Gelöst: Alsa Midi mit Jack

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BongoFury
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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von BongoFury » 03.01.2019 21:51:56

SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
03.01.2019 20:34:10
nur bei Alsa Midi. Also kann ich auch nichts damit verbinden
Warum nicht? Werden die anderen Programme bei ALSA Midi nicht angezeigt?
Weitere Frage: werden sie angezeigt, wenn Jack nicht läuft?
So hab ich das grad verstanden.
Nein, ich kann nicht auf Verbinden klicken, das oist dann ausgegraut.

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SirArthur
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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 03.01.2019 22:14:57

Hab LMMS mal installiert, kannte das gar nicht.

Bei mir scheinen die Instruments von LMMS im QjackCTL unter ALSA auf, wenn Jack läuft....
Unter MIDI kommt gar nichts.
Midi Settings im LMMS: Alsa-Sequenzer

Hab dann auch im LMMS links neben dem Instrument bei Midi Inputs alles, was auf Alsa läuft.

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von pferdefreund » 04.01.2019 08:15:52

Ich kenne fluidsynth nicht und benutze seit Jahren Timidity++. Das hat sogar damals auf einer alten 200Mhz-Kiste in Realtime funktioniert. Den kann man als Server im Hintergrund laufen lassen. Eventuell klappt es ja damit. Falls die Latenz zu groß ist, mal die manpage bemühen - da läßt sich was einstellen mit den Puffern usw... Ich habe den damals auf der 200Mhz-Kiste mit Virtual Keyboard angesteuert und das funktionierte da schon ohne hörbare Latenz. Konnte da prima mit meiner Frau (die spielt Saxophon) mitspielen - sogar mehrstimmig.

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SirArthur
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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 04.01.2019 14:32:05

Ich kann mich nicht mehr erinnern, was ich bei mir alles eingestellt habe, aber das könnte recht hilfreich sein...

https://wiki.ubuntuusers.de/MIDI/
ALSA-MIDI
Zur Vorbereitung muss man zwei Justagen im Qjackctl-Einstellungsfenster kontrollieren. Hat man JACK gerade erst installiert bzw. zuvor noch keine Veränderungen vorgenommen, sind diese Justagen bereits "ab Werk" passend eingestellt:

Auf der Registerkarte "Einstellungen" muss "MIDI-Treiber" auf "raw" stehen.
Auf der Registerkarte "Verschiedenes" muss ein Haken vor "Unterstützung für ALSA-Sequencer bereitstellen" stehen.

Falls man diese Justagen jetzt erst vorgenommen hat: JACK anschließend stoppen, Qjackctl beenden und damit schließen, danach erneut öffnen und JACK starten. Im Fenster "Verbindungen" ist jetzt eine Registerkarte "ALSA-MIDI" vorhanden. Dort finden sich die Ein- und Ausgänge der MIDI-Hardware im Rechner. Sobald man MIDI-bezogene Programme öffnet, tauchen auch deren Ein- und Ausgänge dort auf, sodass man nach Belieben Verbindungen herstellen kann.


JACK-MIDI
Auch hier sind zwei Justagen im Qjackctl-Einstellungsfenster nötig. Sie laufen sozusagen entgegengesetzt zu denen unter ALSA-MIDI ab. Also:

Auf der Registerkarte "Einstellungen" muss "MIDI-Treiber" auf "keiner" stehen.
Auf der Registerkarte "Verschiedenes" darf kein Haken vor "Unterstützung für ALSA-Sequencer bereitstellen" stehen.

Hat man eine der Justagen verändert, gilt anschließend auch hier: JACK stoppen, Qjackctl beenden und schließen, dann wieder öffnen und JACK starten. Im Fenster "Verbindungen" ist jetzt die Registerkarte "ALSA-MIDI" verschwunden. Alle MIDI-Verbindungen richtet man statt dessen auf der Registerkarte "JACK-MIDI" ein. Dazu braucht es nun allerdings noch einen vorbereitenden Schritt: Man installiert ein kleines Programm, das die MIDI-Brückenfunktion zwischen ALSA und JACK wahrnimmt: a2jmidid. Dieses Programm ist in den offiziellen Paketquellen enthalten.

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 04.01.2019 16:23:41

Jep, das funkt.

- a2jmidid installiert
- Jack Server starten
- in einem Termnial a2jmidid -e tippen
- Verbindungen sind unter MIDI in Qjackctl da und funktionieren auch (unter a2j)

edit: Stabilität lässt bisschen was zu wünschen übrig....über 3% Schwankung. Der Laptop ist allerdings schon 11 Jahre alt.
Gemessen 120bpm, Ardour Midi Clock, mit 4ms Latenz, Focusrite Saffire 6 USB. Nächstes Hobby wird dann ein realtime Kernel. :wink:
Bild

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von pferdefreund » 04.01.2019 19:10:12

eventuell hilft da schon ein renice des jackd. Da gibt es im Netz Tipps dazu. Habe selber nicht weitergeforscht weil bei mir alles tut wie es soll.

