[gelöst] Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Probleme mit Samba, NFS, FTP und Co.
mcb
Beiträge: 904
Registriert: 25.06.2020 17:28:49

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von mcb » 01.02.2021 18:31:08

Ein interne Platte würde ich nicht mit exfat nutzen.

curt123
Beiträge: 486
Registriert: 19.10.2018 12:49:35
Wohnort: NRW

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von curt123 » 01.02.2021 21:04:56

mcb hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.02.2021 18:31:08
Ein interne Platte würde ich nicht mit exfat nutzen.
Ich hab jetzt mal was über die smb-Freigabe auf die 5400 rpm exfat-HD kopiert, von externer klassischer 2.5" USB3-Festplatte an einem langsamen PC über LAN, Fritzbox und dann WLAN auf den Server konstant um die 50 MiB/s, das könnte vmtl. ok sein. Der Kopiervorgang hat allerdings den Quell-PC soweit belastet, dass kurzzeitig immer wieder die Maus eingefroren ist.

Hast du denn noch besondere Gründe für deine Einschätzung?

mcb
Beiträge: 904
Registriert: 25.06.2020 17:28:49

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von mcb » 01.02.2021 21:12:16

Für interne Platten bieten sich Journaling-Dateisysteme an:

https://de.wikipedia.org/wiki/Journaling-Dateisystem

Ist natürlich kein Muß - aber Windows formatiert interne Platten seit Jahren mit NTFS und nicht Fat (ab einer gewissen Größe).

debianoli
Beiträge: 3969
Registriert: 07.11.2007 13:58:49
Wohnort: Augschburg

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von debianoli » 02.02.2021 06:20:01

Mach da ein ext4 drauf und installier dir ext4 Treiber in Windows

curt123
Beiträge: 486
Registriert: 19.10.2018 12:49:35
Wohnort: NRW

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von curt123 » 02.02.2021 13:46:16

debianoli hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.02.2021 06:20:01
Mach da ein ext4 drauf und installier dir ext4 Treiber in Windows
mcb hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.02.2021 21:12:16
Für interne Platten bieten sich Journaling-Dateisysteme an:

https://de.wikipedia.org/wiki/Journaling-Dateisystem

Ist natürlich kein Muß - aber Windows formatiert interne Platten seit Jahren mit NTFS und nicht Fat (ab einer gewissen Größe).
Danke fürs Feedback und den Link, das ist natürlich inhaltlich gut nachvollziehbar. Ich hab hier in letzter Zeit erstaunlich oft Stromausfälle erlebt, ganz ohne großen Zappelstrom- oder Dunkelflauten-Blackout. Also womöglich durch mehr oder weniger marode Infrastruktur oder einfach durch üblichen Verschleiss oder Fehler bei Bauarbeiten. Bei NTFS habe ich aber auch ohne Stromausfall und trotz Journaling mehrfach Datenverluste erlebt, so oder so dürfte ein brauchbares Backup der Platte besonders wichtig sein. Journaling ist da wohl sinnvoll, um bei kleinen Pannen langwierige Prüfungen zu vermeiden. Dann wäre mit regelmäßigem Backup der Betrieb als exfat eher lästig als 'verantwortungslos'. Und wenn ich es doch anders machen möchte kann ich vmtl. versuchen, das Dateisystem durch gparted, ggf. per Gparted-Live-ISO, mit Daten umzuwandeln, oder sonst das Backup komplett auf ein neues Dateisystem zu kopieren. Ich werde aber nochmal abwägen, es ist eine 4TB Platte, und wenn sich da das Dateisystem ein - zwei Tage mit Prüfung oder Reorganisation beschäftigen würde, fände ich das auch nicht so toll.

mcb
Beiträge: 904
Registriert: 25.06.2020 17:28:49

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von mcb » 02.02.2021 13:55:56

:wink:

- Platte für Linux -> ext4
- Platte für Windows -> NTFS
- Platte für Linux und Windows NTFS

Geht auch anders, aber so mache ich das zur Zeit.

curt123
Beiträge: 486
Registriert: 19.10.2018 12:49:35
Wohnort: NRW

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von curt123 » 02.02.2021 14:15:13

Ok, NTFS kann ich auch nochmal erwägen.

