Knoppix-RAM-Methode für Update-Tests / Configtests?

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Filinimum
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Knoppix-RAM-Methode für Update-Tests / Configtests?

Beitrag von Filinimum » 08.01.2017 17:00:53

Ich haben auch ein anderes spezielles Anliegen.

Vielleicht erinnern wir uns noch an die guten alten Knoopix-CD/DVDs. Die es immer noch gibt aber ich glaube das Projekt ist inzwischen eingefroren.


Man hat sie jedenfalls eingelegt und hatte damit auch ein Live-Linux-System mit dem man schnell gut arbeiten konnte.

Das besondere hier war, man konnte auch Dateien Speichern. Änderungen an Dateien vornehmen. Sogar mit apt-get ein paar Programme direkt aus dem Netz nachinstallieren, die gerade fehlten.

Und das obwohl es auf einer ROM lief und die HDD des PCs nicht bentzt wurde.

Dafür benutzt es ein besondere Mount-Option.

Kann man diese auch unter Debian selbst inzwischen nutzen?

Manchmal würde ich gerne etwas nur ausprobieren. Oder erstmal ein paar Programm upgraden und schauen ob sie danach immer noch so funktionieren wie zuvor.

Ist es möglich ein System so zu Mounten, dass alle Änderungen nur im RAM abgelegt werden und die Festplatte für den Zeitrahmen RO wird?

Oder auch in einer Änderungsdatei, wie man es von Virtuellen Maschinen kennt. (aber das dürfte schwieriger werden, da man dafür sicher eine extra Partition bräuchte.

Vielleicht könnte man die Option dann auch wieder deaktivieren und dann entweder alle Änderungen verwerfen oder auch ins System übernehmen.

Vielleicht auch erstellt man einfach einen neuen Mountpunkt /test und startet hier mit chroot /test, während das normale System weiterläuft.

Hat jemand sowas "verrücktes" schon mal erfolgreich geschafft? Die Technik scheint auf jeden Fall schon seit einem Jahrzehnt dafür da.

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niemand
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Re: Knoppix-RAM-Methode für Update-Tests / Configtests?

Beitrag von niemand » 08.01.2017 17:15:19

Du suchst ein Union-FS? AUFS oder so?

Ansonsten kenne ich es eigentlich von allen Livesystemen so, dass man im gebooteten System lustig umherschreiben kann. Die Änderungen sind dann natürlich nicht persistent.
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Am 7. Tag aber sprach der HERR: „QWNoIFNjaGVpw58sIGtlaW5lbiBCb2NrIG1laHIgYXVmIGRlbiBNaXN0ISBJY2ggbGFzcyBkYXMgamV0enQgZWluZmFjaCBzbyDigKYK“

dufty2
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Re: Knoppix-RAM-Methode für Update-Tests / Configtests?

Beitrag von dufty2 » 08.01.2017 17:24:28

Debian hat auch Live-CDs, näheres findest Du hier: https://www.debian.org/CD/live/

Wenn ich Dich aber recht verstanden habe, möchtest Du Dein System - das z. B. glibc-2.20 hat - Read-Only booten, dann z. B. - im Live-System - glibc-2.21 installieren und schauen ob's gefällt.
Und falls ja, dann ins "richtige" System booten und glibc-2.21 installieren.

Das würde aber bedeuten, Du bräuchstest quasi eine Live-CD von Deinem aktuellen Systemzustand.

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Re: Knoppix-RAM-Methode für Update-Tests / Configtests?

Beitrag von KBDCALLS » 08.01.2017 17:40:12

Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
Kaum macht man ein Fenster auf, gehen die Probleme los.

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Re: Knoppix-RAM-Methode für Update-Tests / Configtests?

