Frequenz abfragen

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raa
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Re: Frequenz abfragen

Beitrag von raa » 14.11.2017 21:31:03

Also mal ein bisschen OT: :wink: Ich hab' einen einzigen NiMH - Akku hier, der so alle Schaltjahre mal zu laden ist, und einen Haufen Bauelemente und Gerätchen, die sich so im Laufe von ein paar Bastlerjahrzehnten angesammelt haben (darunter eben auch mein PC mit Debian drauf), und damit will ich auskommen. Im Moment ist es so, dass ich den Akku mit einer Konstantstromquelle lade - da kann ich mir ungefähr ausrechnen, wann er voll sein muss, und wenn's aufs Ende zugeht, eben immer mal ein Auge auf die Spannung werfen muss - typische Ladekurve (für 1 Zelle):

https://www.elektronik-kompendium.de/si ... 012511.gif

Einen Absolutwert als Kriterium zu nehmen, hat keinen Sinn, weil der stark schwanken kann. Abzuschalten ist nach dem "Buckel", wenn die Spannung anfängt, wieder abzusinken (alles, was dann noch 'reingepumpt wird, wird zu Wärme - das kann je nach Ladestrom schon fatale Folgen haben). :wink: Hab' wie gesagt erst überlegt, einen als Differenzierer geschalteten OV zu nehmen, aber dafür ändert sich die Spannung zu langsam. (Käufliche Ladegeräte schalten wohl thermisch ab - das gefällt mir aber nicht so.)

Und der PC frisst nun keine Gleichspannung, aber wozu habe ich meinen Funktionsgenerator, wo man die Frequenz mit einer Gleichspannung steuert - die Frequenz so alle Minute mal abzufragen und einen Piep auszugeben, wenn sie absinkt, sollte eigentlich kein Problem sein. Dachte ich. Bis gestern. :wink:

TuxPeter
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Re: Frequenz abfragen

Beitrag von TuxPeter » 15.11.2017 07:48:42

Gut, dann probiere das doch mal mit dem Debianjaaa (=Jack and Alsa Audio Analyzer). Ist ein Real-Time-Analyzer.

Den Funktionsgenerator auf sagen wir mal 400 Hz, das zu analysierende Frequenzband im jaaa vielleicht auf 380 bis 420 Hz. Ein bisschen mit der Bandbreite und der Amplitude spielen. Evtl. geht es mit höheren Frequenzen besser, man kann das vorher leicht mit dem Tongenerator von Audacity ausprobieren. Natürlich solltest du Sinus nehmen, damit du das Maximum im Oberwellen-Nebel leichter erkennst.

Habe das gerade mal mit 440 Hz getestet - man sieht auch Abweichungen von unter 1 % deutlich.

Schöner sind natürlich die statischen Frequenz-Analysen von Audacity, das geht aber naturgemäß immer erst im Nachhinein, wenn es für deinen Akku also zu spät ist.

Ne automatische Endabschaltung ist da natürlich nicht drin. Wenn du aber gerne lötest - Akku-Lade-Chips gibt es für Cent-Beträge.

Jana66
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Re: Frequenz abfragen

Beitrag von Jana66 » 15.11.2017 08:15:48

TuxPeter hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2017 07:48:42
Gut, dann probiere das doch mal mit dem jaaa (=Jack and Alsa Audio Analyzer). Ist ein Real-Time-Analyzer.
Dann muss raa doch die Haupt/Mittenfrequenz (kleine Störungen des harmonischen Signals wird es auf dem Übertragungsweg geben) ständig aufzeichnen oder beobachten, um das Sinken der Ladespannung an sinkender Frequenz ("Buckel überschritten") zu erkennen. Wäre mit FFT übrigens auch der Fall und Debianjaaa tut wohl nichts anderes - nach dem Bild zu urteilen: https://screenshots.debian.net/package/jaaa

Eigentlich sollte man die Ladespannungskurve im PC/Microcontroller/Raspi aufzeichnen, vereinfacht die Auswerterei bzw. Reaktion, wenn Akku voll.
Der Funktionsgenerator ist ja nur ein Umweg für die Messung der Ladespannung mit PC.
Wenn keiner was sagt, wird sich nichts ändern. Wenn alle nur reden ebenfalls nicht.