Was vielleicht noch bei der Risikoabwägung interessant sein mag: Es geht bei mir ja um eine Platte im Server. Die feste Einbindung auf dem Serversystem ist ja schonmal sicherer, als wenn versehentlich ein USB-Stick abgezogen wird. Aber, wie transparent verhält sich der Server? Bei exfat mag doch die Hauptsorge sein, während des Schreibvorgangs versehentlich das Medium zu entfernen. Im Server kann das, abgesehen von Defekten oder Stromausfall, eigentlich gar nicht passieren. Beim Zugriff auf den Server wird auch quasi eingehängt, aber wenn da die Verbindung zum Server abbricht bzw. beim Schreiben getrennt wird, sind schwere Fehler gar nicht möglich, nur die letzte übertragene Datei mag fehlerhaft sein?

wanne
Moderator
Beiträge: 6860
Registriert: 24.05.2010 12:39:42

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von wanne » 02.02.2021 18:48:25

Im Server kann das, abgesehen von Defekten oder Stromausfall, eigentlich gar nicht passieren. Beim Zugriff auf den Server wird auch quasi eingehängt, aber wenn da die Verbindung zum Server abbricht bzw. beim Schreiben getrennt wird, sind schwere Fehler gar nicht möglich, nur die letzte übertragene Datei mag fehlerhaft sein?
Serverbetreiber sichern sich lieber doppelt ab. Am Ende zieht doch mal ein Handwerker beide Stecker oder dein Rechner schmiert ab. Aber ja. Das Risiko ist unvergleichbar kleiner.
Journaling ist da wohl sinnvoll, um bei kleinen Pannen langwierige Prüfungen zu vermeiden.
Abseits von btrfs oder zfs kann dir keine Prüfung mit Sicherheit sagen ob wirklich nichts kaputt Gieng. Vor allem bei (ex)FAT passiren schlicht komische Dinge. Kennst du die USB-Sticks, die keine Datei enthalten aber immer noch zu 80% voll sind. Trotzdem meint chdisk, dass alles OK ist? Das ist ein typischer Fehler von fehlendem Metadatnjournaling.
Anmerkung: Bei ext4 und ntfs ist per default nur Metadaten-Journaling an: => In Dateien können schon nicht vollständig geschrieben werden. Aber das ganze Dateisystem sollte niemals kaputt gehen und du solltest auch nicht plötzlich wieder veraltete daten durch einen Absturz zurück bekommen.
Man kann Journaling auch bei ext abschalten:

Code: Alles auswählen

tune2fs -O ^has_journal /dev/sdxX
Platte hat durch exfat auch mehr nutzbare Kapazität
ext4 reserviert einen Teil der Platte für root. Wenn du das nicht willst kannst du den Anteil auf 0% setzen:

Code: Alles auswählen

tune2fs -m 0 /dev/sdxX
und wohl auch weniger Schreib- und Lesevorgänge
Das würde ich so nicht unterschreiben. ext hat per default ein metdadatenjournal was für ein paar mehr Schreibvorgänge sorgt. Ich denke dass das durch den Cache mehr als aufgefangen wird: Wird in kurzer Zeit mehrmals die selbe Datei genutzt, wird sie erst nach der letzten Änderung geschrieben. Das verkleinert – je nach Nutzung – die Schreibzugriffe massiv.

Zu NTFS muss man noch ein paar Kommentare abgeben:
* Die NTFS-3G Entwickler sagen selbst, dass man ihren Treiber nur mit Vorsicht nutzen sollte, weil buggy.
* NTFS wird kontinuierlich von Microsoft weiter entwickelt. Prinzipiell könnte es also sein, dass dein Windows nachdem es upgedatet wurde morgen eine Änderung am Dateisystem macht, die Linux nicht mehr versteht.
In der Realität nutzen fast alle NTFS zum Austausch zwischen Linux und Windows. Und ich kenne keinen der Probleme hatte.

Windows hängt seine Dateisysteme nicht mehr aus beim Runterfahren. Du solltest immer sicher entfernen klicken bevor du die Platte unter Linux nutzt. Das wird nicht beim ersten mal Probleme geben. Aber mach das ein Jahr und du hast irgend welchen Müll auf der Platte und komische Fehlermeldungen. Du kannst auch fastboot ausschalten. Dann ist die platte nach dem herunterfahren verfügbar.

