Sinn und Unsinn des Wikis

Diskussion rund um unser Wiki.
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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von uname » 21.02.2013 14:43:35

Naja solange alles bei der Installation funktioniert braucht man wirklich keine Hilfe. Aber es gibt Fälle wo die Installation eben nicht funktioniert. Auch macht es unter Umständen Sinn nicht die Standard-Installationsmedien zu nehmen und auch eine Auswahl wie "Desktop" (ist das noch so), ist nicht wirklich selbsterklärend, wenn man z.B. KDE, Xfce4, Lxde oder einen kleinen Windowmanager installieren will.

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von whisper » 21.02.2013 14:44:41

kupe hat geschrieben:Ich denke, es gibt eine relativ einfache Erklärung dafür, weshalb das df.de-Wiki imho eher unterdurchschnittlich daherkommt: Es fehlt die zwingende Relevanz für ein solches!
...
Und nur, um ein eigenes Wiki zu haben, wollen wahrscheinlich eher weniger df.de-User sich die Arbeit machen mit dem meist vorhersehbaren Ergebnis, irgendwie dann doch lediglich inhaltliche Redundanzen mit dem UU.de-Wiki herzustellen.
Ja das ist einleuchtend.

Ich schreibe mir auch lieber einen Blog Artikel in meinem Blog, weil ich es für später nicht so ausführlich benötige.
Ich scheue einfach die Arbeit einen gut aufbereiteten Wiki Artikel zu verfassen.
Vor allem will der auch gepflegt werden :-(

@uname, interessant, also wenn sie bei google bekannt sind, dann fehlen anscheinen nur die Verweise.

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von uname » 21.02.2013 15:02:23

Genau. Sucht man nach entsprechenden Begriffen wie z.B.

Code: Alles auswählen

IpppStatus
ist der erste Treffer bereits das Wiki vom Debianforum.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hommingber ... denforelle

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von TRex » 21.02.2013 16:52:09

uname hat geschrieben:Gründe gegen ein Wiki sind im übrigen noch, dass bei Problemen lieber individuelle Beratungen (gerne auch mal am Thema vorbei) gegeben werden als auf Wiki-Beiträge zu verweisen.
Klar, da kopiert man lieber 5x dieselbe Anleitung zum Installieren von Grafiktreibern. Man kann auch basierend auf einem Wiki-Artikel individuelle Erklärungen abgeben, wenn das notwendig ist. Ansonsten seh ich da kein Argument, was dagegen spricht.
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Re: AW: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von NAB » 21.02.2013 21:13:35

Saxman hat geschrieben:Das Wiki soll genauso wie das Forum, Debiannutzern bei ihren Problemen helfen. Wenn du ein paar Jahre Mitgleid im Forum bist, fällt dir früher oder später auf, dass immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden (z.B wie installiere ich unfreie Grafiktreiber ).
Ja, klar, das sehe ich genau so! Dazu kommt, dass die "alten Hasen" irgendwann die Lust verlieren, immer und immer wieder dieselben Fragen zu beantworten und sich immer mehr zurückhalten ... ich bin ja auch schon ein paar Jährchen in etlichen Foren unterwegs gewesen.
Saxman hat geschrieben:Anstatt jedes Mal das Rad neu zu erfinden ist es hilfreicher einen guten Artikel zu dem Thema zu schreiben und diesen zu pflegen. Bei Bedarf kann der Fragesteller dann auf diesen Artikel verwiesen werden
Tja, hier fängt es dann an, spannend zu werden. Tut das auch jemand? Mit Artikeln aus dem hiesigen Wiki, wohlgemerkt? Das habe ich noch nie gesehen ...
Saxman hat geschrieben:oder er findet ihn vorher selbst über die Suchmaschine seiner Wahl.
Und das ist ja, wie oben erläutert, nicht so leicht. Dass Google auch das Wiki indexiert, wurde ja nun schon festgestellt. Das ändert aber nichts daran, dann man über Google leichter im Forum als im Wiki landet.Der einfache Grund dürfte wohl sein, dass das Forum viel mehr Stickworte liefert als das Wiki. Das ist ja auch fein, wenn man das Gesuchte direkt über Google im Forum findet ... wenn man das aber nicht tut, und die Forums-Suche bemüht, findet man auch wieder nichts im Wiki.
Saxman hat geschrieben:Der Vorteil gegenüber einem Thread im Forum liegt auf der Hand. Das Wiki kann bearbeitet und aktuell gehalten werden. So ist es auch mit deinen beiden Threads. So hilfreich deine Beiträge sein mögen, wenn sie nicht bearbeitet werden können, werden sie zwangsläufig früher oder später veralten. Im Wiki lässt sich das vermeiden oder zumindest relativ einfach kenntlich machen.
Logisch ... das sehe ich genau so. Nur macht all die Arbeit keinen Sinn, wenn die Beiträge nachher nicht gefunden werden.

