[gelöst] Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Warum Debian? Was muss ich vorher wissen? Wo geht's nach der Installation weiter?
TomL
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von TomL » 20.05.2018 11:17:05

Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 11:14:08
Aber ich gebe zu, das ist viel zu einfach...
Und untauglich, wenn es sich um Anwender handelt, die nicht das root-pwd kennen und auch davon abgehalten werden müssen, Software zu installieren oder zu deinstallieren.
vg, Thomas

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MartinV
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von MartinV » 20.05.2018 11:26:59

TomL hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 10:15:13
Wenn der maintainer also der Meinung ist, dass die neue Paket-Conf die default-conf ist, wird die produktive Conf also einfach überschrieben? Bei Samba, Dovecot, Exim, Postfix, Webserver, Printserver, VPN-Server, FTP-Server und anderen 'großen' Anwendungen stell ich mir das einigermaßen problematisch vor.
Schau den gefragten Anwendungsfall an.
User, die das Terminal nicht nutzen können oder wollen, haben ganz sicher keine der von Dir genannten Anwendungen installiert.
Es geht darum, das Update so einfach wie möglich zu machen.
Und natürlich darf ein Anwender das root-Paßwort seines eigenen Computers kennen.

Wir setzen hier keinen Server auf, sondern einen Anwender-Heimcomputer für Firefox, LibreOffice, Video und Bilder.

Anstatt zu kritisieren und den Anwendungsfall aus dem Blick zu verlieren, sind konstruktive Vorschläge für einfache :!: Updates sinnvoll.
Und als drittes ist Debian so ausgestaltet, dass es bei Default-Installation ohne sudo funktioniert. Warum sollte man das ignorieren und dann auch noch zusätzlich gksu installieren, was meiner Meinung nach so unnötig und überflüssig ist, wie ein Kropf .
gksu fragt einfach nur nach dem root-Paßwort. Was soll daran schlimm sein? Es hat als Abhängigkeit sudo für gksudo definiert. Das kann man als etwas unglückliche debian-Paketentscheidung ansehen. Tut aber auch nichts schlimmes.
Statt gksu kann man natürlich auch ein anderes Frontend wie z.B. pkexec nutzen.
Den Teil

Code: Alles auswählen

gksu -D Systemupdate --
ersetzen durch:

Code: Alles auswählen

pkexec env $(env)
Zuletzt geändert von MartinV am 20.05.2018 11:38:01, insgesamt 1-mal geändert.
Die Vernunft kann einem schon leidtun. Sie verliert eigentlich immer.

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niemand
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von niemand » 20.05.2018 11:37:45

Unattended Updates? Oder ein kleiner Cronjob, der vorher noch den Status quo snapshotted, falls doch was schief geht? Oder ein ssh-Zugang für ’nen richtigen Admin?

Auf keinen Fall würde ich ’nem „Nur-Anwender“ ein auf Testing basierendes System oder gar eins mit rollendem Release andrehen. Die Gefahr, dass es doch mal knallt, ist ungleich höher als bei Stable – da kann’s noch so schön vorkonfiguriert sein.
Hardware: dunkelgrauer Laptop mit buntem Display (zum Aufklappen!) und eingebauter Tastatur; beiger Klotz mit allerhand Kabeln und auch mit Farbdisplay und Tastatur (je zum auf’n Tisch Stellen)
Am 7. Tag aber sprach der HERR: „QWNoIFNjaGVpw58sIGtlaW5lbiBCb2NrIG1laHIgYXVmIGRlbiBNaXN0ISBJY2ggbGFzcyBkYXMgamV0enQgZWluZmFjaCBzbyDigKYK“

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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von Nice » 20.05.2018 12:35:36

@TomL:
Und untauglich, wenn es sich um Anwender handelt, die nicht das root-pwd kennen und auch davon abgehalten werden müssen, Software zu installieren oder zu deinstallieren.
Warum immer diese pseudoprofessionelle Häme?
Ich gehe von einem Single-Desktop-User aus, nicht von einer Server-Administration.

Und mein einfacher Vorschlag, bei Verwendung von Debian-Stable gelegentlich den Synaptic-Paketverwalter neu Laden zu lassen oder ihn gar in den Autostart zu setzen, scheint mir einfach und sinnvoll. Alle andere Manöver zur angeblich bequemen System-Aktualiserung bringen nur unnötigen Daten-Müll auf das System und sind keine Spur ökonomischer.

