Wiederherstellungs-ISO erstellen [gelöst]

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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buntewolke
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Wiederherstellungs-ISO erstellen [gelöst]

Beitrag von buntewolke » 01.08.2022 07:35:26

Hallo,

gnome-disk-utility präsentiert meinen Datenträger so

3735

Meine Idee ist, die Partitionen "root" und "home" so wie hier Laufwerksabbild wiederherstellen [1] beschrieben zu sichern, um bei Bedarf eine Kopie meiner Laufzeitumgebung samt installiert Pakete und die Daten zu haben.

Da Partitionierung für mich ein Neuland ist, ist meine Frage - wie sorge ich dafür, dass die wie in [1] beschrieben erstellte Partitionen so wiederhergestellt werden, dass das Laufwerk dann auch bootet? Einfach jeweils beide Partitionen mit "Partitionsabbild wiederherstellen" auf einen geeigneten Datenträger speichern und hoffen, dass das Ganze läuft?

Wie ist die Anwendung der Optionen "Laufwerksabbild erzeugen/ wiederherstellen" und "Partitionsabbild erstellen/ wiederherstellen" in dem von mir beschriebenem Szenario?

Gruss, buntewolke
Zuletzt geändert von buntewolke am 05.08.2022 14:56:27, insgesamt 1-mal geändert.
bin unterwegs mit
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MSfree
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von MSfree » 01.08.2022 08:55:48

Es spricht einiges dagegen, eine Festplatte mit dd zu sichern. Das größte Problem ist die benötigte Zeit. Zwar kannst du im Rückweg die Sicherung genauso einfach mit dd wieder auf die eingebaute Festplatte zurückspielen, Platzbedarf und nötige Zeit stehen aber in keinem Verhältnis zum Nutzen.

In deiner Antiquität steckt eine 80GB Festplatte, die du auf eine externe USB2-Festplatte sichern kannst. Die erreichbare Datenrate liegt bei maximal 30MB/s, auf deiner betagten Kiste dürften 20MB/s aber realistischer sein. Eine Sicherung, bzw. die Wiederherstellung dauern also 4000s, also rund 67 Minuten. Vor allem mußt du das vor jedem Experiment mit dem Rechner erneut machen. Ich erinnere nur an dein VNC-Experiment, wo du durch Auswertung der Logs sehr viel schneller den Fehler gefunden hättest. Durch die Neuinstallation hast du den Fehler zwar behoben, den Grund aber nicht verstanden. Das nächste Experiment wird also in exakt dem gleichen Problem enden. Mir wäre das zu zeitintensiv, vor jedem kleinen Experiment erstmal eine Stunde Backups zu fahren.

Der Platzbedarf für so ein Backup ist dann auch 80GB, von denen letztlich wahrscheinlich weniger als 10GB real belegt sind. Der ganze ungenutze Plattenplatz wird schließlich mitgesichert. Dummerweise stehen auf den unbelegten Sektoren der Festplatte nicht immer Nullen, sonst könnte man zumindest durch Datenkompression den ungenutzen Platz auf wenige kByte eindampfen, so daß so ein komprimiertes Backup nur 5-6GB (bei belegten 10GB) benötigen würde. Das spart zwar Platz, fordert aber deinen 1.2GHz Core-Solo bis zum Äussersten und dauert letzlich vermutlich sogar länger als die vollen 80GB unkomprimiert zu sichern.

Für so alte Maschinen habe ich mir eine ganz andere Backupstrategie zurechtgelegt. Ich installieren dort mit dem unofficial Netinstaller ein absolutes Minimalsystem ohne Desktopumgebung. Nach dem ersten Boot lande ich also in einer Textkonsole, mit der ich zuerst Recommends und Suggests abschalte und dann eine von mir gepflegte Softwarelsite nachisntalliere. Damit lande ich letzllich bei ca. 3GB belegtem Plattenplatz, auf einem komprimierenden btrfs sogar nur 1.5GB. Diese Grundinstallation ist dann für mich nur eine Sache von ein paar Minuten, um die wiederherzustellen. Das /home-Verzeichnis sichere ich gesondert und dateibasiert, so daß auch dieses in der Regel nur ein paar hundert MB umfassende Backup sehr schnell wieder auf der Platte ist.