Das "Editier"-Problem kann man auch anders lösen ... ich habe mir die MIT-License zwar noch nicht durchgelesen, aber ich hoffe, sie erlaubt das Kopieren und Verändern von Beiträgen ... so schwer ist Copy&Paste dann auch nicht. Letztendlich ließe sich das gesamte Wiki auch im Forum abbilden, mit einer geeigneten Mannschaft an Moderatoren mit Editierrechten. Nicht, dass ich diese Variante propagandieren will, aber sie würde das Finden-Problem lösen. Eine aufgebohrte Forensuche vermutlich ebenfalls.
Saxman hat geschrieben:Unser Wiki wird immer so gut sein, wie wir es machen.
Da fragt sich dann, was "gut" ist ... also, was man will ... und landet wiederum bei der Frage nach dem Sinn.

Für mich ausschlaggebend, die beiden Texte zu verfassen, war die deutsche Sprache. Man findet halt viel, auch auf Deutsch, vorrangig im Ubuntu-Forum/Wiki. Aber zu den obigen beiden Themen nicht ... nicht auf Deutsch zu Debian. Mir persönlich ist es egal, ob ich Deutsch oder Englisch lese, aber gerade auch das Feedback zu meinen Texten hat mit gezeigt, dass es vielen eben anders geht und "Deutsch" für Deutschsprachige doch immer noch ne Ecke leichter ist. So hab ich mich halt drangesetzt, um mein Lieblings-Betriebssystem etwas zu promoten.

Meiner Meinung nach macht es auch keinen Sinn, neidisch auf das Ubuntu- oder das Arch-Wiki zu schielen. Die sind alle unterschiedlich und wenden sich an unterschiedliche Zielgruppen. Auf das deutsche Arch-Wiki bin ich noch nie gestoßen, und ich weiß auch warum, wenn ich es mal nach "mdadm" frage:
https://wiki.archlinux.de/index.php?tit ... fulltext=1
Das Englische ist in einem sehr kompirimierten und sehr Arch-Linux-spezifischen Stil gehalten:
https://wiki.archlinux.org/index.php/So ... ID_and_LVM
Und Ubuntu ist ja gerade angetreten, DAU-tauglich zu sein, und genau so länglich lesen sich die Wiki-Artikel da für mich. Aber wenn sie schon mal da sind, kann man ja auch drauf verlinken ... oder sie per Google finden, bevor man sich die Mühe macht, das Rad noch mal neu zu erfinden.

Aber Hinweise darauf, wer denn überhaupt die Zielgruppe des Wikis hier ist oder sein sollte, gibt mir das auch nicht ...
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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von Drahtseil » 21.02.2013 21:49:34

Jetzt habe ich nicht alle Beträge gelesen, sondern mir nur eine kurze Übersicht durch Querlesen gemacht, möchte aber trotzdem meinen Senf dazugeben.

Zur Suche: mein Eindruck ist, dass wenn man einen Suchbegriff eingibt und einfach ENTER drückt, dann wird nur im Titel gesucht und die Anzahl der Ergebnisse ist schwach (oft 0). Klickt man auf TEXT, wird der gesamte Text durchsucht und es kommen brauchbare Resultate. Vielleicht kann man die Default-Suche von TITEL auf TEXT ändern?

Ich finde, es braucht ein Wiki für die Distribution. Ubuntu's Wiki ist toll, aber eben für Ubuntu, das sich ja schon in einigen Punkten von Debian unterscheidet. Vor einiger Zeit fragte ich ja Mal nach der Meinung, ob man nicht besser das wiki.debian.org auffrischt, um die Infos zentral zu sammeln. Mitlerweile finde ich das wiki.debianforum.de sehr toll, wesentlich besser als das bei debian und möchte das unterstützen - wenngleich ich weiterhin der Meinung bin, dass Wissen besser konzentriert sein sollte.

Guhgel ist m.E. keine Alternative. Wie oft schon ist es mir passiert, eine Lösung zu meinem Problem gefunden zu haben, die dann nicht funktionierte da sie von anno dunnemals war. Etliche Seiten weiter hinten (weil Guhgel es als weniger relevant ansah) findet sich dann vielleicht die aktuelle Lösung.
Dann lieber die Infos zentral in einem Wiki sammeln, das sich automatisch aktualisiert, da ein Wiki ja auf give-and-take basiert, d.h. wer eine Lösung (auch im Forum) gefunden hat, der aktualisiert den Artikel gern um diese Erkenntnis an die Community zurückfließen zu lassen - nich wahr?

Als Hürde ist immer noch die schwer zu merkende Syntax des Wikis zu sehen, ein Blog zu schreiben ist wesentlich einfacher als ein Wiki. Aber ein Blog profitiert nicht von der Schwarmintelligenz eines Wikis.

