[gelöst] Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Du suchst ein Programm für einen bestimmten Zweck?
Korodny
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Re: Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Beitrag von Korodny » 15.11.2019 15:04:59

Blackbox hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2019 12:59:15
Dann habe ich Debiancherrytree entdeckt - welches viele von meinen Kriterien erfüllt - und angefangen mein Wissen zu übertragen.
Benutzt das nicht sqlite statt Plaintext-Dateien?
Deswegen dieser Thread.
Ich habe nicht verstanden, wieso du Zim eine Absage erteilt hast ("nicht ganz was ich suche")? Es speichert zwar nicht als Markdown sondern in einem eigenen Plaintext-mit-Formatierungen-Dialekt - aber Markdown war ja keine deiner ursprünglichen Anforderungen. Und ansonsten erfüllt es alle deine Wünsche, ggfs. (Syntax-Highlighting) halt mittels Plugin. Und da seine Wiki-Struktur einfach nur ein Abbild der Verzeichnis-Struktur innerhalb des Wiki-Verzeichnisses ist, kannst du deinen kompletten Datenbestand vermutlich durch einfaches Kopieren "importieren".

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Blackbox
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Re: Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Beitrag von Blackbox » 16.11.2019 15:48:55

Korodny hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2019 15:04:59
Benutzt das nicht sqlite statt Plaintext-Dateien?
Nicht ausschließlich.
Debiancherrytree speichert in sqlite & xml und Im-/Exportiert (auch) in sqlite, xml bzw. Plaintext.
Ich habe immer die Exportfunktion verwendet und in Plaintext gespeichert.
Korodny hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2019 15:04:59
Ich habe nicht verstanden, wieso du Zim eine Absage erteilt hast ("nicht ganz was ich suche")?
Weil ich kein "Desktop-Wiki" suche, sondern ein Programm in die ich mein Wissen strukturiert fallen lassen kann, ohne dass irgend ein zusätzlicher "Dialekt" benötigt wird.
Sodass man auch einzelne Dateien von außerhalb des Programms Öffnen, Bearbeiten, Speichern kann, wenn nötig.
Das Programm sollte einzig der Struktur des Baumes dienen.
Korodny hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2019 15:04:59
Es speichert zwar nicht als Markdown sondern in einem eigenen Plaintext-mit-Formatierungen-Dialekt - aber Markdown war ja keine deiner ursprünglichen Anforderungen. Und ansonsten erfüllt es alle deine Wünsche, ggfs. (Syntax-Highlighting) halt mittels Plugin. Und da seine Wiki-Struktur einfach nur ein Abbild der Verzeichnis-Struktur innerhalb des Wiki-Verzeichnisses ist, kannst du deinen kompletten Datenbestand vermutlich durch einfaches Kopieren "importieren".
An dieser Stelle frage ich mich, warum du mich von Debianzim überzeugen möchtest, obwohl ich es bereits validiert und für - meine Anforderungen - als ungeeignet befunden habe?
Ich möchte kein Markdown, kein HTML, keine Plugins die zusätzlichen Pflegeaufwand erfordern.
Eigenbau PC: Debian Sid - Kernel: 5.6.7 - Xfce 4.14
Desktop PC: Dell Inspiron 530 - Debian Sid - Kernel: 5.6.7 - Xfce 4.14
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ralli
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Re: Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Beitrag von ralli » 16.11.2019 17:43:37

Wäre recutils einen Versuch wert? Es ist eine reine Textdatenbank und läuft auch one X. Allerdings benötigst Du ein wenig Zeit, um Dich damit einzuarbeiten. Ich werde mich (erneut) damit beschäftigen, weil es sich für mich lohnt.

Guckst Du hier:

https://www.gnu.org/software/recutils/

Dürfte bei Debian Buster vorhanden sein.
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ThorstenS
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Re: Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Beitrag von ThorstenS » 16.11.2019 18:06:53

Mich umtreibt das Thema auch immer wieder - hier einige Forenlinks zum Thema: Ganz grundsätzlich liegt meine Doku immer im Filesystem, passend in Unterordnern. Ich schreibe die zu 80% per vim, einiges per atom und den Rest per Browser. Das ganze ist per git versioniert und anhand meiner commit-messages kann ich oft ganz gut finden, was ich suche. Das repo ist im Gitlab (privat direkt bei gitlab.com, an der Arbeit selbst gehostet). Das Webinterface erlaubt dann auch mal im Browser eine Datei zu editieren, die Volltextrecherche ist wirklich nett. In markdown zu dokumentieren wird durch ein schönes rendering belohnt, aber das ist kein Muß.