TomL
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von TomL » 20.05.2018 16:15:34

MartinV hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 11:26:59
Schau den gefragten Anwendungsfall an.User, die das Terminal nicht nutzen können oder wollen, haben ganz sicher keine der von Dir genannten Anwendungen installiert.
Nun, zumindest haben meine Anwender OpenVPN, Cups und SSH-Server installiert. Und würde da irgendeine Conf mit einer Default-Conf überschrieben werden, funktioniert anschließende diese Anwendung erst mal nicht mehr.... und keine Sau kommt auf die Schnelle drauf, warum nicht. Der User sagt, "ich habe nix gemacht, das hat immer funktioniert, der Rechner oder Linux ist kaputt." Und dann fang ich an zu suchen... völlig unnötig und sinnlos, weil man solche Probleme einfach umgehen kann.
Es geht darum, das Update so einfach wie möglich zu machen.
Genau darum geht es... "so einfach wie möglich"... und für mich als Betreuer aller Systeme rückwirkend reproduzierbare Vorgänge. Zu "einfach" zählt für mich jedenfalls nicht, den Anwender ständig das gleiche Passwort mehrer Male hintereinander eingeben zu lassen... und das alle paar Tage neu... oder keine Kontrolle resp. Kenntnis darüber zu haben, dass gewisse Systeme durch Anwenderverhalten vielleicht gar nicht upgedatet werden.
Und natürlich darf ein Anwender das root-Paßwort seines eigenen Computers kennen.
Wer legt das fest? Von meinen Anwendern kennt das jedenfalls keiner. Die brauchen es nicht, die wissen es nicht, die wollen es auch gar nicht. Die wollen nur dass alles läuft, ohne das es nervt, Technik interessiert hier keinen.
Wir setzen hier keinen Server auf, sondern einen Anwender-Heimcomputer für Firefox, LibreOffice, Video und Bilder.
Und dafür braucht ein völlig unkundiger User, der oft ziemlich gedankenlos im Web rumclickt, das root-Passwort und vielleicht auch noch eine "sudo"-Berechtigung um Systemänderungen durchführen zu dürfen, mit der dann jeder App kurzerhand das ganz System übernehmen kann? Hier jedenfalls nicht.
Anstatt zu kritisieren und den Anwendungsfall aus dem Blick zu verlieren, sind konstruktive Vorschläge für einfache Updates sinnvoll.
Habe ich gemacht... und sogar veröffentlicht.... zwar nur auf meiner Seite, aber die ist nicht geheim. Ich mache hier nur keine Werbung dafür und will auch kein Aufhebens darum, deshalb poste ich den Link nur per PM.
Den Teil

Code: Alles auswählen

gksu -D Systemupdate --
ersetzen durch:

Code: Alles auswählen

pkexec env $(env)
Das mit dem polkit zu lösen ist imho die bessere Variante, nur halte ich den Lösungsweg an sich als Allgemeinlösung für schädlich und nur für reine Insellösungen (Einzel-PC ohne Netzwerkinfrastruktur und ohne zentrale Funktionalitäten und Aspekte) für praktikabel.
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Nice
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von Nice » 20.05.2018 16:18:05

@TomL:
Nun, zumindest haben meine Anwender ... und SSH-Server installiert.
Bei einer Single-Desktop-User-Installation ist bei Debian aus vernünftigem Grund kein SSH voreingestellt...
Was ist daran so schwer zu verstehen, dass ehemalige Windows-User ein Desktop-System unter Linux mit einfachem Aktualisierungsvorgehen wünschen, beziehungsweise nach der Migration zunächst etwas desorientiert sind, was Updates betrifft?
Zuletzt geändert von Nice am 20.05.2018 17:55:11, insgesamt 1-mal geändert.

TomL
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von TomL » 20.05.2018 16:35:11

Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 12:35:36
Warum immer diese pseudoprofessionelle Häme?
Eine rein sachliche Betrachtung des Themas und dazu eine sachliche Argumentation liegt anscheinend nicht in Deinen primären Interesse. :roll:
Ich gehe von einem Single-Desktop-User aus, nicht von einer Server-Administration.
Und wenn die Lösung für die vom TO vorgegebene Problemstellung nix taugt, dann wird halt kurzerhand das Problem passend gemacht?