Zu Letzt: Leider hat sich kaum jemand Gedanken zu performanten plattformunabhänigen Dateisystemen gemacht. Auch NTFS ist bei der Nutzung unter Linux wahnsinnig langsam bzw. Prozessorlastintensiv. Ähnliches gilt für ext. – Wobei es da weniger ins Gewicht fällt, weil das Dateisystem sehr schnell ist. Aber am ende gilt auch da: Windows braucht für gleiche Performance eine viel schnellere CPU. Es ist also sinnvoll bei einer Platte die in erster Linie unter Windows genutzt wird NTFS zu nehmen und bei einer die hauptsächlich unter Linux genutzt wird ext.
rot: Moderator wanne spricht, default: User wanne spricht.

curt123
Beiträge: 486
Registriert: 19.10.2018 12:49:35
Wohnort: NRW

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von curt123 » 02.02.2021 20:15:57

@wanne, danke für die Ausführungen. Allerdings bin ich nun hinsichtlich exfat doch etwas verunsichert, obwohl es damit bislang in der kurzen Zeit problemlos und performant zu laufen schien.
wanne hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.02.2021 18:48:25
Vor allem bei (ex)FAT passiren schlicht komische Dinge. Kennst du die USB-Sticks, die keine Datei enthalten aber immer noch zu 80% voll sind. Trotzdem meint chdisk, dass alles OK ist? Das ist ein typischer Fehler von fehlendem Metadatnjournaling.
Das ist allerdings keine schöne Perspektive.

Wobei ext2 wohl auch ohne Journaling arbeitet, damit performanter als ext3 oder ext4 sein müßte, und vmtl. dennoch oft problemlos eingesetzt wurde oder womöglich wird? Und dass exfat (ext2?) weniger Schreibvorgänge erfordert und damit auch die SMR-Platte eher schont.
ext hat per default ein metdadatenjournal was für ein paar mehr Schreibvorgänge sorgt. Ich denke dass das durch den Cache mehr als aufgefangen wird: Wird in kurzer Zeit mehrmals die selbe Datei genutzt, wird sie erst nach der letzten Änderung geschrieben. Das verkleinert – je nach Nutzung – die Schreibzugriffe massiv.
Das Szenario ist auf der Platte unwahrscheinlich. Da sollen z.B. wav-Dateien drauf, auch mal flac, (LP/Musik-)Albumbilder. Wenn ich da nicht die Verzeichnisstruktur ändere, gibt es als Änderung öfters neue Dateien wenn ich eine LP digitalisiert habe. Und Dateiänderungen nur wenn tags oder eingebettete Infos geändert werden. Lesender Zugriff überwiegt. Ähnliches bei Fotoalben, neue Fotos kommen hinzu, besonders bearbeitete Bilder werden voraussichtlich woanders gespeichert oder kommen ebenfalls hinzu.
Vmtl. gibt es aber mit Ergänzungen, etwa nachträglich hinzukopierte Albumbilder, auch mal Änderungen bei der Verzeichnisgröße, womöglich ist so etwas dann doch anspruchsvoller für die Festplattenverwaltung. Die Schreibbelastung selbst wäre in der Summe wohl eher gering, ausser vielleicht, dass sich die SMR-Technik der Platte trotz nur scheinbar kleiner Schreibvorgänge doch umfangreicher auswirkt.
In der Realität nutzen fast alle NTFS zum Austausch zwischen Linux und Windows. Und ich kenne keinen der Probleme hatte.
. Es ist also sinnvoll bei einer Platte die in erster Linie unter Windows genutzt wird NTFS zu nehmen und bei einer die hauptsächlich unter Linux genutzt wird ext.
Also bleibt danach erstmal NTFS, wobei allerdings der normale Einsatzort der Platte im Linux-Server ist. Ich hätte gerne die Option, die Platte z.B. einfach in einem USB-Gehäuse an einen Windows-Laptop anschliessen zu können, aber der Fall wäre nur eine Ausnahme. Ich brauche für meine Fotos usw. m.E. auch keine PC-Rechteverwaltung. Falls doch, dann würde es mir reichen, für einen unbedarften User bei der Serverkonfiguration das Schreibrecht komplett wegzulassen.
Auch NTFS ist bei der Nutzung unter Linux wahnsinnig langsam bzw. Prozessorlastintensiv. Ähnliches gilt für ext. – Wobei es da weniger ins Gewicht fällt, weil das Dateisystem sehr schnell ist.
Performance wäre da schon vorteilhaft, wo ein Abgleich zu einem Backup erfolgt. Oder wenn eine Software, etwa Medienspieler, eine umfangreiche Plattensammlung indiziert. Foobar2000 z.B. kann schonmal etwas träge werden oder sogar Fehler machen, wenn die Verbindung nicht schnell genug ist. Ansonsten ist das Tempo fürs Abspielen von Musik wohl eher unwichtig.

