KVM und Partitionen

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rolo
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KVM und Partitionen

Beitrag von rolo » 27.04.2020 20:31:53

Hi,

ich will einen Server als KVM Host aufsetzen. Ich überlege wie ich den partitioniere.

/ 5 GB
/var 5 GB
/var/lib/libvirt alles weitere
/usr 10GB
/tmp 5GB

Das ganze sicherlich mit LVM.
Ich weiß, dass Fragen zur Partitionierung nicht zu den Beliebtesten gehören, frage jetzt aber doch nochmal - vielleicht hat jeman noch einen Tip.

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towo
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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von towo » 27.04.2020 20:35:51

Und was versprichst Du Dir von der Zerstückelung?

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rolo
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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von rolo » 27.04.2020 20:52:00

Naja, Du dürftest eigentlich wissen, warum man sich Gedanken darüber macht. Logs könnten überlaufen, /usr mountet man vielleicht read-only usw.

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bluestar
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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von bluestar » 27.04.2020 21:03:31

rolo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
27.04.2020 20:31:53
Ich weiß, dass Fragen zur Partitionierung nicht zu den Beliebtesten gehören, frage jetzt aber doch nochmal - vielleicht hat jeman noch einen Tip.
Ich würde dir eher zu ZFS raten

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rolo
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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von rolo » 27.04.2020 21:10:52

Ich habe auch über ZFS nachgedacht, aber der Verbrauch an Resourcen ist halt verdammt hoch, wenn man die Vorteile wirklich ausschöpfen will. Desweiteren würde ich dann eher FreeBSD nutzen - letzteres möchte ich hier nicht.

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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von bluestar » 27.04.2020 21:13:38

rolo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
27.04.2020 21:10:52
Ich habe auch über ZFS nachgedacht, aber der Verbrauch an Resourcen ist halt verdammt hoch, wenn man die Vorteile wirklich ausschöpfen will.
Find ich interessant das du diese Aussage hier in den Raum stellst, wo uns doch deine verfügbaren Ressourcen gar nicht bekannt sind.

Wirklich ressourcenfressend bei ZFS ist eigentlich nur Deduplication und die setze ich ohnehin nie ein.

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rolo
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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von rolo » 27.04.2020 21:25:32

Yep, ich hatte zwei Begründungen dazu. Wenn ich ZFS nutze, dann nicht mit Debian. Desweiteren geht es hier in erster Linie um die Partitionierung selbst (siehe Überschrift). Eben ob ich in Bezug darauf irgendetwas beachten muss oder sollte, wenn ich einen KVM Host aufsetze. Es gibt viele Dokus zu KVM, aber ich habe bisher keine gefunden, die eine Aussage dazu macht

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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von bluestar » 27.04.2020 21:35:12

rolo hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
27.04.2020 21:25:32
Es gibt viele Dokus zu KVM, aber ich habe bisher keine gefunden, die eine Aussage dazu macht
Das wundert dich? Es gibt nunmal kein Patentrezept dafür ...

Wie ich schon sagte, wir wissen NICHTS über dein Setup, deine Ressourcen, deine Anforderungen.
Für mich sind klassische Partitionen/LVM einfach überholt und durch ZFS oder btrfs zu ersetzen.

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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von rolo » 27.04.2020 21:44:43

Naja, zumindest wird mir deutlich warum ich solange nicht hier war. 8)

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heisenberg
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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von heisenberg » 28.04.2020 00:36:16

rolo hat geschrieben:... Logs könnten überlaufen, /usr mountet man vielleicht read-only usw.
Danke für die kurze Erinnerung an zwei vernünftige Gründe, warum man überhaupt partitioniert.

Ich selbst nutze eher die Anfängerpartitionierung (alles auf eine Partition) und lass mich informieren, wenn was droht voll zu laufen. Den Fall, dass mir die Logs das Dateisystem füllen, hatte ich bisher glaube ich höchstens 1-2 Mal in meinem SysAdmin-Leben. Insofern ziehe ich die deutliche Vereinfachung den genannten Vorteilen vor.

Ansonsten, auch wenn das jetzt vermutlich nicht ganz Dein Szenario sein wird:

Aktuell benutze ich für Server-Setups mit KVM-Virtualisierung(Debian+Proxmox) als OS-Platte 2 kleine SSDs(Verwendet: 64 GB. 8 GB würden's wahrscheinlich auch tun) im RAID-1. Den Rest Platten kann ich dann als ganze Platten unpartitioniert für RAID-Arrays nach Belieben verwenden und hoffe, dass ich damit dann einen automatischen Rebuild hinbekomme, als auch mir die Arrays jeweils so umbauen kann, dass ich auch bei steigender Plattenzahl jeweils die Gesamtperformance aller Platten für die VM-Daten des Virtualisierungsservers - ggf. als kombiniertes RAID-Array - zur Verfügung stellen kann.

Bzgl. der Partionierung ist das OS also auf einer Partition und die Daten für die VMs sind dann gemounted auf /irgendwas - also ein dedizierter Mountpoint, den ich ausschließlich für VM-Images verwende. Falls ich mir das mit dem RAID dann irgendwann anders überlege(RAID10 -> RAIDZ, ...) muss ich nur die VMs online auf einen anderen Server schubsen, RAID neu initialisieren und wieder zurück.
Ich habe auch über ZFS nachgedacht, aber der Verbrauch an Resourcen ist halt verdammt hoch.
In die Richtung gehen meine Gedanken da auch. Kompression wäre wirklich nett. Da ich noch nicht weiß, ob CPU nicht die Engstelle sein wird, lasse ich es aktuell lieber. Ich weiß auch noch nicht, wieviel GB an RAM ich dediziert für ZFS brauche, dass das ausreichend schnell läuft(Ja, ich weiß auch dass ich den L2ARC(=Level 2 Read Cache) begrenzen kann.). RAM den ich dann für VMs nicht zur Verfügung habe.

Das Einzige, was wirklich gut wäre, sind die Checksummen bzw. die Selbstheilung.
Wenn ich ein Problem gelöst habe, bekomme ich zur Belohnung ein neues, größeres Problem.

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Re: KVM und Partitionen

Beitrag von bluestar » 28.04.2020 08:04:52

heisenberg hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
28.04.2020 00:36:16
Ich weiß auch noch nicht, wieviel GB an RAM ich dediziert für ZFS brauche, dass das ausreichend schnell läuft(Ja, ich weiß auch dass ich den L2ARC(=Level 2 Read Cache) begrenzen kann.). RAM den ich dann für VMs nicht zur Verfügung habe.
Als Faustformel kannst du hier 1GB RAM pro 1TB Storage ansetze, wobei nicht die Plattenkapazität, sondern die nutzbare Kapazität gemeint ist, als Beispiel 2x8TB HDD im Mirror würden also 8GB RAM erfordern.

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