Beitrag von Filinimum » 08.01.2017 19:04:50

dufty2 hat geschrieben:Debian hat auch Live-CDs, näheres findest Du hier: https://www.debian.org/CD/live/

Wenn ich Dich aber recht verstanden habe, möchtest Du Dein System - das z. B. glibc-2.20 hat - Read-Only booten, dann z. B. - im Live-System - glibc-2.21 installieren und schauen ob's gefällt.
Und falls ja, dann ins "richtige" System booten und glibc-2.21 installieren.
Fast. ja. Aber mir ist klar das ich keinen bspw. Kernel so tauschen kann bzw. sollte. Geht mir mehr um /bin /sbin /lib usw. aber auf keinen Fall /boot. Das könnte doch böse ausgehen ;-)
dufty2 hat geschrieben: Das würde aber bedeuten, Du bräuchstest quasi eine Live-CD von Deinem aktuellen Systemzustand.
Oh lieber nicht mit eigenen Live-CDs. Ich wüsste nicht mal wie ich daraus ein Live-CD machen sollte. ;-)
Zumal ich längst keine CD/DVDs mehr verwende.



Ich hab auf ein paar einfache Mount-Beispiele gehofft ;-). Ein bisschen Selbststudium ist aber wohl doch besser ;-) Aber auf jeden Fall weiß ich nun wo und wieder was das damals war :-) - Ich kam einfach nicht mehr auf diese(n) Namen. Danke


Ich dachte auf jedenfalls an sowas wie...

Code: Alles auswählen

mount / -o ro,remount
zum Read Only machen.
Dann eine RAM-Disk zu erstellen

Code: Alles auswählen

 mount -t ramfs ramfs /media/ram
und nun etwas um die Ramdisk mit / zu verbinden, das beide als eines gehandhabt werden und nur Änderungen in die Ramdisk geschrieben werden.

Alternativ könnte man / auch rw lassen. Und dieses Kombination-Ergebnis für ein chroot /media/combined verwenden um Tests durchzuführen.


In den letzten Kernel-News las ich auch etwas von neuen Methoden der Dateiverwaltung. Das automatisch gleiche Dateien nicht mehr Doppelt angelegt werden, sondern erst wenn eine der beiden verändert wird (wenn ich es auf Englisch richtig verstanden habe). Vielleicht bringt uns das auch mal noch eine weitere Möglichkeit, das gesamte System in einen Test-Modus zu versetzen.

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Re: Knoppix-RAM-Methode für Update-Tests / Configtests?

Beitrag von dufty2 » 08.01.2017 19:23:22

Ok, also keine Live-CDs ;)
Der LVM (Logical Volumue Manager) kann z. B. auch sog. snapshots erstellen.
Weiß aber nicht, wie praktikabel das ist,
insbesondere wenn man z. B. den kernel zerschossen hat ...

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Re: Knoppix-RAM-Methode für Update-Tests / Configtests?

Beitrag von Filinimum » 08.01.2017 19:38:09

dufty2 hat geschrieben:Ok, also keine Live-CDs ;)
Der LVM (Logical Volumue Manager) kann z. B. auch sog. snapshots erstellen.
Weiß aber nicht, wie praktikabel das ist,
insbesondere wenn man z. B. den kernel zerschossen hat ...
Nein Keine Live-CD. Nur so tun als ob ;-)


Und Ehrlich. Ich hab immer Angst davor Logical Volume Manager. Zu neu. Zu SuSE. Zu gefühlt gefährlich ;-) irgendwie.

Kommt mir gefühlt wie der Dynamische Datenträger von Windows vor. Geht hier mal was schief. Bye Bye aller Daten.*zitter*

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Re: Knoppix-RAM-Methode für Update-Tests / Configtests?

Beitrag von KBDCALLS » 08.01.2017 19:55:52

In der Kerneldoku findet man ne Beschreibung des overlayfs . Die ist zwar nicht sehr ausführlich, stehen auch ein paar Beispiele drin. Ansonsten mal eine Knoppix oder ähnliches in einer VM starten und sich deren mounts ansehen. Das ganze läßt sich auch über die fstab realisieren.
Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
Kaum macht man ein Fenster auf, gehen die Probleme los.

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