Gelöst: Alsa Midi mit Jack

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niemand
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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von niemand » 02.01.2019 11:51:56

BongoFury hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.01.2019 11:47:09
Muss man pulseaudio zwingend entfernen um Jack zu verwenden […]?
Nein, aber deaktivieren wäre sinnvoll. Sowohl Pulse als auch Jack setzen auf ALSA auf, aber nur ein Daemon kann die Kontrolle über das Device haben. Man könnte sich was mit ’ner asoundrc und diversen Sinks basteln – aber das wäre ’ne elendige Frickellösung und brächte diverse Nachteile mit sich.
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pferdefreund
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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von pferdefreund » 02.01.2019 14:05:10

qjackctl und patchage machen dem Grunde nach das selbe - aber patchage ist da optisch schöner. Man sieht wunderbar in einem großen Fenster auf den ersten Blick, wer mit wem verheiratet ist. Qjackctl hat halt den Vorteil, dass man direkt beim Start schon verschiedene Programme und Setups starten kann wie z. B. Pegelanzeige mit jkmeter, Mixer und ähnliches. Ich habe mir sogar da was selbst geschrieben, um per Script mein Jack-Zeug zu konfigurieren. Da kann man dann direkt aus dem Startmenue Programme starten und auch gleich die Jack-Portzuordnungen machen - und - vor allen Dingen, die auch sichern. Das gibts glaub ich auch offiziell - aber ich wollte halt mal mit dern Jack-Schnittstellenbibliothek meine C-Kenntnisse erweitern.

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SirArthur
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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 02.01.2019 17:39:34

Ich musste Pulse auch nicht entfernen, um Jack normal zu verwenden, hatte auch noch keine crashes oder dergleichen. Allerdings habe ich es auch deaktiviert, wenn ich Jack starte. Kann man iirc sogar im QJackctl als script ausführen - also erst Pulse deaktivieren, und wenn man QjackCtl beendet, kann man es auch wieder starten. (unter Options - scripting).

Die automatische Portzuordnung kann man im QjackCTL auch machen, in der Patchbay. Damit spart man viel Zeit, wenn man standardmässig ein paar Programme lädt für sein Studio. Allerdings muss man aufpassen, in welcher Reihenfolge man die Programme lädt. Verbindungen werden nur hergestellt, wenn der Port auch da ist.
Wenn man das automatisieren will und alles gleichzeitig startet, wenn Jack schon läuft, sind manche Programme früher da, als andere und können sich nicht verbinden. Weiß nicht, ob das immer so ist, oder nur bei mir - ich starte die Programme einfach nach der Reihe mit ein paar delays, damit sie sich verbinden können.

Bessere Variante:
Man kann aber auch einfach alle Programme laden und den Patch im QjackCTL erst dann aufrufen, dann sollte sich auch alles passen.
zb mit einem Script, daß Dir QjackCTL startet, bisschen delay, damit es auch da ist, dann die Programme lädt und dann am Schluss mit qjackctl -- active-patchbay=[path] die Verbindungen herstellt.

Soundfont heißt das also. Ich habe mir den jetzt nicht angehört, würde Dir aber vielleicht zu einem raten, wo wirklich jede Taste gesampled wurde. Natürlich in möglichst vielen Anschlagstärken. Bei Deinem Link ist es anscheinend nur jede vierte weiße Taste und die Samples werden für die anderen Tasten gepitched. Was dazu führt, daß manche Tasten besser klingen, als andere. Bei Akkorden wirkt sich das oft auch ungut auf die Phasenlage aus und sie sind weniger in the face.

edit: mit pulseaudio-jack kannst Du zB Deinen Browser oder andere Programme, die Jack nicht können, in Jack einbinden. iirc hört man vom Browser nichts mehr, wenn Jack läuft. Allerdings läuft eigentlich alles, was man für ein Studio braucht, auf Jack und ich würde es einfach trennen.

edit2: Qjackctl und patchage machen nur bis zu einem gewissen Grad das selbe. Beide starten den Jack Server und man kann Programme verbinden. Mit QjackCTL hat man allerdings sämtliche Konfigurationen für Jack in einem GUI. Man kann mit einem Klick Soundkarten wechseln usw. Mit Patchage kann man iirc nur Programme verbinden - zugegeben recht übersichtlich. Du kannst auch beide parallel verwenden - QJackCTL zur Konfiguration des Jack Servers, Patchage, um alles zu verkabeln und dann wieder QJackCTL, um die patches zu verwalten.

