2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Einrichten des lokalen Netzes, Verbindung zu anderen Computern und Diensten.
reox
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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von reox » 10.11.2019 12:38:10

Ich vermute, du solltest das Problem versuchen systematisch zu lösen... Also einen Tag am PC, einen Tag am Laptop, dann beides nochmal mit/ohne HW-Beschleunigung etc... Wenn du zu viele Variablen zur selben Zeit änderst, kannst du ja nicht feststellen wo das Problem liegt.

Die Interface statistiken auf den Rechnern anschauen ist sicher nicht verkehrt:

Code: Alles auswählen

$ ip -s -h link

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willy4711
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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von willy4711 » 10.11.2019 14:35:37

Noch mal zum Online Zähler der Fritte [ 7490 / 07.12 ]
Zumindest bei mir stimmt der ziemlich genau. Differenzen sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, das ich immer kurzfristig mal vie Dual Boot in einem Anderen BS bin, was vnstat dann natürlich nicht zählen kann.
Vergleich Fritte / vnstat:

Code: Alles auswählen

 day   		     rx      |     tx      |    total    |   

2019-11-09     1,93 GiB |     74,15 MiB |    2,00 GiB |  
2019-11-10     1,48 GiB |     46,74 MiB |    1,53 GiB |  

Fritte:

2019-11-09	2045 MB	|        107 MB |    2161 MB |
2019-11-10  	1599 MB |         72 MB |    1671 MB |
 

Umgerechnet:

Code: Alles auswählen

2019-11-09	1.9045 GIB |  102.04 MIB | 2,012 GIB
Was mir auffällt, dass TX (gesendet) latent um den Faktor ca 1,5 höher ist, als von vnstat. Auf den ganzen letzten Monat ist die Differenz 0,5 GB.
Nun gibt es ja einen tägliche Zwangstrennung, die ganz sicherlich auch hin und her telefoniert, wieviel das ist auf den Monat gerechnet ? Keine Ahnung.
Jedenfalls gibt es wohl schon einen Differenz zwischen dem, was vom Rechner ausgeht, und dem was in der Fritzbox passiert.
Ich hab jetzt mal die AVM-Dienste und die Anbieterdienste wieder deaktiviert (sind mir wohl beim letzten Update von FritzOS wieder untergeschoben worden 8O )
Mal sehen, wie sich jetzt das Verhältniss tx (fritzBox) und TX vnstat entwickelt.

Edit:
Hab jetzt mal den [/deb]package-update-indicator[/deb] auf täglich gestellt, der war stündlich am arbeiten, was ja
bei Testing Traffic hin und her bewirken sollte.

reox
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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von reox » 10.11.2019 14:59:24

willy4711 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
10.11.2019 14:35:37
Was mir auffällt, dass TX (gesendet) latent um den Faktor ca 1,5 höher ist, als von vnstat. Auf den ganzen letzten Monat ist die Differenz 0,5 GB.
Protkoll Overhead? Fragmentierung? PPPoE, VLAN? macht sicherlich nicht 1.5x aus aber 1-10% könnten es schon sein - je nach dem was da alles noch reinpfuscht.

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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von MSfree » 10.11.2019 15:15:33

willy4711 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
10.11.2019 14:35:37
Nun gibt es ja einen tägliche Zwangstrennung, die ganz sicherlich auch hin und her telefoniert, wieviel das ist auf den Monat gerechnet ? Keine Ahnung.
Ob Zwangstrennung oder nicht hängt vom Provider ab. Ich habe z.B. keine Zwangstrennung und trotzdem keine feste IP-Adresse. Warum einige Provider an dieser Zangstrennung festhalten, ist mir sowieso schleierhaft. Einen Vorteil hat der Provider dadurch nicht, denn die Router verbinden sich ja sowieso innerhalb weniger Sekunden erneut, IP-Adressen kann der Provider dadurch also nicht einsparen. Die Vorratsdatenhaltung wird für den Provider teurer weil die Datenbanken öfter neue Verbindungsdaten speichern müssen und die Telefonie wird durch Zwangsunterbrechungen behindert.

Davon abgesehen macht der Verbindungsaufbau durch das ppp-Protokoll nur ein paar kB pro Verbindungsaufbau aus, im Monat summiert sich das bei täglicher Trennung zu weniger als 100kB.
Ich hab jetzt mal die AVM-Dienste und die Anbieterdienste wieder deaktiviert (sind mir wohl beim letzten Update von FritzOS wieder untergeschoben worden 8O )
AVM bietet doch dieses myFritz an, was meines Wissens irgendso eine Cloudlösung ist. Darüber kann man per Smartphone-App die Box fernwarten, z.B. Rufweiterletungen einrichten oder auch Daten vom/ins LAN transferieren.

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willy4711
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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von willy4711 » 10.11.2019 15:33:19

reox hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
10.11.2019 14:59:24
Protkoll Overhead? Fragmentierung? PPPoE, VLAN? macht sicherlich nicht 1.5x aus aber 1-10% könnten es schon sein - je nach dem was da alles noch reinpfuscht.
Nee das ist es sicher nicht. Ganz normales VDSL. "Verbraucher" über switch / router direkt angeschlossen.