Bei Problemen habe ich jedoch noch nie neu installiert. Die Dateien in /var/log und journalctl geben praktisch immer zuverlässig darüber Auskunft, was schief gegangen ist. Die Problemlösung ist daher auch in allen Fällen ohne Backup möglich. Was nicht heißen soll, daß Backups unsinnig sind. Backups sollen vor Hardwareschäden schützen, nicht vor Fehlkonfigurationen.

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von hikaru » 01.08.2022 09:10:42

buntewolke hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 07:35:26
Meine Idee ist, die Partitionen "root" und "home" so wie hier Laufwerksabbild wiederherstellen [1] beschrieben zu sichern, um bei Bedarf eine Kopie meiner Laufzeitumgebung samt installiert Pakete und die Daten zu haben.

Da Partitionierung für mich ein Neuland ist, ist meine Frage - wie sorge ich dafür, dass die wie in [1] beschrieben erstellte Partitionen so wiederhergestellt werden, dass das Laufwerk dann auch bootet? Einfach jeweils beide Partitionen mit "Partitionsabbild wiederherstellen" auf einen geeigneten Datenträger speichern und hoffen, dass das Ganze läuft?
Falls dabei wirklich nur die root- und home-Partitionen gesichert werden*, dann wird das einfache Zurückspielen nicht ausreichen, um ein bootfähiges System zu erhalten. Da muss dann zumindest Grub noch neu installiert werden. Zusätzlich wirst du vermutlich über den fstab-Eintrag deiner alten, nicht mitgesicherten Swap-Partition stolpern.

Alles in Allem würde ich eher dazu raten, MSfrees Methode zum Vorbild zu nehmen:
Daten und Einstellungen ($HOME/.config)** sichern und das System über eine gezielte Neuinstallation wiederherstellen.


*) Was ich nicht weiß, da ich das Programm nicht im Detail kenne.
**) Nicht alle Programme legen ihre Konfigurationen unter $HOME/.confg ab. Es ist daher sinnvoll, auch andere "Punktverzeichnisse" im Blick zu haben. Das ist ein Grund, warum ich persönlich $HOME für einen ungeeigneten Ort halte um echte Nutzdaten abzulegen, denn damit mischt man doch wieder System (falls man Configs als solche interpretiert) und Daten.

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von niemand » 01.08.2022 11:01:37

hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 09:10:42
Alles in Allem würde ich eher dazu raten, MSfrees Methode zum Vorbild zu nehmen:
Daten und Einstellungen ($HOME/.config)** sichern und das System über eine gezielte Neuinstallation wiederherstellen.
Ich werfe dann mal noch dpkg --get/set-selections in den Raum, mit dessen Hilfe man ohne große Umstände den Softwarestand sichern und wiederherstellen kann. Ansonsten gehört in ein Backup alles, was man selbst erstellt hat, und damit das regelmäßig gemacht wird, bietet sich inkrementelle Sicherung, etwa via rsync oder einer der vielen guten darauf aufbauenden Lösungen, an – damit werden beim Backup nur geänderte Daten gesichert, so dass es in der Regel in wenigen Sekunden durch ist.

In Zeiten von VMs bietet es sich an, das Backup- und Restore-Prozedere mal durchzuspielen.
MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 08:55:48
Dummerweise stehen auf den unbelegten Sektoren der Festplatte nicht immer Nullen, sonst könnte man zumindest durch Datenkompression den ungenutzen Platz auf wenige kByte eindampfen, so daß so ein komprimiertes Backup nur 5-6GB (bei belegten 10GB) benötigen würde.
Man kann vor der Aktion mit etwa dd eine Datei nur mit Nullen aus /dev/zero erstellen, bis es mit Platzmangel abbricht. Anschließend kann man diese Datei löschen, und das Abbild lässt sich gut komprimieren. Mit einem ausreichend schnellen Programm mit passenden Einstellungen in der Pipe sollte es dann auch bei der gegebenen Maschine in erträglicher Zeit durch sein. Das Hauptproblem bleibt jedoch: man hat ein statisches Backup mit vielen nicht sicherungswürdigen Daten, das zudem im Fehlerfall garantiert nicht den letzten Stand widerspiegelt – BTDT ;)

