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Was ist schwerer, eine leer oder eine volle Festplatte?

Verfasst: 23.05.2007 09:45:52
von decembersoul
Mit dieser interessanten Frage haben wir schon Stunden im IRC gerätselt.

Mal sehen wie Ihr eure Meinung begründet. 8O

Verfasst: 23.05.2007 09:55:49
von 123456
Ganz klar, eine volle....Die Einser Bits wiegen schwerer als die Nuller Bits.

Oder war die Frage etwa Ernst gemeint? :)

Verfasst: 23.05.2007 11:27:31
von utkin
ub13 hat geschrieben:Ganz klar, eine volle....Die Einser Bits wiegen schwerer als die Nuller Bits.
Obwohl ja jetzt die Einsen, so rein gefühlsmäßig, weniger Materie enthalten. Könnte also auch leichter sein.

Wenn man sie allerdings, im metaphysichen Sinne, als gehaltvoller betrachten kann, dann spräche das wieder für die Theorie der Schwere. Wir sollten vielleicht mal eine Anfrage an den Vatikan senden...

Gruß, utkin

Verfasst: 23.05.2007 11:33:58
von cirrussc
Nach Beratung mit erfahrenen Technikern sind wir zu dem Schluss gekommen, die volle ist schwerer.
Weil in die Platte Energie gesteckt wurde und Energie ist gleich Masse!
Edit: Das ist die einzig richtige Theorie! Weil, wer sagt denn das eine volle HDD auch mit Einsen gefüllt ist?

cirrussc

Verfasst: 23.05.2007 11:47:13
von Boccaccio
Klar steckt man in eine Festplatte Energie rein, wenn sie in Betrieb ist. Aber sie gibt ja auch jede Menge Energie in Form von Wärme ab.

Ich würde fast vermuten, es kommt drauf an, wie die 1 und 0 auf der Platte verteilt sind...

Verfasst: 23.05.2007 11:49:05
von Ludren
Die Luftfeuchtigkeit nicht zu vergessen. Einser ziehen mehr Feuchtigkeit an. :)

Verfasst: 23.05.2007 11:49:22
von Spasswolf
Eine Platte die nur 1 oder nur 0 enthält sollte am schwersten sein.

Verfasst: 23.05.2007 11:55:59
von dopehouse
Das kommt wohl auf das verwendete Verfahren an, dass zur Speicherung der Daten genutzt wird. Denn nicht immer entspricht ein gesetztes Bit auch einer Magnetisierung. Siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Modified_F ... Modulation

Allerdings ist dieses Verfahren nicht mehr aktuell und wurde von http://de.wikipedia.org/wiki/EPRML in aktuellen Festplatten abgelöst. Da ich hierzu zumindest auf Wikipedia keine genaue Beschreibung des Verfahrens finden konnte, kann ich nicht ausschließen, dass sich die Lage verändert hat.

Verfasst: 23.05.2007 12:01:05
von ZOiD
..müsste eine magnetisierte HDD, nicht je nach Standort mit dem Magnetfeld der Erde wechselwirken.
Dann ist es evtl. postitonsabhängig, bzw. kommt´s darauf an wie herum man sie hält. :oops:

Verfasst: 23.05.2007 12:10:46
von Pawel
Eine Festplatte, die "voll" ist, ist genauso schwer wie eine "leere" Festplatte.

Der Grund für die Aussage. Die Masse einer Festplatte ändert sich nicht. Die Energie, die hinzugefügt wird, dient zum einem zum Bewegen der mechanischen Teile, zum anderem um die Elektronen zu bewegen und nicht zuletzt um Änderungen am magnetischem Feld der Scheiben vorzunehmen.
Beim ersten wird elektrische Energie in kinetische Energie umgewandelt und später in Wärme.
Beim zweiten bliebt die Anzahl der Elektronen innerhalb des Systems gleich.
Beim dritten Fall gibt es auch keinen Zuwachs an irgendeiner Masse, sondern nur eine Veränderung an Elektronen (Ferromagnetismus).