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von SirArthur » 04.01.2019 19:58:51

pferdefreund hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
04.01.2019 19:10:12
eventuell hilft da schon ein renice des jackd. Da gibt es im Netz Tipps dazu. Habe selber nicht weitergeforscht weil bei mir alles tut wie es soll.
Danke für den Tip. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich die Priority von jackd schon mal nach ganz oben verschoben....allerdings nicht mit renice. Irgendein config file. Werde mir das aber mal genauer ansehen.
Ich bin jetzt aber nicht wirklich von Jack abhängig, Audio mit Linux ist nur so ein Hobby :-) Ich verwende es "nur" als Werkzeug, Frequenmessungen, Midi Stream abgreifen und so was. Dafür ist es defintiv unschlagbar.
Midi Clock nur mit Hardware (das Ding oben im Bild).
Werde aber früher oder später sicher mal einen low latency Kernel mit allem drum und dran auf einem passenden Laptop aufsetzen. Würde mich einfach interessieren, wie tight man das hinbekommt. Lenovo soll dafür ganz brauchbar sein, wurde mir gesagt...

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Re: (Master) Keyboard gesucht

Beitrag von BongoFury » 05.01.2019 10:54:02

Aller, läuft bei mir!

Mann, wie cool ist das denn, Danke! Ich habs schnell ausprobiert und alles ist da, Heute Abend mal mit Sound, werde berichten.

EDIT: Ich musste es ausprobieren, und siehe da, auch mit LMMS kann ich nun das Keyboard unter Jack nutzen. Alles ist jetzt so wie ich es mir vorgestellt habe, ganz easy und glatt. Nochmals vielen Dank an euch, ich werde den Betreff auf gelöst setzen,
Bongo

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Re: Gelöst: Alsa Midi mit Jack

Beitrag von SirArthur » 05.01.2019 14:11:23

Na siehste. War doch gar nicht so schwer :lol:

Manchmal muss man sich die Dinge auf Linux halt ein bisschen zusammenbauen. Was ich schwer in Ordnung finde. Soll ja auch nur machen, was es soll und nicht alles zumüllen, wie auf diversen anderen OSs. :THX:

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Re: Gelöst: Alsa Midi mit Jack

Beitrag von BongoFury » 06.01.2019 13:56:14

SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
05.01.2019 14:11:23
Na siehste. War doch gar nicht so schwer :lol:
Ganz wie man es sieht... Ich Hansel hatte zwar viel über Jack gelesen, bin aber zu dämlich gewesen über Midi nachzulesen bzw. die richtige Suchanfrage zu formulieren... auch weil ich ja gar nicht wusste wo es genau hakt. Irgendwie war mir klar das da etwas fehlt, und wenn ich jetzt darüber nachdenke war eine "Brücke" zwischen Alsa und Jack naheliegend, dennoch...

Jetzt ist der Rest eher einfach weil ich Dokumentationen zu jedem weiteren Programm finden
kann, aber ich bin mir sicher das ich irgendwann mal wieder fragen muss :hail: und dann froh es hier machen zu können.

Linux bzw. Debian aufzugeben weil etwas evtl. unter Windows einfacher zu realisieren ist, was nebenbei gesagt fast nie stimmt, käme für mich eh nicht in Frage. Ich habe eine tief sitzende Abneigung und eine gehörige Portion Misstrauen gegen derartige Unternehmen.

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Re: Gelöst: Alsa Midi mit Jack

Beitrag von pferdefreund » 06.01.2019 14:59:27

Kann ich nachvollziehen und daher bin ich privat seit 1999 MS-frei. Damals noch Suse und seit über 10 Jahren Debian.

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Re: Gelöst: Alsa Midi mit Jack

Beitrag von BongoFury » 06.01.2019 16:45:55

Es geht ja immer weiter... ich hab eben ein Tascam US-122 MkII Audio-Midi Interface zur Verfügung gestellt bekommen. Es gibt wohl Möglichkeiten die entsprechende Firmware zu laden, jedoch hat das Interface keinen USB-Midi Eingang und scheint auch so schon etwas in die Jahre gekommen zu sein. Ich denke daran mir ein unproblematisches und moderneres Gerät zu besorgen, evtl. auch mit einem USB-Midi Eingang, letzteres muss jedoch nicht sein, kann ja direkt in den Laptop. Da wäre die Frage was benutzt ihr denn so benutzt und welches Interface ihr empfehlen könntet. 2 Kanal würde reichen, das Focusrite Saffire 6 USB ist mir schon etwas zu fett denke ich, und es darf auch gerne wenig kosten.

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Re: Gelöst: Alsa Midi mit Jack

Beitrag von SirArthur » 07.01.2019 18:36:37

Einen USB-Midi-in wirst Du auf kleineren USB Audio/Midi Interfaces afaik eher nicht finden. Aus dem einfachen Grund, weil Du damit eh in den Computer rein kommst.
Sowas gibts eher bei größeren Produkten, bei denen Du zB auch intern den Midi Signal Flow steuern kannst - Kanäle ändern, filtern.....usw. zB alles, was auf MIDI 1 IN reingeht, soll bei MIDI 3 OUT auch wieder rauskommen, allerdings auf einem anderen Kanal und ohne Anschlagsstärke. Gibt Verwendung für sowas und da darf USB-Midi natürlich nicht fehlen.

edit: man braucht, um Midi Peripherie einzubinden, auch nicht gleich ein komplettes Audio Interface. Wenns weniger "fett" sein soll, gibts auch sowas:
https://www.iconnectivity.com/products/midi/mio

Hab allerdings keine Erfahrung damit auf Debian.

