Neue Hardware

Warum Debian? Was muss ich vorher wissen? Wo geht's nach der Installation weiter?
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cabrio91
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Neue Hardware

Beitrag von cabrio91 » 01.05.2016 10:42:30

Hallo zusammen,
in der Hoffnung das ich nicht doppelt schreibe hier mal eine Frage in die Runde:
Es ist Zeit für neue Hardware, aktuell sollte es so aussehen, dass ca. 5 Benutzer gleichzeitig per Remote zugreifen. Das System wird also 24/7 laufen und sollte möglichst wenig Strom verzehren. Anwendungen überwiegend Webbrowser und Pfficeanwendungen.
Was empfehlt Ihr derzeit aktuell an CPU/Motherboard? Wieviele Kerne sollten es sein? Grafikkarte ist nicht so wichtig, da wie gesagt alles per Remote laufen wird.
SATA-Anschlüsse reichen 2 aus (2Platten im Raidverbund).

Danke für Eure Antworten.

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Tintom
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Re: Neue Hardware

Beitrag von Tintom » 01.05.2016 11:45:57

Einen Punkt den du nicht vernachlässigen solltest ist der RAM-Verbrauch. Wenn fünf Leute gleichzeitig den Browser offen haben, kann es schnell eng werden mit dem Arbeitsspeicher. Gerade iceweasel macht sich gerne sehr breit im RAM!

rendegast
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Re: Neue Hardware

Beitrag von rendegast » 01.05.2016 20:56:01

Sollen Browser und Office wirklich als Terminalserver auf dem Server laufen?

Oder nicht doch eher so, daß auf dem Client laufende Browser und Office auf Datenbestand auf dem Server zugreifen?
mfg rendegast
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cabrio91
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Re: Neue Hardware

Beitrag von cabrio91 » 02.05.2016 13:42:58

Hallo,

a: RAM habe ich gedacht müsste das Board zukünftig bis zu 32GB packen, das sollte ausreichen denke ich.
b: Nein es wird nichts auf den Clients laufen, alles was an Daten und Programmen da ist muss der Server packen (nur einen sichern, warten, Updates ect.). Und wenn 1 Client defekt ist einen anderen dahin und alles läuft sofort wieder.

So mein Gedanke dahinter.
Derzeit läuft das ganze zum testen auf einen Intel Celeron 2Duo, aber mit 1,8GHZ und max. 4GB RAM nu echt nicht zeitgemäß und der Stromverbrauch?... wird wohl auch ziemlich hoch sein auf Dauer.

johnmatrix
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Re: Neue Hardware

Beitrag von johnmatrix » 05.05.2016 18:43:08

Hab schon längere Zeit für sowas eine Owncloud laufen. 12 Benutzer. Geht mit Syncclient echt super. Als Server hab ich einen Intel Nuc http://www.intel.de/content/www/de/de/n ... 0fykh.html mit 4 GB Ram, Intern 1 TB und extern eine 3 TB Platte. Grund für den Nuc war eben der Stromverbrauch.

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Re: Neue Hardware

Beitrag von r4pt0r » 09.05.2016 16:39:21

32GB RAM sollte die _absolute_ untergrenze für ein solches vorhaben sein. Zudem solltest du dir über storage und Dateisystem gedanken machen - parallele Arbeitslasten erzeugen auch deutlich mehr IOPS und konkurrierende IO an den Platten. Sollen auch noch die Homeverzeichnisse per NFS eingebunden werden (oder sogar vollständiges booten per NFS?), dann multipliziert sich das ganze sehr schnell bis zur unbrauchbarkeit des gesamten Systems für alle user.
Muss das System einmal swappen ist es praktisch unbrauchbar - zudem ist RAM mittlerweile billig genug um ausreichende reserven vorzuhalten - 8GB DDR3 ECC gibts schon deutlich unter 50 EUR - es gibt also keine wirkliche rechtferitigung an RAM zu sparen.

4 CPU-Kerne sind auch eher "optimistisch". Bei 5 usern die Parallel auf dem System arbeiten (was eigentlich?) sollen wird das nix. Da Browser als typische arbeitslast angesprochen wurden: Speziell aktuelle Browser mit ihrem multimedia- und script-bloat beschlagnahmen problemlos einen vollen Kern oder mehr beim "normalen" browsen auf zugemüllten Seiten, zusätzlich zum Speicherverbrauch jenseits von 1GB nach kurzer Zeit...

Die gesamte Arbeitslast auf den Server zu verlagern ist IMHO völliger humbug in Zeiten von quadcore CPUs und 4-8GB RAM in jedem 08/15 thinclient oder NUC... Wenn das trotzdem gewünscht ist, sind 8 Kerne die untergrenze für dieses vorhaben (idealerweise dual-socket), sonst treten dir die user ziemlich bald die Tür ein weil alles in Zeitlupe läuft. Da bleibt dir dann die wahl zwischen brandaktuellen skylake-basierten Servern die noch ziemlich teuer sind, oder billigeren, älteren Servern die eben ihre 200-300W im Mittel brauchen.

Wenn stromverbrauch absolut essentiell ist wirst du bei der performance (deutliche) abstriche machen müssen. Schau dir ggf mal die aktuellen Atom C2750 Server-CPUs an - die haben 8 kerne bei 17W und unterstützen ausreichend RAM (64GB+). Supermicro bietet auf der basis ziemlich leise server an, die uATX-Varianten würde ich aber auslassen - S0-DIMM ECC-RAM ist erheblich teuerer als "normale" Bauform und die Boards sind aufgrund des Platzmangels ziemlich zusammenkastriert. Wunder darf man aber davon nicht erwarten, auch bei 8 Kernen - es bleibt ein Atom mit ziemlich wenig cache und schmalen busanbindungen in alle Richtungen...

