Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

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gnude
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Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von gnude » 14.11.2017 15:34:05

Hallo,

seit längerer Zeit muss ich mich mal wieder mit dem Thema "Telefonanlage" befassen
und meine Kenntnisse sind da schon sehr veraltet.

Ich möchte gerne mehrere IDSN Anschllüsse (mit Rufnummernblöcke) auf eine VoIP Anlage
umstellen. Zunächst benötige ich ja einen VoIP Anschluss vom Anbieter, wenn ich richtig
informiert bin einen SIP-Trunk? Gern kann mir jemand kurz erläutern was genau mit SIP-Trunk gemeint ist.
Auf der Anlage selbst kann ich Asterisk und (hab gesehen das es das gibt) FreePBX installieren.
Als Endgeräte habe ich mir "Telekom Speedphone50" und Cisco SPA 3003-G3 herausgesucht.
Lassen sich diese Geräte problemlos in dieser Anlage anmelden? Als Verkabelung vor Ort liegt Ethernet,
allerdings kein Power over Ethernet.

Die Grundsatzfragen sind jetzt erstmal.... kann ich mit Asterisk und FreePBX sinnvoll einen
SIP-Trunk nutzen und einrichten und ist dann eine problemlose Nutzung der Endgeräte möglich.

Das letzte mal habe ich mich mit einer alten IPTAM Anlage befasst, die noch auf Debian 4 basierte.


https://www.alternate.de/Telekom/Speedp ... ct/1191478?
https://www.alternate.de/Cisco/SPA303-G ... ct/1092779?

Jana66
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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von Jana66 » 14.11.2017 15:47:45

gnude hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
14.11.2017 15:34:05
Ich möchte gerne mehrere IDSN Anschllüsse (mit Rufnummernblöcke) auf eine VoIP Anlage
umstellen.
gnude hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
14.11.2017 15:34:05
Als Endgeräte habe ich mir "Telekom Speedphone50" und Cisco SPA 3003-G3 herausgesucht.
Was denn nun genau? Nur 2 (oder wieviele geplante) neue IP-Telefone oder zusaetzlich auch vorhandene ISDN-Telefone an vorhandener ISDN-TK-Anlage? So wegen "mit Rufnummernbloecke" mal gefragt. Fuer Migration konventioneller Telefone mit erweiterten Egenschaften ("Systemtelefone") durch PBX brauchst du eine VoIP-TK-Anlage mit konventionellen (ISDN/analog/proprietaer) Anschluessen. Dann brauchst du naemlich nicht Asterisk & Co.
Zuletzt geändert von Jana66 am 14.11.2017 15:55:28, insgesamt 1-mal geändert.
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gnude
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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von gnude » 14.11.2017 15:54:50

Hallo,
nun es geht um insgesamt 11 Telefone die angeschlossen werden sollen. Von den alten ISDN Telefonen sollen keine
weiter verwendet werden. Wenn der Wechsel durchgeführt wird, dann auch mit neuen Telefonen.

Ich denke das macht so am meisten Sinn. Die bisherige Anlage die abgelöst wird ist eh hoffnungslos veraltet.

Die angeschlossenen Telefone sollen dann von aussen mit einer Durchwahl erreichbar sein.
D.h. es gibt eine Zentrale (-0) und dann weitere durchwahlen. Und die Zentrale soll natürlich an die
Durchwahlen vermitteln können.
:mrgreen:

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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von Jana66 » 14.11.2017 16:01:56

gnude hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
14.11.2017 15:54:50
nun es geht um insgesamt 11 Telefone die angeschlossen werden sollen. Von den alten ISDN Telefonen sollen keine
weiter verwendet werden.
Na dann kannst du dir Debianasterisk antun. Oder wenn du wenig Zeit zum Basteln hast, eine professionelle VoIP-Telefonanlage der ueblichen Verdaechtigen. Deren Konfig. sollte weit schneller gehen. :wink:
Als Verkabelung vor Ort liegt Ethernet, allerdings kein Power over Ethernet.
Nur 2 DA vorhanden? Da brauchst du IP-Telefone mit Netzteil, ansonsten PoE+-Switch bei 4 DA pro Anschluss. Extra VLAN fuer VoIP.
Zuletzt geändert von Jana66 am 14.11.2017 16:08:01, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von gnude » 14.11.2017 16:05:12