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von BongoFury » 02.01.2019 18:25:53

So... mir raucht der Kopf, das ist echt... abendfüllend. Wieder einmal eine Sache die mir zeigt wie wenig ich von all dem verstehe was ich so mache :roll:

Ich habe aber nun pasuspender entdeckt... immerhin. Und wenn ich jack auf dem Terminal starte gibts ne Fehklermeldung weil er alsa-pcm nicht findet, will ich mit "jackdmp -d master-backend-name --help" sehen will wie das device heißen könnte findet der das Programm jackdmp nicht. Aber mit QJackCtl bekomme ich jack zum starten auf dem richtigen device. Unbefriedigend.

Weiter bin ich aber noch nicht...

Muss jetzt mal sehr laut Zappa hören und was essen...

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 02.01.2019 18:30:13

Ich würge Pulse einfach mit pkill (glaube ich) ab. Ab Werk startet es sich dann nach einer gewissen Zeit wieder selbst - es gibt eine Datei namens client.conf - da musst Du autospawn=no eintragen. Dann bleibt es weg, bis Du es wieder startest.

edit: pulseaudio -k tut es eventuell auch
Im QjackCTL:
Execute script on startup: pulseaudio -k
Execute script after shutdown: pulseaudio --start

Wie gesagt, QJackCTL ist ein GUI für den Jack Server und startet Jack mit den Einstellungen, die dort drin stehen. Jack ohne GUI ist nicht so toll, außer, man hat viel Zeit.

Zappa: We're only in it for the money hilft sicher. <3

edit2: mit htop kannst Du Dir ansehen, mit welchen flags jackd von QJackCTl gestartet wird.

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von BongoFury » 02.01.2019 18:57:08

Ah, guter Tip. Ich habe gerade festgestellt das bei meinem rumgefummle alsa auch mal gerne hängen bleibt... inklusive Fluidsynth. Und ich schaffe es bisher nicht Jack Midi mit dem Midi-über-USB des Keyboardes zu verbinden... Und wenn ich das Keyboard mittels alsa-midi mit Fluidysynth verbinde und dann Jack als Audio für Fluidsynth einstelle... geht gar nichts mehr, dann muss ich Fluidsynth killen und neu starten... Und mehr und mehr drängt sich die Ahnung auf das das Keyboard auf Jack-Midi gar nicht reagiert...

Ich raff jetzt gar nix mehr und muss jetzt wirklich mal aufhören, und: "the torture never stops" ist mein Favorit heute :)

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von smutbert » 02.01.2019 19:00:21

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.01.2019 11:51:56
BongoFury hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.01.2019 11:47:09
Muss man pulseaudio zwingend entfernen um Jack zu verwenden […]?
Nein, aber deaktivieren wäre sinnvoll. [...]
Wobei es auch sinnvolle Varianten der Koexistenz und Zusammenarbeit von jack und pulse geben kann.

Die erste Variante wäre Pulseaudio die Kontrolle über die Hardware behalten zu lassen und jack als Pulseaudio-Client zu betreiben, was mir aber wenig sinnvoll erscheint, weil man die niedrige Latenz von jack verliert und ev. auch noch ein paar andere Vorzüge von jack.

Die zweite Variante dagegen, jack die Kontrolle zu überlassen und Pulseaudio zum jack-Client zu degradieren, klingt für mich recht attraktiv.
Damit behält man alle Vorteile von jack und kann trotzdem die üblichen Desktop-Features zur Lautstärkeregelung und dergleichen verwenden ohne jack zu stören. (Ich muss aber hinzufügen, dass ich jack gar nicht verwende und daher mit keiner der beiden Varianten Erfahrung habe.)

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 02.01.2019 19:34:35

QJackCTL -> Setup -> Settings -> Midi Driver ist eingestellt?

Ich musste das bei mir allerdings nie machen, MIDI lief und läuft bei mir out of the box über ALSA.
QJackCTL -> Connect -> ALSA.

Und wie oben schon erwähnt - KMidiMon ist Dein Freund. ;-)

edit: ich kann bei mir ohne Probleme in KMidiMon Noten anzeigen lasse, die ich in Rosegarden auf die Schnelle reingemalt habe. ALSA connections only.

edit2: und das würde ich auch so beibehalten. Umso näher MIDI am Kernel bzw. der Hardware ist, umso besser (wenn man das so sagen kann, mit "näher").
Sobald Du mal eine Clock verwendest, wirst Du das merken. Mein High End Windows Rechner produziert eine Clock, die um mindestens 0.2 bpm schwankt (edit: hab aus Neugier grad nochmal gemessen: schwankt mitunter um 3% und ist 0.2bpm zu schnell...). Merkt man nicht sofort, aber früher oder später merkt man es. Ein alter Atari oder auch ein Dos Rechner sind da tausend mal stabiler. Was heutzutage auch noch ganz gut ist, sind Produkte von Apple. Die kommen wohl an einen alten Atari ran. Muss man aber nicht mögen ;-)