Also von mir ein ganz klares :THX: für's Wiki.
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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von hikaru » 21.02.2013 23:16:04

NAB hat geschrieben:Das "Editier"-Problem kann man auch anders lösen ... ich habe mir die MIT-License zwar noch nicht durchgelesen, aber ich hoffe, sie erlaubt das Kopieren und Verändern von Beiträgen ... so schwer ist Copy&Paste dann auch nicht. Letztendlich ließe sich das gesamte Wiki auch im Forum abbilden, mit einer geeigneten Mannschaft an Moderatoren mit Editierrechten. Nicht, dass ich diese Variante propagandieren will, aber sie würde das Finden-Problem lösen.
Ich war mal Mod in einem anderen Forum wo das so gehandhabt wurde. Was hier die Wiki-Artikel sind, sind dort die Sticky-Threads. Das funktioniert so lange gut wie alle an den Stickies mitarbeitenden Mods genau wissen was sie da tun. Wenn da aber mal einer aus Halbwissen irgendwas kaputt macht kriegt man das mangels History nicht immer in die bessere frühere Fassung zurück. Und jedes mal den Admin anzusprechen doch mal das letzte Backup auszubuddeln ist irgendwie mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Bei Aktualisierungen immer neue Threads zu erstellen oder vorher angelegte Dummybeiträge zu fülen ist zumindest unelegant. Insofern ist ein Wiki für wirklich kollaborative Texte schon die bessere Wahl.
Drahtseil hat geschrieben:Dann lieber die Infos zentral in einem Wiki sammeln, das sich automatisch aktualisiert, da ein Wiki ja auf give-and-take basiert, d.h. wer eine Lösung (auch im Forum) gefunden hat, der aktualisiert den Artikel gern um diese Erkenntnis an die Community zurückfließen zu lassen - nich wahr?
Ein Wiki aktualisiert sich nicht automatisch. Das muss immer jemand händisch tun. Und das kann oft nur der Verfasser bzw. eine kleine Gruppe von Leuten.
Jemand der einen Artikel auf der Suche nach einer Problemlösung findet und dabei feststellt dass einige Informationen nicht mehr aktuell sind kann das für gewöhnlich nicht (gut). Er ist ja schließlich kein Fachmann auf dem Thema des Artikels, sonst hätte er ihn nicht suchen müssen. Wenn er nun aber nur die Teile des Artikels aktualisiert die er wirklich als veraltet identifiziert hat gilt das nur für seinen Spezialfall. Er kann nicht abschätzen was diese eine Änderung für den Rest des Artikels allgemein bedeutet. Und zumindest ich persönlich habe lieber einen in sich konsistenten veralteten Artikel als einen (vermutlich) an vielen Stellen aktuellen der aber dank halbwissender Flickschusterei nicht in sich stimmig ist. Im ersten Fall kann ich nämlich zumindest sauber recherchieren warum sich die im Artikel beschriebenen Abläufe auf meinem System anders verhalten. Wenn ich dabei herausfinde, dass es daran liegt dass sich der Artikel auf Lenny bezieht, ich aber Wheezy verwende finde ich bei einem konsistent veralteten Artikel meist auch eine genauso konsistente Beschreibung der Änderungen zwischen den beiden Zeitpunkten.

Für mich ist das Wiki hier in erster Linie eine Sammlung persönlicher Erfahrungen das sich von einem Blog nur durch seinen kollaborativen Charakter unterscheidet, was auch völlig ok ist. Das ist u.a. auch daran zu erkennen, dass sich meine wenigen Beiträge zum Wiki im Wesentlichen auf den ungemein wichtigen Spieleartikel [1] und eine Kompatibilitätsübersicht zu einem Notebook [2] beschränken. Genau das finde ich auch bei anderen interessant, wie z.B. pluvos Festplattenbenchmark [3] oder die leider manchmal auf Nutzerseiten versteckten Kuriositätensammlungen [4].
Ein Nachschlagewerk im lexikalischen Sinn ist dieses Wiki für mich ausdrücklich nicht. Da erschlagen die Wikis von ubuntuusers.de und archwiki.de (Vielen Dank dafür an die Autoren beider Wikis!) im Zusammenspiel mit Google für mich die allermeisten Fälle, weshalb ich hier kupe voll zustimme.

