Lüfter für Wärmeverteilung zweckentfremden

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MartinV
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Re: Lüfter für Wärmeverteilung zweckentfremden

Beitrag von MartinV » 11.09.2018 17:24:05

hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.09.2018 15:48:33
Ein Unterschied wird auch immer bestehen bleiben, so lange die Wärmequelle nur von unten kommt.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist der Eimerboden immer noch unisoliert, richtig?
Ja, der Versuch ist noch ohne Isolation von unten. Ich werde bei Gelegenheit ein rundes Brett in Eimerbodengröße montieren. Das hat auch den Vorteil, daß sich der Eimerboden nicht so sehr nach unten durchwölbt.
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.09.2018 15:48:33
Bei der Aufwärmzeit dachte ich übrigens, dass die drei Tage Absicht seien, weil vielleicht während dieser Zeit etwas interessantes im Honig passiert.
Nein, nichts spezielles. Mir geht es nur darum, daß der Honig nicht zu heiß von außen wird. Manche Imker stellen auch erst sehr heiß ein, ca. 70 Grad, und regeln später runter. Das habe ich anfangs auch gemacht, aber ein Teil des Honigs wird definitiv viel zu heiß. Das macht zwar keinen erkennbaren Unterschied im Geschmack, zerstört aber einen Teil der wertvollen Inhaltsstoffe.

Wenn ich die Aufwärmzeit verkürzen kann, ohne den Honig (stellenweise) zu überhitzen, ist das ein Vorteil. Derzeit bin ich mit nur einem Wärmegerät ausgebremst, wenn ich mehrere Eimer abfüllen will.
guennid hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.09.2018 15:58:38
Warum wird's Wasserbad nicht ausprobiert? Halt ich immer noch für funktionaler und auch kostengünstiger.
Kommt noch, kommt noch! ;-)
Ein kleines Speisfaß in geeigneter Größe für das Wasserbad habe ich schon gekauft. Steht derzeit draußen und muß erstmal "ausstinken".
Wenn ich zwei Lösungen habe, kann ich auch zwei Eimer gleichzeitig warmstellen.
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.09.2018 16:17:38
Offenes Wasser in der Nähe des Honigs ist wohl schlecht. Man müsste also beide "Elemente" hermetisch voneinander abtrennen.
Solange der Eimer zu ist, sehe ich da kein Problem.
Die Vernunft kann einem schon leidtun. Sie verliert eigentlich immer.

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Re: Lüfter für Wärmeverteilung zweckentfremden

Beitrag von guennid » 11.09.2018 22:30:19

hikaru hat geschrieben:Einkochapparatenexpertinnenehemann
:mrgreen:
hikaru hat geschrieben:Gibt es 25L-Einweckgläser?
Nicht, dass ich wüsste. :wink: Aber die Einkochapparate sind recht hoch. Wenn ich mich an meine Kindheit recht erinnere, dann konnte man die zweistöckig mit Einweckgläsern befüllen. Das brachte mich auf die Idee. Letztlich gebraucht wird einfach ein Bottich, der möglichst hoch genug ist, um den Eimer aufzunehmen ohne das Wasser hineinschwappen zu lassen. Bei max. 40° dürfte auch vernachlässigbar sein, wenn der Eimer offen darinsteht, aber das weiß der Imker besser. Beim Speiskübel (ich glaube wir reden der Verständlichkeit halber unter bit-und-byte-affinen Menschen besser vom Mörtelfass/-kübel) bin ich skeptisch ob man einen mit genügend kleinem Durchmesser bekommt, sonst wird unnötig viel Wasser erhitzt, bei meinen dreien wäre das der Fall - naja, was weiß ich, was die Baumärkte unbedarften Hobbybaumeistern heute so alles andrehen, was sich dann als imkertauglich erweist. :wink:

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hikaru
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Re: Lüfter für Wärmeverteilung zweckentfremden