Das Thema im Thread-Betreff lautet "Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen"... nicht können /nicht wollen ist es imho durchaus wert, besonders betont zu werden. Darüber hinaus steht im ersten Satz des Eröffnungsposting der nicht ganz unwichtige Satz "ich administriere für viele Leute, denen der Terminal fremd ist, den Computer."

Das war die Ausgangssituation, von der ich mich angesprochen gefühlt habe, weil ich hier exakt die gleiche Problemstellung habe.
Und mein einfacher Vorschlag, bei Verwendung von Debian-Stable gelegentlich den Synaptic-Paketverwalter neu Laden zu lassen oder ihn gar in den Autostart zu setzen, scheint mir einfach und sinnvoll.

Und weil Dir etwas so "scheint", ist es natürlich "sinnvoll", völlig unkundigen Anwendern die Möglichkeit einzuräumen, dass PC-System als solches zu verändern? Oder darüber hinaus völlig unnütze und überflüssige Anwendungen wie synaptic zu installieren? Und letztendlich die vorne mit Linux mühsam erstellte Sicherheit hinten wieder über Bord zu werfen?

Wenn das wirklich sinnvoll wäre, würde ich vermutlich eher wieder auf Windows setzen. Hier braucht jedenfalls kein Mensch sowas wie synaptic, apt und apt-get machen nix schlechter als synaptic.. und am allerwenigsten sollen die Anwender das Recht haben, selber Veränderungen am System durchzuführen zu dürfen... weil wenn sie es haben, kann es auch wieder durch Schadsoftware missbraucht werden.... was ich jedoch dadurch konsequent vermeide, dass ich auf überflüssiges verzichte, wie z.B. synaptic oder allgemeine sudo-Berechtigungen.... und zwar ohne das ich Einbußen in der Wirksamkeit oder Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen muss oder auf wirklich einfache Lösungswege verzichten muss.
Alle andere Manöver zur angeblich bequemen System-Aktualiserung bringen nur unnötigen Daten-Müll auf das System und sind keine Spur ökonomischer.
Kannst Du bitte erklären, warum unattended upgrades oder ein einfaches apt update + apt full-upgrade mehr Datenmüll erzeugen, als synaptic?
Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 16:18:05
Was ist daran so schwer zu verstehen, dass ehemalige Windows-User ein Desktop-System unter Linux mit einfachem Aktualisierungsvorgehen wünschen, beziehungsweise nach der Migration zunächst etwas desorientiert sind, was Updates betrifft?
Dann empfehle ich ein nochmaliges aufmerksames (!) Lesen des Eingangspostings und der Problemstellung.... worauf ich in diesem Posting bereits auch noch mal drauf hingewiesen habe.
vg, Thomas

Frink
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von Frink » 20.05.2018 17:32:18

geier22 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 00:29:26
Sieh dir mal SparkylLnux an. Ich benutze es seit 3 Jahren (Testing) und bin mehr als zufrieden.
Da hast du genau das, was du suchst,
Einen Updater, der in einem kleinen Fenster aufpoppt, und meldet, das Updates zur Verfügung stehen.
Dann kann man sich ansehen, was geschehen soll - oder man lässt es bleiben. Klick auf Update und los geht es in einem kleinen Fenster (xterm).
Zum Schluss gibt es ein Fenster, das alles o.K ist.
Danke für den Hinweis, werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen, vielleicht ist das für einige meiner Anwender eine gute Lösung. Aus welchem Repo ist denn der Updater? Vielleicht kann man das auch einfach Debian hinzufügen, Ansonsten bin ich mit TomL's Lösung sehr zufrieden, die macht nämlich auch genau das, leider postet er sie hier nicht öffentlich.
schwedenmann hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 07:52:10
Hallo


MX-Linux hat auch eine sochen updater, der bei newen updates aufpopped und dann nach bestätigung die updates installiert. MX-Linux basiert auf Debian.


mfg
schwedenmann
Da werde ich auch mal einen Blick drauf werfen, danke.
MartinV hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 09:45:42
Es gibt eine Environment Variable DEBIAN_FRONTEND. Mit dem Wert DEBIAN_FRONTEND=noninteractive werden interaktive Fragen unterdrückt und default-Antworten genommen.