[1] Wiki-Artikel zum Thema Spiele
[2] Wiki-Artikel zum Thema Dell_Precision_M6500
[3] Wiki-Artikel zum Thema Benchmark_für_Festplattenverschlüsselung
[4] [wiki]Benutzer:Cae[/wiki] (Schade dass der Link so nicht funktioniert)

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von NAB » 22.02.2013 01:07:07

hikaru hat geschrieben:Ich war mal Mod in einem anderen Forum wo das so gehandhabt wurde. Was hier die Wiki-Artikel sind, sind dort die Sticky-Threads. Das funktioniert so lange gut wie alle an den Stickies mitarbeitenden Mods genau wissen was sie da tun. Wenn da aber mal einer aus Halbwissen irgendwas kaputt macht kriegt man das mangels History nicht immer in die bessere frühere Fassung zurück.
Das ist völlig richtig! Das Wiki macht das Editieren sicherer. Nur bringt die eleganteste Lösung nichts, wenn sie ihren Sinn nicht erfüllt, und der wäre hier für mich, die Informationen an den Mann zu bringen, und nicht, die Informationen möglichst sicher aufzubewahren.

Und "Sticky Threads" sind sicherlich der uneleganteste Weg. Ein Unterforum "FAQ" oder "Beste Beiträge" in jedem Forum wäre schon mal ein besserer Ansatz. Den "versehentlichen Vandalismus" kann man verhindern, indem Beiträge grundsätzlich nicht geändert oder gelöscht werden dürfen, sondern nur kopiert und verschoben werden dürfen. Man arbeitet dann auf der Kopie weiter ... im Prinzip dasselbe, was das Wiki auch macht, nur mit mehr Klickerei, dafür aber im gewohnten Foren-Stil.
hikaru hat geschrieben:Ein Wiki aktualisiert sich nicht automatisch. Das muss immer jemand händisch tun. Und das kann oft nur der Verfasser bzw. eine kleine Gruppe von Leuten. [...]
Danke! Dasselbe wollte ich auch schreiben. Damit ist aber auch in Frage gestellt, ob dein oben angepriesenes kollaboratives Editieren überhaupt stattfindet. Auch daran habe ich nämlich Zweifel ... zumindest in der Wikipedia scheinen mir viele einzelne und sehr versierte Beiträge von einem einzelnen Autor zu stammen und werden selten editiert.

Ich halte es generell für fragwürdig, ob ein Wiki als Dokumentation für ein Betriebssystem taugt, das sich permanent ändert. Der Anspruch ist im Gegensatz zur Wikipedia nämlich ein völlig anderer. Die Wikipedia strebt mit dem Anspruch an eine Enzyklopädie eher nach der "absoluten Wahrheit" ... ein gut geschriebener Artikel über Amadeus Mozart ist nach 20 Jahren immer noch genau so richtig wie am Tag des Verfassens. Bei Ubuntu hingegen müsste das gesamte Wiki alle 6 Monate überprüft werden, ob noch alles stimmt ... daran leidet das Wiki dort auch zusehens ... man muss immer schauen, wie veraltet die Beiträge sind. Sehr zu meinem Leidwesen haben Wikibeiträge selten eine Datumsangabe ... Forenbeiträge hingegen eigentlich immer.

Tja ... und wie steht es mit dem Wiki hier, was die kollaborative Pflege der Beiträge angeht?
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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von uname » 22.02.2013 09:11:50

Klar, da kopiert man lieber 5x dieselbe Anleitung zum Installieren von Grafiktreibern.
Wenn ich irgendwas ins Forum schreibe habe ich es eigentlich immer selbst geschrieben. Meistens sind nur Links kopiert.
Ich halte es generell für fragwürdig, ob ein Wiki als Dokumentation für ein Betriebssystem taugt, das sich permanent ändert.
Bei Debian sehe ich diese Gefahr nicht, sofern man sich auf die einzelnen Releases bezieht sofern notwendig. Im Wiki von Ubuntuusers.De ist das schön gelöst und somit ist das Wiki eigentlich zeitlos bzw. wenn veraltetet dann auch entsprechend leicht erkennbar.

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von hikaru » 22.02.2013 10:14:30