Mögliche Quellen aus der Fritte hab ich jetzt mal deaktiviert (s.O.).
Allein die "Diagnose-Datei" hat 1 MB von 2 Tagen (!)
Was mir noch einfällt, wären die Windows- VM's, deren Mitteilungsbedürfnis weitestgehend eingeschränkt ist.
Vielleicht sollt ich auch noch die Update-Überprüfung unterbinden, was aber wahrscheinlich das Gequatsche während
des Update / Überprüfung auch nicht verhindert.
Werde mal ein Paar Tage nur mein Xfce starten, und sehen, was jetzt so passiert.
Mit Debianvnstat hat man je die letzten 30 Tage / letzten Monat wunderbare Statistiken.

Das sind zwar nicht die 2 GB/ Tag des TE aber auch 500 MB / im Monat sind mir zu viel :oops:

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willy4711
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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von willy4711 » 10.11.2019 16:05:34

MSfree hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
10.11.2019 15:15:33
Ob Zwangstrennung oder nicht hängt vom Provider ab. Ich habe z.B. keine Zwangstrennung und trotzdem keine feste IP-Adresse. Warum einige Provider an dieser Zangstrennung festhalten, ist mir sowieso schleierhaft. Einen Vorteil hat der Provider dadurch nicht, denn die Router verbinden sich ja sowieso innerhalb weniger Sekunden erneut, IP-Adressen kann der Provider dadurch also nicht einsparen. Die Vorratsdatenhaltung wird für den Provider teurer weil die Datenbanken öfter neue Verbindungsdaten speichern müssen und die Telefonie wird durch Zwangsunterbrechungen behindert.
Da hab ich ungenau berichtet. Das macht die Fritte selber jeden Tag um 3 Uhr irgendwas, "um der Zwangstrennung
des Providers zuvorzukommen". Ob O2 nur tatsächlich trennen würde oder ob das ein Feature
von FritzOS ist, das man ja abstellen kann ---> werde es mal testen.
Hab jetzt einfach mal einen Neustart gemacht. Da steht so was im Protokoll, wobei mir nicht klar ist,
was DSL-Synchronisierung beginnt (Training). gegebenenfalls für Traffic auslösen kann.

Code: Alles auswählen

10.11.19 15:44:23 Die Systemzeit wurde erfolgreich aktualisiert von Zeitserver 217.188.59.84.
10.11.19 15:44:23 IPv6-Präfix wurde erfolgreich bezogen. Neues Präfix: 2a01:c22:3486:500::/56
10.11.19 15:44:23 Internetverbindung IPv6 wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: 2a01:c22:3600:f8e:3681:c4ff:fe32:fe77
10.11.19 15:44:22 Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: 77.183.191.206, DNS-Server: 62.109.121.2 und 62.109.121.1, Gateway: 62.52.201.184, Breitband-PoP: BERJ12
10.11.19 15:44:19 DSL ist verfügbar (DSL-Synchronisierung besteht mit 105529/39190 kbit/s).
10.11.19 15:42:39 Anmeldung des Benutzers xxxxxxx an der FRITZ!Box-Benutzeroberfläche von IP-Adresse 192.168.0.40.
10.11.19 15:42:02 WLAN-Übertragungsqualität durch reduzierte Kanalbandbreite erhöht (2,4 GHz).
10.11.19 15:41:59 DSL-Synchronisierung beginnt (Training). [2 Meldungen seit 10.11.19 15:41:20]
10.11.19 15:41:12 Der USB-Speicher FRITZ_FAT wurde eingebunden.
10.11.19 15:41:05 USB-Gerät 1002, Klasse 'USB 2.1 (hi-speed) storage', angesteckt

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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von MSfree » 10.11.2019 16:15:23

reox hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
10.11.2019 14:59:24
willy4711 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
10.11.2019 14:35:37
Was mir auffällt, dass TX (gesendet) latent um den Faktor ca 1,5 höher ist, als von vnstat. Auf den ganzen letzten Monat ist die Differenz 0,5 GB.
Protkoll Overhead? Fragmentierung? PPPoE, VLAN? macht sicherlich nicht 1.5x aus aber 1-10% könnten es schon sein - je nach dem was da alles noch reinpfuscht.
Hmm, der Overhead bei PPPoE ist vor allem für kleine Netzwerkpakete relativ groß. Schließlich muß jedem normalen Internetpaket (egal ob UDP oder TCP) der PPP-Header vorangestellt werden. Der macht in der Regel 8 extra Bytes aus, die MTU ist bei PPPoE in der Regel 1492 Bytes, die MTU im LAN dagegen 1500 Bytes.