TuxPeter
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Re: Frequenz abfragen

Beitrag von TuxPeter » 15.11.2017 09:28:19

Jana66 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2017 08:15:48
Eigentlich sollte man die Ladespannungskurve im PC/Microcontroller/Raspi aufzeichnen.
Genau. Ein Arduino Nano kostet beim Chinamann so um die 2 Euro, oder weniger. Kann dann z.B. mit dem A/D-Wandlereingang mit 10 bit Auflösung die Spannung überwachen. Eine Software, die den Lade-Buckel erkennt, dürfte auch ungeübte Programmierer kaum überfordern, zumal die Arduino-Software top-einfach zu bedienen ist und unzählige Anwendungsbeispiele im Netz zu finden sind. Mit einem Relais über Treibertransistor oder auch direkt mit Fet oder bipolarem Transistor wäre dann die Ladespannung auch gleich wieder auszuschalten, Und mit dem PC kannst du inzwischen was Vernünftiges machen. Oder bei Bedarf die jeweilige Ladekurve per USB an den PC schicken und so den Kapazitätsverlust des Akkus minutiös protokollieren.

raa
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Re: Frequenz abfragen

Beitrag von raa » 15.11.2017 20:27:08

TuxPeter hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2017 09:28:19
Mit einem Relais über Treibertransistor oder auch direkt mit Fet oder bipolarem Transistor wäre dann die Ladespannung auch gleich wieder auszuschalten,
Oder so. :wink: Das ist meine Konstantstromquelle - zum Einschalten muss also die Basis vom Transi an Masse ("Low" - Pegel) gelegt werden:

http://hkraus.eu/300mA.jpg

(Die 15V kommmen aus einem stabilisierten Netzteil - und Netzteile kann man bekanntlich nie genug haben.) :wink:

Zur Beschaltung eines linearen Spannungsreglers als Konstantstromquelle - wer's nicht glaubt, hier das Prinzip:

http://www.netzmafia.de/skripten/hardwa ... LM317.html

(Runterscrollen zu "Stromquelle".) Ach ja - der Akku hat 6 Zellen, also die Spannungen * 6 nehmen:

https://www.elektronik-kompendium.de/si ... 012511.gif

Sorry, das bringt's noch nicht ganz - die bislang höchste gemessene Ladeschlussspannung war 10,8V. Aber so ungefähr stimmt die Kurve schon. :wink:

SirArthur
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Re: Frequenz abfragen

Beitrag von SirArthur » 17.11.2017 14:22:47

Ich denke, in einem Thread wie diesem sollte Baudline nicht unerwähnt bleiben - die Mutter aller Analyzer.

http://baudline.com/

raa
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Re: Frequenz abfragen

Beitrag von raa » 17.11.2017 17:58:42

SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
17.11.2017 14:22:47
Ich denke, in einem Thread wie diesem sollte Baudline nicht unerwähnt bleiben
Könnte es aber, ohne Informationsverlust. (Verlust anwendungsbereiter Informationen, meine ich.) :wink:

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Re: Frequenz abfragen

Beitrag von detix » 18.11.2017 12:58:07

Ein ähnliches Vorhaben hatte ich mal mit einem Arduino und Debiangnuplot umgesetzt.
Es hat nur leider nicht funktioniert, da NiMh Akkus nach Volladen keinen großen Spannungseinbruch zeigten, ist also nicht vergleichbar mit dem Verhalten von NiCd.
Wikipedia [1] schreibt nur wenig dazu, o-Zitat:
Das Absinken der Spannung ist bei NiCd-Akkus deutlich ausgeprägt.
Bei NiMH wird das Absinken der Spannung nach einem Maximum jedoch nur bei ausreichend hohen Ladeströmen beobachtet.
und dafür reichten bei meinem Versuch nicht einmal 1xC Ladestrom, mehr wollte ich dem armen Akku nicht zumuten!
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ladeverfahren
Gruß an alle Debianer

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