NAB hat geschrieben:Das Wiki macht das Editieren sicherer. Nur bringt die eleganteste Lösung nichts, wenn sie ihren Sinn nicht erfüllt, und der wäre hier für mich, die Informationen an den Mann zu bringen, und nicht, die Informationen möglichst sicher aufzubewahren.
Und genau da liegt wahrscheinlich der Unterschied in den Betrachtungsweisen. Deine Betrachtungsweise des Vermittelns ist natürlich genauso valide wie die des Konservierens, aber aus diesen beiden Ausgangspositionen entstehen eben zwei völlig verschiedene Arten von Wiki. Die Vermittelnde erzeugt eher sowas wie das Ubuntuusers-Wiki, die Konservierende eher sowas wie Unseres.
NAB hat geschrieben:Und "Sticky Threads" sind sicherlich der uneleganteste Weg. Ein Unterforum "FAQ" oder "Beste Beiträge" in jedem Forum wäre schon mal ein besserer Ansatz.
Das sehe ich nicht so. Der Vorteil von Sticky-Threads ist der, dass sie so nahe am Forengeschehen sind wie möglich, denn sie sind entweder im im thematischen Subforum oder gar global immer präsent. Das ist ein sehr brauchbares Konzept für statische Informationen.
Den Unterschied zwischen FAQ- oder "Beste-Beiträge"-Threads sehe ich da nicht. Der Inhalt könnte der gleiche sein wie bei einem Sticky-Thread, nur der Präsentationsort würde sich marginal ändern. Außerdem haben FAQs von vornherein einen gewissen Qualitätsanspruch, was meiner Erfahrung nach auch eine störende Hürde sein kann überhaupt damit anzufangen. Stickies hingegen können sich aus ganz normalen Threads entwickeln. Hier im Forum wird dieser Prozess meist durch die Bitte ersetzt einen Thread in einen Wiki-Artikel umzuwandeln. "Beste Beiträge" ist zumindest unter dem Begriff sehr schwammig. Dazu müsste man erstmal Kriterien festlegen was denn ein Thread erfüllen muss um zu den besten zu gehören.
NAB hat geschrieben:Damit ist aber auch in Frage gestellt, ob dein oben angepriesenes kollaboratives Editieren überhaupt stattfindet.
Ja, es findet statt, aber nicht in dem Maß wie manche sich vielleicht wünschen. Meinen Artikel zum Dell kann z.B. außer mir niemand anderer bearbeiten, es sei denn er hätte zufällig das gleiche Gerät. In Sammelartikeln wie dem Spieleartikel wird z.B. mehr nebeneinander als miteinander "gearbeitet". Egoshooter interessieren mich z.B. überhaupt nicht. Daher werde ich dort nie einen inhaltlich wertvollen Beitrag liefern. Abgesehen davon habe ich aber einen recht ausgeprägten Spieltrieb, so dass ich viele Spiele anteste, wobei zumindest ich persönlich aber dann nur diejenigen dort aufnehme die mich in irgendeiner Weise gereizt haben.
Wirklich zusammenarbeiten können zu einem Thema nur diejenigen die es zumindest ansatzweise vollständig überblicken. So kam ich mit dem hiesigen Samba-Artikel z.B. anfangs gar nicht zurecht, da ich da praktisch bei null eingestiegen bin. Inzwischen weiß ich dank der Lektüre anderer Quellen zumindest grob was dort vermittelt wird, bin aber nicht in der Lage die Informationen die mir beim Einstieg geholfen haben dort einzusortieren.
NAB hat geschrieben:zumindest in der Wikipedia scheinen mir viele einzelne und sehr versierte Beiträge von einem einzelnen Autor zu stammen und werden selten editiert.
Klar! Wie viele Leute können schon einen qualifizierten Text zur Loop-Quantengravitation oder Natrium-Kalium-Pumpe verfassen?
NAB hat geschrieben:Ich halte es generell für fragwürdig, ob ein Wiki als Dokumentation für ein Betriebssystem taugt, das sich permanent ändert.
Das kann man natürlich so sehen. Aber gibt es eine bessere Alternative?
NAB hat geschrieben:Der Anspruch ist im Gegensatz zur Wikipedia nämlich ein völlig anderer. Die Wikipedia strebt mit dem Anspruch an eine Enzyklopädie eher nach der "absoluten Wahrheit" ... ein gut geschriebener Artikel über Amadeus Mozart ist nach 20 Jahren immer noch genau so richtig wie am Tag des Verfassens.
Das stimmt aber nur in dem Spezialfall, weil der Herr Mozart nicht mehr unter uns weilt. Wenn du dir dagegen irgendeinen noch lebenden Künstler oder generell ein noch in Entwicklung befindliches Thema (Politik, wissenschaftliche Prozesse, etc.) nimmst, dann ist das genauso volatil wie ein Betriebssystem.
Meine ganzen Was-ist-Was-Bücher aus der Kindheit sind z.B. didaktisch äußerst wertvoll, meinem wissbegierigen Nachbarsjungen würde ich sie trotzdem nicht geben da die enthaltenen Informationen alle 20 Jahre veraltet und damit inhaltlich wertlos sind.
NAB hat geschrieben:Bei Ubuntu hingegen müsste das gesamte Wiki alle 6 Monate überprüft werden, ob noch alles stimmt ... daran leidet das Wiki dort auch zusehens ... man muss immer schauen, wie veraltet die Beiträge sind.
Das ist mir auch schon aufgefallen. Daher wäre es wichtig zu jeder Anleitung zu schreiben auf welche Ubuntuversion sie sich bezieht.
NAB hat geschrieben:Sehr zu meinem Leidwesen haben Wikibeiträge selten eine Datumsangabe ... Forenbeiträge hingegen eigentlich immer.
Im Prinzip könntest du dir das Datum aus der Versionsgeschichte holen, aber abgesehen davon dass das unpraktikabel umständlich ist hilft dir das Datum allein nicht, denn du weißt immer noch nicht ob sich der Text nun auf eines der beiden gerade gepflegten LTS-Releases oder eines der drei gepflegten non-LTS bezieht. Natürlich wird sich die Wahl für gewöhnlich auf das aktuelle LTS und non-LTS beschränken, aber wenn du präzise Infos willst ist ein Münzwurf nicht wirklich besser als ein Würfelspiel.