In einem Projekt habe ich mit Debiansphinx gearbeitet, weil mir die Exportmöglichkeiten nach z.B. html,pdf, ebpub oder manpage(!) sehr gut gefallen. Aber der overhead ist mir zu groß gewesen alles umzustellen :-/

Debianfzf schaue ich mir auch mal an, ich nutze seit Ewigkeiten glimpse, aber das ist nach sarge aus debian geflogen. Eine Ablösung wäre wirklich mal an der Zeit :roll: :mrgreen:

Edith:
Debianpandoc und Debianwkhtmltopdf sind gute Kumpels, wenn es um den Export nach PDF geht:

Code: Alles auswählen

MD=docu.md
pandoc "$MD" -s -o - | wkhtmltopdf - "${MD%.*}".pdf ; evince  "${MD%.*}".pdf

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Re: Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Beitrag von Blackbox » 06.12.2019 06:33:34

Ich habe mich nun doch für Debianzim als zukünftiges Wissensmanagemant entschieden, da es a) scheinbar nichts besseres aus dem Debian Repository (in GTK+) zu geben scheint, b) zukunftssicher ist und c) es bei der zweitem Ansicht (doch) viele meiner Kriterien erfüllt.
Ich bedanke mich bei allen Diskussionsteilnehmern für die Beteiligung und teils kreativen Beiträge/Vorschläge.
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Lord_Carlos
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Re: [gelöst] Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Beitrag von Lord_Carlos » 19.12.2019 08:47:47

Fuer Leute die Richtung Markdown gehen habe ich gerade noch ein paar Sachen gefunden:

https://github.com/zadam/trilium
Hat seine eigene Datenbank, also nicht einfach .md Files auf der platte. Electron app.

https://boostnote.io/ https://github.com/BoostIO/Boostnote/
So wie ich das sehe kann man da einfach seine .md Daten bearbeiten. Muss also nichts importieren und hat keine db.
Electron app.

https://github.com/pbek/QOwnNotes
Hier kann man auch einfach seine .md Daten bearbeiten. Muss also nichts importieren und hat keine db.
Integration mit own/next cloud

Ich werde wohl weiterhin einfach VS Code benutzten, da ich das sowieso installiert habe.
https://github.com/microsoft/vscode

Code: Alles auswählen

╔═╗┬ ┬┌─┐┌┬┐┌─┐┌┬┐╔╦╗
╚═╗└┬┘└─┐ │ ├┤ │││ ║║
╚═╝ ┴ └─┘ ┴ └─┘┴ ┴═╩╝ rockt das Forum!

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Re: [gelöst] Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Beitrag von resi » 19.12.2019 10:17:05

Hallo,
ich lese gelegentlich hier mit, poste aber nie, ausser jetzt:
den zu vorhergesagten passt sehr gut, was ich seit kurzem verwende:
Joplin
ziemlich genial, möglicherweise ähnlich wie Boostnote. Läuft auf allen
Betriebssystemen (auch electron) lässt sich sehr gut synchronisieren,
ich verwende eine eigene nextcloud, und hat eine äußerst rege Community.

Einfach mal ansehen, ich mags

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ThorstenS
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Re: [gelöst] Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Beitrag von ThorstenS » 19.12.2019 22:09:38

wow, danke dir!!! Joplin hat richtig Potential. OOTB kann es nur leider kein PDF aus einem Notizbuch erstellen, sondern nur `seitenweise` Aber das läßt sich auch noch im Nachgang mit einem pandoc Lauf erledigen. Cool, dass du das gepostet hast :THX:

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SirArthur
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Re: [gelöst] Wissensmanagement auf Plaintextbasis

Beitrag von SirArthur » 20.12.2019 16:29:35

Mich hat der Thread jetzt auch dazu bewegt, mein "Wissensmanagement" zu pimpen.
Dabei bin ich auf Atom gestossen. Das Ding nennt sich "A hackable text editor for the 21st Century" und ich finde, die übertreiben damit nicht.

https://atom.io/

Grundsätzlich ist das ein ziemlich mächtiger Editor, wo man alle möglichen Plugins installieren kann.
Mit Tree View und Markdown habe ich damit meine Notizen super ordnen können. Hauptgrund für die Wahl ist, daß ich damit in Markdown auf Audio Files verlinken kann, damit ich meine Aufnahmen sortieren kann....sie werden in Atom selber abgespielt, was super praktisch ist.
Das selbe gilt für Video Dateien....das alles im selben Programm mit schnellem Zugriff verwalten zu können, ist schon eine gute Sache.

Für super schnelle Notes verwende ich allerdings immer noch Xpad (sticky notes), da ist mir Atom zu langsam.
Ich will das manchmal einfach in 5 Sekunden ablegen können, sortiert wird später.

Für "normale" Notes ist das natürlich mit Kanonen auf Spatzen schiessen, aber falls man irgendwelche Extrawünsche hat, die man sonst nirgends findet, findet sich für Atom dafür möglicherweise eine Erweiterung.
Sync Möglichkeiten scheinen auch endlos zu sein.

Muss man natürlich auch Bock drauf haben :wink:

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