Linux Filesystem - wohin mit Daten

Warum Debian? Was muss ich vorher wissen? Wo geht's nach der Installation weiter?
schwedenmann
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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von schwedenmann » 05.01.2019 08:31:25

Hallo

sieh usermod und nologin per google

#usermod -s /bin/false common

sollte die Syntax lauten für den user common

mfg
schwedenmann

guennid
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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von guennid » 05.01.2019 12:30:38

siehe schwedenmann, ansonsten:

Das kommt auf den "Anmeldebildschirm" an, wenn du keinen benutzt, siehst du auch keinen User. :wink:

(ist aber laut Hörensagen wohl etwas tricky, wenn man erst mal einen hat, den wieder loszuwerden.)

Grüße, Günther

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MartinV
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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von MartinV » 05.01.2019 13:52:13

plipMan hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
05.01.2019 08:22:15
Kann man einen User so konfigurieren, dass man sich nicht damit anmelden kann? Ich möchte common möglichst nicht im Anmeldebildschirm sehen.
Wie guennid schon sagt, es kommt auf den Anmeldebildschirm/Displaymanager an. Bei Debian ist es meistens gdm3. Alternativ gibt es oft lightdm.
schwedenmanns Lösung kenne ich nicht, klingt aber einfach.
Ansonsten habe ich mal im Ubuntu-Wiki gespickt:
Alternativ dazu kann die Konfiguration von AccountsService genutzt werden, um Nutzer auf dem Anmeldebildschirm auszublenden. Dazu wird im Verzeichnis /var/lib/AccountsService/users/ eine Datei angelegt werden, deren Name exakt dem Namen des auszublendenden Users entspricht. Der Inhalt dieser Datei muss aus folgenden zwei Zeilen bestehen:

Code: Alles auswählen

[User]
SystemAccount=true
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plipMan
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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von plipMan » 05.01.2019 21:29:58

MartinV hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
05.01.2019 13:52:13
Wie guennid schon sagt, es kommt auf den Anmeldebildschirm/Displaymanager an. Bei Debian ist es meistens gdm3. Alternativ gibt es oft lightdm.
Ich habe einen KDE Desktop. Optisch entspricht meine Anmeldebildschirm dem der auf Wikipedia für SDDM zu sehen ist.
schwedenmanns Lösung kenne ich nicht, klingt aber einfach.
Funktioniert aber leider nicht.
Ansonsten habe ich mal im Ubuntu-Wiki gespickt:
Alternativ dazu kann die Konfiguration von AccountsService genutzt werden, um Nutzer auf dem Anmeldebildschirm auszublenden. Dazu wird im Verzeichnis /var/lib/AccountsService/users/ eine Datei angelegt werden, deren Name exakt dem Namen des auszublendenden Users entspricht. Der Inhalt dieser Datei muss aus folgenden zwei Zeilen bestehen:

Code: Alles auswählen

[User]
SystemAccount=true
Das werde ich mal testen.

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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von plipMan » 05.01.2019 21:41:25

Funktioniert leider auch nicht. Ist aber auch nicht so wild...eher ein kosmetisches Problem.

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MartinV
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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von MartinV » 05.01.2019 21:46:45

Für SDDM hat das Ubuntu Wiki auch einen Hinweis:
Benutzer

Im Abschnitt [Users] können bestimmte Nutzer über eine kommagetrennte Liste am Login-Screen ausgeblendet werden. Außerdem speichert SDDM den zuletzt angemeldeten Benutzer und die zuletzt gewählte Sitzung (session). Ist dies nicht erwünscht, so muss man die Einträge entsprechend auf false setzen. SDDM nutzt als Standard einen UID-Bereich von 1000 bis 65000, der standardmäßig auch von Kubuntu verwendet wird und daher nicht verändert werden sollte.

Code: Alles auswählen

[Users]
HideUsers=alfred,berta,fridolin
RememberLastUser=true
RememberLastSession=true
MaximumUid=65000
MinimumUid=1000
Mit HideUsers=common müßte common ausgeblendet werden.