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von hupfdule » 22.02.2013 11:08:44

Der Vorteil des Wikis ergibt sich für mich schon aus den besseren Formatierungsmöglichkeiten (Abschnitte mit Überschriften + Inhaltsverzeichnis, Codeabschnitte mit Syntaxhervorhebung, etc.). Es ist für länglichere Anleitungen einfach ein besseres Medium als das Forum, das eher für Diskussionen genutzt wird.

Soweit ich dich verstehe, beschränkt sich deine Kritik auch eher darauf, dass du mit einer Suche nach einem Begriff den ensprechenden Wiki-Artikel nicht findest. Ich finde, an genau der Stelle sollte angesetzt werden. Prüfen, warum das der Fall ist und wenn möglich beheben. Ein Forum als Wiki-Ersatz zu nutzen halte ich für Unsinn.

Und gerade dann, wenn ich nach einem tiefergehenden Artikel zu einem Thema suche, bemühe ich doch eher das Wiki und versuche dort das richtige zu finden, als eine Forumsuche lozuschicken, die mir >200 Threads mit den entsprechenden Begriffen liefert, wovon die meisten das Thema jedoch extrem rudimentär anreißen oder sich nur auf ein spezielles Problem eines einzelnen Nutzers beziehen. Das Wiki hat ja eher als Forumthreads den Anspruch auch für andere Leute nützlich zu sein.

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von lemak » 22.02.2013 13:15:04

Für mich ist das Wiki hier in erster Linie eine Sammlung persönlicher Erfahrungen das sich von einem Blog nur durch seinen kollaborativen Charakter unterscheidet, was auch völlig ok ist.
[...]
Ein Nachschlagewerk im lexikalischen Sinn ist dieses Wiki für mich ausdrücklich nicht. Da erschlagen die Wikis von ubuntuusers.de und archwiki.de (Vielen Dank dafür an die Autoren beider Wikis!) im Zusammenspiel mit Google für mich die allermeisten Fälle.
Nicht zu vergessen, das Debian ein Wiki hat: https://wiki.debian.org
Ansonsten trifft das auch schon ganz gut meine Sicht auf das Wiki.

Nochmal was zum Thema: Auffinden von Wiki-Artikel.

Bei der Suche nach "debian sources.list" ist auf https//startpage.com:

Platz 1 http://wiki.debianforum.de/Sources.list
Platz 2 http://debgen.simplylinux.ch/
Platz 3 http://wiki.debian.org/SourcesList (in englisch)
Platz 4 da kommt dann das Debian Anwenderhandbuch (was auch in deutsch ist)

Bei der Suche nach "sources.list" (also ohne debian) ist auf https//startpage.com:

Platz 1 http://wiki.ubuntuusers.de/sources.list
Platz 2 http://wiki.debianforum.de/Sources.list
Platz 3 http://debiananwenderhandbuch.de/sources.list.html

Artikel wo es mich interessiert, ob diese auch über https//startpage.com gefunden werden können, haben mir bis jetzt gezeigt, das diese auch gefunden werden, wenn ich danach suche.

Wo kein Artikel ist, kann auch keiner gefunden werden: https://wiki.debianforum.de/mdadm

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von Dogge » 22.02.2013 14:27:44

Habe Startpage mal mit "debian apt pinning" bemüht und folgendes gefunden:

de/AptPreferences - Debian Wiki
4. Apr. 2011 ... Wenn Apt-Pinning benutzt wird, müssen Sie die Kompatibilität der Pakete ... Bedenken Sie, dass Apt-Pinning völlig optional ist und Debian ...
http://wiki.debian.org/de/AptPreferences

Apt-Pinning for Beginners
Apt-Pinning for Beginners. Why apt-pinning? Do you run Debian? Have you ever gotten annoyed at how Debian Stable always seems to be out of date?
http://jaqque.sbih.org/kplug/apt-pinning.html

AptPinning – DebianforumWiki
user@debian:~$ man apt_preferences. Nun wird die Datei /etc/apt/preferences mit folgendem Inhalt angelegt bzw.
http://wiki.debianforum.de/AptPinning