MSfree
Beiträge: 7153
Registriert: 25.09.2007 19:59:30

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von MSfree » 02.02.2021 21:41:47

curt123 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.02.2021 20:15:57
Wobei ext2 wohl auch ohne Journaling arbeitet, damit performanter als ext3 oder ext4 sein müßte
Nein.
Und dass exfat (ext2?) weniger Schreibvorgänge erfordert und damit auch die SMR-Platte eher schont.
auch nein.
Das Szenario ist auf der Platte unwahrscheinlich. Da sollen z.B. wav-Dateien drauf, auch mal flac, (LP/Musik-)Albumbilder. Wenn ich da nicht die Verzeichnisstruktur ändere, gibt es als Änderung öfters neue Dateien wenn ich eine LP digitalisiert habe.
Deine Bedenken sind irgendwie irrational. Du willst eine Platte als Datengrab, bei der Dateien einmal erzeugt werden und dann praktisch nur noch gelesen werden müssen. Ob man da ein paar hundertstel Promille an Geschwindigkeit mit oder ohne Journal gewinnen könnte, ist dabei doch völlig irrelevant.

Eine LP zu digitalisieren, lastet eine moderne Festplatte zu 0.002% aus. Du müßtest mehr als 500 Schallplatten gleichzeitig digitalisieren, um die Platte annähernd auszulasten und nach 24h hättest du sämtliche Schallplatten in deiner gesamtenNachbarschaft digitalisiert. Dann mußt du dir ein neues Hobby suchen.
Die Schreibbelastung selbst wäre in der Summe wohl eher gering, ausser vielleicht, dass sich die SMR-Technik der Platte trotz nur scheinbar kleiner Schreibvorgänge doch umfangreicher auswirkt.
Bei der extrem geringen Schreibeistung, die du für deine Platte planst (villeicht 5min Schreiben pro Tag) ist es doch völlig wurscht, wie schnell das geht.
Ich hätte gerne die Option, die Platte z.B. einfach in einem USB-Gehäuse an einen Windows-Laptop anschliessen zu können
Wozu soll das gut sein. Mit Samba und Netzwerk braucht man doch so eine USB-Notlösung überhaupt nicht. Statt die Platte mit USB am Laptop zu betreiben, kannst du doch einfach die Platte mit dem Ethernetkabel am Laptop anschließen. Das hat eine größere Reichweite (110m bei GBit Ethernet) und ist auch noch schneller als USB.

wanne
Moderator
Beiträge: 6860
Registriert: 24.05.2010 12:39:42

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von wanne » 02.02.2021 21:44:17

curt123 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.02.2021 20:15:57
Wobei ext2 wohl auch ohne Journaling arbeitet, damit performanter als ext3 oder ext4 sein müßte, und vmtl. dennoch oft problemlos eingesetzt wurde oder womöglich wird?
Nein. ext4 hat so viele Optimierungen gemacht, dass ext4 mittlerweile trotz journaling schneller als ext2 ist. – Wie gesagt und du kannst journaling unter ext4 abschalten. – Es bleibt eine Bescheuererte Idee. – Gerade wenn du wenig Schreibvorgänge hast.
Das Szenario ist auf der Platte unwahrscheinlich.
Viel Software schreibt doch irgend wie Vorschauen, Statistiken etc. Allerdings meist (aber nicht immer) und mehr unter /home oder tmp.
Ansonsten ist das Tempo fürs Abspielen von Musik wohl eher unwichtig.
Ja für dein Szenario vermutlich vollständig irrelevant. Vor allem übers Netz ist eh das der relevante Faktor.
Und dass exfat (ext2?) weniger Schreibvorgänge erfordert und damit auch die SMR-Platte eher schont.
Deine Vorsicht ist völlig unangebracht. Aber wenn du dir wirklich sorgen machst solltest du btrfs (das eh immer sequentiell schreibt) oder ext4 im passenden SMR-Modus ("lazy") betreiben. Ganz sicher ist FAT mit seinen massiven random-Writes eine absolute Katastrophe. (Deswegen ist das so viel Langsamer wie ext.) Ich weiß nicht wie patterns exFAT aussehen.
rot: Moderator wanne spricht, default: User wanne spricht.

