Neuer Hetzner Rootserver

Debian macht sich hervorragend als Web- und Mailserver. Schau auch in den " Tipps und Tricks"-Bereich.
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graubart
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Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von graubart » 13.09.2017 12:58:47

Hallo, ich habe einen neuen Hetzner Rootserver für diverse Webseiten. Ich überlege gerade wie ich die Backups erstellen soll. Soll ich das mit rsync machen, oder kann mir jemand seine Backupstartegie verraten/empfehlen? Ich will auf dem Server eine virtuelle maschine für jede Webseite aufsetzen. Ich habe mir überlegt einfach später jede VM einzeln zu sichern. Macht das Sinn? Danke für die Hinweise.
Gruß
Henrik

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bluestar
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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von bluestar » 13.09.2017 13:49:14

Hi,
also ich würde dir empfehlen mit zfs zu verwenden und mit snapshots für Backups arbeiten, parallel dazu würde ich dir raten auf VMs zu verzichten und jede Seite in einen eignen LXC-Container zu packen.

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graubart
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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von graubart » 13.09.2017 14:18:52

welche vorteile hat das? Bin mit zfs und lxc nicht vertraut.
Gruß
Henrik

reox
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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von reox » 13.09.2017 16:20:41

du kannst auch lvm verwenden, das kann auch snapshots. Ist zfs in debian eigentlich so weit stabil? RAM und CPU leistung ist da ja auch immer zu bedenken, oder nicht?
ob du lxc oder andere VMs verwendest liegt vermutlich auch daran ob du vorhast die VM's zB mal auf andere System zu migrieren oder ob du auch andere Betriebsysteme virtualisieren willst.
Ich verwende kvm mit libvirt und bin eigentlich sehr zufrieden.
zwecks backup gibts eh tausende varianten. Ich selber verwende gerne bup. Großer Nachteil, du kannst alte Backups nicht einfach rauslöschen.
Früher haben wir Bacula verwendet, ich finde immer noch das es eine sehr gute Software ist aber leider recht viel konfigurationsaufwand...

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graubart
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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von graubart » 13.09.2017 16:42:18

Hi neox, was machst du denn mit den Backups also wo werden sie erstellt, bzw. hin geschickt? Bei Hetzner gibt's nen Backup Server im Paket mit dem root server. Der ist aber über rsync ohne weiteres nicht erreichbar. Daher tappe ich noch etwas im Dunkeln, was die richtige Lösung ist.
Gruß
Henrik

scientific
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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von scientific » 13.09.2017 18:27:55

Snapshots von LVM auf der einen Seite und ZFS/BTRFS auf der anderen Seite unterscheiden sich DEUTLICH.

Schau dir mal Docker (basiert auf LXC) an. Der Vorteil ist, dass du auf gleicher Hardware viel mehr Container als VMs unterbringst und diese effizienter zu warten sind.

Nicht ohne Grund gibts so einen Hype darum.

Lg scientific
dann putze ich hier mal nur...

Eine Auswahl meiner Skripte und systemd-units.
https://github.com/xundeenergie

auch als Debian-Repo für Testing einbindbar:
deb http://debian.xundeenergie.at/xundeenergie testing main

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sbruder
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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von sbruder » 13.09.2017 19:00:45

Ich bin mit Debianobnam sehr zufrieden, kann GPG-Verschlüsselung und sftp-Backends.
Der Backup-Server von Hetzner bietet laut [1] FTP,FTPS und SFTP an.
Hetzner empfiehlt, per sshfs zu mounten und dann per rsync die Daten in den mountpoint zu schieben.
Docker statt VMs kann ich Dir auch empfehlen.

[1] https://wiki.hetzner.de/index.php/Backu ... SFTP.2FSCP

reox
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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von reox » 14.09.2017 06:46:21

graubart hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 16:42:18
Hi neox, was machst du denn mit den Backups also wo werden sie erstellt, bzw. hin geschickt? Bei Hetzner gibt's nen Backup Server im Paket mit dem root server. Der ist aber über rsync ohne weiteres nicht erreichbar. Daher tappe ich noch etwas im Dunkeln, was die richtige Lösung ist.
ich sichere auf einen zweiten Server über ssh.