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 02.01.2019 23:49:30

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
27.12.2018 06:59:20
SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
27.12.2018 02:05:08
Probiers doch einfach mal aus, mach einen Beat, spiel was darüber und dann verschiebe einen Teil davon um besagte 11ms, meinetwegen die Snare oder die Hihat. Das Ding fällt zusammen, wie ein Kartenhaus.
Das mag sein, um 11ms ist schließlich die Wahrnehmungsschwelle, und die ist nicht mal fix. Nun ging’s aber darum, dass du meintest, man würde 3ms sicher hören, und auf 1ms genau spielen können:
SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
26.12.2018 23:21:29
Klar, 3ms sind super wenig. Allerdings - nimm einen straighten Groove, der nach vorne geht und gut antreibt, und verzögere die Snare um 3ms. Et voila, Du bist laid back. Und das nimmt man schon wahr - nicht einen einzelnen Schlag, aber der Charakter des Beats ändert sich.
Du kannst nicht innerhalb von ein paar Millisekunden auf etwas reagieren - aber Du kannst, wenn Du vorher weißt, wann es kommen soll, sehr wohl auf die Millisekunde genau einen Akzent setzen.
Dafür hätte ich gerne Belege gesehen.
Sorry nochmal für OT

In dem Link hast Du vielleicht eh gesehen, wie gering Drummer bei Studioaufnahmen schwanken. Wobei davon ein paar natürlich editiert sein könnten bzw. mit loops gemacht wurden. Ich hab jetzt mal bei einer Produktion von mir die Tracks verglichen. Der Drummer hatte keine klassische Ausbildung und es war erst seine zweite Produktion mit Klick. Nichstdestotrotz ist er ziemlich gut. Hier also die Abweichungen zum Klick, bei einem Part, den ich als sehr genau empfunden habe, habs rausgeschrieben, in ms: -5, -1, 0, 0, -5, 1, 1, 5, 0, 1, 2, 0, -1, -2...usw. Andere Parts sind weniger genau und da schwankt das ganze schon mal im 20ms Bereich, zum vorigen Schlag, vor allem nach einem Fill oder einer Verzierung. Das merkt man aber auch. Vor allem im direkten Vergleich, mit den genaueren Parts. Wie gesagt, eine Naturtalent, keine klassische Ausbildung....das geht noch "besser", wobei natürlich die Frage bleibt, ob man sowas mechanisches überhaupt will. Ist halt ein eigenes Feeling.

Wirklich gute Drummer können ja auch bewußt vor oder nach dem Klick spielen, je nach Part und welches Feeling gewünscht ist.
Ich kann von mir selbst sagen, daß der Klick, wenn man ihn in der richtigen Lautstärke auf die Headphones schickt, "verschwindet", wenn man gut drauf spielt (mit Drums), weil er zb von der Snare überdeckt wird. Sobald beide Transienten zugleich kommen, hört man nur noch den lauteren. Ich verwende extrem kurze Klicks. Sobald man abweicht, hört man ihn wieder. Man kann allerdings am Anfang nicht sagen, ob man jetzt zu schnell, oder zu langsam ist - man weiß nur, daß man nicht drauf ist. Da kommt dann die 6 - 11ms Grenze ins Spiel....erst wenn man so weit oder weiter off ist, kann man sagen, in welche Richtung man grad driftet.
Das habe ich auch schon von ein paar Drummern gehört, a'la der Klick war "weg", also muss ich genau gewesen sein. Kann man auch super nachstellen, wenn der Klick als Audio Track vorhanden ist und man ihn so dazu mischt, daß er akustisch von der Snare gerade noch überdeckt wird, wenn sie genau übereinander liegen.