OK
ich überlege noch ...... selbst machen für nen kleines Setup (die besagten 11 Telefone)
und besondere Leistungen werden nicht benötigt. Wenn jeder Telefonieren kann ist schon alles tutti :THX:
oder eine Kaufanlage.
Gibt es hier Empfehlungen?

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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von Jana66 » 14.11.2017 16:26:08

16 VoIP-Anschluesse, 4 VoIP-Kanaele (Grundausbau), 8 a/b. (Fax braucht man heutzutage geschaeftlich wohl immer noch und wenn mal ein VoIP-Telefon defekt, kann man ein billiges analoges Telefon mal schnell anschliessen.)
https://www.auerswald.de/de/produkte/te ... -4000.html
(Ueberbuchung 1:3 fuer Geschaeftsanschluesse und 1:5 fuer Privatanschluesse ist ueblich. Ein CC (Extremfall) hat ja wohl mehr als "besagte" 11 Quatschkoeppe. :wink:
VoIP-Kanäle sind einzeln intern/extern oder als Voicemail-/Faxkanal konfigurierbar.
Wuerde ich mir vom Vertrieb genau erklaeren lassen ...
Zuletzt geändert von Jana66 am 14.11.2017 16:41:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von r4pt0r » 14.11.2017 16:39:45

Wenn das ohnehin IP-Phones werden sollen, schau dir mal sipgate team an - damit (er)spart man sich die lokale Anlage und ist _wesentlich_ flexibler was z.B. auch die integration von SIM-Karten, Fax (via Mail und/oder virtueller Drucker) etc angeht:
https://sipgateteam.de

Trunks gibt es bei sipgate ebenfalls, da aber bei trunks die TK-anlage "alles" managed (=komplett getrenntes routing), lässt sich das nicht in die team-funktionen integrieren. Will man für einzelne Durchwahlen z.B. parallel auch eine SIM-Karte nutzen, muss die Durchwahl aus dem Trunk herausgelöst und ggf wieder als eigener VoIP-Endpunkt von der TK-Anlage registriert werden um die Durchwahl auch lokal zu nutzen. So wurde das bei uns in einer Zweigstelle realisiert um auch beim regelmäßigen Ausfall des Telekom-DSL erreichbar zu bleiben.

Wir nutzen Trunks, ein paar VoIP-Endpunkte und mehrere SIM-Karten über sipgate team in Verbindung mit unserer Aastra/mitel TK-Anlage. Die Anlage wurde vor ein paar Jahren erst angeschafft, daher musste die beim Umstieg auf VoIP weitergenutzt werden.

Sipgate bietet auch nen kostenlosen Testaccount. Bei Fragen/Problemen ist der Support ist sehr fix und kompetent, Wartezeiten bei der Hotline sind minimal und auch hier hat man kompetente Ansprechpartner bzw wird ggf direkt zur Technik durchgereicht oder bekommt nach kurzer Zeit einen Rückruf.
Vertragslaufzeiten gibt es nicht, jedes Paket oder Feature kann täglich gebucht und zum Monatsende gekündigt werden. Ist speziell während der Migration sehr praktisch, da man nach und nach Komponenten zubuchen kann sobald die alten Anbieter einen nach und nach aus ihren Knebelverträgen rauslassen und auch endlich die Rufnummernportierung auf die Reihe bekommen. Erfahrungsgemäß gibts bei 4 von 5 abgehenden Portierungen von der Telekom Probleme :roll:

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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von gnude » 15.11.2017 08:25:28