Beitrag von hikaru » 12.09.2018 10:33:23

MartinV hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.09.2018 17:24:05
Ja, der Versuch ist noch ohne Isolation von unten. Ich werde bei Gelegenheit ein rundes Brett in Eimerbodengröße montieren. Das hat auch den Vorteil, daß sich der Eimerboden nicht so sehr nach unten durchwölbt.
Holz klingt gut. Gerade das übliche Nadelholz (Fichte, Kiefer) hat durch die relatv geringe Rohdichte fast so gut isolierende Eigenschaften wie Styropor, wobei es quer zur Faserrichtung besser isoliert als längs (also das "runde Brett" tatsächlich eher aus einem Brett als aus einer Baumscheibe herstellen).
MartinV hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.09.2018 17:24:05
hikaru hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.09.2018 16:17:38
Offenes Wasser in der Nähe des Honigs ist wohl schlecht. Man müsste also beide "Elemente" hermetisch voneinander abtrennen.
Solange der Eimer zu ist, sehe ich da kein Problem.
Stimmt. Ich hatte mir bisher noch keine Gedanken darüber gemacht, ob deine Eimer Deckel haben.

guennid hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.09.2018 22:30:19
hikaru hat geschrieben:Gibt es 25L-Einweckgläser?
Nicht, dass ich wüsste. :wink: Aber die Einkochapparate sind recht hoch. Wenn ich mich an meine Kindheit recht erinnere, dann konnte man die zweistöckig mit Einweckgläsern befüllen.
Ich stelle es mir im Vergleich zum Eimer als zusätzlichen Aufwand vor, den Honig erst zur Lagerung in kleine Einweckgläser abzufüllen, ihn später darin zu erwärmen und dann von dort in ähnlich kleine Honiggläser abzufüllen.
Ideal wäre es vermutlich, den Honig direkt in Honiggläser abzufüllen, dann könnte sich Martin das ganze Prozedere mit dem Eimer sparen. Aber so wie ich mich an einen Imkerfreund meiner Oma aus Kindertagen erinnere ist es teils ein logistisches Problem, genügend Honiggläser allein für den Verkauf vorrätig zu haben, von der Lagerung ganz zu schweigen.
guennid hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
11.09.2018 22:30:19
Beim Speiskübel (ich glaube wir reden der Verständlichkeit halber unter bit-und-byte-affinen Menschen besser vom Mörtelfass/-kübel)
Und du glaubst, die bit-und-byte-affinen Menschen verstehen mehr von Mörtel- als von Speisekübeln? ;)

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Re: Lüfter für Wärmeverteilung zweckentfremden

Beitrag von wanne » 12.09.2018 14:55:13

Nochmal zum Lüfter. Um die Luft (ohne Kühlkörper) da in etwa in der Gleichen Temperatur zu halten reicht ein gaaaanz langsamer Luftstrom. Dafür mächtest du einen möglichst breiten lüfter haben, damit sich die Luft nicht nur in einem Minikreis läuft.
Gekauft ist er ja schon. Aber für die Zukunft: Für sowas immer möglichst große Durchmesser. Am liebsten mehrere davon um die Luft zu steuern. Bei den 80mm Dingern läuft die Luft direkt vom "Ausgang" über die Ränder wieder zurück zum "Eingang", wenn du keine passenden aufbauten hast, die das verhindern. Der Rest der Luft im Eimer steht dann.

Bei einem Lüfter mit 3 Kabeln willst du da ~8V oder so anschließen, damit der sich schön langsam dreht. Schneller macht nur mehr nur Krach und bringt nichts. Bei weniger Spannung steht er. (Wenn du einen guten hast, kannst du ihn vielleicht an einem billigen ab isolierten 5V USB-Ladekabel betreiben.) Das dritte Kabel gibt dir nur die Geschweindigkeit als Feedback und kann leer bleiben. Was du aber eher nicht haben willst, ist einer mit 2 Kabeln. Der kann nur Vollgas.
Eigentlich möchtest du aber eher einen mit 4 haben. Die können deutlich langsamer drehen brauchen zusätzlich zusätzlich zur 12V Versorgungsspannung ein pwm signal. Passende Schaltungen findest du zu Hauf im Internet.