OT: im Gegensatz zum Threadtitel würde bei dem Vorgehen aber auch kein ISO-Abbild herausfallen. Die Bezeichnung bezieht sich auf das ISO9660-Dateisystem für optische Datenträger. Livesystem-Images und Installationsimages sind Beispiele für tatsächliche ISO-Hybrid-Images.
In Trümmerdeutsch verfasste Beiträge, z.B. mit mutwillig eingestreuten Apostrophen oder Leerzeichen (auch Plenks), Groß-/Kleinschreibung nach dem Zufallsprinzip, aber auch mit absichtlich den Lesefluss zerstörenden Konstrukten wie etwa „User[*:_/][Ii]nnen“, können und werden zu einer erheblichen Reduktion der Qualität der Antworten dieses Users bis hin zum völligen OT führen!

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von hikaru » 01.08.2022 11:23:54

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 11:01:37
Ich werfe dann mal noch dpkg --get/set-selections in den Raum, mit dessen Hilfe man ohne große Umstände den Softwarestand sichern und wiederherstellen kann.
Das Problem dabei ist, dass die Information verloren geht, ob Pakete automatisch oder manuell installiert wurden. Wenn man dann Pakete entfernt*, werden dessen automatsch installierte Abhängigkeiten nicht mehr von einem autoremove bereinigt.
Ein solches System neigt also zu "Übergewicht" und im schlimmsten Fall zu Zombiepaketen mit Sicherheitslücken oder Konflikten im Paketmanagement.
niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 11:01:37
In Zeiten von VMs bietet es sich an, das Backup- und Restore-Prozedere mal durchzuspielen.
Ein Backup ohne erfolgreich getestetes Restore ist kein Backup. ;)
niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 11:01:37
Man kann vor der Aktion mit etwa dd eine Datei nur mit Nullen aus /dev/zero erstellen, bis es mit Platzmangel abbricht. Anschließend kann man diese Datei löschen, und das Abbild lässt sich gut komprimieren.
Das gleiche Ergebnis kann man auf Ext-Dateisystemen auch mit Debianzerofree erreichen, ohne dass zwischendurch das Dateisystem vollläuft, was "interessante" Nebeneffekte haben kann.


*) Was z.B. im Zuge eines dist-upgrades öfter mal automatisch passiert.

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von MSfree » 01.08.2022 11:40:31

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 11:01:37
Man kann vor der Aktion mit etwa dd eine Datei nur mit Nullen aus /dev/zero erstellen, bis es mit Platzmangel abbricht.
Kann man alles machen, dauert aber halt. Die Platte, um die es hier geht, ist eine 1.8"-Platte mit 4200U/min. 1.8"-Platten waren ohnehin langsam, die sind auf geringen Platzbedarf und niedrigen Stromverbrauch optimiert. Schreibgeschwindigkeiten bei solchen Modellen liegen bei sequentiellem schreiben im Bereich 15-25MB/s. Wenn man also erstmal 70GB Nullen auf die Platte schreibt, dauert alleine das bereits midestens 45 Minuten. In meinem alten Uralt-Notebook steckt deshalb auch eine 32GB CF-Karte statt der ursprünglichen 1.8"-Platte.
...und das Abbild lässt sich gut komprimieren. Mit einem ausreichend schnellen Programm mit passenden Einstellungen in der Pipe sollte es dann auch bei der gegebenen Maschine in erträglicher Zeit durch sein.
Meiner Schätzung nach dürfte das ebenfalls in Richtung 30-40 Minuten tendieren.

Möglich ist vieles, aber der zeitliche Aufwand wäre mir schlicht zu groß, vor allem, weil es schnellere Wege gibt.