Ein Skript könnte so aussehen und als Starter auf den Desktop gelegt werden:

Code: Alles auswählen

#! /bin/bash
gksu -D Systemupdate -- xterm -title Systemupdate -e " \
  apt-get update ; \
  env DEBIAN_FRONTEND=noninteractive apt-get dist-upgrade -y ; \
  echo ; \
  echo ; \
  echo UPDATE IST FERTIG ; \
  read -n1 \
"
Das Skript macht:
- Paßwortabfrage mit gksu
- xterm Fenster öffnen
- In xterm update und dist-upgrade, ohne Fragen zu stellen
- Am Schluß Meldung für "fertig"
- Auf Tastendruck zur Bestätigung warten

Das sollte (tm) auch für config-Meldungen funktionieren; keine Ahnung, wie man das gezielt prüfen könnte.

Für den Benutzer bleibt nur noch als Aufgabe, ab und zu mal einen Doppelklick auf ein Update-Icon zu machen.
Basic ist immer gut, danke für den Post. Aber TomL hat mit seinen Einwänden schon nicht ganz Unrecht.
Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 11:14:08
Meine Lösung des "Problems" unter Debian-Stable ist bescheiden, aber vielleicht auch praktisch:
Ab und zu aktiviere ich mit einem Shortcut ( "[Super]-P" ) den Synaptic-Paketmanager, tippe dann auf "neu Laden" und sehe Updates, wenn verfügbar.
Eine Alternative wäre es, die Aktivierung des Synaptic-Paketmanagers in den Autostart zu integrieren, bei Debian-Stable wäre mir das aber "zuviel des Guten".

Aber ich gebe zu, das ist viel zu einfach... :mrgreen:
Das ist für meinen Anwendungszweck leider nicht, ausreichend :)
Zuletzt geändert von Frink am 20.05.2018 17:44:01, insgesamt 1-mal geändert.

TomL
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von TomL » 20.05.2018 17:41:29

Frink hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 17:32:18
leider postet er sie hier nicht öffentlich.
Ich habe keine Geheimnisse... der einzige Grund ist, ich will eigentlich lieber den Ball flach halten, kein Aufhebens, keine große Aufmerksamkeit, wenn es jemanden hilft oder es als hilfreich empfunden wird, dann freue ich mich drüber, und das genügt mir.
Wer es sich aus Neugier ansehen möchte... hier die Infos dazu, der Download ist auf der Seite davor: http://www.thlu.de/autoupdate.html
vg, Thomas

Frink
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von Frink » 20.05.2018 17:47:39

TomL hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 17:41:29
Frink hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 17:32:18
leider postet er sie hier nicht öffentlich.
Ich habe keine Geheimnisse... der einzige Grund ist, ich will eigentlich lieber den Ball flach halten, kein Aufhebens, keine große Aufmerksamkeit, wenn es jemanden hilft oder es als hilfreich empfunden wird, dann freue ich mich drüber, und das genügt mir.
Wer es sich aus Neugier ansehen möchte... hier die Infos dazu, der Download ist auf der Seite davor: http://www.thlu.de/autoupdate.html
Ich finde, dass das eine ziemlich gute Lösung ist und es wert ist, verbreitet zu werden, weil ich überhaupt nicht verstehe, warum Debian so etwas nicht selbst mitbringt. Aber wenn du kein Aufhebens darum willst, ist das natürlich dein gutes Recht.

Buerste
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von Buerste » 20.05.2018 17:52:55

Hey supie TomL !!! dein script ist einfach Klasse. Vielen Dank dafür!!! :hail:

Nice
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von Nice » 20.05.2018 18:13:19

@TomL: Verstehe mich bitte recht.

