Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Warum Debian? Was muss ich vorher wissen? Wo geht's nach der Installation weiter?
debianoli
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von debianoli » 01.05.2018 10:51:51

So ganz habe ich jetzt nicht verstanden, was dagegen spricht, Gimp 2.10 unter Stretch per Flatpak zu installieren. Flatpak finde ich recht praktisch.

Bei Appimages habe ich bislang Glück gehabt, die unstable-version von Scribus zB läuft besser als das Scribus aus den Debian-Repositories.

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KBDCALLS
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von KBDCALLS » 01.05.2018 10:59:43

Flatpak und Appimage sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Soweit ich das in der Kürze verstanden habe ist Flatpack eine Art Sandbox. Der muß ich explizit sagen was sie darf . Was bei Appimage nicht der Fall ist.
Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
Kaum macht man ein Fenster auf, gehen die Probleme los.

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Nice
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von Nice » 01.05.2018 11:05:37

@KBDCALLS:
Flatpak und Appimage sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe.
Klar.

Mir geht es in disem Thread um zwei Fragen:
(1) Wie stehen die Dudes zum Thema "Flatpak"?
(2) Welche Möglichkeiten gibt es, unter Debian-Stable Gimp-2.10 nutzbar zu machen?

Dabei nochmals Dank an die zahlreichen und nützlichen Antworten! :THX:

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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von niemand » 01.05.2018 11:36:41

Zu 2) würde ich sagen: etwas warten. Ich bin mir fast ganz sicher, dass es in den Backports auftauchen wird.
Hardware: dunkelgrauer Laptop mit buntem Display (zum Aufklappen!) und eingebauter Tastatur; beiger Klotz mit allerhand Kabeln und auch mit Farbdisplay und Tastatur (je zum auf’n Tisch Stellen)
Am 7. Tag aber sprach der HERR: „QWNoIFNjaGVpw58sIGtlaW5lbiBCb2NrIG1laHIgYXVmIGRlbiBNaXN0ISBJY2ggbGFzcyBkYXMgamV0enQgZWluZmFjaCBzbyDigKYK“

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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von KBDCALLS » 01.05.2018 14:22:25

Pbuilder ist jetzt am kompilieren von gimp 2.10. Mal sehen was passiert.

Pakete sind gebaut. Und die dazugehörige buildinfo Datei.
Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von Nice » 01.05.2018 19:56:47

Jetzt wirklich Off-Topic, aber irgendwie doch zum Thema gehörig:

Noch`n Gedicht: https://linuxnews.de/2018/04/30/kde-bei ... code-2018/

Neben Backports, .Deb und .Rpm, Snap, Flatpak und AppImage gibt es ja auch noch Fwupd (siehe Link oben).
"Menschenfreundlichkeit" oder Versuche, Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln?

Ich würde sagen: Wir erleben eine Inflation an ExtraInstallationsmedien... :roll:

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MartinV
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von MartinV » 02.05.2018 00:38:19

Ich habe gimp 2.10 gerade mal mit docker und x11docker installiert.

Dockerfile:

Code: Alles auswählen

FROM debian:sid
RUN apt-get update && apt-get install -y gimp
CMD gimp
Bauen mit:

Code: Alles auswählen

docker build -t gimp /Pfad/zum/Dockerfile
Starten mit:

Code: Alles auswählen

x11docker --gpu gimp
Läuft.
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von Nice » 13.05.2018 18:14:06

Dieser Artikel: https://linuxnews.de/2018/05/13/ubuntu- ... omittiert/

bestätigt mich in meiner Ansicht, dass "leichte Installationsmethoden" Linux-Systeme ähnlich angreifbar machen können, wie Windows durch ".Exe-Dateien". Die Verwundbarkeit bezieht sich in diesem Artikel auf "Snap". "Flatpak" kommt dabei gut weg, weil Flatpak-Pakete vorher einer gründlicheren Überprüfung unterzogen werden.

Dennoch halte ich mich lieber an die offiziellen Paketquellen von Debian, meide Fremdquellen und installiere höchstens sehr bewußt ein ".Deb-Paket", wenn ich es unbedingt brauche (z.B. Druckertreiber).

TomL
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von TomL » 13.05.2018 20:30:14

Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.05.2018 18:14:06
bestätigt mich in meiner Ansicht, dass "leichte Installationsmethoden" Linux-Systeme ähnlich angreifbar machen können, wie Windows durch ".Exe-Dateien". Die Verwundbarkeit bezieht sich in diesem Artikel auf "Snap". "Flatpak" kommt dabei gut weg, weil Flatpak-Pakete vorher einer gründlicheren Überprüfung unterzogen werden.
Was ist daran neu? Böse Absichten gibts schon seit Ewigkeiten und ebenso die Möglichkeit von fremden resp. unbekannten geschnürte Pakete oder fremde Repos zu installieren. Auf zwei 'populären' Linux-Distris ist es gang und gäbe, fremde PPAs einzurichten, bis hin zur Empfehlung in den Communites zu völlig anonymen Quellen, wo weder deren Geschäftsziel, noch der Sitz, noch deren Verantwortliche, noch sonst was bekannt ist. Für Debian gibts an etlichen Stellen DEB-Packages im Web, die man installieren kann, wenn die originäre Repo-Version zu alt ist. Und all dieses fremde Zeugs kann subversive Bestandteile enthalten, weil niemand weiss, wie die gepackt sind und weil kaum jemand kontrollieren kann, was wirklich drin ist oder ob der korrekte Source vielleicht subversiv gepatcht wurde. Also wirklich neu ist das nicht.... ich warte eh nur darauf, dass es irgendwann mal richtig knallt, ähnlich laut wie jetzt mit den CPU-Bugs.
vg, Thomas