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von niemand » 03.01.2019 06:55:53

SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.01.2019 23:49:30
Sorry nochmal für OT
Es geht weiterhin um die Aussage, man könne eine Differenz von 3ms sicher hören. Dazu werde ich die Tage mehrere Versionen eines kurzen Tracks erstellen. Bei einer wird ein Instrument um 3ms verschoben sein. Das Ganze werde ich in eine Umfrage in den Smalltalk packen, wo’s dann auch On Topic ist. Dann wird sich ja zeigen, ob die Leute, die mitmachen möchten, es raushören können.
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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von pferdefreund » 03.01.2019 10:44:47

Es gibt auch noch ein Alsa-Modul, dass eine virtuelle Karte generiert und über eine .asoundrc angesprochen werden kann.
Damit wird dann alles jack-fähig. Vermutlich läßt sich darüber auch pulseaudio dranhängen - aber davon habe ich als Jack-user keine Ahnung. Hier mal meine .asoundrc die alles jackfähig macht...
Hier könnte man z. B, so wie ich es zu Hause machen, das Playback auch an einen
Jack-mixer oder jackeq schicken. Jackeq ist übrigens ein geiler Mixer mit 4 Kanälen, Monitorausgang, Eq usw...
Einfach system:playback_.. durch die entsprechenden Jack-Ports des gewünschten Mixers oder Programmes
austauschen.
jackEQ-01:c.4-in-L anstatt system:playback_1 verbindet die simulierte Karte mit jackeq input 4 links
jackEQ-01:c.4-in-R anstatt system:playback_2 verbindet die simulierte Karte mit jackeq input 4 rechts.
pcm.rawjack {
type jack
playback_ports {
0 system:playback_1 <<
1 system:playback_2 <<
}
}
pcm.jack {
type plug
slave { pcm "rawjack" }
hint {
description "JACK Audio Connection Kit"
}
}
pcm.!default {
type plug
slave { pcm "rawjack" }
}

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 03.01.2019 16:00:38

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
03.01.2019 06:55:53
SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.01.2019 23:49:30
Sorry nochmal für OT
Es geht weiterhin um die Aussage, man könne eine Differenz von 3ms sicher hören. Dazu werde ich die Tage mehrere Versionen eines kurzen Tracks erstellen. Bei einer wird ein Instrument um 3ms verschoben sein. Das Ganze werde ich in eine Umfrage in den Smalltalk packen, wo’s dann auch On Topic ist. Dann wird sich ja zeigen, ob die Leute, die mitmachen möchten, es raushören können.
Hier ist genau so ein Beispiel, aus dem Gearslutz Forum, ein ziemlich gutes, wie ich finde. Ich hab den "Blindtest" gemacht.
https://www.gearslutz.com/board/electro ... -hear.html
Ich werde Dich jetzt nicht spoilern, wann hier etwas passiert :-) Aber in dem Track ist eine Bassdrum, die 2ms off ist und das ist meiner Meinung nach sehr gut hörbar. Ich hätte auch geschätzt, daß es mehr als 2ms sind.
Auch die verschiedenen Swings sind spürbar unterschiedlich, wobei auch nur einer wirklich grooved bzw. zu den bpm passt.
Ich selber muss mich sehr konzentrieren, um den Unterschied zwischen den beiden nicht groovenden swings zu hören (4 bzw. 5ms) - der 3ms swing ist aber ganz klar "runder", als die beiden anderen. Probiers mal.

PS. Die Auflösung ist auf Seite 4.

edit: Swing ist wirklich das beste Beispiel für sowas. Wenn Du bei der Domorgel zu Passau die Demutspfeifen verzögerst, hört man das vermutlich erst ab 300 millisekunden....vorausgesetzt, man kennt das Material... :lol: Um mal ein Extrembeispiel in die andere Richtung zu nennen. Aber Swing ist schon ein eigenes Kaliber.
Ich denke, viele Musiker, die sich mit Beats usw beschäftigen, können das hören. Bei Nicht Musikern läufts darauf raus, ob sie dazu tanzen wollen, oder nicht.....

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von BongoFury » 03.01.2019 20:15:54

Ich habe heute erst mal rpobiert alles mal ohne Jack zu machen. Da konnte ich sofort einzelne Spuren von LMMS mit dem Keyboard zu verbinden und die damit verbundenen Klangerzeuger anspielen. Alles ganz glatt, allein die Latenzen taugen nichts zum direkten einspielen einer Spur, alles deutlich zu lahm. Auch konnte ich das Keyboard ohne jegliche faxen über Alsa Midi mit Yoshimi verbinden. Mittels QJackctl auch ohne Jack. Und das funktioniert immer. Dabei habe ich u.a. auch heraus gefunden das Fluidsynth wohl öfters mal hängt durchs rumfummeln, Yoshimi ist da doch etwas stabiler. Das bringt mir die Erfahrung das die Geräte grundsätzlich funktionieren, ist ja schon mal nicht schlecht. Aber die Latenzen sind wie gesagt, übeĺ...