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Re: Gelöst: Alsa Midi mit Jack

Beitrag von BongoFury » 11.01.2019 13:45:03

SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
07.01.2019 18:36:37
Hab allerdings keine Erfahrung damit auf Debian.
Ich denke ich werde es mit einem Focusrite Saffire 6 USB versuchen, man kann es für wirklich ganz kleines Geld haben. Zunächst hatte ich daran gedacht ein kleines Behringer Mischpult zu kaufen, jedoch habe ich mehrfach nun gelesen das es nicht so gut sein soll. Also gibts das Interface und die vorhandenen Mischpulte werden benutzt. Und dann mal sehen wat dabei rum kütt...

Nebenbei: Ich höre mich gerade bei Bekannten nach ollen Geräten um, dabei ist mir gestern ein Tascam 4 Spur Kassettenrecorder in die Hände gefallen. Muss jetzt mal nach einem Netzteil dazu suchen, wahrscheinlich auch nach Antriebsriemen. Ich habe mit so einem Gerät in den 80ern erstaunlich gute Aufnahmen gemacht, und wenn ich nicht genug Spuren hatte auf ein Sony Tonbandgerät "zwischengemastert" und das dann auf 2 Spuren zurück kopiert, da hatte ich wieder 2 frei :facepalm: Hört sich Heute für mich seltsam an, war aber damals bezahlbar und gut genug. Man hat die eigenen Produktionen in einem Mixtape nicht raushören können, das war so mein unterstes Qualitätslimit :D

Kann man sich heute alles gar nicht mehr vorstellen...

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Re: Gelöst: Alsa Midi mit Jack

Beitrag von SirArthur » 11.01.2019 15:09:21

BongoFury hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.01.2019 13:45:03
SirArthur hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
07.01.2019 18:36:37
Hab allerdings keine Erfahrung damit auf Debian.
Ich denke ich werde es mit einem Focusrite Saffire 6 USB versuchen, man kann es für wirklich ganz kleines Geld haben. Zunächst hatte ich daran gedacht ein kleines Behringer Mischpult zu kaufen, jedoch habe ich mehrfach nun gelesen das es nicht so gut sein soll. Also gibts das Interface und die vorhandenen Mischpulte werden benutzt. Und dann mal sehen wat dabei rum kütt...

Nebenbei: Ich höre mich gerade bei Bekannten nach ollen Geräten um, dabei ist mir gestern ein Tascam 4 Spur Kassettenrecorder in die Hände gefallen. Muss jetzt mal nach einem Netzteil dazu suchen, wahrscheinlich auch nach Antriebsriemen. Ich habe mit so einem Gerät in den 80ern erstaunlich gute Aufnahmen gemacht, und wenn ich nicht genug Spuren hatte auf ein Sony Tonbandgerät "zwischengemastert" und das dann auf 2 Spuren zurück kopiert, da hatte ich wieder 2 frei :facepalm: Hört sich Heute für mich seltsam an, war aber damals bezahlbar und gut genug. Man hat die eigenen Produktionen in einem Mixtape nicht raushören können, das war so mein unterstes Qualitätslimit :D

Kann man sich heute alles gar nicht mehr vorstellen...
Die beiden MIC Preamps von der Focusrite haben damals in Testberichten sehr gut abgeschnitten, für den Preis, die Wandler auch. Kann man schon verwenden. Sind auf jeden Fall um einiges besser, als die Preamps in einem 08/15 Behringer Pult.

Ich hab hier einen 8-Spur Tascam rumstehen, vor nicht allzu langer Zeit haben wir damit auch mal ein Album aufgenommen, macht Spass und klingt gut. :-) Analog ist halt auch ein komplett anderer Workflow. Du wirst vermutlich den Tonkopf reinigen müssen. Entmagnetisieren wird laut manchen (nicht allen...) Quellen im Internet überbewertet, ich mache es trotzdem alle heiligen Zeiten mal.
Riemen kannst Du leicht testen - einen relativ hochfrequenten Sinus (3 - 5 khz) auf das Tape aufnehmen und dann den Output in einem Wasserfalldiagramm ansehen. Da sieht man schnell, ob das Ding eiert oder sonst irgendwie schwankt.

Zum messen kann man Baudline nehmen: http://baudline.com/ Das Programm ist nicht unkompliziert, ein Wasserfalldiagramm kriegt man aber recht schnell hin (ist default Einstellung). Inputs einstellen, auf die Frequenz des Sinus reinzoomen (transform size dementsprechend hochdrehen), Scrollgeschwindigkeit anpassen....und dann das Tape mal laufen lassen.

PS Baudline hat auch einen ziemlich brauchbaren Frequenzgenerator, für den Sinus.

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