Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Smalltalk
Antworten
Benutzeravatar
chris689
Beiträge: 17
Registriert: 05.06.2016 18:35:42

Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von chris689 » 18.06.2024 14:52:31

Hallo Forum,

wie im Betreff schon steht frage ich mich was der Unterschied
zwischen den beiden Betriebssystemen ist?
Könnt Ihr mich kurz und knapp aufklären was der Unterschied ist?

Grüße Christian

Benutzeravatar
kalle123
Beiträge: 2759
Registriert: 28.03.2015 12:27:47
Wohnort: Mönchengladbach

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von kalle123 » 18.06.2024 15:04:33

Ist diese Frage jetzt ernst gemeint?

cu KH

Benutzeravatar
chris689
Beiträge: 17
Registriert: 05.06.2016 18:35:42

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von chris689 » 18.06.2024 15:10:10

Ja die Frage ist ernst gemeint.
Wenn es keine Unterschiede gibt warum dann 2 Betriebssysteme.

Benutzeravatar
MSfree
Beiträge: 11074
Registriert: 25.09.2007 19:59:30

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von MSfree » 18.06.2024 15:22:44

chris689 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.06.2024 15:10:10
Wenn es keine Unterschiede gibt warum dann 2 Betriebssysteme.
1. es gibt natürlich Unterschiede.
2. es gibt Raspberry Pi OS, Debian, Ubuntu, Fedora, Linux Mint und noch ein paar mehr für den Raspi. Warum also mindestens 5?

Raspberry Pi OS ist aber sehr nah dran an Debian. Bisher bedient sich die Rapsberry Pi Foundation direkt am Debian Repository und liefert die meisten Pakete unverändert aus. Der Hauptunterschied liget im anderen Kernel und im anderen Bootprozeß (keine Ahnungm wie detailiert du das jetzt wiessen willst). Außerdem legt die Rapsberry Pi Foundation ihrem OS noch ein paar Zusatzprogramme bei, wie z.B. Programme zum Auslesen der Kameraschnittstelle zum Erzeugen von Bildern und Videos. Mathematica war auch mal Bestandteil, keine Ahnung, ob das immer noch so ist.

Benutzeravatar
chris689
Beiträge: 17
Registriert: 05.06.2016 18:35:42

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von chris689 » 18.06.2024 15:31:59

Also kann man das so sehen das Raspbian ein kastriertes Debian, oder übertreibe
ich mit dieser Aussage?
Das wesentliche ist doch das es einen anderen Kernel hat oder?
Debian läuft auf vielen Arten von Hardware, Raspbian nur auf einem RaspberryPi
oder sehe ich das falsch?

Benutzeravatar
chris689
Beiträge: 17
Registriert: 05.06.2016 18:35:42

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von chris689 » 18.06.2024 15:37:47

Gibt es ein reines Debian was auf ARM Processoren läuft?
Oder gibt es nur Raspbian für den RaspberryPi?
Warum Google ich nicht danach, Faulheit siegt.

michaa7
Beiträge: 4690
Registriert: 12.12.2004 00:46:49
Lizenz eigener Beiträge: MIT Lizenz

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von michaa7 » 18.06.2024 17:41:35

https://www.debian.org/ports/arm/index.de.html

Jetzt brauchst du nur noch jemanden der das für dich liest ... und dann nen Trichter
gruß

michaa7

-------------------------------
Menschen ändern gelegentlich ihre Ansichten, aber nur selten ihre Motive. (Oskar Negt)

mampfi
Beiträge: 1819
Registriert: 16.08.2005 18:15:29
Lizenz eigener Beiträge: GNU General Public License
Wohnort: münchen

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von mampfi » 18.06.2024 17:48:12

Raspbian

für die kleinen Maschinchen optimiert


KDE scheidet völlig aus, weil zu arbeits-intensiv :mrgreen:
Es gibt viele Foren und eine Welt ausserhalb

niemand
Beiträge: 749
Registriert: 22.12.2023 16:35:53
Kontaktdaten:

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von niemand » 18.06.2024 17:58:57

chris689 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.06.2024 15:31:59
Also kann man das so sehen das Raspbian ein kastriertes Debian
Eher ein um Raspberry-Pi-spezifische Sachen erweitertes Debian.
mampfi hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.06.2024 17:48:12
KDE scheidet völlig aus, weil zu arbeits-intensiv
KDE/Plasma ist in „Raspberry Pi OS“ (so die derzeit offizielle Selbstbezeichnung) enthalten. Warum sollte es völlig ausscheiden?
„I fought in the Vim-Emacs-War.“ Quelle

Benutzeravatar
chris689
Beiträge: 17
Registriert: 05.06.2016 18:35:42

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von chris689 » 18.06.2024 18:35:42

michaa7 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.06.2024 17:41:35
https://www.debian.org/ports/arm/index.de.html

Jetzt brauchst du nur noch jemanden der das für dich liest ... und dann nen Trichter
Das mit dem Trichter muss ich mal ausprobieren. :D

Ok Danke erst mal an alle, ich mache erstmal Schluss für heute.

Grüße Christian

Benutzeravatar
TRex
Moderator
Beiträge: 8190
Registriert: 23.11.2006 12:23:54
Wohnort: KA

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von TRex » 18.06.2024 18:40:15

mampfi hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.06.2024 17:48:12
KDE scheidet völlig aus, weil zu arbeits-intensiv :mrgreen:
Da auf den kleinen Dingern mittlerweile auch Windows 10 läuft...
Jesus saves. Buddha does incremental backups.
Windows ist doof, Linux funktioniert nichtDon't break debian!Wie man widerspricht

debianoli
Beiträge: 4092
Registriert: 07.11.2007 13:58:49
Lizenz eigener Beiträge: MIT Lizenz

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von debianoli » 18.06.2024 22:11:42

KDE ist nicht ressourcenhungrig, wenn man die 3D Effekte ausschaltet.

Benutzeravatar
MSfree
Beiträge: 11074
Registriert: 25.09.2007 19:59:30

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von MSfree » 19.06.2024 08:23:31

debianoli hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
18.06.2024 22:11:42
KDE ist nicht ressourcenhungrig, wenn man die 3D Effekte ausschaltet.
Ich habe KDE bisher nur auf einem Raspi-3 laufen lassen. Das war schlicht und ergreifend unerträglich lahm. Wenn man bei jedem Mausklick einige Sekunden warten muß, bis etwas passiert, z.B. Menu ausklappen, dann ist das unbrauchbar. Da hat man schon keine Lust mehr, die visuellen Effekte alle auszuschalten, weil man dazu Stunden brauchen würde, um sich durch die Konfiguration zu klicken.

debianoli
Beiträge: 4092
Registriert: 07.11.2007 13:58:49
Lizenz eigener Beiträge: MIT Lizenz

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von debianoli » 19.06.2024 17:19:14

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
19.06.2024 08:23:31
Ich habe KDE bisher nur auf einem Raspi-3 laufen lassen. Das war schlicht und ergreifend unerträglich lahm. ... Da hat man schon keine Lust mehr, die visuellen Effekte alle auszuschalten, weil man dazu Stunden brauchen würde, um sich durch die Konfiguration zu klicken.
Ja, da hast du recht.Aber man kan bei KDE die Effekte ausschalten. Bei Gnome geht das meines Wissens nicht. Ob diese umfangreichen DE für den eher etwas schwachen Raspi sinnvoll ist, ist ein anderes Thema

niemand
Beiträge: 749
Registriert: 22.12.2023 16:35:53
Kontaktdaten:

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von niemand » 19.06.2024 22:02:45