Zum "Was":
Du bist ein Profi. Das respektiere ich.
Ich bin ein blutiger Anfänger und 0815-Desktop-Nutzer und schreibe für die Bedürfnisse und Perspektive anderer Newbies.
Dein Script ist hervorragend. Ich habe es zusammen mit Deinem "HowTo" heruntergeladen und könnte es mittlerweile anwenden, bräuchte dafür aber immer noch ein paar Tage. :roll:

Unattended-Upgrades und alle notwendigen Folgeprogramme dazu bekommt man bei Debian über die Installation des "PK-Update-Icons", mit nachfolgendem "dpkg-reconfigure -plow unattended-upgrades" und zur Benachrichtigung dem Eintrag unter Software&Updates / Aktualisierungen „display immediatly“. Allerdings - wenn man es wieder De-Installiert, funktioniert die Synaptic-Paketverwaltung nicht mehr - es kommt zu einer Fehlermeldung. Kein Newbie kann dann das System wieder "zurechtbiegen".

Was ich überhaupt generell nicht verstehe ist, was Du - für den Gebrauch von Anfängern - gegen die Synaptic-Paketverwaltung - zumindest bei Debian-Stable - hast? Für einen Neueinsteiger ist diese Administrationshilfe imho genial.
Bei Debian-Testing oder Debian-Unstable ist die Synaptic-Paketverwaltung zugegebenmaßen unbrauchbar, da sie dort versucht Abhängigkeiten abzugleichen aber dabei tatsächlich heilloses Durcheinander anstellen kann.

Zum "Wie":
Sollte ich wieder einmal zu hitzig gepostet haben, bitte ich Dich aufrichtig um Entschuldigung... :roll:
Auch nehme ich als Rückmeldung an, dass ich wohl das Anliegen des Thread-Starters falsch verstanden habe...
Was ich allerdings glaube kritisieren zu dürfen, ist meine Wahrnehmung, dass im Debian-Forum vorwiegend alle Themen aus der Sicht von Server-Administratoren diskutiert werden und nicht aus der Sicht "einfacher" Desktop-Anwender.

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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von niemand » 20.05.2018 18:53:21

Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 18:13:19
Was ich überhaupt generell nicht verstehe ist, was Du - für den Gebrauch von Anfängern - gegen die Synaptic-Paketverwaltung - zumindest bei Debian-Stable - hast?
Da ich in der Regel auch davon abrate, hier mal ‘n Beispiel für das Warum von dir:
Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 18:13:19
Allerdings - wenn man es wieder De-Installiert, funktioniert die Synaptic-Paketverwaltung nicht mehr - es kommt zu einer Fehlermeldung.
… musste ich doch gar nicht weit suchen; schon sowas darf nicht bei Sachen passieren, die man einem Einsteiger an die Hand geben will. Und wenn man sucht, finden sich so einige Beispielthreads hier im Forum, wo mittels Synaptic das System gestört wurde. In der Regel Kleinigkeiten, leicht zu beheben. Nur nicht für die Zielgruppe „Einsteiger“.
Hardware: dunkelgrauer Laptop mit buntem Display (zum Aufklappen!) und eingebauter Tastatur; beiger Klotz mit allerhand Kabeln und auch mit Farbdisplay und Tastatur (je zum auf’n Tisch Stellen)
Am 7. Tag aber sprach der HERR: „QWNoIFNjaGVpw58sIGtlaW5lbiBCb2NrIG1laHIgYXVmIGRlbiBNaXN0ISBJY2ggbGFzcyBkYXMgamV0enQgZWluZmFjaCBzbyDigKYK“

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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von Nice » 20.05.2018 19:17:55

@niemand:
Deine Replik ist ... ich scheibe jetzt besser nichts zu Deinem "wie".

Also: das Installieren des "PK-Update-Icon" zieht alle anderen "notwendigen" Programme wie unattended-updates etc. nach sich. Allerdings wird dabei der "Keyring" nachhaltig verändert. Nach der De-Installation der Programmkette hagelt es Fehlermeldungen. Nicht nur bei der Synaptic-Paketverwaltung, sondern auch beim konsolenbetriebenen "Apt-Get".
Das spricht nicht gegen die Synaptic-Paketverwaltung - ich weiß nicht, wie Du zu dieser Schlußfolgerung kommen willst.

Ich hätte noch Vieles dazu zu scheiben. wundere mich aber über den Diskussionsstil hier. Besonders, wenn man selbst versucht, aufrichtig zu posten...

