Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

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hikaru
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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von hikaru » 04.10.2022 20:25:09

@rhHeini:
Ich habe hier eine über 10 Jahre alte 2x-eSATA-PCIe-Karte* **, die kurz beim Post eine "ich bin da"-Meldung wirft, den Boot jenseits dieser 1-2 Sekunden aber nicht verzögert. BIOS-bootfähig sind dort angeschlossene Geräte nicht, aber in Grub sind sie z.B. schon verfügbar.
Ähnliche Erfahrungen habe ich mit einer M.2-Karte* von PCIe auf 5x SATA gemacht, allerdings bisher nur in kleinen Tests.***
Das kann also auch "ordentlich" gehen.

*) Chipsatz müsste ich nachschauen.
**) Ob SATA oder eSATA ist ja in diesem Kontext egal, verhält sich aus Rechner-Sicht beides gleich.
***) Das System wo die Karte zum Einsatz kommen soll, gibt es bisher nur in meinem Kopf.

michaa7
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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von michaa7 » 07.10.2022 13:04:59

hobbyadmin hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
04.10.2022 11:42:54
... In den nächsten Wochen kommen wahrscheinlich noch 2 bis 3 alte HDD hinzu. Das wären dann rechnerisch mehrere Terabyte Speicherplatz. Und das ist scheinbar alles für die Tonne, weil es offensichtlich unwirtschaftlich und unsicher wäre, diese HDD weiter zu verwenden. Nachhaltig ist das mit Sicherheit nicht.
Und warum müssen diese Terrabyte an Daten *ständig* verfügbar sein. Dafür mag es Gründe geben, aber genannt hast du sie nicht.

Ich verwende selber alte HDs als Speicher. Dazu nutze ich ein externes USB Gehäuse, schiebe die files drauf, lege eine Inhaltsverzeichnis der Platte als Textfile auf dem Rechner an, hänge die Platte aus, entnehme sie dem USB Gehäuse, lege sie ins Regal und schiebe eine andere alte Platte ins USB Gehäuse.

Ja, das sind Backups oder files über deren Verlust ich mich zwar ärgern würde, aber nuja ...
gruß

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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von jdr » 18.11.2022 16:42:57

Hängt halt davon ab, wie groß die Platten sind. Habe ich das richtig verstanden, dass die intern SATA und nicht extern via USB sind?
Wenn ich in der Situation wäre, würde ich folgende Möglichkeiten sehen - angenommen die Platten sind technisch in Ordnung:
  • Wenn ich in einem Produktivsystem eine entsprechend große Platte im Einsatz habe, habe ich immer gerne eine Ersatzplatte auf Lager.
  • Verkaufen bei Ebay (Kleinanzeigen). Wenn das jetzt Platten ab 1 TB sind, gehen die immer weg und man bekommt auch noch ein bisschen was dafür. Natürlich vorher sicher löschen.
  • Für ein paar Euro ein USB 3.0 Festplattendock kaufen und dann die Festplatten nach Bedarf für Daten nutzen, auf die kein ständiger Zugriff erforderlich ist. Ich nutze meine ganzen alten USB-Platten, die sich so angesammelt haben, z. B. für zusätzliche Datensicherungen. Dann kannst du eine im Büro, eine bei Freunden etc. deponieren.

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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von cosinus » 23.11.2022 11:41:47

jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.11.2022 16:42:57
Für ein paar Euro ein USB 3.0 Festplattendock kaufen und dann die Festplatten nach Bedarf für Daten nutzen, auf die kein ständiger Zugriff erforderlich ist. Ich nutze meine ganzen alten USB-Platten, die sich so angesammelt haben, z. B. für zusätzliche Datensicherungen. Dann kannst du eine im Büro, eine bei Freunden etc. deponieren.
Man könnte auch mit Hotswap experimentieren falls das Mainboard was man hat das unterstützt :)
So hab ich bei einer meiner Bürokisten immer die Seitenabdeckung offen und kann im laufenden Betrieb ne SATA-Platte an-/abstecken.