Für Storage solltest du dir ZFS mit SSD für Caching anschauen - damit lassen sich auch hohe IOPS wegschaufeln und dank extrem "billigen" snapshots und ZFS send/receive werden backups _wesentlich_ vereinfacht.
2, besser 4 schnelle SATA platten im mirror + 80-120GB SSD für L2ARC und SLOG sind eine gute ausgangsbasis. Wichtig: grundsätzlich server-grade SSD verwenden (Intel DC 3510 z.B. als preiswerteste Variante). Consumer-SSDs sind für wesentlich geringere Schreibzyklen ausgelegt, die gehen in kürzester Zeit ein. SAS und PCIe-SSDs oder NVME sind natürlich die bessere Wahl.

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Re: Neue Hardware

Beitrag von cabrio91 » 16.06.2016 16:21:54

Hallo,
danke euch für die Antworten.
Danke an r4pt0r für die ausführliche Erklärung. Dann muss ich wohl davon Abstand nehemn alles per Remote zu erledigen und auf relativ flotte und neue PCs / Laptops setzen.
Ich denke mal dann mach die zentrale Verwaltung der Daten alleine Sinn.

Im Prinzip müsste ich ja dann Samba einrichten, sodass alle Nutzer die dürfen drauf zugreifen können. Das kriege ich janoch hin im Heimnetz. Kann ich Samba denn auch so einrichten, dass ich meine Daten von aussen per dyn. DNS abrufen kann, oder ist Samba dafür nicht vorgesehen?

Macht es denn evtl. doch mehr Sinn wie johnmatrix vorgeschlagen hat Owncloud zu wählen oder gibt da auch noch andere/ bessere Alternativen?

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Re: Neue Hardware

Beitrag von r4pt0r » 17.06.2016 09:24:08

cabrio91 hat geschrieben: Dann muss ich wohl davon Abstand nehemn alles per Remote zu erledigen und auf relativ flotte und neue PCs / Laptops setzen.
Selbst die kleinen NUCs haben mittlerweile 4 Kerne - da müsste man sich eher anstrengen was zu finden das zu wenig Leistung hat...
Ich denke mal dann mach die zentrale Verwaltung der Daten alleine Sinn.
Zentrale /home per NFS, ja
Im Prinzip müsste ich ja dann Samba einrichten, sodass alle Nutzer die dürfen drauf zugreifen können. Das kriege ich janoch hin im Heimnetz. Kann ich Samba denn auch so einrichten, dass ich meine Daten von aussen per dyn. DNS abrufen kann, oder ist Samba dafür nicht vorgesehen?
Vergiss den Bremsklotz Samba. Solange du nicht durch MS-Clients dazu genötigt wirst installier das erst garnicht am Server. NFSv4 ist _sehr_ performant, hat umfangreiche authentifizierungsmechanismen und verschlüsselung.
Macht es denn evtl. doch mehr Sinn wie johnmatrix vorgeschlagen hat Owncloud zu wählen oder gibt da auch noch andere/ bessere Alternativen?
Wenn man overkill, bloat und eine gigantische angriffsfläche (mit ner umfangreichen CVE-Historie...) mag... NFS ist in nem bruchteil der Zeit mit bordmitteln eingerichtet. Wenn von Extern gearbeitet werden soll, dann per VPN, anderst würde ich niemanden auf lokale Ressourcen zugreifen lassen, erst recht nicht über ein windiges Webportal...
Nutzt man NFSv4 mit Kerberos, kann das auch gleich fürs VPN genutzt werden ("single sign-on")

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Re: Neue Hardware

Beitrag von cabrio91 » 27.02.2020 19:54:58

Hallo zusammen,
ich greife hier den alten Beitrag nochmal auf. Da nun ne ganze Weile ein relativ altes NAS im Keller läuft (alles ohne Probleme dank eurer Hilfe hier im Forum: Einen herzlichen Dank nochmal an alle !!!) muss ich doch nun mal an neue Hardware ran.

Ich muss hardwaretechnisch etwas expandieren und habe mir folgende Gedanken gemacht:
- Ich brauche ein Board welches natürlich so wenig wie möglich Strom braucht, hier habe ich das ASRock J5005 mal ins Auge gefasst.
Was haltet Ihr davon?

Hier die groben Anforderungen:
-Die Hardware läuft logischerweise 24/7.
-Ich muss 3 HDDs/ SSDs anschließen können
-Virtualisierung ist auch erforderlich (derzeit 1x Windows 10 und 2x Linux)

Was haltet ihr davon , habt ihr Erfahrungen mit dem o.g. Board oder gibt es eine bessere Alternative zum J5005.

Danke für Eure Antworten.

MSfree
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Re: Neue Hardware

Beitrag von MSfree » 27.02.2020 20:20:47

cabrio91 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
27.02.2020 19:54:58
-Virtualisierung ist auch erforderlich (derzeit 1x Windows 10 und 2x Linux)

Was haltet ihr davon , habt ihr Erfahrungen mit dem o.g. Board oder gibt es eine bessere Alternative zum J5005.
3 VMs auf einem J5005 mit max. 8GB RAM? Na dann, Prost Mahlzeit.
https://ark.intel.com/content/www/de/de ... 0-ghz.html

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Re: Neue Hardware

Beitrag von Tintom » 27.02.2020 20:39:11

Ich habe gerade meinen Beitrag gelesen und konnte mich gar nicht mehr erinnern, dass ich ihn geschrieben habe. Dann hab ich auf das Datum geschaut :lol:

Ich würde auch Abstand von einem NUC nehmen und etwas "richtiges" nehmen. In Sachen Stromverbrauch ist das bei den richtigen Komponenten heutzutage kein großer Unterschied mehr.

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