Jana66 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
14.11.2017 16:26:08
16 VoIP-Anschluesse, 4 VoIP-Kanaele (Grundausbau), 8 a/b. (Fax braucht man heutzutage geschaeftlich wohl immer noch und wenn mal ein VoIP-Telefon defekt, kann man ein billiges analoges Telefon mal schnell anschliessen.)
https://www.auerswald.de/de/produkte/te ... -4000.html
(Ueberbuchung 1:3 fuer Geschaeftsanschluesse und 1:5 fuer Privatanschluesse ist ueblich. Ein CC (Extremfall) hat ja wohl mehr als "besagte" 11 Quatschkoeppe. :wink:
VoIP-Kanäle sind einzeln intern/extern oder als Voicemail-/Faxkanal konfigurierbar.
Wuerde ich mir vom Vertrieb genau erklaeren lassen ...
Hallo,
erstmal ... kann mir vielleicht jemand erklären den Unterschied zwischen VoIP Anschlüssen und Kanälen? Kann jeder Kanal 4 Anschlüsse beherbergen? 8 a/b Anschlüsse bedeutet 8 Analoge Anschlüsse? Stellt sich die Frage ob einer nicht ausreicht oder zur Not ein Smartphone nicht auch genügt. (Kann man die Anlage dann auf ein Smartphone umleiten lassen bei Netzausfall?)
Ne kein CC :mrgreen:

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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von Jana66 » 15.11.2017 08:41:44

gnude hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2017 08:25:28
kann mir vielleicht jemand erklären den Unterschied zwischen VoIP Anschlüssen und Kanälen?
https://www.ip-phone-forum.de/threads/b ... en.229230/
https://www.auerswald.de/de/loesungen/t ... ll-ip.html
Anzahl Kanäle = Anzahl gleichzeitiger Gespräche
(Bei 11 Teilnehmern brauchst du mindestens 3, besser 4 Kanäle nach außen/extern! Ansonsten häufig "gassenbesetzt".)
gnude hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2017 08:25:28
8 a/b Anschlüsse bedeutet 8 Analoge Anschlüsse?
Ja. 2 Adern, a und b. Kannst du neben Fax auch Billig-DECT-Telefonanlage oder billige Ideal-Standard-Analogtelefone ranhängen. :wink:
gnude hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2017 08:25:28
Kann man die Anlage dann auf ein Smartphone umleiten lassen bei Netzausfall?
Wie denn ohne SIM in der Anlage? Vielleicht gibt es bei Auerswald entsprechende Zusatzmodule (Backup für Internet). Bei Ausfall Internet ("Amt") vermittelt eine Telefonanlage intern natürlich weiter. Bei funktionierendem Internet/SIP-Anbieter/"Amt" kann jede bessere Telefonanlage ankommend und abgehend irgendwohin umleiten.

Eine Cloud-Telefonanlage kann bei Internetausfall ankommende Verbindungen auf beliebige Smartphones umleiten (Erreichbarkeit). Auf Visitenkarten/Kopfbögen werden meist neben Festnetznummern auch Mobiltelefonnummern angegeben. Cloud braucht man vllt. nicht unbedingt. Frage der Betriebskosten eigene Anlage vs. Dienstleister?
Eine Cloud-Telefonanlage ist wohl das, was @r4pt0r oben beschreibt.

Ich würde die Betriebskosten vergleichen ... :wink:
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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von gnude » 15.11.2017 09:27:35

OK
VoIP Anschluss = Zugangspunkt für jedes Gerät,
VoIP Kanal = Sprachkanal der offen sein kann.
So als wenn von einer alten Telefonanlage 4 Amtsleitungen verfügbar sind.
Warum gibt es die Begrenzung bei VoIP? Ist das technischer Natur?
Ich würde jetzt denken.... wenn das ganze per IP läuft ist doch egal
wie viele gleichzeitig "quatschen"?