Falls das Platten mit weniger als 500 GB sind, noch Vorschlag: drei Platten in einem System einbauen und aus diesen dann ein RAID5 erstellen (mit mdadm)…
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hikaru
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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von hikaru » 23.11.2022 12:19:18

jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.11.2022 16:42:57
Verkaufen bei Ebay (Kleinanzeigen). Wenn das jetzt Platten ab 1 TB sind, gehen die immer weg und man bekommt auch noch ein bisschen was dafür. Natürlich vorher sicher löschen.
Ich nehme an, die meisten Käufer solcher Platten spekulieren darauf, dass sie nicht sicher gelöscht sind. ;)
Mir fällt jedenfalls kein anderer Grund ein, warum man eine kleine gebrauchte HDD mit unbekannter Vergangenheit kaufen wollte. Im Grunde ist das digitales Containern.
jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.11.2022 16:42:57
Für ein paar Euro ein USB 3.0 Festplattendock kaufen und dann die Festplatten nach Bedarf für Daten nutzen, auf die kein ständiger Zugriff erforderlich ist. Ich nutze meine ganzen alten USB-Platten, die sich so angesammelt haben, z. B. für zusätzliche Datensicherungen. Dann kannst du eine im Büro, eine bei Freunden etc. deponieren.
Hast du da noch den Überblick, welche Daten auf welchem Stand bei wem rumliegen? Ich hatte mal über so eine Nutzung nachgedacht, aber um dafür den Überblick zu behalten, müsste ich eine eigene Buchführung einführen, wozu ich zu faul bin.

cosinus hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 11:41:47
Man könnte auch mit Hotswap experimentieren falls das Mainboard was man hat das unterstützt :)
So hab ich bei einer meiner Bürokisten immer die Seitenabdeckung offen und kann im laufenden Betrieb ne SATA-Platte an-/abstecken.
SATA-Stecker sind auf 50 Steckzyklen spezifiziert.
Ich weiß nicht wie hoch der Wert bei IDE ist, aber da habe ich nach geschätzt 200 Steckzyklen mal die Pins aus einer HDD rausgezogen.
cosinus hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 11:41:47
Falls das Platten mit weniger als 500 GB sind, noch Vorschlag: drei Platten in einem System einbauen und aus diesen dann ein RAID5 erstellen (mit mdadm)…
HDDs <500GB haben maximal 320GB. Ein RAID5 aus Dreien davon hat 640GB Nettospeicherplatz. Was will man mit so einem Setup? Sinnvoll erscheint mir das, wenn, dann noch als Zusatzheizung, aber nicht als Datenspeicher.
Ansonsten würde ich solche HDDs zum Bowling [1] empfehlen - natürlich nicht auf Teppich. ;)


[1] http://www.daujones.com/detail.php?usrid=9793

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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von cosinus » 23.11.2022 13:11:52

hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 12:19:18
SATA-Stecker sind auf 50 Steckzyklen spezifiziert.
Ich weiß nicht wie hoch der Wert bei IDE ist, aber da habe ich nach geschätzt 200 Steckzyklen mal die Pins aus einer HDD rausgezogen.
Was echt jetzt? Nicht mehr als 50? Das halte ich doch für sehr sehr wenig... 8O ... selbst 500 ist nicht wirklich viel.
Was ist denn mit den Steckern, wenn man die Platte in eine USB-Dockingstation steckt? Die sind doch dafür ausgelegt, dass man öfter mal die Platte wechselt.
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 12:19:18
Was will man mit so einem Setup? Sinnvoll erscheint mir das, wenn, dann noch als Zusatzheizung, aber nicht als Datenspeicher.
Besser als die Platten zu verschrotten :D und so manch einer kann dann noch mit mdadm & LVM was lernen und vllt nen alten Rechner noch einigermaßen sinnvoll weiterbetreiben. Über Sinn und Unsinn kann man immer streiten wie neulich das Nutzen von alten Debian-Stretch-DVDs als Offline-Repo :mrgreen:
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 12:19:18
Ansonsten würde ich solche HDDs zum Bowling [1] empfehlen - natürlich nicht auf Teppich. ;)
Nee das geht nur mit neuen SCSI-Platten! :facepalm: :mrgreen:
Arne

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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von MSfree » 23.11.2022 13:31:38

cosinus hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 13:11:52
Was echt jetzt? Nicht mehr als 50? Das halte ich doch für sehr sehr wenig... 8O
Ich behaupte mal, daß Festplatten in ihrem gesamten Leben im Schnitt nicht öfter als 4 mal an- und abgesteckt werden. Umgekehrt sind 50 Steckzyklen in sagen wir mal 10 Jahren Lebenserwartung einer Platte auch 5 Steckvorgänge pro Jahr. So oft bastelt nur eine verwschindend kleine Minderheit am Rechner rum. Jedenfalls ist SATA nicht dazu gedacht, als Steckverbindung für Wechselmedien genutzt zu werden, für den Zweck gibt es eSATA.

