip » 17.03.2006 09:09:57

Ich hab in meinem Server ne 2GB SCSI Platte, auf der lief seiner Zeit mal Windows 95, seit etwa 2,5 Jahren aber Linux (anfangs Peanut, seit 1,5 Jahren aber Debian). Die Platte hat ständig mal das eine oder andere Problem mit defekten Sektoren. Etwa einmal alle drei Monate muss ich das auf dem SCSI Kontroller verbaute Tool zum Reparieren der Sektoren bemühen, was besonders nervig ist, da es jeden defekten Sektor einzeln bestätigt haben möchte. Da hilft nur, die Entertaste mit irgendetwas beschweren und den für 15 Minuten in Ruhe lassen. Ob dieser "Defekt" jetzt in direkt im Zusammenhang mit Linux oder einfach nur mit Altersschwäche zusammenhängt, weiß ich nicht. Ich tippe aber eher auf letzteres...

Sei's drum, ATA Befehlssatz ist ATA Befehlssatz, der Meinung bin ich erstmal auch.
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bierbo
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Beitrag von bierbo » 17.03.2006 09:23:48

nur einmal grundsätzlich: wieso schreibt linux aggressiver? magnetisiert das OS die platte stärker oder was?

bei mir sind drei ibm-platten mit windows verreckt und dafür läuft meine ibm-platte im ibm-notebook(!) seit 4 jahren (!!) störungsfrei. und da war zweimal redhat und einmal gentoo drauf.

wie wärs mit einem wettbewerb? der, der beweisen kann mittels einem _seriösen_ papier von einem hersteller, der seinerseits dieses "problem" technisch nachvollziehbar beweisen kann, bekommt $amount of euros$ €


hm?

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rodeoflip
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Beitrag von rodeoflip » 17.03.2006 09:45:08

magnetisiert das OS die platte stärker oder was?
Das sicher nicht, aber es schreibt in anderen Zyklen, als Windows.

Wo du Gentoo ansprichst: Das ist für Notebookplatten erwiesenermaßen nicht die günstigste Variante, da beim Kompilieren sehr viele kurze Lese- und Schreibzyklen durchgeführt werden, welche die Platte belasten. Dafür soll es zumindest hinreichend dokumentierte Fälle geben.

Ansonsten sollte diese ganze Sache aber absolut WURSCHT sein. Jede (!) Festplatte kommt mit einem Cache und einem I/O Prozessor daher. IMHO ist es OS-seitig unmöglich, direkt auf die Platte zu schreiben. Das OS schickt Daten an die Platte und dort kümmert sich der I/O Prozessor um das Hin- und Hergeschiebe zwischen Plattencache und Platte.
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Kelpin
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Beitrag von Kelpin » 17.03.2006 10:05:42

yeti hat geschrieben:Ich setze Linux seit 0.11 ein und in den letzten 2 Jahren sind mir 3 von 4 maxtorschen 80G/5400UpM-Platten gestorben.
Interessanterweise ist *mir* noch nie eine SCSI-HD verreckt... in meinem Bekanntenkreis gibt es allerdings auch sowas...
Kannst Du nachvollziehen nach welcher Laufzeit die Platten gestorben sind?
Wir haben im Projekt auch eine 18GB SCSI Platte (Windows NT4) vor der Zeit verloren.
Zuletzt geändert von Kelpin am 17.03.2006 10:49:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Six
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Beitrag von Six » 17.03.2006 10:31:59