Verstehen setzt ein Bemühen dazu vorraus. :roll:
In der Regel Kleinigkeiten, leicht zu beheben.
Was für einen Fachmann Kleinigkeiten sind, sind für einen Anfänger hohe Hürden.
Nur nicht für die Zielgruppe „Einsteiger“.
Meine Rede!
Daher sollten Einsteiger Debian nicht verwenden oder zum Aktualisieren die Synaptic-Paketverwaltung nutzen.
Und ich habe doch klar und deutlich davor gewarnt, die Synaptic-Paketverwaltung außer für "Stable" auch für "Testing" oder gar "Unstable" zu verwenden?

TomL
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Re: Updates für Nutzer die kein Terminal benutzen können / wollen

Beitrag von TomL » 20.05.2018 19:41:07

Nice hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
20.05.2018 18:13:19
Du bist ein Profi. Das respektiere ich.
Das nehme ich Dir aber jetzt absolut übel.... :twisted: ... das bin ich nämlich wirklich nicht... nur ein engagierter Rentner, der vor Jahren mit so'n Kram seine Kohle verdient hat... aber das ist lange vorbei. :mrgreen:
Sollte ich wieder einmal zu hitzig gepostet haben, bitte ich Dich aufrichtig um Entschuldigung...
Das allerschlimmste ... was ich überhaupt nicht haben kann und quasi verabscheue... ist nachtragend zu sein. Wer austeilt muss auch mal einstecken können, und wenns vorbei ist, muss man im nächsten Thread einfach wieder von vorne und ganz ohne Groll anfangen. Dann macht das auch alles Spass.
Was ich allerdings glaube kritisieren zu dürfen, ist meine Wahrnehmung, dass im Debian-Forum vorwiegend alle Themen aus der Sicht von Server-Administratoren diskutiert werden und nicht aus der Sicht "einfacher" Desktop-Anwender.
Genau darauf reagiere ich persönlich einigermaßen sensibel. Ich empfinde es teilweise ziemlich erschreckend, wie von 'anerkannten' Vielpostern in diesen Windows-Umsteigerforen argumentiert wird und welche Verfahrensweisen und Ansichten sich bei diesen Distris etabliert haben. Meines Erachtens ist mittlerweile dort sogar vieles ganz selbstverständlich akzeptiert, was ich schlichtweg als destruktiv für das Linux an sich bezeichne.

Jetzt will ich nicht den Eindruck erwecken ein Debian-Fanboy zu sein, aber ich glaube, dass mein beruflicher Werdegang und meine bisherigen Linux-Erfahrungen ausreichen, um den Wert von Debian für mich und unsere privaten Installationen recht gut einzuschätzen. Und letztlich bin ich einfach nur egoistisch... ich möchte mir dieses imho sehr sichere Debian, so wie ich es jetzt gewohnt bin und so anspruchsvoll es auch manchmal hier zu sein scheint, unbedingt erhalten. Und ich hoffe, dass die erfahrenen User hier ein ähnliches Interesse verfolgen, damit sich die nach meiner Einschätzung durchaus auch zweifelhaften Lösungsvorschläge dieser Distris nicht auch hier schleichend als must-have einnisten. Das größte Problem ist imho, der Erwartungshaltung von win-umsteiger-anwendern zu begegnen, die statt ihres abgelegten Windows nun ein Linux-Windows betreiben möchten... am besten soll alles so sein, wie zuvor und begleitend dazu bei Beibehaltung aller Schwächen und Fehler. Dem sollte man mit verständlichen Erklärungen begegnen. Ich persönlich freue mich über neue Debian-Nutzer und bin gerne bereit zur Hilfe, so wie ich Hilfe von guten Leuten bei meinem Umstieg erhalten habe.

Ich habe das schon öfters mal gesagt, man kann Debian in einem Maße absperren, wie es mit Windows faktisch nicht möglich ist. Wenn man es aber leichtsinnigerweise so aufsperrt, wie ich das früher von Windows und eben auch von diesen Umsteiger-Distris kenne, ist es m.M.n. im Vergleich mit Windows definitiv das unsichere Betriebssystem. Dann ist das derzeitige mangelnde Interesse der Internet-Crime-Scene an privaten Linux-Desktops aktuell das einzige Sicherheits-Bollwerk... aber imho ist das ein sehr schwaches Bollwerk, welches jederzeit fallen kann, wenn sich der Wind dreht. Und je mehr User sich von Windows abwenden, um so höher steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Wind drehen wird.

j.m.2.c.
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