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von niemand » 01.08.2022 11:51:53

hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 11:23:54
Das Problem dabei ist, dass die Information verloren geht, ob Pakete automatisch oder manuell installiert wurden.
Gutes Argument. Die entsprechende Information ist eigentlich leicht zu bekommen, so dass man eine mit dpkg --set-selections-kompatible Liste mit nur den manuell installierten Paketen zusammenstellen könnte. Ist da was Vorhandenes bekannt?
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von JTH » 01.08.2022 12:00:02

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 11:51:53
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 11:23:54
Das Problem dabei ist, dass die Information verloren geht, ob Pakete automatisch oder manuell installiert wurden.
Ist da was Vorhandenes bekannt?

Code: Alles auswählen

apt-mark showauto
oder

Code: Alles auswählen

apt-mark showmanual
je nachdem, was man sucht. Beide Mengen zusammen entsprechen

Code: Alles auswählen

dpkg --get-selections
Manchmal bekannt als Just (another) Terminal Hacker.

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von soundrolf » 01.08.2022 12:05:32

Wer seinen neuen Rechner mit den Programmen seines alten Rechners haben
will kann das mit einer minimal Installations CD auf dem neuen Rechner in
der nachfolgender Weise durchführen.
Zuerst muss auf dem Original System eine Paket Liste erstellt werden.
Mit diesem Befehl wird die Paket Liste erzeugt. Das kann man als normaler
Benutzer, also ohne root Rechte, machen.

Code: Alles auswählen

dpkg --get-selections > paket-liste-$HOSTNAME
Diese Liste sollte danach auf einen Datenträger zB. einen USB Stick
Kopiert werden. Der neue Rechner bekommt jetzt eine minimal Installation.
Anschließend wird der Datenträger (USB Stick) eingesteckt und eingehangen.
Mit ’dmesg’ schauen welches Device am ende angezeigt wird (zB. /dev/sdd).
Nun mounten wir den USB Stick mit: mount /dev/sdd1 /mnt
Von hier Kopieren wir unsere Paket Liste auf das neue System mit: cp /mnt/-
paketliste /root/paketliste. Nachdem die Paket Liste Kopiert wurde können
wir den USB Stick wieder aushängen mit: umount /mnt Der USB Stick kann
jetzt ausgesteckt werden.

Jetzt müssen wir noch einige Befehle eintippen um das neue System auf
den Stand zu bringen wie es auf dem alten Rechner war.

Code: Alles auswählen

dpkg --clear-selections
dpkg --set-selections < paket-liste-$HOSTNAME
apt-get update
apt-get dselect-upgrade
Je nachdem wieviele Pakete auf dem alten Rechner waren, wird es etwas
dauern bis alle Pakete Installiert sind.

Gruß

soundrolf

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von niemand » 01.08.2022 12:15:27

JTH hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:00:02

Code: Alles auswählen

apt-mark showmanual
Damit ließe sich was bauen. Das erwartete Format ist schließlich einfach:

Code: Alles auswählen

Paketname 		Aktion
wobei „Aktion“ hier schlicht install wäre. Entsprechend müsste man in der ausgegebenen Liste nur noch ein oder zwei Tabs und eben das install an jede Zeile hängen.
soundrolf hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:05:32
Wer seinen neuen Rechner mit den Programmen seines alten Rechners haben
will kann das mit einer minimal Installations CD auf dem neuen Rechner in
der nachfolgender Weise durchführen.
Nix für ungut, aber ein kleines Stück weiter oben hat hikaru auf das Problem damit hingewiesen ;)
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von MSfree » 01.08.2022 12:20:56

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:15:27
JTH hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:00:02

Code: Alles auswählen

apt-mark showmanual
Damit ließe sich was bauen.
Die Liste umfaßt auf einem meiner Rechern 224 Pakete. Installiert mit apt-get install wurden jedoch nur 22 Pakete (und natürlich deren Abhängigkeiten). Trauen tue ich dieser apt-mark-Ausgabe also auch nicht. Deshalb pflege ich diese Liste wirklich manuell installierter Pakete auch selbst (in meinem Mediawiki).