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MartinV
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von MartinV » 13.05.2018 20:34:58

Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.05.2018 18:14:06
Die Verwundbarkeit bezieht sich in diesem Artikel auf "Snap".
In dem Artikel wird keine Sicherheitslücke beschrieben.
Jemand hat ein closed-source Spiel veröffentlicht und die GPU für Cryptomining benutzt.
Das ist Mißbrauch und verwerflich, aber keine Sicherheitslücke per se. Webseiten mit Javaskript und WebGL können das auch.
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von TomL » 13.05.2018 20:37:14

MartinV hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.05.2018 20:34:58
Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.05.2018 18:14:06
Die Verwundbarkeit bezieht sich in diesem Artikel auf "Snap".
In dem Artikel wird keine Sicherheitslücke beschrieben.
Doch, die Sicherheitslücke ist der User, der auf einen Honeypot mit attraktiver Software reingefallen ist und diese Software aus in Wahrheit dubiosen Quellen installiert. Und "Verwundbarkeit" beschreibt für mich nur das Potential dieser Möglichkeiten....völlig egal, ob die Sicherheitslücke der Mensch oder das System ist.
vg, Thomas

AndreG
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von AndreG » 04.11.2018 10:52:36

Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.04.2018 19:54:16
SachIchDoch:
Damit ist die Frage "Warum kann man die Version aus SID nicht nehmen?" beantwortet: Weil es mit dem Debian-Stable-System nicht zusammengeht.
Wer unbedingt Gimp-2.10 nutzen will dem verbleiben als Möglichkeiten:

- Unter Debian-Stable: Flatpak oder AppImage
oder
- Siduction als Betriebssystem
Ich lese diese Diskussion teilweise mit, weil ich auch auf Flatpak auf den Websites von GIMP.org hingewiesen wurde. Ich begrüße diesen Weg auch nicht, weil es pro System nur eine zentrale Paketverwaltung geben sollte. Dass Debian bei der Aktualisierung der Software auch bei Stable immer wieder so hinterher humpelt, finde ich auch nicht so optimal. Allerdings muss man doch deswegen nicht gleich zu SID oder Testing wechseln mit all den Nebeneffekten. Warum nicht mit Container-Lösungen das Ganze überbrücken, bis die Software im Repository zur Verfügung steht?
Mit diesem Docker-File:

Code: Alles auswählen

FROM debian:buster

RUN apt-get update && \
apt-get install -y locales
RUN sed -i -e 's/# de_DE.UTF-8 UTF-8/de_DE.UTF-8 UTF-8/' /etc/locale.gen && \
locale-gen
ENV LANG de_DE.UTF-8
ENV LANGUAGE de_DE:de
ENV LC_ALL de_DE.UTF-8
RUN apt-get install -y gtk2-engines-pixbuf && \
apt-get install -y gimp && \
apt-get install -y iso-codes

CMD /usr/bin/gimp
und diesen Befehlen

Code: Alles auswählen

docker build -t gimp-2.10.6 .
docker run -it --rm --net=host -e DISPLAY=$DISPLAY -v $HOME:/hosthome:ro -e XAUTHORITY=/hosthome/.Xauthority -w /hosthome gimp-2.10.6
läuft das Ganze schneller und sicherer, als wenn man gleich das komplette System anpasst. Das geht mit jeder Software-Version, die in Debian Stable noch nicht bedient wird.

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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von KBDCALLS » 04.11.2018 11:46:24

Das es Gimp 2.10 in Stable nicht gibt ist der Tatsache geschuldet das es nun mal Stable heißt. Und bis auf ganz wenige Ausnahmen bleibt es dabei . Soll heißen es wird in der Regel nur Security Fixes der Programme geben. Wenn dan tauchen neuere Versionen in den Backports auf , was nicht zwangsläufig sein muß, oder man paketiert sich das ganze selbst.
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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von AndreG » 04.11.2018 11:58:17

KBDCALLS hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
04.11.2018 11:46:24
Wenn dan tauchen neuere Versionen in den Backports auf , was nicht zwangsläufig sein muß, oder man paketiert sich das ganze selbst.
Dann sind Container doch die bessere Lösung, insbesondere vor der Wahl zwischen Mischmasch (Stable/Testing/Sid) oder Flatpak. Ganz ohne Paketierung.

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Re: Flatpak nutzen, um Gimp 2.10 nutzen zu können?

Beitrag von KBDCALLS » 04.11.2018 22:46:16

Das Flatpak ist aber immer noch bei 2.10.0-rc2 . Bis 2.10.4 konnte ich für Stretch kompilieren. Bei 2.10.6 war allerdings Ende Gelände.

Das hat Pbuilder vorm Abruch ins Log geschrieben.
  • Code: Alles auswählen

    gui/libappgui.a(splash.o): In function `splash_image_load_from_file':
    ./app/gui/splash.c:571: undefined reference to `g_file_peek_path'
    collect2: error: ld returned 1 exit status
    Makefile:996: recipe for target 'gimp-2.10' failed
    make[4]: *** [gimp-2.10] Error 1
    make[4]: Leaving directory '/build/gimp-2.10.6/app'
    Makefile:1220: recipe for target 'all-recursive' failed
    make[3]: *** [all-recursive] Error 1
    make[3]: Leaving directory '/build/gimp-2.10.6/app'
    Makefile:852: recipe for target 'all-recursive' failed
    make[2]: *** [all-recursive] Error 1
    make[2]: Leaving directory '/build/gimp-2.10.6'
    Makefile:753: recipe for target 'all' failed
    make[1]: *** [all] Error 2
    make[1]: Leaving directory '/build/gimp-2.10.6'
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