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
19.06.2024 08:23:31
Ich habe KDE bisher nur auf einem Raspi-3 laufen lassen. Das war schlicht und ergreifend unerträglich lahm.
Pi5 hat ausreichend Feuer, um zumindest KDE bedienen zu können, denke ich. Vermutlich reicht schon ein Pi4 – zwischen 3 und 4 gibt es schon einen ordentlichen Sprung (leider halt auch in der Leistungsaufnahme und Abwärme).
„I fought in the Vim-Emacs-War.“ Quelle

wanne
Moderator
Beiträge: 7517
Registriert: 24.05.2010 12:39:42

Re: Unterschiede zwischen Debian und Raspbian

Beitrag von wanne » 20.06.2024 17:20:38

Zuerst technisch:
  • Debian kennt armel, armhf und arm64
    armel ist für sehr primitive Geräte die kein Float können und deswegen sehr lahm sind. armhf braucht dagegen mindestens ARMv7. Der ARM11 Raspberry PI 1 kann aber nur ARMv6. Raspian hat einige Pakete (vor allem den Kernel) zwar für armel aber mit floatingpoint-Support compiliert. Das ist zwar etwas lahmer wie ein armhf das für ARMv6 compiliert wird, bleibt aber kompatibel zu den armel-Paketen von Debian. Für den Raspberry Pi 2, kannst du Debian armhf und ab raspberry Pi 3 und Raspberry Pi Zero 2 sogar arm64 nutzen. Womit debian sogar etwas flotter als Raspian laufen wird.
  • Debian hatte anfangs nur installer für installation von CD/USB. Die raspberrys wollen aber ihren Bootloader auf der SD-Karte und brauche direkt ihre Firmware. Das ist seit Bullseye obsolet, da Debian jetzt auch fertige SD-Karten-Images mit firmware für PIs anbietet.
Weniger Technisch:
Raspian war von Anfang an auf Bastelprojekte für Schüler ausgelegt. Deswegen kommen sie mit viel Bildungssoftware vorinstalliert und prominent präsentiert. Das System ist stark darauf ausgelegt sofort loslegen zu können. Nicht so sehr ein System einzurichten, mit dem man langfristig optimal arbeiten kann. Deswegen haben sie kein Installer mit Abfragen zu Standort (für die Uhrzeit) Lieblingssoftware... Deswegen haben ihren eigenen Smartphone-like installer statt download-Links auf einer 90er-Jahre-Style Website. – Daneben habe ich das Gefühl, dass deren komischer updater zwar davon zeugt, dass die Macher sicher Spaß am programmieren hatten, aber wenig verwurzelt im Betriebssystem-Umfeld waren. Sonst hätten sie erkannt das sich da viele dran wenig erfolgreich versucht haben und sie besser auf Lösungen, von Leuten die da mehr Erfahrung hatten gesetzt hätten. (Packagekit...)

Aber am Ende ist Raspberry PI OS weitestgehend ein Debian mit einem anderen Installer der ein paar wenige nicht-Debian-Programme mit installiert. Nach einer weile Benutzung wirst du nicht mehr unterscheiden können, ob das jetzt bei der Installation ein Raspberry PI OS oder Debian war.

Zu KDE: KDE vs. LXDE: KDE ist eine relativ große Umgebungen mit nem Haufen Sachen, die man eventuell nicht unbedingt auf nem PI braucht. (Office, spiele...) Aber genau das macht Rapsian auch mit Giganten wie Greenfoot stört nicht braucht nur ewig um es auf die SD-Karte zu flashen. Ein minimaler Plasma-Desktop mag sicher deutlich mehr Platz auf der SD-Karte und initial im RAM verbrauchen. Aber die PIs haben alle relativ leistungsstarke Grafikhardware. Und so tippe ich, sobald du mehr als 1GiB RAM hast, kommt der Kippunkt wo das KDE zumindest für alles was animiert/Video... ist deutlich flüssiger läuft als ein LXDE, dass die GPU halt quasi nicht nutzt. Voraussetzung ist natürlich, dass du nicht 100 widgets/panels/3D-Effekte hast die dir die ganze zeit die CPU am Limit halten, ohne dass du aktiv was machst.
rot: Moderator wanne spricht, default: User wanne spricht.

Antworten