Edit: Damit die config neu gelesen wird, muß der Displaymanager oder das ganze System neu gestartet werden.
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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von plipMan » 05.01.2019 22:02:07

Danke, das hat funktioniert :THX:

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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von hikaru » 07.01.2019 11:33:01

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
31.12.2018 09:14:10
Persönliche Nutzerdaten (inklusive nutzerbezogenen (Zusatz-)Konfigurationen) landen im jeweiligen Verzeichnis unter /home
Ich finde diese Mischung von Nutzerkonfiguration und -daten ungünstig.
Daten hält man oft jahrelang unverändert über mehrere Releases. Konfigurationen ändern sich im Zweifelsfall bei jedem Releasewechsel. Releasewechsel mache ich außerdem oft über Neunistallationen, statt über dist-upgrades, eben weil sich Konfigurationen ändern, oder auch meine Präferenzen. Daher ziehe ich es vor, in /home wirklich nur Konfigurationen abzulegen.

Ich richte für gewöhnlich zwei relativ kleine root-Partitionen (z.B. 10GB) ein, in denen auch /home liegt. Eine beherrbergt mein Arbeitssystem, das andere das Backupsystem. Beim Releasewechsel mache ich für gewöhnlich eine Neuinstallation auf der Backuppartition und diese wird nach erfolgter Konfiguration zur Arbeitspartition. Die alte Arbeitspartition wird dann zum Backupsystem.
Unter / habe ich jeweils ein eigenes Verzeichnis in das ich Datenpartitionen mounte. Auf plimMans gewohnte Windowsstruktur übertragen könnte es z.B. ein /data geben, worunter es dann Mountpoints für die Datenpartitionen gibt.
Das entspricht im Wesentlichen dem hier vorgetragenen /mnt-Vorschlag. Ich tendiere aber dazu, das Verzeichnis für temporäre Mounts zu benutzen, weil mir das ein mkdir erspart.

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smutbert
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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von smutbert » 09.01.2019 23:14:56

Also ich halte es ähnlich wie hikaru, allerdings liegt bei mir alles auf derselben Partition und damit demselben Dateisystem, ist aber dank btrfs durch subvolumes voneinander getrennt. So kann ich einfach ein neues Subvolume für eine Installation einer neuen Debianversion anlegen oder mit einem Snapshot testweise upgraden und so die Benutzerkonfiguration auf der Homepartition walhweise mittels Snapshot mitnehmen oder von 0 anfangen – ohne die alte funktionierende Installation und Konfiguration zu riskieren.

michaa7
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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von michaa7 » 10.01.2019 11:57:00

plipMan hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
31.12.2018 09:05:27
...
Wo würdet Ihr einen solchen Ordner unter Linux anlegen, wenn er nicht User-bezogen ist. Soll heißen er enthält auch Daten anderer Familienmitglieder.
...
Ich habe jetzt die bisherigen antworten nur überflogen, aber soweit ich feststellen konnte fehlte ein hinweis:

Solltest du eigene server betreiben (beispielsweise einen lokalen mailserver oder einen webserver) so landen deren daten unter /var/.. (hier liegt auch das archiv aller installierten Debianpakete!). Du solltest in diesem fall die konfiguration ändern oder diese daten auf eine eigene partition legen und bei einer neuinstalltion diese partition nur selektiv löschen.
gruß

michaa7

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Re: Linux Filesystem - wohin mit Daten

Beitrag von k2 » 12.01.2019 11:59:11

plipMan hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
31.12.2018 09:05:27
Wo würdet Ihr einen solchen Ordner unter Linux anlegen, wenn er nicht User-bezogen ist. Soll heißen er enthält auch Daten anderer Familienmitglieder.
Hallo
ein solcher Ordner gehört eigentlich nach /usr/local/share/. Die einzelnen User werden noch in die Gruppe staff aufgenommen und können dann alle lesend und schreibend darauf zugreifen. Bei den Verzeichnisrechten muss das Set-Group-ID gesetzt sein, damit alle neu angelegten Verzeichnisse und Dateien unter diesem Verzeichnis wieder der Gruppe staff gehören und auch die anderen User darauf zugreifen können. Die Daten unter /usr/local/ werden von der Distribution normalerweise nicht angefasst, sie sind distributionsunabhängig. (FSH)

MartinV hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
31.12.2018 20:38:47
- Eine Voreinstellung von debian ist es, daß alle User die Daten der anderen User lesen dürfen (aber nicht schreiben). Ich halte das für eine dumme Voreinstellung, muß auch erst noch einmal gucken, wie man das ändert. Sinnvoller (und privater) ist: Nur der User (und root) darf sein eigenes home-Verzeichnis lesen.
Das sollte ein umask in der .profile erledigen, bzw schon im profile-skeleton.

Grüße

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