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von niemand » 01.08.2022 12:25:35

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:20:56
Die Liste umfaßt auf einem meiner Rechern 224 Pakete. Installiert mit apt-get install wurden jedoch nur 22 Pakete
Während der Installation landen zwangsläufig schon einige Pakete auf dem System, von denen einige als manuell installiert angezeigt werden. In diesem Kontext ist’s gar wünschenswert, wenn das so ist.

Hast du denn in deiner Liste Pakete, von denen du weißt, dass sie als Abhängigkeit nach der Installation auf das System kamen?
In Trümmerdeutsch verfasste Beiträge, z.B. mit mutwillig eingestreuten Apostrophen oder Leerzeichen (auch Plenks), Groß-/Kleinschreibung nach dem Zufallsprinzip, aber auch mit absichtlich den Lesefluss zerstörenden Konstrukten wie etwa „User[*:_/][Ii]nnen“, können und werden zu einer erheblichen Reduktion der Qualität der Antworten dieses Users bis hin zum völligen OT führen!

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von MSfree » 01.08.2022 12:33:35

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:25:35
Hast du denn in deiner Liste Pakete, von denen du weißt, dass sie als Abhängigkeit nach der Installation auf das System kamen?
In meiner Liste sind nur die Pakete, die ich wissentlich nach der minimalen Basisinstallation (im tasksel nichts selektiert ausser SSH). Daß bei der Installation Abhängigkeiten installiert werden, ist logisch, ich weiß jedoch nicht, ob diese Abhängigkeiten zumindest teilweise als manuell markiert werden. Man müßte das wohl mal in einer frischen VM komplett nachvollziehen, was die Minimalinstallation bereits auf das System wirft und was nach den von mir benötigten Paketen als manuell markiert vorhanden ist.

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von JTH » 01.08.2022 12:39:24

niemand hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:15:27
JTH hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:00:02

Code: Alles auswählen

apt-mark showmanual
Damit ließe sich was bauen.
Das muss gar nicht kompliziert sein. Zum Beispiel installiert man erstmal alle vorher mal installierten Pakete, etwa wie oben mit dpkg --set-selections + apt-get dselect-upgrade oder auch dem Paar

Code: Alles auswählen

~# apt-mark showinstall > installed.list

# Solange die Liste hier noch nicht zu lang ist, um sie als einzelne Kommandozeilenargumente zu übergeben:
~# apt install --no-install-recommends $(cat installed.list)
Wegen der potentiellen großen Länge und der anderen Art, die Paketnamen zu übergeben, dürfte dpkg --set-selections besser sein.

Für das automatisch installiert markieren brauchts nur ein ähnliches Kommandopaar:

Code: Alles auswählen

~# apt-mark shomauto > auto.list
~# apt-mark auto $(cat auto.list)   # Gleiche Einschränkung bzgl. der Länge wie oben
Tut nicht weh, wenn man das erneute Markieren mit xargs o.ä. in mehrere Aufrufe aufteilt/wegen der Länge aufteilen muss.


MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:20:56
Die Liste umfaßt auf einem meiner Rechern 224 Pakete.
Das sind alle manuell installierten Pakete. Also auch essentielle und wahrscheinlich einige mit Priorität required, important, vllt standard.

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:20:56
Installiert mit apt-get install wurden jedoch nur 22 Pakete (und natürlich deren Abhängigkeiten).
Wie meinst du das „wurden nur installiert“? Von dir nachträglich von Hand? Dann siehe hier drüber.