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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von Jana66 » 15.11.2017 09:30:37

gnude hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2017 09:27:35
Warum gibt es die Begrenzung bei VoIP? Ist das technischer Natur?
Auerswald will verdienen, der SIP-Provider hat Konfigurationsaufwand für jeden Kanal und will verdienen, deine Firma will verdienen, du willst verdienen ... :mrgreen:
(Je mehr Teilnehmer desto mehr technischer Aufwand, Hardware und Software, Vermittlungs- und Übertragungstechnik, Priorisierung/QoS. Terminierung und Durchleitung von Gesprächen lassen sich die Provider untereinander bezahlen. Interconnection-Verträge regeln das.)
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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von gnude » 15.11.2017 10:10:33

Ok. Das habe ich verstanden.

Das beanwortet dann auch meine nächste Frage.... "Jeder will verdienen".....
Ich hab ein Angebot vorliegen da wird als VoIP Telefon ein OpenStage für 270 Euro angeboten,
obwohl es bei Alternate bereits IP Telefone von Auerswald für 150 Euro gibt, die wohl genau so geeignet sind
für normale Arbeitsplätze.

Kann ich prinzipell jedes Telefon was z.b. bei Alternate unter "VoIP" steht an so eine Anlage anschliessen
oder gibt es da noch kompabilitäts-Eigenschaften auf die man achten muss?

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heisenberg
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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von heisenberg » 15.11.2017 10:26:46

Pures VoIP/SIP kann wohl so ziehmlich jedes Telefon.

Was dann den Unterschied macht, ist wie gut die Telefone ausserdem mit der Telefonanlage zusammenarbeiten bei erweiterten Leistungsmerkmalen.

Als da wären:
  • Automatische Telefonkonfiguration
  • Besetztlampenfelder
  • Konfiguration erweiterter Leistungsmerkmale über das Interface der Telefonanlage
Zum Thema automatische Telefonkonfiguration: Mein betagtes "Snom" 360 hat hier so gefühlt um die 1000 verschiedene Einstellungen. Von denen braucht man wahrscheinlich max. 50, aber um die dann zu finden ist man dann schon beschäftigt. Und es gibt da preisgünstige Anbieter, da habe ich hinsichtlich des Webinterfaces z. B. bei "Grandstream" vor ca. 10 Jahren schon echte Katastrophen erlebt, welche mich fast wahnsinnig gemacht haben. Ich weiss nicht, ob das bei denen immer noch so übel ist.

Bei den Telefonen würde ich mich danach richten, was vom Anlagenhersteller empfohlen bzw. ob das Telefon für eine spezielle Anlage zertifiziert ist.
Zuletzt geändert von heisenberg am 15.11.2017 10:32:38, insgesamt 1-mal geändert.

Jana66
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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von Jana66 » 15.11.2017 10:27:58

Normalerweise ist SIP standardisiert. Manche Anbieter erweitern jedoch proprietär Standards oder halten diese nur teilweise ein. Privat kann man billig versuchen, in einer Firma hängt Arbeitszeit vieler dran. Ich würde bei Neuanschaffung für eine Firma nur einen bewährten Anbieter verwenden - dann klappt's auch mit einheitlicher Bedienung, irgendwelchen Voreinstellungen und proprietären "Features", die man sonst aufwändig suchen, abgleichen, abschalten muss. Ist so 'ne Lebenserfahrung aus der Netzwerktechnik. :wink:

Es muss nicht Auerswald sein, gibt noch mehr "übliche Verdächtige". Google hilft bestimmt weiter. Mache eine Leistungsbeschreibung (Leistungsverzeichnis kriegt man als Nicht-Experte eh nicht hin) und hole dir Angebote ein! Support und Dokumentation kann man dabei testen bzw. nachschauen!

