hostapd & DHCP-helper

Einrichten des lokalen Netzes, Verbindung zu anderen Computern und Diensten.
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joker4791
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hostapd & DHCP-helper

Beitrag von joker4791 » 06.10.2018 21:35:42

Hi,

ich bin am verzweifeln, habe in den Weiten des Webs auch nicht meinen Anwendungsfall gefunden (vielleicht auch nur die falschen Suchbegriffe), aber ich bin zuversichtlich, dass mir geholfen werden kann. Eigentlich kann es doch nicht möglich sein, dass ich der Einzige bin, der einen zentralen DHCP-Server für alle Geräte haben will :wink: .

Ich versuche einen WLAN-Access-Point auf Basis von Debian Stretch aufzubauen. Es gibt in meinem Netzwerk weiterhin einen Debian-Server, auf dem der DHCP-Service läuft (das funktioniert übrigens seit Jahren ohne Probleme, im LAN sowie im WLAN mit einer gefreetzten FritzBox, die nun aber weichen soll) und dieser soll zentral auch dafür verwendet werden, den WLAN-Clients die Adressen auszuliefern, da ich so die volle Kontrolle über die Vergabe der Adressen behalten will und so auch alle Geräte miteinander kommunizieren können ohne wilde Routing-Geschichten über mehrere Subnetze hinweg. Auf meinem Access-Point-Rechner ist inzw. alles soweit eingerichtet, dass er die IP auf enp1s0 erhält, sowie ein hostapd auf wlp2s0, das ganze versucht zu verbinden mit DHCP-helper entweder "-b enp1s0" oder "-s <Server-IP>". Beides funktioniert nicht. Ich kann sehen, dass das WLAN-Gerät versucht eine Verbindung aufzubauen und dass die Kommunikation mit dem Host grundsätzlich funktioniert, aber das WLAN-Gerät erhält keine IP-Adresse vom DHCP-Server zugewiesen. Ich bin mit meinem Latein am Ende, vielleicht kann mich jemand in die Richtung schubsen, wo ich weiter anfangen kann zu suchen.
Schon mal vielen Dank im Voraus!

Grüße,
j.

Jana66
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Re: hostapd & DHCP-helper

Beitrag von Jana66 » 06.10.2018 22:19:08

joker4791 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
06.10.2018 21:35:42
Ich versuche einen WLAN-Access-Point auf Basis von Debian Stretch aufzubauen.
Ich habe im Forum gelesen, dass WLAN-Bridging angeblich mit neueren Kernels nicht mehr unterstützt wird. Also musst du IP-Forwarding oder NAT und ein DHCP-Relay, z. B. Debiandhcp-helper
Unlike dhcp3-relay, dhcp-helper can be configured to forward DHCP requests as broadcasts, and therefore does not need to be given the IP address of the DHCP server, only the network in which it resides.
einsetzen, wenn du DHCP-Server zentral (über mehrere Subnetze) haben möchtest. Letzteres hast du offenbar probiert.

Die DHCP-Kommunikation https://wiki.mikrotik.com/wiki/Manual:IP/DHCP_Relay
solltest du mit https://wiki.ubuntuusers.de/tcpdump/ (evtl. + Debianwireshark) ansehen. Filter nach UDP Port 67 und 68.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dynamic_H ... n_Protocol
joker4791 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
06.10.2018 21:35:42
Auf meinem Access-Point-Rechner ist inzw. alles soweit eingerichtet, dass er die IP auf enp1s0 erhält, sowie ein hostapd auf wlp2s0, das ganze versucht zu verbinden mit DHCP-helper entweder "-b enp1s0" oder "-s <Server-IP>". Beides funktioniert nicht.
Kannst du denn von/zu einem WLAN-Client mit fest eingestellter IP-Adr. verbinden/pingen? So zur Fehlereingrenzung (hostapd oder dhcp-helper). :wink:

Und dann mal paar Tipps:
Nicht jeder WLAN-Adapter lässt sich zum Accesspoint "umvergewaltigen": https://wiki.ipfire.org/hardware/networking
Ein Accesspoint (reines Bridging, DHCP-Helper unnötig) kostet so 30 ... 120 Euro und spart jede Menge Strom gegenüber einem PC. Amortisiert sich schnell.
DDWrt und OpenWrt/Lede und IPFire gibt es auch für x86_amd64-Hardware - und ist genau für solche Zwecke designt. AP möglich.
Für DDWrt und OpenWrt/Lede geeignete Router kosten ab 25 Euro und sparen auch jede Menge Strom. Deren speziell designtes Hardware (Basis, Station) ist besser, als du es je mit einem Client-WLAN-Adapter hinkriegen wirst.
Ohne Posting von Netzplan, WLAN-Hardware, Konfigs und Logs wirst du kaum weitere Antworten kriegen.
Alle vorherigenTipps sparen dir und uns jede Menge Zeit und Nerven. :wink:

Testen? dhcrelay as a service: https://www.centos.org/docs/5/html/5.1/ ... agent.html
Wenn keiner was sagt, wird sich nichts ändern. Wenn alle nur reden ebenfalls nicht.

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joker4791
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Re: hostapd & DHCP-helper

Beitrag von joker4791 » 11.10.2018 20:36:30

Hi,


erstmal vielen Dank für die Antwort!

Zur Hardware: ich habe ja bisher eine FritzBox als AP, aber die ist - denke ich - defekt, wird mit WLAN immer heiß und produziert massenweise Aussetzer. DECT geht dann auch nicht mehr und eigentlich habe ich keine Lust mit da mit UM rumzuärgern, weil es deren Kabel-Box ist.
Als Hardware habe ich mir einen Thinclient ausgesucht von Fujitsu, den Futro S720 mit einer Atheros AR5BX112. Diese unterstützt AP-Modus, AC-WLAN und hat drei Antennen-Anschlüsse. Des Weiteren ist kein separater Treiber erfoderlich.
Der Futro braucht mit der WLAN-Karte 8W und damit sogar weniger als die Fritzbox.
Das ganze Setup lief schon mit OPNsense, allerdings ohne Relaying, weil das in der 18'er Version schon kaputt ist, aber mit eingeschaltetem DHCP-Server auf der WLAN-Seite geht es ja dann trotzdem, nur dann habe ich wieder zwei Subnetze und muss an zwei Stellen Änderungen speichern, was ich nicht will.

In der Zwischenzeit habe ich es trotzdem hinbekommen, und zwar gibt es im Ubuntu-Wiki einen Artikel, der die Einrichtung beschreibt:
https://wiki.ubuntuusers.de/WLAN_Router/
Kurz gesagt habe ich eine LAN/WLAN-Quasi-Bridge gebaut (nochmales Bridging geht ja mit den WLAN-Adaptern nicht) und damit funktioniert das ganze dann.

Grüße,
j.

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