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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von graubart » 14.09.2017 09:48:13

Ich habe nun das hetzner backup laufwerk mit samba-cifs eingebunden und lasse ein rsync script laufen. Muss vorerst reichen. Danke für die Antworten.
Gruß
Henrik

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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von graubart » 14.09.2017 13:23:10

scientific hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 18:27:55
Schau dir mal Docker (basiert auf LXC) an. Der Vorteil ist, dass du auf gleicher Hardware viel mehr Container als VMs unterbringst und diese effizienter zu warten sind.
Hat mich neugierig gemacht. Lese mich jetzt ein - mal sehen was dabei raus kommt ...
Gruß
Henrik

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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von bluestar » 14.09.2017 14:14:25

graubart hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
13.09.2017 14:18:52
welche vorteile hat das? Bin mit zfs und lxc nicht vertraut.
Die Vorteile von ZFS:
- deutlich schnelleres Raid Rebuild (im ZFS Jargon: resilvering)
- Blockdevices und Dateisysteme können quasi parallel existieren
- Thin-Provisioning
- guter „Shared Space“, d.h. alle Dateisysteme in einem Pool teilen sich den freien Speicherplatz
- Snapshots für backups (Paket: zfssnap o.ähnlich)

LXC:
- bietet deutlich schlankere Container (geringere Anzahl installierter Pakete, ergo auch weniger Wartungsaufwand bei Updates)
- weniger Overhead als Virtualisierung
- deutlich bessere RAM-Nutzung

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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von graubart » 14.09.2017 14:16:37

hat hier jemand erfahrung mit ZFS auf Hetzner servern - speziell wie installiere ich ZFS auf dem root server? Kann ja keine installations CD einlegen. Kann man ZFS auf einem bestehenden System nachinstallieren? Gibt es dazu Howtos?
Gruß
Henrik

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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von bluestar » 14.09.2017 15:59:20

Das kommt ein bißchen auf dein Setup an. Du kannst den Server z.B. Im Rescue System booten und darüber mit ZFS neu aufsetzen.

Wie man ZFS unter Debian installiert, das findest du hier: https://github.com/zfsonlinux/zfs/wiki/Debian

Grüße
Jens

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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von graubart » 14.09.2017 19:45:33

bluestar hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
14.09.2017 15:59:20
Das kommt ein bißchen auf dein Setup an. Du kannst den Server z.B. Im Rescue System booten und darüber mit ZFS neu aufsetzen.
Wie man ZFS unter Debian installiert, das findest du hier: [1]https://github.com/zfsonlinux/zfs/wiki/Debian
OK also einfach ein bestehendes Debian system im Rescue System starten und dann die Schritte aus der Quelle oben [1] durchführen? Dann läuft der Rechner schon mit ZFS? Irgendwie kann ich das nicht ganz glauben. Ich muss doch angeben wo die Systemverzeichnisse gemountet werden sollen. Das habe ich anscheinend noch nicht so richtig begriffen. Am einfachsten wäre es direkt mit ZFS neu zu installieren - nur wie? es gibt ja kein image dafür - oder liege ich da falsch?
Gruß
Henrik

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Re: Neuer Hetzner Rootserver

Beitrag von bluestar » 14.09.2017 20:07:23

Mal so ne Art Kurzanleitung:
1) Du startest den Server im Rescue System
2) Du installierst ZFS im Rescue System
3) Du löst ggfs. Software-Raid, LVM, etc. auf
4) Du partitionierst deine Platten/SSDs neu
In der Anleitung https://github.com/zfsonlinux/zfs/wiki/ ... oot-on-ZFS ist das Partitionieren „Step 2“

Danach folgst du der Anleitung einfach weiter.

=> Wenn alles geklappt hat, dann läuft der Server danach mit ZFS.

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