4.15 apt-get - Debian GNU/Linux Anwenderhandbuch


Interessant, dass das wiki doch ganz gut gefunden wird. Wenn ich bisher nach konkreten Problemen gesucht habe, bin ich immer im Forum gelandet.
Evtl. weil man eher nach Stichworten sucht, die man selbst benutzen würde wenn man einen Post bzgl. des Problems erstellen würde. Und wiki-Beiträge ja weniger Probleme beschreiben sondern eher eine Anleitung sind.
Zuletzt geändert von Dogge am 22.02.2013 14:57:37, insgesamt 3-mal geändert.
Debian Testing + Gnome | Linux-Anfänger seit 04/2003
http://files.mdosch.de/2014-07/0xE13D657D.asc

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von lemak » 22.02.2013 14:37:47

Dogge hat geschrieben:Wenn ich bisher nach konkreten Problemen gesucht habe, bin ich immer im Forum gelandet. [...] Und wiki-Beiträge ja weniger Probleme beschreiben sondern eher eine Anleitung sind.
Denke das ist auch der entscheidende Unterschied, ob etwas ins Forum oder Wiki passt.

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Re: Sinn und Unsinn des Wikis

Beitrag von NAB » 22.02.2013 15:19:45

hikaru hat geschrieben:
NAB hat geschrieben:Das Wiki macht das Editieren sicherer. Nur bringt die eleganteste Lösung nichts, wenn sie ihren Sinn nicht erfüllt, und der wäre hier für mich, die Informationen an den Mann zu bringen, und nicht, die Informationen möglichst sicher aufzubewahren.
Und genau da liegt wahrscheinlich der Unterschied in den Betrachtungsweisen. Deine Betrachtungsweise des Vermittelns ist natürlich genauso valide wie die des Konservierens, aber aus diesen beiden Ausgangspositionen entstehen eben zwei völlig verschiedene Arten von Wiki. Die Vermittelnde erzeugt eher sowas wie das Ubuntuusers-Wiki, die Konservierende eher sowas wie Unseres.
Hmmm ... ja, stimmt ... und da wird die Sache dann interessant für mich.

Nun versetze dich doch mal in meine Lage (andere auch gerne) ... ich hab also oben benannte zwei Beträge verfasst und sehe darunter Aufforderungen "Das sollte ins Wiki!" - ohne diese Aufforderungen wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, mich näher damit zu beschäftigen.

Der zweite Beitrag "Virtuelles Win8 auf Desktoprechner" ist recht speziell, das scheint wenige zu interessieren. Der wird schnell im Forum untergehen, ist aber dann immer noch per Google und vielleicht per Forensuche zu finden. Den könnte ich natürlich in einem Wiki-Eintrag "konservieren", als "persönlicher Weg zum Erfolg" bedarf er wohl wenig Aktualisierungen. Nur ... warum sollte ich? Für mich wäre das doppelte Arbeit und soweit ich das sehe, wird er im Forum mindestens genau so gut oder schlecht gefunden wie im Wiki.

Der erste Beitrag "Debian auf UEFI" scheint bei vielen einen wunden Punkt zu treffen ... um den in einen brauchbaren Wiki-Artikel zu "konservieren", bräuchte er beständige Überarbeitung (merkst du den Widerspruch?). Ich habe nicht vor, diese zu leisten ... ich bin mit dem Thema durch, habe keine Lust, neue Debian-Installer auf meiner Hardware auszuprobieren und zig weitere Installationswege zu testen. Ich habe auch nicht vor, zum beständigen Dauer-User in diesem Forum oder gar im Wiki zu werden - ich schau hier immer mal wieder rein, wenn was für mich aktuell ist, aber ich bin weit von beständiger Mitarbeit entfernt. Desweitern ist mein Text einigen Leuten zu lang ... logisch, er fängt ja auch bei Adam und Eva an und macht ein paar Kurven ... das war beabsichtigt, es sollte einigermaßen DAU-Sicher sein und vorallem in die richtige Richtung leiten, nicht jedoch sämtliche Lösungen vorkauen.

Übrigens wurde mein Beitrag schon "kollaborativ" durch andere mit wichtigen und wertvollen Zusätzen ergänzt ... so ganz ohne Wiki. Die haben die Infos einfach druntergeschrieben. Ich habe große Zweifel, dass sie das auch getan hätten, wenn der Text im Wiki statt im Forum erschienen wäre.