Man kann auch die Ersteinrichtung anfragen/beauftragen und dabei zuschauen, lernen. Ist bei neuer Technik nicht unüblich und spart Zeit und Ärger. Ein konkretes Leistungsverzeichnis im beauftragtem Angebot bzw. Vertrag kann nie schaden ... :wink:

Edit: ISDN-Leistungsmerkmale: https://www.elektronik-kompendium.de/si ... 302083.htm
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vermitt ... che_Netze)
VoIP: http://www.voipscout.de/produkte/voip-l ... smerkmale/ und selber googeln!
VoIP-Anlage sollte die fuer dich notwendigen besitzen. Anfragen!!!
(Manche Leistungsmerkmale sind innerhalb der Firma wichtiger/ausreichend.)
Zuletzt geändert von Jana66 am 15.11.2017 14:25:35, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Telefonanlage mit Asterisk (Hilfestellung)

Beitrag von r4pt0r » 15.11.2017 13:03:28

Jana66 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
15.11.2017 10:27:58
Normalerweise ist SIP standardisiert.
Ja, normalerweise...

Es geht aber schon bei den Telefonanbietern los dass der Standard vermurkst wird, um Funktionen einzuschränken bzw teuer als "Zusatzdienst" zu verkaufen. Z.B. Telekom: SIP-Anmeldung nur vom zugehörigen Anschluss möglich, mit viel Terror bekommt man maximal "beliebiger Telekomanschluss" - vollwertiges SIP gibt es bei der Telekom nicht; deren SIP ist somit völlig wertlos wenn z.B. der Master einer TK-Anlage an einem nicht-Telekomanschluss hängt...

Dazu kommen massive Probleme bei vielen Anbietern und Anlagen/Telefonen mit NAT und routing über mehrere subnets. Dass dann auch noch manche Anbieter die via-header umschreiben/löschen (wieder: Telekom) ist auch äußerst hilfreich - da muss dann ggf auch noch ein SIP-Proxy eingerichtet werden, der die Header wieder korrigiert...
IPv6 können noch immer die wenigsten wirklich sauber und mit DS-Lite sollte man es erst garnicht probieren, das gibt ein Blutbad.
Mit schuld sind IMHO an vielen Problemen auch die schwammigen und schlechten Spezifikationen - SIP/VoIP wurde wohl zu 90% von Leuten standardisiert, die nur Ahnung von Analogdaten in 2 oder 4 Drähten hatten, aber das erste mal von TCP/IP bzw allgemein Paketdatennetzen gehört haben. Routing von VoIP/SIP ist eine Katastrophe; vor allem weil die Fehlersymptome oft sogar mit dem Provider des Anrufers variieren - Vodafone ist da z.B. ganz dick dabei.
Hat man das alles einigermaßen ausgemerzt (stellt euch auf etliche dutzend Stunden in Hotline-Warteschleifen ein....), gehts weiter mit seltsamen Problemen der Anlagen mit Situationen die in einem Netzwerk eigentlich als normal/alltäglich gelten können und theoretisch gelöst sind. Z.B. schafft es scheinbar fast keine Anlage zu erkennen, ob/dass die SIP/Trunk-Registrierungen aktualisiert werden müssen wenn ein WAN-Failover stattgefunden hat. Wir müssen unsere Anlage manuell neu starten - die behauptet nämlich alle Trunks und Kanäle wären registriert und aktiv...

Ich will schon garnicht mehr zurückdenken wieviel Ärger wir mit den irrsinnigsten Fehlern hatten während und noch lange der Umstellung auf SIP/VoIP mit der "lokalen" Anlage (bzw master + satelliten in den Niederlassungen).
Verglichen damit sind "virtuelle" TK-Anlagen wie z.B. sipgate Team eine absolute wohltat und in punkto flexibilität wesentlich zeitgemäßer. Integration von SIM-Karten ist keine "Spezialanwendung" mehr sondern völlig normal; auch mit Festnetzdurchwahl direkt ans Mobilgerät, Fallbackszenarios "wenn Anschluss X nicht registriert, weiterleiten auf SIM Y" sind einfach zu realisieren. Sobald hier wieder Trunks und TK-Anlagen dazwischenpfuschen wirds komplexer bzw ist vieles nicht mehr möglich.

Ich nutze Sipgate auch privat mit 2 Smartphones (keine "festnetz"-Geräte mehr). Sobald WLAN verfügbar ist, wird per SIP registriert, ansonsten läuft alles per Mobilfunk, auch die Festnetznr (kommend und abgehend).

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