Erstmal ein herzliches Willkommen an alle Neuzugänge! Willkommen im debianforum.de und viel Spaß mit Debian.
Necro666 hat geschrieben:Es ist tatsächlich wahr, dass Linux die Festplatten (auch die restliche Hardware) anders behandelt und anspricht!
Ja und nein. Natürlich spricht GNU/Linux die Hardware "anders" an als z. B. MS Windows, es ist ein anderes OS. Aber es muß sich ebenso wie alle anderen OS an die Vorgaben der Protokoll-Standards halten, sonst funktioniert die Hardware nämlich garnicht. Du kannst z. B. ein PCI-Device nicht als ISA-Device ansprechen, da passiert dann höchstens ein Systemabsturz. Elektrisch und mechanisch passiert auf Hardwareebene aber nichts, was die Hardware nicht ab kann, das ist konstruktionsbedingt. Ein PCI-Bus kann eben nicht mehr Spannung als 5V liefern und eine IDE-Platte dreht von Werk aus nunmal mit 5400 RPM oder so und kann nur über spezifische Schnittstellen auf werksseitig festgelegte und unveränderliche andere Werte umgestellt werden (Silent vs. Performance-Mode, wie es so schön heißt).
Teilweise hört man das auch sofort, weil die Platten dann lauter werden und das "singen" anfangen! Win2000/98 drauf (XP gabs noch net) und schon war die Platte wieder leise!
Ich kann mir das höchstens so erklären, daß unter MS Windows der Silent-Mode aktiviert wurde, während GNU/Linux halt im Performance-Mode lief. Beides ist nach Spezifikation aller mir bekannten HD Hersteller zulässig. Die MTBF wird davon nicht berührt. So weit ich weiß hat z. B. Seagate eine Zeit lang IDE-Platten als "extra leise" verkauft und einfach von Hause aus den Silent-Mode angeschaltet. Die konnte man dann mit geeigneter Software auf "schnell, aber laut" umschalten.


Deswegen: GNU/Linux ist nicht schädlich für irgendwelche Festplatten, das geht schon rein konstruktionsbedingt nicht. Diese Behauptung ist auf dem selben Niveau einzuordnen, wie die Behauptung, Sony Fernseher würden schneller kaputt gehen, wenn sie RTL zeigen müssen.

Also ruhig bleiben und den Händler auslachen, der sich anscheinend nur vor seiner Gewährleistungspflicht drücken will.

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H4kk3r
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Beitrag von H4kk3r » 17.03.2006 10:58:31

Dass Gentoo Festplatten (nicht nur diese) wegen der extremen Belastung liefert, habe ich selbst erlebt. Sonst kann ich das aber nicht bestätigen. Betreibt man eine Platte mit Debian und partitioniert nicht ständig um, passiert bestimmt nichts schlimmes.
Gruß, Marcus

„Well done! We did it!“

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bierbo
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Beitrag von bierbo » 17.03.2006 11:45:13

gratulation. ihr seid in google alerts :D

mir ist noch nie eine platte mit linux verreckt.

weder im notebook(wobei die ibm-platten ja nicht die besten sind) noch in meinen zwei fileservern, noch in meinem proxyserver. bei allen dreien gibts ständig plattenzugriffe, wie man vielleicht herauslesen kann. es sind alles stinkordinäre desktopplatten und teilweise haben sie schon öfter den computer gewechselt, also ich hab wirklich nix teures am laufen. aber es läuft ;)

natürlich greift jedes os anders auf die hardware zu, das ist logisch. aber beispielsweise durch den IDE-controller wird gewährleistet, dass die platten physisch gleich angesprochen werden und durch eine mittlerweile recht hohe durchschnitts-mtbf sollte die unterschiedliche beanspruchung durch verschiedene betriebssysteme auch keine rolle mehr spielen.
apropos: nachzuprüfen wäre, ob der händler ein certified microsoft dealer oder ein sco-supporter ist.
kling nämlich so.

übrigens: durch EMule wird auch jede platte stärker beansprucht. warnung in diese richtung habe ich aber noch nie eine gesehen.

bitte macht den namen dieses händlers publik. bitte!!!

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McAldo
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Beitrag von McAldo » 17.03.2006 12:18:16

Ich bin auch dafür, dass der Name des Händlers veröffentlicht wird. Am bestene eine Kopie des Schreibens online stellen. Dann kann niemand irgendwelche Schritte einleiten wegen angeblicher Verbreitung von Unwahrheiten. Es steht dann schwarz auf weiß und der Name des Händler ist auch dabei.
Vielleicht wird das ja dann noch bekannter und schreckt andere Händler mit gleichem Unwillen der Ganrantiegewährleistung folge zu leisten ab.


McAldo
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
(Talmud)

n0bbi
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Beitrag von n0bbi » 17.03.2006 12:22:04

Also meiner Meinung nach, ist es doch völlig egal, ob irgendeine Linuxdistribution die Festplatte anders (aggressiver?) beansprucht oder nicht. Wenn eine Festplatte das nicht aushält (obs wirklich so ist, sei mal dahin gestellt), dann taugt sie schlicht und einfach nichts und der Händler muss sie zurücknehmen / umtauschen...

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