Verfasst: 23.05.2007 12:15:34
von cirrussc
Pawel hat geschrieben:Eine Festplatte, die "voll" ist, ist genauso schwer wie eine "leere" Festplatte.

Der Grund für die Aussage. Die Masse einer Festplatte ändert sich nicht. Die Energie, die hinzugefügt wird, dient zum einem zum Bewegen der mechanischen Teile, zum anderem um die Elektronen zu bewegen und nicht zuletzt um Änderungen am magnetischem Feld der Scheiben vorzunehmen.
Beim ersten wird elektrische Energie in kinetische Energie umgewandelt und später in Wärme.
Beim zweiten bliebt die Anzahl der Elektronen innerhalb des Systems gleich.
Beim dritten Fall gibt es auch keinen Zuwachs an irgendeiner Masse, sondern nur eine Veränderung an Elektronen (Ferromagnetismus).
Das ist uns (hoffentlich) allen klar aber man muss auch öfter mal blödeln.

Verfasst: 23.05.2007 12:24:31
von 123456
cirrussc hat geschrieben:Das ist uns (hoffentlich) allen klar aber man muss auch öfter mal blödeln.
uns allen? Oh mann, hälst Du uns für gut. ;)

Die Festplatte enthält ja eine Menge an Komponenten. Auch Schmierstoffe, etc. Diese vergasen doch nach einer Weile und verflüchtigen sich in die Umgebung.
Nach einer Weile sollte die Platte also leicher werden. Allerdings dringt ja auch nach Lundrens Theorie Feuchtigkeit ein, das macht sie wieder schwerer. Kommt also auf das Delta an...

Verfasst: 23.05.2007 12:34:28
von Paty-17
Kommt natürlich auch noch ganz drauf an mit was man sein geliebtes stück so "füllt". N besonders schwere Ausarbeitung / Facharbeit / Diplomarbeit hat bestimmt mehr Masse als so n schnell und leicht hingeschriebener Text wie hier im OT.
Das gute Stück is bestimmt auch voll schwerer als leer: http://youtube.com/watch?v=QBCCQkG8EE8

Verfasst: 23.05.2007 12:35:48
von cirrussc
ub13 hat geschrieben:
cirrussc hat geschrieben:Das ist uns (hoffentlich) allen klar aber man muss auch öfter mal blödeln.
uns allen? Oh mann, hälst Du uns für gut. ;)

Die Festplatte enthält ja eine Menge an Komponenten. Auch Schmierstoffe, etc. Diese vergasen doch nach einer Weile und verflüchtigen sich in die Umgebung.
Nach einer Weile sollte die Platte also leicher werden. Allerdings dringt ja auch nach Lundrens Theorie Feuchtigkeit ein, das macht sie wieder schwerer. Kommt also auf das Delta an...
Das sollte eigentlich nicht passieren weil Festplatten hermetisch abgedichtet sind, was natürlich auch die Geräuschentwicklung enorm reduziert. Ich hab sie alle schon offen gehabt(1" ... 3.5") :)

cirrussc

Verfasst: 23.05.2007 12:54:03
von Boccaccio
Ich habe zwar nicht allzuviel Ahnung von Festplatten, stelle mir das aber prinzipiell so vor: Man hat eine gewisse Anzahl an ferromagnetischen Bereichen, deren Magnetisierung entweder in die eine ("oben) oder andere ("unten") Richtung zeigen kann.

|o|o|u|u|o|

Dann gibt es im wesentlicen 2 Effekte: Ist die Platten in einem äußeren Magnetfeld, so hat man die Energie der magnetischen Momente im Magnetfeld, hierfür ist also die Differenz der o's und u's entscheidend sowie die Stärke des Magnetfelds.
Daneben wechselwirken die Bereiche natürlich noch miteinander, wobei die parallele Ausirchtung (alle o oder alle u) die energetisch günstigste ist. Hier ist also die Unordnung der Bereiche ein Maß für die Energie.