Also wieder Jack angeworfen... weil es ja bis dahin so schön war. Soweit war auch alles gut, LMMS kontte über Jack Audio den Sound abspielen, aber das Keyboard wird mir bei Jack Midi nicht angezeigt, nur bei Alsa Midi. Also kann ich auch nichts damit verbinden. Jetzt frage ich mich ob das das grundsätzliche Problem ist, also ob da z.B. eine Firmware fehlt die dieses USB-Midi statt mit Alsa mit Jack abwickelt... ich bin da jetzt etwas ratlos weil ich in dem Bereich auch keinerlei Erfahrung habe. Also ist weiter suchen angesagt...
pferdefreund hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
03.01.2019 10:44:47
Es gibt auch noch ein Alsa-Modul, dass eine virtuelle Karte generiert und über eine .asoundrc angesprochen werden kann.
Damit wird dann alles jack-fähig. Vermutlich läßt sich darüber auch pulseaudio dranhängen - aber davon habe ich als Jack-user keine Ahnung. Hier mal meine .asoundrc die alles jackfähig macht...
Ich hatte bisher pulseaudio abgeschaltet wenn ich jack gestartet hatte. Das Problem ist auch nicht das ich kein Programm über Jack ausgeben lassen kann, das funktioniert. Mein Problem ist das ich mit gestartetem Jack das Keyboard unter Jack Midi nicht sehe und Alsa Midi nicht funktioniert. Ich kann das leider nicht anders ausdrücken, sorry.

Mannomann... hab ich mich verfahren...

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 03.01.2019 20:34:10

BongoFury hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
03.01.2019 20:15:54
Mittels QJackctl auch ohne Jack.
Du meinst, Du kannst im Qjackctl Midi Verbindungen über ALSA herstellen, aber es ist auf Stop? Ich kann schwer abschätzen, wieviel Du weißt, aber wenn Qjackctl auf Start ist, dann läuft der Jack Server, wenn es auf Stop ist, dann nicht.
Falls Dir das eh klar ist - forget it.
aber das Keyboard wird mir bei Jack Midi nicht angezeigt
Qjackctl -> Setup -> Settings -> Parameters -> Midi Driver.
Damit irgendein Glück?
nur bei Alsa Midi. Also kann ich auch nichts damit verbinden
Warum nicht? Werden die anderen Programme bei ALSA Midi nicht angezeigt?
Weitere Frage: werden sie angezeigt, wenn Jack nicht läuft?
So hab ich das grad verstanden.

Wenn das der Fall sein sollte, kannst Du eventuell in den Programmen selbst die Midi Schnittstelle ändern. Viele klinken sich automatisch bei Jack ein, wenn der Server läuft.

edit: bei Hydrogen zB (ein Sequenzer) kann man auswählen. Rosegarden scheint ALSA only zu sein. Ardour hingegen klinkt sich bei Jack ein und auf die Schnelle hab ich jetzt nichts gefunden, wo man das ändern könnte.
Mit Rosegarden kannst Du afaik auch plugins starten. Ist aber vielleicht ein "bisschen" viel, nur um zu spielen. Man kann damit auch Notationen drucken und alles mögliche.....Wenn du recorden willst, ist es aber vielleicht das richtige für Dich. Aber falls Du keine Erfahrungen mit DAWs hast, mach Dich auf eine üble Lernkurve gefasst.....

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von BongoFury » 03.01.2019 21:48:44

SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
03.01.2019 20:34:10
Du meinst, Du kannst im Qjackctl Midi Verbindungen über ALSA herstellen, aber es ist auf Stop?
Ja, ich kann damit Alsa Midi Verbindungen herstellen wenn Jack nicht läuft.
Qjackctl -> Setup -> Settings -> Parameters -> Midi Driver.
Damit irgendein Glück?
Leider nicht. Ich kann da zwischen seq und raw auswählen, macht aber keinen Unterschied.

Mir ist aber aufgefallen das mein Qjackctl anders aussieht... mal abgesehen davon das ich hier Deutsch als Sprache eingestellt habe.


Zur Lernkurve: Ich kann mit Hydrogen ganz gut um, und LMMS habe ich mir eben mal etwas angeschaut und das ist ja auch nicht so schwer, da konnte ich fix mal ein paar Spuren zusammenkloppen. LMMS würde mir sogar erst mal reichen... ich bekomme auch den Ausgang von LMMS auf Jack Audio geroutet, nur wenn ich Jack starte funktioniert der Alsa Midi Input von meinem Keyboard nicht mehr.

Grmpfl... ich geb jetzt nicht auf, nur für Heute mache ich mal Schluss, ich muss mal was leben... Und Morgen nochmal frisch dran gehen, oft ist das besser..

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