Aus meiner Sicht macht das Forum also eher das, was ich will, als das Wiki ... daher die "Sinnfrage" nach dem Wiki.
hikaru hat geschrieben:
NAB hat geschrieben:Und "Sticky Threads" sind sicherlich der uneleganteste Weg. Ein Unterforum "FAQ" oder "Beste Beiträge" in jedem Forum wäre schon mal ein besserer Ansatz.
Das sehe ich nicht so. Der Vorteil von Sticky-Threads ist der, dass sie so nahe am Forengeschehen sind wie möglich, denn sie sind entweder im im thematischen Subforum oder gar global immer präsent. Das ist ein sehr brauchbares Konzept für statische Informationen.
Ich glaube, wir reden hier aneinander vorbei. Ich hatte ein Bild vor Augen, wo der Anfang jeder Forumsrubrik erst mal mit 20 Sticky Threads zu den wichtigsten oder beliebtesten Themen verbaut ist. Das kenne ich aus anderen Foren und finde es eher nervig. Mir schwebte z.B. ein Unterforum "Foren-Übersicht -> Hardware und Anwendungen -> Programm gesucht -> Hilfreichste Beiträge vor, in dem die besten Beiträge gesammelt werden, nachdem sie im Forum unterzugehen drohen. Was jetzt "beste Beiträge" sind, sollten wohl die Stammuser entscheiden, die Überblick darüber haben, welche Themen besonders oft nachgefragt werden. Ob du es nun "FAQ" oder "Dauerbrenner" nennst, ist ja wurst.

Das spricht übrigens keineswegs gegen das Wiki! So ein Beitrag kann ja auch einfach nur aus einem "Zum Thema BlaBla findet sich alles Wichtige in unserem Wiki-Eintrag <link>" bestehen. Damit wäre auch gleich die Such-Brücke zum Wiki geschlagen.
hikaru hat geschrieben:
NAB hat geschrieben:Ich halte es generell für fragwürdig, ob ein Wiki als Dokumentation für ein Betriebssystem taugt, das sich permanent ändert.
Das kann man natürlich so sehen. Aber gibt es eine bessere Alternative?
Ich rede hier ausdrücklich von der Dokumentation. Die bessere Alternative ist für mich ein solides Benutzerhandbuch, also genau das, was Debian versucht. Nun gäbe es daran viel zu verbessern, damit man nicht zwischen statischem Handbuch, unhandlichen man-Pages und nur mit zcat zu entschlüsselnden Debian-spezifischen Infos die Übersicht verliert, aber das ist eine ganz andere Baustelle. Was Ubuntu da versucht, nämlich die gesamte Doku ins Wiki zu legen, halte ich für keinen gelungenen Ansatz.
hikaru hat geschrieben:Das stimmt aber nur in dem Spezialfall, weil der Herr Mozart nicht mehr unter uns weilt. Wenn du dir dagegen irgendeinen noch lebenden Künstler oder generell ein noch in Entwicklung befindliches Thema (Politik, wissenschaftliche Prozesse, etc.) nimmst, dann ist das genauso volatil wie ein Betriebssystem.
Nein. In der Wikipedia ist auch ein Artikel über Quantenphysik nach 20 Jahren nicht "falsch" - höchstens veraltet. Unter Linux ist ein Artikel "Wie installiere ich meinen Grafikkartentreiber" nach der Einführung von DKMS schlicht und einfach falsch. Er muss komplett neugeschrieben werden. Und wenn Debian das alte Init-System durch ein völlig anderess ersetzt, dann sind sämtliche alten Artikel dazu schlicht und einfach überflüssig und es müsssen neue her. Die Wikipedia kennt keine "überflüssigen" Artikel ... nur welche, die nicht in eine Enzyklopädie gehören.
hikaru hat geschrieben:denn du weißt immer noch nicht ob sich der Text nun auf eines der beiden gerade gepflegten LTS-Releases oder eines der drei gepflegten non-LTS bezieht. Natürlich wird sich die Wahl für gewöhnlich auf das aktuelle LTS und non-LTS beschränken, aber wenn du präzise Infos willst ist ein Münzwurf nicht wirklich besser als ein Würfelspiel.
Schon richtig ... nur funktionieren Foren anders. Wenn ich einen Beitrag von 5.2011 finde "hilfe, ich hab gerade Ubuntu installiert und meine GraKa funzt nicht", dann gehe ich davon aus, dass es sich um das damals aktuellste Ubuntu handelt. Wenn wer eine alte LTS-Version einsetzt, dann erwarte ich, dass er es auch erwähnt, oder in der nächsten Antwort nachgefragt wird. Dazu kommt der Google-Faktor ... ich kann direkt nach "2013" suchen, wenn ich aktuelle Ergebnisse haben möchte. Das geht in einem Wiki nicht.
hupfdule hat geschrieben:]Soweit ich dich verstehe, beschränkt sich deine Kritik auch eher darauf, dass du mit einer Suche nach einem Begriff den ensprechenden Wiki-Artikel nicht findest. Ich finde, an genau der Stelle sollte angesetzt werden. Prüfen, warum das der Fall ist und wenn möglich beheben. Ein Forum als Wiki-Ersatz zu nutzen halte ich für Unsinn.
Ich will weder das Wiki abschaffen noch will ich auf eine konkrete Lösung hinaus. Ich will erst mal das Problem verstehen. Vielleicht gibt es ja auch gar keins und ich habe falsche Erwartungen an das Wiki.
Never change a broken system. It could be worse afterwards.

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