Da mein Router ein Debian Stretch mit einem angeschlossenen DSL-Modem ist, kann ich hier relativ einfach folgenden Daten abgreifen:

Code: Alles auswählen

# ifconfig -a
enp2s0: flags=4163<UP,BROADCAST,RUNNING,MULTICAST>  mtu 1500
        inet 192.168.31.1  netmask 255.255.255.0  broadcast 192.168.31.255
        ether ...  txqueuelen 1000  (Ethernet)
        RX packets 379285427  bytes 26431804881 (24.6 GiB)
        RX errors 0  dropped 0  overruns 0  frame 0
        TX packets 630624379  bytes 927514528430 (863.8 GiB)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0

enp3s0: flags=4163<UP,BROADCAST,RUNNING,MULTICAST>  mtu 1500
        ether ...  txqueuelen 1000  (Ethernet)
        RX packets 592013080  bytes 875257030725 (815.1 GiB)
        RX errors 0  dropped 0  overruns 0  frame 0
        TX packets 325645088  bytes 26603564982 (24.7 GiB)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0

lo: flags=73<UP,LOOPBACK,RUNNING>  mtu 65536
        inet 127.0.0.1  netmask 255.0.0.0
        loop  txqueuelen 1  (Lokale Schleife)
        RX packets 7793580  bytes 3438558556 (3.2 GiB)
        RX errors 0  dropped 0  overruns 0  frame 0
        TX packets 7793580  bytes 3438558556 (3.2 GiB)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0

ppp0: flags=4305<UP,POINTOPOINT,RUNNING,NOARP,MULTICAST>  mtu 1492
        inet ...  netmask 255.255.255.255  destination ...
        ppp  txqueuelen 3  (Punkt-zu-Punkt-Verbindung)
        RX packets 591591274  bytes 862216642707 (803.0 GiB)
        RX errors 0  dropped 0  overruns 0  frame 0
        TX packets 325222970  bytes 19435996084 (18.1 GiB)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0
ppp0 läuft direkt über enps3s0 und hier sieht man, daß ich über ppp0 18.1GB verschickt habe, auf enp3s0 jedoch 24.7GB angefallen sind. Das ist ein Overhead von rund 36%, der sich durch viele kleine ACK-Pakete und DNS-Lokups erklären läßt.

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willy4711
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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von willy4711 » 10.11.2019 16:44:59

Interessant. Ich vermute mal, dass ifconfig ab Rechner- Start zählt, während vnstat ja aufsummiert.
Werde mal morgen einen Vergleich Fritte / ifconfig / vnstat machen.
Bei mir (woher kommen die vielen verlorenen Pakete (RX errors 0 dropped 67026)??:

Code: Alles auswählen

 ifconfig -a
eth0: flags=4163<UP,BROADCAST,RUNNING,MULTICAST>  mtu 1500
        inet 192.168.0.40  netmask 255.255.255.0  broadcast 192.168.0.255
        inet6 2a01:c22:3486:500:f9aa:708b:102:9744  prefixlen 64  scopeid 0x0<global>
        inet6 fe80::5680:2019:2ea0:4954  prefixlen 64  scopeid 0x20<link>
        inet6 fd00::270a:23e5:2608:d075  prefixlen 64  scopeid 0x0<global>
        ether d0:50:99:71:41:8f  txqueuelen 1000  (Ethernet)
        RX packets 4696983  bytes 6882334134 (6.4 GiB)
        RX errors 0  dropped 67026  overruns 0  frame 0
        TX packets 1568047  bytes 117132071 (111.7 MiB)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0

lo: flags=73<UP,LOOPBACK,RUNNING>  mtu 65536
        inet 127.0.0.1  netmask 255.0.0.0
        inet6 ::1  prefixlen 128  scopeid 0x10<host>
        loop  txqueuelen 1000  (Lokale Schleife)
        RX packets 17351  bytes 13619610 (12.9 MiB)
        RX errors 0  dropped 0  overruns 0  frame 0
        TX packets 17351  bytes 13619610 (12.9 MiB)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0

MSfree
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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von MSfree » 10.11.2019 18:43:49

willy4711 hat geschrieben: ↑ zum Beitrag ↑
10.11.2019 16:44:59
Interessant. Ich vermute mal, dass ifconfig ab Rechner- Start zählt
Genau genau genommen wird seit dem letzten Hochbringen der Schnittstelle gezählt. Nach ifdown, ifup fängt es wieder bei Null an. In meinem Fall stimmen Boot und ifup allerdings überein.

rwkraemer
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Re: 2GB DSL upload in einer Woche - normal?

Beitrag von rwkraemer » 11.11.2019 21:04:04

Hallo,

ich habe Antwort von AVM bekommen. Zur IP meinten sie nur, dass ein Client versuchte, sich mit dieser zu verbinden, die Fritzbox aber von außen nicht zugänglich, also sicher wäre. Zu dem Online-Zähler meinten sie, dass Traffic, der über LAN läuft, zu viel angezeigt wird. Sie arbeiten an dem Problem, dies würde die Funktion der Fritzbox aber nicht beeinträchtigen. Wann ein Update dazu herauskommt, wissen sie noch nicht.

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