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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von hikaru » 23.11.2022 13:42:22

cosinus hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 13:11:52
Was echt jetzt? Nicht mehr als 50? Das halte ich doch für sehr sehr wenig... 8O ... selbst 500 ist nicht wirklich viel.
Steht jedenfalls so im Wikipedia-Artikel (im Vergleich zu eSATA mit 5000 Zyklen). [1]
Sicher werden das in der Praxis mehr sein, aber SATA ist eben nicht als Wechseldatenträger-Schnittstelle ausgelegt.
cosinus hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 13:11:52
Was ist denn mit den Steckern, wenn man die Platte in eine USB-Dockingstation steckt? Die sind doch dafür ausgelegt, dass man öfter mal die Platte wechselt.
Die Dockingstation vermutlich schon, aber die HDD?
cosinus hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 13:11:52
Besser als die Platten zu verschrotten :D und so manch einer kann dann noch mit mdadm & LVM was lernen und vllt nen alten Rechner noch einigermaßen sinnvoll weiterbetreiben.
Ja, natürlich, zum Erlernen der Funktionsweise ist die Kapazität egal. Aber welche praktische Relevanz hat heute ein in Bezug auf Stromkosten und Einrichtungsaufwand teures RAID5 mit weniger als 1TB Nettospeicher, wenn einem 1TB-HDDs praktisch überall hinterhergeworfen werden?

Ich habe einen Testrechner in dem 2x 500GB, 1x 1TB und 1x 2TB steckt. Auf einer der 500GB-HDDs sind etwa ein halbes Dutzend Betriebssteme installiert. Die anderen HDDs stecken da eigentlich nur drin, weil der Platz im Gehäuse weniger wert ist als der im Schrank.
Ich habe eine alte 1TB-HDD in einem 2,5"-USB-Gehäuse, die ich selten verwende um Datenmengen zu transportieren für die meine USB-Sticks (bis 128GB) zu klein sind. Abgesehen davon sind alle meine HDDs <2TB inzwischen nutzlos, bzw. dienen nur noch für Tests.


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Serial_AT ... TA_(eSATA)

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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von cosinus » 24.11.2022 14:55:27

hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 13:42:22
Aber welche praktische Relevanz hat heute ein in Bezug auf Stromkosten und Einrichtungsaufwand teures RAID5 mit weniger als 1TB Nettospeicher, wenn einem 1TB-HDDs praktisch überall hinterhergeworfen werden?
Ich rede ja nicht davon, sich ein RAID mit supervielen Festplatten aufzubauen. Sondern vllt ein RAID1 mit 2 Platten oder ein RAID5 mit 3 Platten. So kann man die noch einigermaßen sinnvoll weiterverwenden, besser als gleich in die Schrotttonne zu werfen. Natürlich kann man solche Platten auch spenden, aber dann hat jemand anders die Stromschlucker. :roll:

Mir blutete vor ein paar Wochen das Herz, musste ca. 50 alte Festplatten verschrotten … :cry: …uralte SCSI- und IDE-Platten. War ein bunter Strauß, ich glaub die kleinste hatte 10 GB und die größte hatte 300 GB Kapazität. Aber für solche Platten macht sich niemand mehr die Mühe die zu nullen, es wäre ja schon schwierig überhaupt noch einen Rechner mit passendem Controller zu finden (wir hatten keinen mehr mit PATA und auch keine SCSI-Controllerkarte mehr). Also alle Platten schön mit dem Hammer bearbeitet und dann ab damit in den Elektroschrott :cry:
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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von jdr » 30.11.2022 07:48:56

hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 12:19:18
jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.11.2022 16:42:57
Verkaufen bei Ebay (Kleinanzeigen). Wenn das jetzt Platten ab 1 TB sind, gehen die immer weg und man bekommt auch noch ein bisschen was dafür. Natürlich vorher sicher löschen.
Ich nehme an, die meisten Käufer solcher Platten spekulieren darauf, dass sie nicht sicher gelöscht sind. ;)
Mir fällt jedenfalls kein anderer Grund ein, warum man eine kleine gebrauchte HDD mit unbekannter Vergangenheit kaufen wollte. Im Grunde ist das digitales Containern.
Ja, stimmt schon. Das hängt natürlich davon ab, was du als "klein" bezeichnest. Eine günstig geschossene gebrauchte und technisch einwandfreie min. 1 TB Platte würde ich mir z. B. als Ersatzfestplatte für meinen Haupt-Arbeitsrechner ins Regal legen. Aber halt eine und nicht 27 ;). Der Nutzen für < 1 TB wird tatsächlich schon schwierig. Höchstens wenn man irgendwo im Verein, in der Werkstatt oder sonstwo noch einen Rechner rumstehen hat, für den das ausreicht. Mein NAS hat als Systemlaufwerk auch noch eine 250 GB Festplatte, die völlig ausreicht und die ich bei Defekt wieder durch eine bei Ebay für 1 Euro gekaufte Ersatzfestplatte ersetzen werde. Oder eben für Bastel-, Dritt-, Viert- und Fünftsysteme etc. Aber man bekommt tatsächlich noch etwas Geld dafür. Ob die Käufer jetzt wirklich drauf spekulieren, dass da noch etwas drauf ist, weiß ich nicht.
Bezüglich unbekannter Vergangenheit konnte ich mich bisher immer auf die SMART-Daten verlassen oder ich hatte einfach Glück. Alle meine über die letzten Jahre gebraucht gekauften Platten habe ich den gleichen Tests unterzogen wie ich es auch mit neuen Platten mache und bisher gab es keinen einzigen Ausfall.
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
23.11.2022 12:19:18
jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.11.2022 16:42:57
Für ein paar Euro ein USB 3.0 Festplattendock kaufen und dann die Festplatten nach Bedarf für Daten nutzen, auf die kein ständiger Zugriff erforderlich ist. Ich nutze meine ganzen alten USB-Platten, die sich so angesammelt haben, z. B. für zusätzliche Datensicherungen. Dann kannst du eine im Büro, eine bei Freunden etc. deponieren.
Hast du da noch den Überblick, welche Daten auf welchem Stand bei wem rumliegen? Ich hatte mal über so eine Nutzung nachgedacht, aber um dafür den Überblick zu behalten, müsste ich eine eigene Buchführung einführen, wozu ich zu faul bin.
Ja, habe ich tatsächlich, wenn auch in sehr einfacher Form. Ich habe mir für alle meine Backups Skripte geschrieben und mache nichts händisch. Sieht z. B. so aus:

Code: Alles auswählen

backup_hdd.bash show-status
--------------------------------------------------------------------------------
  ID| HDD Name                 | Last Backup (LT) | Backup Age
----+--------------------------+------------------+-----------------------------
   0| Regal                    | 2022-10-29 08:20 |  32d 00:23
   1| Büro                     | 2022-10-19 05:38 |  42d 03:05
--------------------------------------------------------------------------------

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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von hikaru » 30.11.2022 09:45:18

jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 07:48:56
Eine günstig geschossene gebrauchte und technisch einwandfreie min. 1 TB Platte würde ich mir z. B. als Ersatzfestplatte für meinen Haupt-Arbeitsrechner ins Regal legen.
Hoffentlich erst nach ausgiebigen Tests. Eine Ersatzplatte die sich dann als DOA herausstellt, wenn man sie tatsächlich braucht; oder schlimmer, auf den ersten Blick ok aussieht, später aber korrumpierte Daten liefert, ist so ziemlich das Blödeste was ich mir vorstellen kann.