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:20:56
Trauen tue ich dieser apt-mark-Ausgabe also auch nicht.
Die wird schon stimmen. Sie gibt wahrscheinlich einfach mehr aus, als du erwartest. Das Kommando heißt ja nicht

Code: Alles auswählen

apt-mark showmanuallyinstalledbymsfree
;)

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:33:35
Daß bei der Installation Abhängigkeiten installiert werden, ist logisch, ich weiß jedoch nicht, ob diese Abhängigkeiten zumindest teilweise als manuell markiert werden.
Nicht wenige (oder sogar alle?) Pakete, die als Grundlagen bei der Installation immer mitkommen, haben tatsächlich den Status „manuell installiert“. Debianlibc6 und ähnliche grundlegende z.B. Das verfälscht also, wenn du so willst, die Liste.
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von MSfree » 01.08.2022 13:21:43

JTH hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 12:39:24
Die wird schon stimmen. Sie gibt wahrscheinlich einfach mehr aus, als du erwartest.
Richtig, ich hätte da etwas weniger erwartet. Wie gesagt, eine Installation in einer VM wird das verifizieren, im Moment habe ich für solche Spielereien aber keine Zeit. :wink:

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von cosinus » 01.08.2022 15:46:56

buntewolke hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 07:35:26
Da Partitionierung für mich ein Neuland ist, ist meine Frage - wie sorge ich dafür, dass die wie in [1] beschrieben erstellte Partitionen so wiederhergestellt werden, dass das Laufwerk dann auch bootet? Einfach jeweils beide Partitionen mit "Partitionsabbild wiederherstellen" auf einen geeigneten Datenträger speichern und hoffen, dass das Ganze läuft?
Wozu brauchst du diesen Aufwand? Für einen Linux-Client reicht doch das regelmäßige Sichern der persönlichen Daten. Viel mehr als /home zu sichern mittels rsync brauchst du doch garnicht. Da ist es schneller nach einem Crash Debian einfach neu zu installieren und anschließend die Daten ins /home zurückzuspielen.

Die Notwendigkeit ganzer Plattenabbilder ist eher eine Windows-Geschichte. Da zieh ich von Clients auch regelmäßig Abbilder v.a. wenn ich was klonen muss, aber bei Linux? Nö. :)
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von kalle123 » 01.08.2022 16:19:16

cosinus hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 15:46:56
Viel mehr als /home zu sichern mittels rsync brauchst du doch garnicht. Da ist es schneller nach einem Crash Debian einfach neu zu installieren und anschließend die Daten ins /home zurückzuspielen.
Kann man so sehen, ich für meinen Teil sehe das etwas anders ....

Ist doch manchmal einiges im System zu konfiguriert und hinzugefügt, was nach einer Neuinstallation erst mal wieder hinzukriegen ist.

sources.list, fstab anpassen, smartmontools und smart-notifier, /etc/default/grub und /etc/grub.d/ und BT erfordern etwas Feinarbeit. Sachen, die mir so auf die Schnelle einfallen.

Drum läuft auf allen 3 Kisten hier 'timeshift' im Hintergrund für das jeweilige System. Eigene Daten klar über grsync :wink:

cu KH
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von cosinus » 02.08.2022 09:53:13

kalle123 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
01.08.2022 16:19:16
Kann man so sehen, ich für meinen Teil sehe das etwas anders ....
Welcher Client ist denn so stark angepasst? Das ist doch eher die Ausnahme. Und wenn, dann kann man immer noch zusätzlich etc und mehr sichern und eben nicht nur home. Dass das mit dem kompletten Abbild über dd ziemlicher Unsinn bei dieser Kiste ist, wurde ja schon von @MSfree ausführlich beschrieben.
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von MSfree » 02.08.2022 11:23:27

cosinus hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.08.2022 09:53:13
Welcher Client ist denn so stark angepasst? Das ist doch eher die Ausnahme.
kalle123 meint:
sources.list, fstab anpassen, smartmontools und smart-notifier, /etc/default/grub und /etc/grub.d/ und BT erfordern etwas Feinarbeit. Sachen, die mir so auf die Schnelle einfallen.
Kleine Anpassungen an diese Auflistung wären z.B.
  • sources.list um contrib nonfree zu ergänzen
  • fstab um den NFS-mount vom NAS zu ergänzen
  • in /etc/default/grub den Timeout runterzusetzen
Ferner passe ich immer /etc/ssh/sshd_config, /etc/vim/vimrc, /etc/profile, /etc/bash.bashrc, /etc/login.defs, ein paar X11-Resourceddatein unter /etc/X11/app-defaults und die lightdm-Konfiguration an. Diese Dateien habe ich allerdings auf meine Server gespeichert und werden nur auf ein neues System kopiert. SSH-Schlüssel müssen ebenfalls übertragen werden. Systeme, die über das Internet erreichbar sind, habe ich inzwischen mit dem Google Authenticator als zweiten Faktor abgesichert, so daß dazu auch noch eine Anpassung der PAM-Module nötig ist...