curt123
Beiträge: 486
Registriert: 19.10.2018 12:49:35
Wohnort: NRW

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von curt123 » 03.02.2021 12:09:11

Nun möchte ich es nach den ganzen Argumenten endlich mit ext4 versuchen, und hoffe, dass die Performance beim Schreiben ähnlich gut oder besser ausschaut.

Hier ist mir die Vorgehensweise nicht ganz klar, oder ich habe es einfach falsch verstanden:
wanne hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.02.2021 18:48:25
ext4 reserviert einen Teil der Platte für root. Wenn du das nicht willst kannst du den Anteil auf 0% setzen:

Code: Alles auswählen

tune2fs -m 0 /dev/sdxX
Bei exfat habe ich von "4TB" wohl 3,7 und bei ext4 nur 3,4. Wenn ich es richtig erinnere, zeigt sich das auch in Blöcken o.ä., dürfte also kein Einheiten- oder Rundungseffekt sein, sondern m.E. tatsächlich verfügbares Volumen. Nach tune2fs -m 0 /dev/sdb1[ schaut es unverändert aus, ich muß also die Partition noch vergrößern, oder benötigt ext4 doch mehr Platz für Protokolle/Redundanz usw.? Nachtrag: Oder ich hätte gerade beim Formatieren mit gparted irgendwie Volumen verloren, oder es wird nicht korrekt angezeigt.

Nachtrag2:
Hab nun nochmal die Variantr tune2fs -r 0 /dev/sdb1 angewandt, jetzt wird der freie Speicher mit 3,6 angegeben, also ok. Ob der Parameter besser wirkt, oder ob es der nochmalige Neustart war, egal, jetzt kann ich ja sehen wie zügig Daten erstmal auf die Platte kommen.

curt123
Beiträge: 486
Registriert: 19.10.2018 12:49:35
Wohnort: NRW

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von curt123 » 03.02.2021 14:33:42

Jetzt habe ich etwas umfangreicher Daten auf die ext4 formatierte Platte bzw. Freigabe kopiert, und ich konnte das Tempo grob vergleichen oder schätzen. Das als Quelle dienende USB-Laufwerk war nicht das gleiche, aber gleicher Bauart.

Das Tempo war ungleichmäßiger, mit ext4 kommt es zwischendurch auf 52 MiB/s, aber auch immer wieder runter auf 40-45, oder einmal auch um die 10. Vorher bei exfat war das Tempo gleichmäßiger. Im Schnitt dürfte exfat wenigstens gleich schnell gewesen sein. Zuletzt hatte ich jetzt auch noch einen (fürs Tempo nicht mitbewerteten) Kopier- oder Lesefehler oder -abbruch, was aber wohl, wenn, eher indirekt, etwa über die CPU-Auslastung o.ä., mit dem Kopieren bzw. Kopierziel zu tun haben mag.

Zur Windowskompatibilität für den Notfall überlege ich, ob das ja noch nötige Backup einfach auf eine externes Laufwerk mit NTFS erfolgt, dann wäre ja ein direkt lesbares Medium vorhanden. Für das Ausgangsproblem, User und Zugriffsrechte, habe ich jetzt wohl auch mehr Möglichkeiten. Danke nochmal für die Tipps und Einschätzungen.

wanne
Moderator
Beiträge: 6860
Registriert: 24.05.2010 12:39:42

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von wanne » 03.02.2021 17:24:41