Ich denke aber auch, dass Isolieren des Bodens die weit bessere Lösung ist und deutlich mehr bringt. Am Ende beleibt Fluiddynamik halt ein unvorhersagbarer mist :-)
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Re: Lüfter für Wärmeverteilung zweckentfremden

Beitrag von wanne » 12.09.2018 15:31:11

Zur Sache mit N₂ und IR-Strahlung. Natürlich emittiert N₂ auch Schwarzkörperstrahlung. Und die liegt bei unseren Temperaturen in erster Linie im IR.
Nur die Energiemengen sind dank der extrem kleinen Wärmekapazität völlig lächerlich. Die Extinktion wird garantiert auch nicht 0 sein. (Auch wenn ich jetzt kein Tabellenwerk zu Hand habe.)
Was gemeint ist, dass es keine Wellenlängen im IR gibt, die N₂-Molekühle explizit anregen. Du hast keine Absorptionslinien im IR. Entsprechend wenig bleibt da hängen.
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Re: Lüfter für Wärmeverteilung zweckentfremden

Beitrag von guennid » 12.09.2018 20:44:54

hikaru hat geschrieben:Und du glaubst, die bit-und-byte-affinen Menschen verstehen mehr von Mörtel- als von Speiskübeln?
:wink:
Ich hoffe es zumindest. Ich stelle mir vor, dass mit dem hochdeutschen Begriff "Mörtel" jeder im deutschen Sprachraum zumindest peripher mal in der Schule in Berührung gekommen ist. Den Begriff "Speis" für diese Sache kennt er sicher, wenn er mal fachlichen Kontakt mit oberhessischen oder nasssauischen Maurern gehabt hat. Das Phänomen, dass (nicht nur) bit und byte affine Menschen dazu neigen, statt nachzufragen ihre Maurerfach-Unkenntnis durch Ignorieren zu überspielen, lass ich jetzt mal außer Betracht. :wink: ) Wie das in anderen deutschsprachigen Gegenden aussieht, darüber habe ich oberhessischer Provinzler leider keine Kenntnisse. Interessiert mich aber sehr, weil ich Regionalsprachen liebe (einschließlich Sächsisch! :wink: ). Bedauerlicherweise gelingt es mir nie außer meinem elterlichen Dialekt, eine solche Regionalsprache auch zu sprechen. :wink: Die Leute entlarven mich sofort als Nicht-Muttersprachler.

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Re: Lüfter für Wärmeverteilung zweckentfremden

Beitrag von hikaru » 13.09.2018 16:10:50

guennid hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
12.09.2018 20:44:54
Ich hoffe es zumindest. Ich stelle mir vor, dass mit dem hochdeutschen Begriff "Mörtel" jeder im deutschen Sprachraum zumindest peripher mal in der Schule in Berührung gekommen ist.
In der Schule hatte ich damit nie Kontakt soweit ich mich erinnere. Aber auf Opas Bauernhof blieb das nicht aus.
guennid hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
12.09.2018 20:44:54
Den Begriff "Speis" für diese Sache kennt er sicher, wenn er mal fachlichen Kontakt mit oberhessischen oder nasssauischen Maurern gehabt hat.
Vielleicht hatte er beim Lesen auch nur die Schulspeisung im Kopf, die teils ebenfalls an Mörtel erinnerte. ;)
guennid hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
12.09.2018 20:44:54
Wie das in anderen deutschsprachigen Gegenden aussieht, darüber habe ich oberhessischer Provinzler leider keine Kenntnisse. Interessiert mich aber sehr, weil ich Regionalsprachen liebe (einschließlich Sächsisch! :wink: ).
Sächsisch ist ein weites Feld. Nur Unkundige werfen z.B. Leipzig und Dresden in einen Topf. Von Erzgebirge und Vogtland ganz zu schweigen.
Ich weiß aber was du meinst. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich Gelegenheit, Wertschätzung für das Pälzische zu entwickeln. Wenn man sich ein paar Vokabeln aneignet und sich etwas reinhört. finde ich das einen ganz angenehmen Dialekt. Und was immer alle gegen Saumagen haben verstehe ich seitdem auch nicht mehr.
guennid hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
12.09.2018 20:44:54
Bedauerlicherweise gelingt es mir nie außer meinem elterlichen Dialekt, eine solche Regionalsprache auch zu sprechen. :wink: Die Leute entlarven mich sofort als Nicht-Muttersprachler.
Du musst wohl eine Weile in der entsprechenden Gegend leben um dir einen Dialekt wirklich anzueignen. Ein Freund von mir hat seit der Wende in diversen Regionen Deutschlands jeweils einige Jahre gelebt und spricht nun etwa ein halbes Dutzend Dialekte - jene welche ich beurteilen kann sehr ordentlich. Im gewöhnlichen Gespräch neigt er dazu, alle zu mischen.

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