Bei Ersatzplatten (nicht Backups) im Schrank habe ich mich schon lange gefragt, warum sie im Schrank liegen und nicht als Hot-Spare im Rechner stecken. Und bei Hot-Spares habe ich mich immer gefragt, warum man sie nicht aktiv in ein RAID einbindet. Neben den Stromverbrauch fiel mir nichts ein.
Als Konsequenz dieser Überlegung liegen die Betriebssysteme in meinem Desktop-PC inzwischen auf einem RAID1 aus zwei SSDs und die Daten auf einem RAID6 aus vier HDDs. Ersatzplatten im Schrank habe ich nicht. Ich spekuliere darauf, beim Ausfall eines der Datenträger schnell genug Ersatz beschaffen, und bis dahin degraded weiterarbeiten zu können. Falls ich mich verspekuliere, muss halt das Backup ran, wie früher auch.
jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 07:48:56
Mein NAS hat als Systemlaufwerk auch noch eine 250 GB Festplatte,
Ja, für Systeme ohne direkte User-Interaktion kann ich mir auch eine HDD als Systemlaufwerk vorstellen. Aber die Szenarien wo kleine HDDs Sinn ergeben sind halt inzwischen recht begrenzt.
Bei Systemlaufwerken braucht man meist nicht viel Platz, aber man will es schnell haben. Also nimmt man eher eine bezahlbare SSD als eine kleine HDD. Für ein echtes Datengrab braucht man hingegen oft viel Platz.
jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 07:48:56
Bezüglich unbekannter Vergangenheit konnte ich mich bisher immer auf die SMART-Daten verlassen oder ich hatte einfach Glück. Alle meine über die letzten Jahre gebraucht gekauften Platten habe ich den gleichen Tests unterzogen wie ich es auch mit neuen Platten mache und bisher gab es keinen einzigen Ausfall.
Ich habe gerade eine ältere 2,5"-2TB-HDD am Wickel, die laut SMART ok ist und auf den ersten Blick auch sauber funktioniert. Aber gelegentlich brechen größere Dateitransfers (mehrere 100GB) immer an der selben Stelle ab. Ich ging also von einem defekten Sektor aus und habe die HDD vor ein paar Wochen (an ihrem USB-Controller) mit badblocks überschrieben. Dieses warf zehntausende Fehler. So schlimm kam mir das im Betrieb gar nicht vor, also habe ich zunächst den USB-Controller gewechselt und badblocks wiederholt. Nun warf es zehntausende andere Fehler. Nochmal badblocks direkt an einem SATA-Controller. Nur noch hunderte Fehler, aber natürlich immer noch zu viel. Ich wollte die HDD schon aussortieren, aber dann habe ich sie nochmal komplett stumpf mit dd überschrieben. Danach war sie auch in badblocks ok (badlocks sollte beim 00-Pattern ja aber nichts Anderes machen) und funktionierte offenbar wieder problemlos.
Also habe ich die HDD wieder in den Schrank gelegt, bis ich sie letztes Wochenende in ein Notebook eingebaut habe. Als ich dort via LAN Daten aufspielen wollte, hatte ich aber wieder ähnliche Probleme, die ich mit einer baugleichen Ersatz-HDD nicht habe. Die "verdächtige" HDD dreht also seit Montag wieder eine Runde badblocks an einem SATA-Controller - bisher ohne Fehler.

Lange Rede, kurzer Sinn:
SMART ist ein brauchbarer erster Anhaltspunkt und oft das einzige sinnvolle Kriterium das man beim Gebrauchtkauf von HDDs vorab kriegen kann, aber es taugt nicht als abschließende Qualitätskontrolle.
jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 07:48:56
Ich habe mir für alle meine Backups Skripte geschrieben und mache nichts händisch. Sieht z. B. so aus:

Code: Alles auswählen

backup_hdd.bash show-status
--------------------------------------------------------------------------------
  ID| HDD Name                 | Last Backup (LT) | Backup Age
----+--------------------------+------------------+-----------------------------
   0| Regal                    | 2022-10-29 08:20 |  32d 00:23
   1| Büro                     | 2022-10-19 05:38 |  42d 03:05
--------------------------------------------------------------------------------
Interessant! Würdest du das Script veröffentlichen?

jdr
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Re: Mehrere alte HDD als Speicher nutzen

Beitrag von jdr » 01.12.2022 17:49:23

hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 09:45:18
jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 07:48:56
Eine günstig geschossene gebrauchte und technisch einwandfreie min. 1 TB Platte würde ich mir z. B. als Ersatzfestplatte für meinen Haupt-Arbeitsrechner ins Regal legen.
Hoffentlich erst nach ausgiebigen Tests. Eine Ersatzplatte die sich dann als DOA herausstellt, wenn man sie tatsächlich braucht; oder schlimmer, auf den ersten Blick ok aussieht, später aber korrumpierte Daten liefert, ist so ziemlich das Blödeste was ich mir vorstellen kann.