Wie gesagt, die Liste der Anpassungen kann lang sein, einiges ist bei mir sicherlich sehr speziell, aber die 3 oben angeführten Punkte berühren dann doch schon wieder sehr viele Nutzer.

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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von cosinus » 02.08.2022 11:30:06

Ja ich hab auch so viele kleine Anpassungen, aber die meisten sind doch eher kosmetischer Natur, also nicht unbedingt notwendig.
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von kalle123 » 02.08.2022 12:55:03

cosinus hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.08.2022 09:53:13
Dass das mit dem kompletten Abbild über dd ziemlicher Unsinn bei dieser Kiste ist, wurde ja schon von @MSfree ausführlich beschrieben.
Ich glaube nicht, dass ich 'dd' ins Spiel gebracht habe :wink:

Nebenbei, die oben von mir erwähnten Anpassungen sind mir auf die Schnelle eingefallen. Ich führe so etwas wie ein Notizbuch über Anpassungen, Modifikationen usw. Sind momentan 47 Seiten. Wenn ich die durchforste, finden sich sicher noch mehr Punkte.

Und ich glaube nicht, das ich da als 'nur' Desktop User eine Ausnahme unter Debian bin, trifft wohl eher für diese 'everybodies darling' Distros wie LM o.ä. zu.

Gruß KH
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von cosinus » 02.08.2022 12:59:08

kalle123 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.08.2022 12:55:03
Ich glaube nicht, dass ich 'dd' ins Spiel gebracht habe :wink:
Nicht direkt, ich hab dich aber so verstanden, dass du wohl ein komplettes Abbild eines linuxclient für sinnvoll hälst. Und Laufwerksabbillder wurden ja schon vom TO im ersten Post thematisiert.
Arne

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buntewolke
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von buntewolke » 05.08.2022 14:56:06

Hallo,

Die Tipps liefern genug Stoff, damit ich für mich eine bedarfsgerechte Lösung basteln kann. Aktuell wird es wohl eine Lösung mit regelmäßigem Kopieren/ Synchronisieren der eigener Daten in Home.

Danke für die Hilfe!
gruss, buntewolke
bin unterwegs mit
Debian, Version 11 (bullseye)

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hikaru
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen

Beitrag von hikaru » 05.08.2022 15:09:30

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
02.08.2022 11:23:27
Kleine Anpassungen an diese Auflistung wären z.B.
  • sources.list um contrib nonfree zu ergänzen
  • fstab um den NFS-mount vom NAS zu ergänzen
  • in /etc/default/grub den Timeout runterzusetzen
Da diese Änderungen vermutlich immer gleich sind, oder sich zumindest nur sehr selten ändern, könnte man sich dafür ein eigenes Debianpaket schnüren, das man hinterher nur noch installieren muss. Im Idealfall enthält dieses Paket sogar als Abhängigkeiten alle Pakete, die man nach einer Minimalinstallation selbst noch installieren würde.
Und ja, wenn man das ordentlich machen will, ist es gerade zum Anfang viel Arbeit, den ganzen Kleinkram zusammenzusammeln - weshalb auch ich es (noch) nicht getan habe. ;)

(Fügt man dann noch ein hippes Wallpaper hinzu, dann kann man das Ganze sogar zum Image verschnürt als neue Distribution verteilen. :mrgreen: )

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Strunz_1975
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Re: Wiederherstellungs-ISO erstellen [gelöst]

Beitrag von Strunz_1975 » 06.08.2022 16:03:08

Hallo,

ich empfehle:

Debianapt-clone

cu
Strunz_1975
Debian Bullseye

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