4TB sind 3.638TiB. (Die oft genug auch mit TB abgekürzt werden.) Das plus Rundungen dürfte dir den Unterschied zwischen den 4 und 3.6 ausmachen.
tune2fs -m 0 /dev/sdxX setzt auf 0% resevierte Blocke tune2fs -r 0 /dev/sdxX setzt die Anzahl auf 0 Blöcke bei mir führt das zum selben Ergebnis. Weil 0% von irgend was sollte immer 0 sein...
Ob der Parameter besser wirkt, oder ob es der nochmalige Neustart war
Ein Remount sollte reichen. Aber ich tippe, dass du den "vergessen" hast.
mit ext4 kommt es zwischendurch auf 52 MiB/s,
Wenn das nicht die Höchstgeschwindigkeit von nem üblichen billigen USB Controler von vor 5-10 Jahren ist, fresse ich einen Besen.
Im Schnitt dürfte exfat wenigstens gleich schnell gewesen sein.
Wenn du nur "dumm" einzelne große Dateien schreibst wird dir jedes Dateisystem an die Maximalgeschwindigkeit deiner Hardware krachen. Zumal die in deinem Fall dank USB-Krücke lächerlich klein ist. Übliche 4TB Platte macht innen 145MiB/s. Drüber und drunter geht es mit der Wurzel mit der Größe. (Also Geschwindigkeit in MiB/s ist (4.5*Größe in GB)^½ ) SMR-Platten variieren etwas mehr liegen aber am Ende in der gleichen Kategorie.
Interessant wird es wenn du anfängst viele kleine Dateien abwächselnd geschriben/glesen/verändert/gelöscht werden.
Zuletzt hatte ich jetzt auch noch einen (fürs Tempo nicht mitbewerteten) Kopier- oder Lesefehler oder -abbruch, was aber wohl, wenn, eher indirekt, etwa über die CPU-Auslastung o.ä., mit dem Kopieren bzw. Kopierziel zu tun haben mag.
Sowas sollte niemals passieren. Entweder die Platte oder der USB-controller hat einen echt üblen Schuss. Ich würde dir dringend raten das auszutauschen.
rot: Moderator wanne spricht, default: User wanne spricht.

curt123
Beiträge: 486
Registriert: 19.10.2018 12:49:35
Wohnort: NRW

Re: Kein Zugriff auf exFAT-Platte / keine oder fehlende Rechte?

Beitrag von curt123 » 03.02.2021 18:54:46

wanne hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
03.02.2021 17:24:41
Ein Remount sollte reichen. Aber ich tippe, dass du den "vergessen" hast.
Eigentlich hatte ich genau sowas bedacht, aber womöglich habe ich wirklich nur einen Reboot des Servers durchgeführt. Wenn der Client da einfach weiter "verbunden" war, könnte ich das tatsächlich übersehen haben.
Entweder die Platte oder der USB-controller hat einen echt üblen Schuss. Ich würde dir dringend raten das auszutauschen.
Da ich solche Probleme mit verschiedenen (USB3.0-) Geräten, also bei unterschiedlichen PCs und verschiedenen externen Platten, öfters habe, bin ich eigentlich von einer USB-Schwäche bei Linux und/oder bei üblicher Hardware ausgegangen. Ein kleiner Unterschied ergibt sich, wenn ich den Anschluss am Board hinten nehme und nicht Front-USB3.0, aber auch da kann es passieren, dass ein Gerät nach längerer Zeit nicht erreichbar ist. Oder eine 3.5" Festplatte mit mehreren Windowspartitionen in Dockingstation oder USB3-Gehäuse wird mal gleich wieder beim Verbinden/Erkennen der ltzten Partition von alleine ausgehängt, entweder ist die Anzahl der Partitionen zu viel, oder eine ist defekt oder besonders kritisch. Am USB-Anschluss hinten am Board ist das Verhalten da etwas gutmütiger, es kann da auch mit der HD mit den vielen Partitionen eher klappen. Die Boards sind ähnlich, z.B. ASRock mit langsamen Intel-CPUs J40205, J3455. NTs haben z.B. 250 Watt. Medien sind oft externe Seagate 2.5" 1-2TB.

Wobei ich jetzt gerade extrem geringen Durchsatz hatte, wohl weil es nun um viele sehr kleine Dateien, css, js, html, php usw., geht. Vielleicht bessert sich das alles auch, wenn ich bald den neuen PC mit etwas schnellerer CPU und Speicher etc. einsetzen kann.

Antworten