Bei Ersatzplatten (nicht Backups) im Schrank habe ich mich schon lange gefragt, warum sie im Schrank liegen und nicht als Hot-Spare im Rechner stecken. Und bei Hot-Spares habe ich mich immer gefragt, warum man sie nicht aktiv in ein RAID einbindet. Neben den Stromverbrauch fiel mir nichts ein.
Als Konsequenz dieser Überlegung liegen die Betriebssysteme in meinem Desktop-PC inzwischen auf einem RAID1 aus zwei SSDs und die Daten auf einem RAID6 aus vier HDDs. Ersatzplatten im Schrank habe ich nicht. Ich spekuliere darauf, beim Ausfall eines der Datenträger schnell genug Ersatz beschaffen, und bis dahin degraded weiterarbeiten zu können. Falls ich mich verspekuliere, muss halt das Backup ran, wie früher auch.
Ja, immer erst nach ausführlichen Tests, s. u.
Stromverbrauch ist aufgrund des Energiepreiswuchers in Deutschland bei mir ehrlich gesagt der einzige Grund. Wobei - wenn man das mal gegenrechnet, wären das bei einem Rechner, der 8 h am Tag an ist, auch keine 50 kWh mehr im Jahr. Also wenn man dann die Zeit für ein Restore bei Festplattendefekt gegenrechnet... Darüber mache ich mir mal Gedanken.
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 09:45:18
jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 07:48:56
Mein NAS hat als Systemlaufwerk auch noch eine 250 GB Festplatte,
Ja, für Systeme ohne direkte User-Interaktion kann ich mir auch eine HDD als Systemlaufwerk vorstellen. Aber die Szenarien wo kleine HDDs Sinn ergeben sind halt inzwischen recht begrenzt.
Bei Systemlaufwerken braucht man meist nicht viel Platz, aber man will es schnell haben. Also nimmt man eher eine bezahlbare SSD als eine kleine HDD. Für ein echtes Datengrab braucht man hingegen oft viel Platz.
Genau. Ist so ein "Nischeneinsatzzweck". Mir ist es egal, ob das NAS jetzt in 1 oder 3 Minuten bootet und ob die gelegentlichen apt upgrades 2 oder 5 Minuten dauern. Bei Systemen für die interaktive Verwendung bin ich aber natürlich inzwischen viel zu ungeduldig für HDDs. Mit Linux geht's noch, mit Windows 10 ist es eine Qual.
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 09:45:18
Lange Rede, kurzer Sinn:
SMART ist ein brauchbarer erster Anhaltspunkt und oft das einzige sinnvolle Kriterium das man beim Gebrauchtkauf von HDDs vorab kriegen kann, aber es taugt nicht als abschließende Qualitätskontrolle.
Volle Zustimmung! Wobei dein Fall ja schon krass ist. Bei mir haben bisher ausnahmslos alle Platten (seit der SATA-Ära) bei Fehlfunktionen auch irgendwelche Auffälligkeiten in den SMART-Werten gezeigt. Ich mache bei Neuankömmlingen immer ein badblocks -wsv und einen SMART Extended Test. Alle Platten, die das erfolgreicht gemeistert haben, funktionieren im täglichen Betrieb einwandfrei. Eine komische Platte habe ich, die irgendwann plötzlich ausgefallen ist und nach einem vollständigen dd 936 Reallocated Sectors hatte. Diese Platte läuft jetzt aber auch seit mehreren Jahren wieder 24/7 (davon aber vielleicht 30 min täglich in Betrieb, ansonsten im Standby) ohne jegliches Problem.

Die SMART-Daten von deiner merkwürdigen Platte würden mich ja mal interessieren. Und auch ob was im SMART Error Log steht. Kontaktproblem? Haarrisse auf der Platine?
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 09:45:18
jdr hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
30.11.2022 07:48:56
Ich habe mir für alle meine Backups Skripte geschrieben und mache nichts händisch. Sieht z. B. so aus:

Code: Alles auswählen

backup_hdd.bash show-status
--------------------------------------------------------------------------------
  ID| HDD Name                 | Last Backup (LT) | Backup Age
----+--------------------------+------------------+-----------------------------
   0| Regal                    | 2022-10-29 08:20 |  32d 00:23
   1| Büro                     | 2022-10-19 05:38 |  42d 03:05
--------------------------------------------------------------------------------
Interessant! Würdest du das Script veröffentlichen?
Jein, das ist kein einzelnes Skript, sondern Teil meiner inzwischen fast 100 Skripte, die auch Abhängigkeiten untereinander haben. Standalone funktioniert das nicht.

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